Nur Blumenkübel bleiben von Occupy in der Nachbarschaft der EZB

Nur Blumenkübel bleiben von Occupy in der Nachbarschaft der EZB Frankfurt/Main (dapd). Die Occupy-Bewegung hat ihre Mahnwachen im Umfeld der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main beendet. Nach der Räumung des Zeltlagers im Park der EZB Anfang August löste Occupy am Donnerstag auch ihre Aktionen auf dem benachbarten Willy-Brandt-Platz auf Anordnung der Polizei weitgehend auf. Zurück blieben zehn Pflanzenkübel, genehmigt als „Flower Power“-Aktion. Allerdings gingen bereits neue Anmeldungen für Mahnwachen im Ordnungsamt ein. „In solchen Fällen gilt aber eine 48-Stunden-Frist, in denen wir zu den Anträgen nicht Stellung nehmen“, sagte Behördensprecher Ralph Rohr. Nach dem Aus des Protestcamps gegen die Macht der Banken im Park vor der EZB im August hatten die Aktivisten zuletzt auf dem benachbarten Willy-Brandt-Platz fortlaufend Versammlungen angemeldet. Dabei verstießen sie gegen die Auflagen des Ordnungsamts, die Mahnwachen nicht mit Mobiliar auszustatten. Am Mittwoch errichteten sie auch wieder drei Zelte. Die rund zehn Lagerbewohner weckte die Stadtpolizei am frühen Donnerstagmorgen. Widerstandslos luden die Aktivisten ihr Hab und Gut auf einen städtischen Lastwagen, der das Mobiliar in den Garten eines Occupy-Aktivisten fuhr. In mehreren Verfügungen hatte das Ordnungsamt den Versammlungsanmeldern in den vergangenen Wochen immer wieder untersagt, Tische, Stühle und Pavillons auf den rund 200 belagerten Quadratmetern aufzustellen. Die Stadt hatte gleichzeitig angekündigt, die Auflagen gegebenenfalls polizeilich durchzusetzen. Bis Anfang der Woche waren noch drei Mahnwachen auf dem Platz angemeldet. In der Occupy-Frankfurt-Gruppe herrscht derzeit Uneinigkeit. Aus der Zeit des Zeltlagers im Park bekannte Aktivisten hatten sich diese Woche ausdrücklich vom Auftreten einiger Bewohner der Mahnwachen distanziert und zuletzt eigene Anmeldungen für Versammlungen auf dem Platz zurückgezogen. Die Occupy-Bewegung hat ihre Zeltlager auch in Kiel, Berlin, Düsseldorf und Kassel räumen müssen oder freiwillig aufgegeben. In Hamburg droht dem Camp Ende des Monats das Aus. dapd (Politik/Politik)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.