Keine erfolgreiche Regionalvermarktung ohne intelligente Mikrologistik!

Passfähige logistische Lösungen für den ländlichen Raum bilden eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg wirtschaftlicher Aktivitäten in der Regionalvermarktung. Das Projekt „Intelligente Mikrologistik – Beitrag der Digitalisierung zu effizienten logistischen Angeboten in ländlichen Räumen“ beschäftigt sich mit der Systematisierung bestehender mikrologistischer Lösungen und ihrer digitalen Elemente, um Entscheidungsträgern unterschiedlicher Ebenen eine Wissensbasis für entsprechende förderliche Maßnahmen zu liefern.

Unter der Leitung des Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin kooperieren der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. und die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services – SCS des Fraunhofer IIS in dem durch die Fördermaßnahme „Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung“ (BULE Forschung) geförderten Projekt.

„Der langjährige Austausch mit unseren Mitgliedsorganisationen und – initiativen hat uns gezeigt, dass wirtschaftlich rentable Logistiklösungen nicht selten als Zünglein an der Waage fungieren und ausschlaggebend für den Erfolg oder Misserfolg von regionalen Vermarktungsinitiativen sind“, stellt Claudia Schreiber, Projektleiterin des Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V., fest.  „Die erste und letzte Meile spielt gerade in ländlichen Gebieten eine maßgebliche Rolle“, weiß auch Mirjam Opitz von der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services – SCS. „Genau deshalb sind Entscheidungshilfen, wie sie das Projekt liefern wird, für die Akteure des Regionalen Wirtschaftskreislaufes im Ländlichen Raum für die Wahl geeigneter mikrologistischer Lösungen ungemein wichtig“, betont Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer vom Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Im Fokus des Projekts wird dabei die Frage nach den ökonomischen, ökologischen, sozialen und organisatorisch-rechtlichen Vor- und Nachteilen vorhandener innovativer logistischer Lösungen und deren Systematisierung stehen. „Wir möchten den Akteuren eine offene Wissensbasis bieten, mit deren Hilfe sie passende Logistikmodelle für ihren Kontext entwickeln können – oder auch zu Neuerungen inspiriert werden“, erläutert Dr. Susanne Hofmann-Souki, Projektmitarbeiterin am ZTG.

Das Projekt soll nicht nur dem Wissensaustausch zwischen Logistik-Initiativen und Akteuren des ländlichen Raumes dienen, sondern auch übergeordneten Akteuren, wie Kommunen, Landkreisen, Bundesländern oder Bundesministerien Hinweise für die Gestaltung förderlicher Rahmenbedingungen liefern.

Da im Projekt als erstes eine Bestandsaufnahme der deutschen Initiativen in diesem Themenfeld auf dem Plan steht, freut sich das Projektteam über Rückmeldungen zu neuen mikrologistischen Lösungen, von Regionen oder Initiativen, in denen Erfahrungen mit innovativen logistischen Modellen vorliegen oder zu Beispielen, bei denen digitale Elemente z.B. zur Optimierung von Routen, Fracht- und Lagerkapazitäten oder zur Koordination eingesetzt werden.

Weitere Informationen und Rückmeldung beim Bundesverband der Regionalbewegung unter logistik@regionalbewegung.de, Claudia Schreiber.

Projektförderung:

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – Fördermaßnahme „Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung“ (BULE), gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Pressekontakt:

Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Andrea Winter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hindenburgstr. 11
91555 Feuchtwangen
Tel. 09852-1381, Fax 09852-615291,
E-Mail: winter@regionalbewegung.de
Internet: www.regionalbewegung.de

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V.

Als Kompetenznetzwerk für Regionalität versteht sich der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. (BRB) als Dachverband für die Akteure regionalen Wirtschaftens, die zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Regionalentwicklung und der Stärkung ländlicher Räume beitragen. Der BRB bündelt die vielfältigen Aktivitäten einer regionalen nachhaltigen Entwicklung, unterstützt und vernetzt zahlreiche vorhandene Akteure durch weitere Impulse und leistet wichtige Lobbyarbeit für die Stärkung ländlicher Räume. Aktuell zählt der BRB rund 300 Mitgliedsorganisationen im Bundesgebiet. Mit dem Netzwerk RegioLogistik hat der BRB in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, das sich intensiv und regelmäßig zu bestehenden und entstehenden Lösungen im Bereich der Mikrologistik vernetzt und austauscht.

Kontakt: Claudia Schreiber, www.regionalbewegung.de

Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin

Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) ist eine Einrichtung der TU Berlin, die etabliert wurde, um Forschung jenseits disziplinärer Grenzen zu realisieren. Das ZTG greift aktuelle gesellschaftliche Probleme und Themen im Spannungsfeld Technik und Gesellschaft auf und bearbeitet diese gemeinsam mit Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen und relevanten Praxisakteuren, z. B. aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft oder staatlichen Institutionen. Durch die inter- und transdisziplinäre Perspektive werden die sozialen, rechtlichen, ökonomischen und nutzerspezifischen Belange von Anfang an in Innovations- und Transformationsprozesse integriert und so technologische und planerische Gestaltungsprozesse auf eine breitere Basis gestellt. Kontakt: Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Dr. Susanne Hofmann-Souki, www.tu-berlin.de/ztg

Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services – SCS

Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS ist ein Bereich des Fraunhofer-Institut für Intergierte Schaltungen IIS. Das SCS optimiert durch Daten Prozesse, Organisationen und Geschäftsmodelle, indem sie wirtschaftswissenschaftliche Methoden und technologische Lösungen mit mathematischen Verfahren und Modellen verbindet. Ein wichtiges Anwendungsgebiet des SCS ist der ländliche Raum, wo in einer Reihe von Forschungsprojekten exemplarisch erprobt wird, wie mit Hilfe der Digitalisierung den Herausforderungen im ländlichen Raum begegnet werden kann. Zudem verfügt das SCS im Rahmen ihres Forschungsfelds „Märkte und Standorte in der Logistik“ über umfassende, kontinuierlich aktualisierte Wissenssammlungen und Datenbanken zum Logistikmarkt. Dazu zählen fundierte Kenntnissen über internationale Verkehrs- und Logistikmärkte, deren Kennzahlen, Trends und Standorte.

Kontakt: Mirjam Opitz, https://www.scs.fraunhofer.de

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