SPD will Flughafen Paderborn stärken

Kreis Lippe. Die SPD-Kreistagsfraktion will erreichen, dass der Flughafen Paderborn-Lippstadt künftig als landesweit bedeutsam eingestuft wird. Eine entsprechende Resolution hat die Fraktion eingebracht und wird in den nächsten Wochen im Kreistag beraten.

„Wir wollen den Flughafen selbst und damit auch die Region Ostwestfalen-Lippe stärken“, erläutert Vize-Landrat Dr. Axel Lehmann den Vorstoß seiner Fraktion. Hintergrund ist die Neufassung des Landesentwicklungsplans, der jetzt im Entwurf vorliegt. Darin wird der Flughafen auch weiterhin nur als „regional bedeutsam“ eingestuft – ganz im Gegensatz zum Nachbarairport Münster-Osnabrück, der als „landesweit bedeutsam“ gilt.

„Wir befürchten, dass Paderborn-Lippstadt künftig planerische Nachteile in Kauf nehmen muss, wenn er gegenüber benachbarten Flughäfen in NRW als nachrangig eingestuft wird“, so Lehmann weiter. „Die Zukunft des Flughafens Paderborn-Lippstadt, der in einem scharfen Wettbewerb mit Münster-Osnabrück, Dortmund, Hannover und nun auch Kassel-Calden steht, hängt nicht zuletzt von Investitionen in Infrastruktur ab. Flughafen und Region sollten dabei keine schlechteren Ausgangsbedingungen haben, als die „landesweit bedeutsamen“ Nachbarn.“

Die SPD weist außerdem darauf hin, dass das Passagieraufkommen in Paderborn-Lippstadt durchaus mit Münster-Osnabrück vergleichbar sei. Vor allem aber sei der Airport für Ostwestfalen-Lippe von essentieller Bedeutung, für Ferienflieger ebenso wie für zahlreiche Wirtschaftsunternehmen mit tausenden von Arbeitsplätzen. Für viele exportorientierte Betriebe sei Paderborn-Lippstadt das „Tor zur Welt“. Außerdem weisen die Sozialdemokraten in ihrem Resolutionsentwurf darauf hin, dass Paderborn-Lippstadt engagiert und nur mit geringen Verlusten geführt werde. Andere Flughäfen seien dagegen von der öffentlichen Hand zum Teil hoch subventioniert. Wenig Verständnis hat die SPD-Kreistagsfraktion für Stellungnahmen aus Bielefeld, die den Status als „regional bedeutsam“ für ausreichend halten. „Hier würde ich mir mehr Solidarität in der Region wünschen“, so Lehmann abschließend. Die Resolution soll nach Beschlussfassung im Kreistag als lippische Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan an die Landesregierung weitergeleitet werden.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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