Friedrich: Pannen bei NSU-Ermittlungen auch strukturelles Versagen

Friedrich: Pannen bei NSU-Ermittlungen auch strukturelles Versagen Halle/Saale (dapd). Die Pannen bei den Ermittlungen zur Neonazi-Mordserie sind nach Ansicht von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sowohl auf individuelles als auch auf strukturelles Versagen zurückzuführen. Friedrich sagte dem Sender MDR Info am Dienstag: „Das ist genau das, was jetzt untersucht wird in den Ausschüssen, auch in der Bund-Länder-Kommission.“ Dort, wo es strukturelle Probleme gegeben habe, werde jetzt etwas verändert, kündigte Friedrich an. „Wenn man die lokalen und regionalen Aufklärungsstrukturen beispielsweise in Thüringen, beispielsweise in Bayern, verzahnen und vernetzen würde mit den bundesweiten, dann hätte man zumindest die Chance, solche Dinge in der Zukunft schneller aufzuklären oder zu verhindern.“ Friedrich räumte ein, dass bei den Ermittlungen manche Spuren zu schnell verworfen wurden – etwa in Nürnberg oder München. „Bei diesen Morden hat man sofort auch in Richtung Rechtsextremismus ermittelt, nur man hat keine Anhaltspunkte gefunden.“ So habe die Polizei zwar einen Schüler als Verursacher einer Hakenkreuzschmiererei ausfindig gemacht, dessen Verbindungen zu Neonazi-Netzwerken in Thüringen und Sachsen aber nicht entdeckt. dapd (Politik/Politik)

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien. Sie erreichen Peer-Michael Preß unter: m.press@press-medien.de www.press-medien.de

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