Spatenstich für Innovationszentrum

Kreis Lippe/Dörentrup. „Hier in Dörentrup schaffen wir etwas, was nicht nur für die Gemeinde vielversprechend ist, sondern Wirkungen schafft, die weit über die hiesige Region hinaus für ländliche Gebiete beispielhaft und vorbildlich sein können!“ Darin waren sich gestern beim Spatenstich für das „Innovationszentrum für Erneuerbare Energie und Elektromobilität im Ländlichen Raum“ im Energiedorf in Dörentrup-Wendlinghausen Joachim von Reden als Verkäufer des Grundstücks und das Investorenehepaar Birgit und Volker Steinbach einig.

Mit Vorfreude blicken die Steinbachs gemeinsam mit ihrem Architekten Klaus Sander auf den bevorstehenden Baubeginn. Auf der Fläche an der Donoper Straße wird in den kommenden Monaten ein Gebäudekomplex entstehen, der verschiedene Unternehmen, Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen beherbergen wird, die sich zum Ziel gesetzt haben, einzeln und gemeinschaftlich an den umfassenden Fragen für Produktentwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energie und der Elektromobilität zu arbeiten. „Das Konzept stammt ursprünglich aus unseren Überlegungen mit Blick auf den Industriepark Lippe in Belle, doch nachdem es dort nicht als umsetzbar galt, bot sich uns einige Zeit später in Wendlinghausen die Möglichkeit, das Thema erneut aufzugreifen und in effizienterer Art und Weise zu entwickeln“, erläutert Volker Steinbach. Denn genau hier könne man bereits auf vielfältige Erfahrungen und Infrastrukturen insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien zurückgreifen, die ein derartiges Innovationszentrum als besonders erfolgreich vermuten ließen. „Unser gesamter Energiebedarf wird bereits über Erneuerbare Energien erzeugt“, bestätigt von Reden. Und auch Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert unterstrich die Aussage mit Blick auf die gesamte Gemeinde.

Auf dem Gelände sollen mittelfristig neben Bürogebäuden auch exemplarische Anlagen für Erneuerbare Energien entstehen. Angedacht ist auch der Bau von Wohn- und Ferienhäuser, die als „Positiv-Energie-Häuser“ mit den weiteren Gebäuden in Sinne eines „Smart Grid“ sowohl in energetischer Hinsicht als auch unter einzel- und gemeinwirtschaftlicher Betrachtung miteinander verbunden sind. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird diese Infrastruktur nutzen, um im Sinne eines „living-lab“ die unterschiedlichsten Forschungs- und Anwendungsfragen nicht nur aufzubereiten, sondern sie direkt vor Ort in ihrer Wohn- und Lebenswirklichkeit zu analysieren. Der Kreis Lippe will dieses Innovationszentrum nutzen, um dort die Projekte und Aufgabenbereiche zu behandeln, die sich auf die gesamte Thematik beziehen. „Mittlerweile haben wir sehr erfolgreich Förderprojekte in diesem Bereich über das Land NRW, das Bundesumweltministerium und über die europäischen EFRE-Töpfe akquiriert, die sich optimal in Dörentrup, gerade auch hinsichtlich der vielfältigen Kooperationspartner, etablieren lassen“, ist sich Landrat Friedel Heuwinkel sicher.

Auch die Wirtschaftsförderer des Kreises Lippe, Günter Weigel und Dr. Klaus Schafmeister, freuen sich, den Spatenstich nun getätigt zu haben, denn er ermögliche die Grundlagen für vielfältige weitere Anstrengungen in diesem Bereich. „Wir möchten unsere Projekterkenntnisse in dem Innovationszentrum weiter ausbauen und für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer ländlichen Region nachhaltig nutzen“, beschreibt Schafmeister die Bedeutung und Zielsetzung für den Kreis Lippe. „Mit einem derartigen Ansatz bieten wir für vergleichbare Regionen in Deutschland mehr als eine Referenz, insofern werden auch Bundes- und Landeseinrichtungen dieses Innovationszentrum nutzen“, ergänzt Weigel. Erste erfolgreiche Gespräche sind bereits in Berlin und Düsseldorf geführt worden. Landrat Heuwinkel stellt abschließend noch einmal deutlich klar: „Für mich ist sicherlich der Ausbau des Kreishauses mit einem Energiesparanteil von ca. 80 Prozent eines der größten Investitionsvorhaben in dieser Legislaturperiode, doch Dörentrup zeigt unseren weiteren Weg in die Zukunft auf“. Wenn dies gemeinsam mit Unternehmen, Bundes- und Landeseinrichtungen sowie Forschungsabteilungen direkt hier in Lippe vor Ort möglich wäre, dann könnte man sich sicherlich noch an vielen Produktinnovationen aus Dörentrup erfreuen.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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