Geschäftsführer Oliver Schneider und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert werfen einen Blick in den Solar-Simulator, in dem Kunstrasen auf Sonnentauglichkeit getestet wird. - Foto: WFO / Ingmar Bojes
Geschäftsführer Oliver Schneider und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert werfen einen Blick in den Solar-Simulator, in dem Kunstrasen auf Sonnentauglichkeit getestet wird. - Foto: WFO / Ingmar Bojes

WFO: Expertise und Innovation – Stippvisite im Wissenschaftspark

­­­­­Mit dem Labor Lehmacher und Schneider und dem BOGE Innovation Center standen am vergangenen Montag gleich zwei Unternehmen im Osnabrücker Wissenschaftspark im Kalender von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche zusammen mit der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) war er am Nachmittag zusammen mit WFO-Geschäftsführer Ralf Minning zu Gast bei beiden Unternehmen, die sich in der Albert-Einstein-Straße seit dem Jahr 2020 ein Gebäude teilen.

Mit dem Standort ist Bauherr und Eigentümer Oliver Schneider sehr zufrieden und plant derzeit sogar einen Ausbau seiner Laborflächen im Untergeschoss. Inzwischen sind zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Osnabrücker Labor tätig, das sich auf die Begutachtung, Analyse und Zertifizierung von z.B. Kunst- und Naturrasen für Freisportanlagen spezialisiert hat. Vor allen Dingen Fußballfelder der öffentlichen Hand prüfen die Osnabrücker Analytiker auf Herz und Nieren. Die neue DFB Akademie, fast alle Bundesligisten, aber auch das National-Stadion im usbekischen Tashkent zählen zu den Kunden.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ließ sich Produktinnovationen von Dr. Stefan Loheide und BOGE-CEO Dr. Torsten Bremer zeigen (v.l.n.r.). - Foto: WFO / Ingmar Bojes
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ließ sich Produktinnovationen von Dr. Stefan Loheide und BOGE-CEO Dr. Torsten Bremer zeigen (v.l.n.r.). – Foto: WFO / Ingmar Bojes


„In Deutschland sind wir das einzige von der FIFA zertifizierte Labor, in Europa zählen wir zu den Top Drei unseres Gebiets“, berichtete Oliver Schneider. Im Gespräch mit dem Oberbürgermeister versorgte er das Stadtoberhaupt auch gleich mit Informationen zu den verschiedenen Optionen für öffentliche Freisportanlagen wie sie beispielsweise in der Gartlage in Planung sind. „Dass wir vor Ort eine so hohe Expertise haben, ist gut zu wissen“, sagte Griesert. „Und dass wir ein innovatives und europaweit gefragtes Unternehmen wie ihres in Osnabrück halten konnten, zeigt uns, dass wir mit dem Wohn- und Wissenschaftspark Osnabrück den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

Beim Gang durch die verschiedenen Laboreinheiten gab Schneider Einblicke in die sehr unterschiedlichen Prüfsituationen und Anforderungen an den Kunstrasen. Dieser wird beispielsweise mit Rollen, die mit Fußballstollen besetzt sind, auf die Probe gestellt – bis zu einer Million mal rollt das schwere Gerät über das Grün. An anderer Stelle wird das Sprungverhalten der normierten Fußbälle, die die FIFA zur Verfügung stellt, mittels Schallwellentechnik geprüft und in der Klimakammer muss der Kunstrasen unterdessen simulierte Sonneneinstrahlung überstehen.

Nur ein Stockwerk höher erwarteten die Vertreter der BOGE Rubber & Plastics Group die Besucher. CEO Dr. Torsten Bremer und Dr. Stefan Loheide, Leiter des Innovation Centers, gewährten Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit des weltweit tätigen Technologieunternehmens.

Als Standort für das Innovation Center des Dammer Unternehmens waren ursprünglich auch Großstädte wie München oder Dresden im Gespräch, doch die Wahl fiel schließlich auf Osnabrück und den Wissenschaftspark – nicht zuletzt durch den Einsatz der WFO, die den Kontakt zum Immobilieneigentümer Schneider herstellte. „Wir fühlen uns hier sehr gut aufgehoben und profitieren enorm von der Nähe zur Hochschule und den guten Netzwerken vor Ort“, betonte Bremer im Gespräch mit dem Oberbürgermeister. „Die kurzen Dienstwege, unsere tatkräftige Wirtschaftsförderung und das vertrauensvolle, enge Miteinander aller Akteure gehören zweifellos zu den wichtigen Stärken Osnabrücks und der Region“, unterstrich auch Griesert.

Die Arbeit im Innovation Center erklärte Bremer wie folgt: „Hier wird der Raum für neue Ideen geschaffen, um auch künftig innovative und wettbewerbsfähige Produkte und Systemlösungen anbieten zu können. Dabei wird die Konzentration nicht nur auf dem Automobilsektor, sondern auch auf Non-Automotive Anwendungen gelegt.“ Loheide, der die Geschicke des Osnabrücker Ablegers leitet, ergänzte: „Wir versuchen hier nicht nur neue Märkte zu finden, sondern auch deren Spielregeln zu verstehen.“ Insbesondere im Agrarbereich erwartet BOGE großes Potenzial für neue Marktsegmente und sieht sich dafür in Osnabrück genau am richtigen Standort.

Mit jahrzehntelanger Erfahrung hat sich die BOGE Rubber & Plastics Group mit über 4.000 Mitarbeitern zu einem global aufgestellten, führenden Automobilzulieferer in den Bereichen Schwingungstechnik mit hochelastischen Werkstoffen und Leichtbaumodulen aus Kunststoff entwickelt. Derzeit arbeiten weltweit ca. 250 Mitarbeiter in der Entwicklung.

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