Solidpower-Brennstoffzellen im Microsoft- Rechenzentrum

In Seattle gab es den Startschuss für ein zukunftsweisendes Projekt: die Stromerzeugung erfolgt direkt an den „Racks“, mit Brennstoffzellen-Generatoren.
Stolz auf das Ergebnis jahrelanger Forschung (v.l.n.r.): Alberto Ravagni, CEO Solidpower, Suresh Kumar, CVP Microsoft, Chris Belady, General Manager für Rechenzentren und Infrastruktur bei Microsoft, und Igor Molibog, Aufsichtsratsmitglied bei Solidpower. (Foto: Solidpower)

Internet, Clouds und Applikationen sind längst selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Damit diese Dienste immer nutzbar sind, bedarf es störungsresistenter Rechenzentren, die die enormen Datenmengen durchgängig verarbeiten können. Eine sichere wie umweltverträgliche Stromversorgung ist da unerlässlich. Eines der größten IT- Unternehmen der Welt, Microsoft, hat am Mittwoch, 25. Oktober, im US-Amerikanischen Seattle den Startschuss für ein zukunftsweisendes Projekt gegeben: die Stromerzeugung erfolgt direkt an den „Racks“, mit Brennstoffzellen-Generatoren von Solidpower.

Unter der Anwesenheit des Gouverneurs von Washington, Jay Inslee, und weiteren hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik wurde in einer feierlichen Eröffnungszeremonie die hochmoderne Anlage in Betrieb genommen. Solidpower lieferte zehn Brennstoffzellen- Generatoren, die als Energiequellen für die Server direkt oberhalb des Serverracks installiert wurden. Diese Architektur ist das Ergebnis jahrelanger Forschung Microsofts. Durch die hocheffiziente Erzeugung des Stroms direkt am Rack sind keine komplexen Verteilersysteme mehr notwendig, der Investitionsaufwand verringert sich deutlich.

Die Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) von Solidpower erreichen einen weltweit einzigartig hohen elektrischen Wirkungsgrad und reduzieren Betriebskosten sowie CO 2 -Ausstoß. Zugleich kann durch den dezentralen Aufbau und die dazugehörigen Redundanzen bei den Serverkapazitäten auf Diesel-Generatoren als Notstromaggregate verzichtet werden. „Durch dieses Projekt wird die Stromversorgung von Servern radikal vereinfacht und wesentlich energieeffizienter – bei gleichzeitiger Kostensenkung und Verbesserung der Zuverlässigkeit“, erklärt Chris Belady, General Manager für Rechenzentren und Infrastruktur bei Microsoft. Angesichts seines gewaltigen Stromverbrauchs könnte der IT-Riese bei kompletter Umstellung auf die Rack-Versorgung mehrere 100 Millionen US-Dollar im Jahr sparen.

Die nun erfolgte Inbetriebnahme der Brennstoffzellen markiert einen Paradigmenwechsel in der Stromversorgung von Rechenzentren. „Dieser Erfolg hat die Kooperation von Expertenteams aus verschiedenen Industrien erfordert. Nach vier Jahren Entwicklung geht jetzt diese innovative Lösung in Betrieb. Wir sind bereit, die Power- Rack-Lösung in größerem Maße in Rechenzentren einzusetzen“, erläutert Alberto Ravagni, CEO von Solidpower.

www.solidpower.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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