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Am 13. Mai 2012 ist Muttertag. Ganz besonders in Nordrhein-Westfalen. Denn hier, in unserem Bindestrich-Bundesland, geht es an diesem Tag darum, ob es mit einer Landes-Mutti weitergehen soll. Dies allein mag noch kein Zukunftsprogramm sein. Aber immerhin so wichtig, dass es zum Schwerpunkt-Thema der Landtagswahlkämpfer reicht. Welcher Verlierer nach dem Neuwahltag in Düsseldorf bleibt –sicher, ganz sicher, vielleicht sicher: Das war es, was als erstes auf der Auseinandersetzungsagenda stand, noch bevor die Plakate an die Straßenlaternen gebunden wurden.

Jetzt, im Endspurt um die Gunst der Wählerinnen und Wähler, kommen die etablierten Parteien weiterhin nicht zur Ruhe. Die wichtige Zukunft der Finanzpolitik: Schön und gut. Konzepte zur Wirtschaftsförderung: Auch vorhanden. Mehr oder weniger. Aber, Hand aufs NRW-Herz, die Frage der Fragen dreht sich in der Wahlkämpfer-Wirklichkeit um die Meuterei auf der Bounty.

Immerhin: Die Piratenpartei auf Traumschiff-Kurs mag als gerecht empfunden werden, weil sie Schwarz, Rot, Grün und Gelb gleichsam bedroht. Dennoch wirbelt dieser Fluch der Karibik alles durcheinander, was das demokratische Bewusstsein bislang so schön einfach gemacht hat. Selbst, dass Wählerinnen und Wähler sich auf den periodischen Charakter von Wahlversprechen (nämlich bis zum Ausgang der Wahl und keinen Tag länger) blindlings verlassen konnten, ist damit Schnee von gestern. Weil schließlich genau jene Partei den Erfolg hat, die gar keine Wahlversprechen macht. Dass das Bundeskabinett erst kürzlich einen Anti-Piraten-Einsatz an Land beschlossen hat, macht zwar hellhörig, wird diese politische Entwicklung allerdings kaum beenden können.Wer nun meint, aufgrund dessen keine Wahlentscheidung am Muttertag treffen zu können, dem bleibt nur, die Hilfe der Landeszentrale für politische Bildung in Anspruch zu nehmen. Sie hat das Internetangebot www.wahlomat.nrw.de auf die Beine gestellt. Jetzt übrigens sogar fürs Handy. Na, danke für die Blumen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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