Landrat Dr. Olaf Gericke (2. v. l.), Everswinkels Bürgermeister Sebastian Seidel und gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann (rechts davon) mit Unternehmern, die über ihre Erfahrungen in der digitalen Firmenwelt berichteten. Foto: gfw

Mutig, schnell, flexibel sein und die Neugier fördern

„Wirtschaft zum Anfassen“ bieten soll die „Roadshow Digitalisierung“ der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf (gfw). Zum Auftakt am Mittwoch (3. November) in Everswinkel gab es sogar praktische Tipps für die Transformation.

Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Sebastian Seidel machten deutlich, dass die öffentliche Hand zwar die Infrastruktur vor allem durch den Glasfaserausbau für schnelles Internet bereitstellen könne und das im Kreis Warendorf auch erfolgreich tue. Gerade ist ein Förderprogramm für Gewerbegebiete gestartet, von dem nach Gerickes Angaben 800 Unternehmen im Kreis profitieren werden. „Entscheidend für erfolgreiche Digitalisierung sind die Unternehmen“, so der Landrat, der aber nicht zu erwähnen vergaß, dass der Kreis Warendorf als erste Behörde in Nordrhein-Westfalen künftig Baugenehmigungen digital erteilen werde.

Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann und das gfw-Team hatten ein Programm zusammengestellt, in dem Unternehmen aus dem Kreis Warendorf digitale Prozesse und Geschäftsmodelle präsentierten, etwa als Plattformen für einen Lieferdienste-Fahrradservice, individuelle Treppengeländer oder Coworking. Hilfreich war vermutlich auch der Hinweis, dass es Hilfen von Bund und Land für Unternehmen gibt, deren digitale Transformation bis zur Hälfte der Investitionskosten, höchstens 50.000 Euro, bezuschusst und darüberhinaus durch Kreditvergünstigungen gefördert wird . Die gfw vermittelt solche Hilfen.

Prof. Dr. Ralf Ziegenbein von der Fachhochschule Münster, Vorstand für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD), hatte für die rund 50 Teilnehmer Tipps  bei der Digitalisierung, deren Tempo rasant zunehmen werde, weil sie immer mehr Möglichkeiten biete. Der Wirtschaftsinformatiker empfahl als Schritte nach dem Einstieg in die digitale Unterehmenswelt die Anbindung der Kunden, die Erweiterung der Geschäftsfelder und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Zudem riet er, mit neuen Technologien die Spielregeln zum eigenen Firmenvorteil zu verändern, mutig, schnell und flexibel zu sein und die Neugier im Unternehmen zu fördern.

Die Folgeveranstaltung zur Digitalisierung speziell im Einzelhandel findet am Freitag, 12. November, in Warendorf von 13 bis 21 Uhr am Elsberg Forum im Modehaus Ebbers an der Freckenhorster Straße 4 statt. „Wir zeigen, wie man regionale und digitale erfolgreich sein kann“, so gfw-Geschäftsführerin Michalczak-Hülsmann.

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