Über 800.000 Euro für Kompetenzzentren in Rheine

(v.l.): Dr. Jan Stockhorst, EWG-Geschäftsführer Dr. Manfred Janssen, Inga vom Hagen-Hülsberg und Yassine Mokdad (Foto: EWG Rheine mbH)
(v.l.): Dr. Jan Stockhorst, EWG-Geschäftsführer Dr. Manfred Janssen, Inga vom Hagen-Hülsberg und Yassine Mokdad (Foto: EWG Rheine mbH)

Münster/Rheine. Die Bezirksregierung Münster hat jetzt der EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 808.909,57 Euro zukommen lassen.

Das Geld stammt unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dient Investitionen in Wachstum und Beschäftigung.

Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer der EWG, zeigt sich sichtlich erfreut über die positive Nachricht aus Münster: „Mit den beiden Bewilligungsbescheiden ist Rheine die einzige kreisangehörige Kommune in NRW, die in dem Aufruf mit gleich zwei Förderprojekten zum Zuge gekommen ist.“

Für ein „Regionales Kompetenzzentrum energieautarker Stadtumbau“ stehen 406.524,64 Euro zur Verfügung. Ziel des Projektes ist, die im Münsterland bestehenden Informationsdefizite und Investitionshemmnisse bei der klimagerechten Erneuerung bestehender Siedlungsstrukturen zu verringern.

Das Kompetenzzentrum soll sich einen Großteil seiner Expertise zum energieautarken Stadtumbau über die beispielhafte Auseinandersetzung mit der Damloup-Kaserne erarbeiten. Im Rahmen einer städtebaulichen Fallstudie, welche detailliert untersucht, wie das Gelände nach aktuellsten technologischen und verfahrenstechnischen Möglichkeiten zu einem energieautarken Stadtteil entwickelt werden kann, sollen zusätzlich rund 50 regionale Unternehmen wichtige Schlüsselkompetenzen erwerben.

Zudem soll das Kompetenzzentrum als regionale Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmen und (semi-) öffentliche Akteure wie beispielsweise Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften oder Wirtschaftsförderungen dienen, um diesen wichtige Lösungs- und Best-Practice-Ansätze für den zielgerichteten Umgang mit eigenen Brach- und (Nicht)Konversionsflächen zu geben.

„Mit dem Projekt sollen praxisnahe Antworten auf die Frage gefunden werden, wie z.B. ältere Wohnquartiere aus den 1950er bis 1970er Jahren mit der Zielsetzung, in Kommunen erhebliche CO2-Einsparungen zu erzielen, in Einklang gebracht werden können“, fasst EWG-Projektleiter, Dr. Jan Stockhorst, die Aufgabenstellung des Vorhabens zusammen.

Mit einem weiteren Zuwendungsbescheid über 402.384,93 Euro soll das Projekt „Kompetenzregion Windenergie Münsterland“ ein münsterlandweites Windenergienetzwerk zur Stärkung regionaler Branchenkompetenz ins Leben gerufen werden.

Zwar hat sich im Münsterland in den letzten 20 Jahren abseits der Metropolregionen die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergiebranche gegründet, angesiedelt und entwickelt, doch trotz der zunehmenden Bedeutung der Zukunftsbranche Windenergie sind Unternehmen, Institutionen und Hochschulen nur punktuell oder gar nicht im Münsterland vernetzt.

EWG-Projektleiter Yassine Mokdad freut sich über die Möglichkeit, die Kompetenzen der in Rheine traditionell verwurzelten Windenergieunternehmen und der in den letzten Jahren aufgebauten lokalen Netzwerkstrukturen zu nutzen, um das Münsterland überregional als Kompetenzregion der Windenergie zu positionieren. „Die münsterlandweiten Aktivitäten der Kompetenzregion Windenergie Münsterland sollen auch dazu führen, dass Forschungs- und Entwicklungsprojekte angestoßen werden und Bildungs- und Qualifizierungsangebote für Fachkräfte geschaffen werden“, führt Yassine Mokdad weiter aus.

Durch die neuen nachhaltigen Vernetzungsstrukturen im Münsterland über die gesamte Wertschöpfungskette Windenergie hinweg können zusätzliche Forschungs- und Innovationsinvestitionen ausgelöst werden. Die dadurch verbesserte Innovationsfähigkeit von Unternehmen kann dazu beitragen, qualifizierte Arbeitsplätze in der Branche zu sichern, neue zu schaffen sowie nachhaltige positive regionalwirtschaftliche Impulse zu setzen.

www.ewg-rheine.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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