ThyssenKrupp verlangt sieben Milliarden für Stahlwerke in Amerika

Berlin (dapd). Der Mischkonzern ThyssenKrupp will seine verlustreichen Stahlwerke in den USA und Brasilien für wenigstens sieben Milliarden Euro verkaufen. „Wir wollen mindestens den Wert haben, den wir heute noch in den Büchern haben. Das sind ungefähr sieben Milliarden Euro“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger der „Welt am Sonntag“.

Dabei rechnet der Konzern mit einem getrennten Verkauf. „Wahrscheinlich brauchen wir sogar zwei unterschiedliche Käufer, jeweils einen für jedes Werk“, erklärte er. ThyssenKrupp habe viel Geld für die Werke ausgegeben und dafür in anderen Bereichen weniger. „Das werden wir jetzt ändern“, sagte Hiesinger. „Wir werden diese Stahlwerke verkaufen. Dann haben wir genügend Geld für die anderen Geschäfte.“ Es gebe schon Interessenten, jetzt warte der Konzern auf deren Angebote. Die beiden Werke in den USA und Brasilien brocken ThyssenKrupp seit Jahre Milliardenverluste ein. Hiesinger betonte aber, dass ThyssenKrupp am Stahlgeschäft in Europa festhalten werde. „Wir haben Probleme in Amerika, aber nicht in Europa. Dort machen wir immer noch Gewinn mit diesem Geschäft, bloß im Moment etwas weniger als sonst“, erklärte er. Der Konzern hatte wegen der schleppenden Nachfrage im Zuge der Eurokrise zuletzt Kurzarbeit angekündigt.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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