Partnerschaft für innovatives Lichtkonzept

Osnabrück. Zwei Bahnunterführungen im Osnabrücker Stadtteil Schinkel erstrahlen im neuen Licht. Durch die Installation neuester LED-Technik wurden die Unterführungen in der Buerschen sowie in der Bohmter Straße deutlich aufgewertet. Zudem sparen die Stadt und die Stadtwerke Osnabrück durch die moderne Beleuchtung Energie und somit Kosten ein und leisten zeitgleich einen Beitrag zum Umweltschutz.

„Die Installation hat damit einen positiven Mehrfacheffekt“, sagte Stadt-baurat Wolfgang Griesert bei der offiziellen Inbetriebnahme der Beleuchtungstechnik. Beide Unterführungen seien bislang von einer eher ungemütlichen Atmosphäre geprägt. „Durch das neue Lichtkonzept ver-bessern wir die Situation für Fußgänger, Radfahrer und auch Autofahrer“, so Griesert. Zudem werde der Energieverbrauch im Vergleich zur bisherigen Beleuchtung um mehr als 60 Prozent gesenkt, 24 Tonnen CO2 werden so jährlich eingespart. „Das ist ein beachtenswerter Effizienzwert“, betonte der Stadtbaurat, der auch Umweltdezernent der Stadt ist.

Insgesamt 40 Leuchten mit sogenannten Quecksilber- und Natrium-Hochdruckdampflampen wurden gegen 60 energiesparende LED-Leuchten ausgetauscht, die flexibel geschaltet werden können. So kann der Gehweg durch die neue Technik unabhängig von der Fahrbahn beleuchtet werden. „Vorher lag unser Beleuchtungsfokus vor allem auf der Straße, der Gehweg bekam lediglich das eher düster anmutende Streulicht ab“, erläuterte Burghard Gutowski, Leiter Netzplanung bei den Stadtwerken. „Jetzt ist für jeden Verkehrsteilnehmer die für ihn relevante Verkehrsfläche sehr gut beleuchtet.“
Ermöglicht wurde die LED-Installation u.a. durch die Unterstützung der Stiftung „Lebendige Stadt“, die ein umfassendes Illuminationsprogramm für Bahnunterführungen und damit zur Revitalisierung öffentlichen Raums aufgelegt hat. „Unser Ziel ist es, Unterführungen durch moderne und gleichzeitig umweltfreundliche Lichttechnik zu einem urbanen Ort zu machen und das Sicherheitsempfinden der Bürger zu erhöhen. Das ist in Osnabrück beispielhaft gelungen“, so Alexander Otto, Kuratoriums-vorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“. Insgesamt fördert die Stiftung die Illumination von 31 Unterführungen in 24 deutschen Städten mit einem Gesamtvolumen von 775.000 Euro. „Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir für beide Bahnunterführungen den Zuschlag bekommen haben“, ergänzte Stadtbaurat Wolfgang Griesert.

Neben dem Zuschuss der Stiftung in Höhe von je 25.000 Euro gibt es für die Installation auch Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. „Mit der Gesamtförderung können wir gut ein Drittel der Gesamtkosten für die LED-Installation abdecken“, so Stadtwerke-Planungschef Burghard Gutowski. „Die Beleuchtung in beiden Unterführungen hätte aus Altersgründen ohnehin erneuert werden müssen. Jetzt war sozusagen genau der richtige Zeitpunkt, um dieses Pilotprojekt für Osnabrück anzugehen.“

Zum Hintergrund
Interessierte Städte konnten sich bis Ende des vergangenen Jahres bei der Stiftung „Lebendige Stadt“ für einen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro bewerben. Eine Fachjury hatte die Anträge bewertet und über die Förderung entschieden. Das Illuminationsprogramm umfasst Insgesamt 31 Unterführungen mit einem Gesamtvolumen von 775.000 Euro. Die Stiftung wurde im Jahr 2000 von Unternehmer und Mäzen Alexander Otto gegründet und verfolgt das Ziel, die kulturelle Vielfalt und Leben-digkeit der Städte zu fördern. Weitere Informationen zur Stiftung gibt es unter www.lebendige-stadt.de.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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