Dr. Thomas Robbers (r.), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, und Architekt Andreas Heupel beim Business Breakfast im H7 am Hafen. (Foto: WFM Münster)
Dr. Thomas Robbers (r.), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, und Architekt Andreas Heupel beim Business Breakfast im H7 am Hafen. (Foto: WFM Münster)

Business Breakfast bei Heupel Architekten

Münster. „Wer in Gewerbebau investiert, hat eine große Verantwortung: Gegenüber seiner Firma, seinen Mitarbeitern und auch gegenüber der Stadt.“ Beim Business Breakfast der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) sprach Architekt Andreas Heupel über den Wert von Baukultur. Sein Statement vor mehr als 120 Gästen fiel eindeutig aus: Gestalterische Qualität ist für den unternehmerischen Erfolg und für den Städtebau von hohem Nutzen.

Die Wirtschaftsförderung habe laut Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers damit gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel spiegelten die Gebäude im Gewerbegebiet Loddenheide und im Technologiepark „ziemlich hohe gestalterische Ansprüche“ wider. „Die Diskussion, wie wir Stadtgestaltung organisieren, wird in Münster auf einem sehr hohen Niveau und mit einer besonderen Intensität geführt. Das ist im Ergebnis aber auch gut, weil Stadtgestaltung so etwas wie die Seele einer Stadt ausmacht“, erklärte Robbers.

Heupel über Baukultur

Heupel führte aus: „Gute Architektur und Baukultur stärken den Standort. Die Stärken des Standorts reflektieren wiederum positiv auf das Unternehmen.“ Der Architekt verdeutlichte damit ein Wechselspiel, das der Image- und Markenbildung eines Unternehmens diene. „Kunden erkennen Ihr Unternehmen an der Form und Gestaltung. Mit einer fünf Meter hohen Werbestele schaffen Sie keine Aufmerksamkeit und nachhaltige Bindung.“

Gebäudequalität schafft auch ein gutes Umfeld und bringt den Mitarbeitern Wertschätzung entgegen. Darüber hinaus trägt Baukultur auch zur Identifikation mit dem Arbeitgeber bei. „Guter Gewerbebau muss auch Orte zum Treffen und Austausch haben.

Die Mitarbeiter müssen Lust haben, in die Firma zu kommen und hier zu arbeiten.“ In Bezug auf den Fachkräftemangel dient hochwertige Objektqualität zusätzlich als Recruiting-Instrument.

Vor dem Hintergrund des Flächenmangels in Städten regte Heupel dazu an, über einen Nutzungsmix im Gewerbebau nachzudenken. Warum sollte über einer Lager- oder Produktionshalle nicht auch noch Raum für Büros geschaffen werden? „Als Architekt fragt man sich schon, warum auf ein eingeschossiges Gebäude nicht drei oder vier weitere Geschosse kommen. Zum Beispiel durch die Kombination von Handel mit Wohnen.“

www.wfm-muenster.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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