Bischof + Klein feiert 125 Jahre

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Die Aufsichtsratsmitglieder Henrike Klein-Petzold und Florian Günther (links) und die Vorstände Dr. Volker Pfennig, Gerd Sundermann und Manfred Albrecht stellten sich vor Beginn der Veranstaltung den Fragen der Presse. (Foto: Bischof + Klein)

Mit einem Festakt mit rund 250 geladenen Gästen und einem Tag der offenen Tür feierte der Folien- und Verpackungshersteller Bischof + Klein sein 125-jähriges Bestehen. Zu den Festrednern in der Lengericher Gempthalle gehörten unter anderen Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem Düsseldorfer Wirtschaftsministerium und Landrat Dr. Klaus Effing. Dieser stellte in seiner Laudatio die Bedeutung des Lengericher Traditionsunternehmens als Arbeitgeber, Ausbilder und Impulsgeber für die Region heraus.


Was bedeutet es für Bischof + Klein, Familienunternehmen zu sein?

Darauf ging Rüdiger Klein, Urenkel des Firmengründers Alwin Klein und Vertreter der Familiengesellschafter, in seiner Rede ein. 2007 hatten die Nachkommen von Alwin Klein mit dem Rückkauf der 40 Prozent Fremdanteile ein Zeichen gegen den Trend und für Familienunternehmen gesetzt. „Familienunternehmen: Das ist für uns, für die Gesellschafterfamilie, wie ein Kompass, der klar die Werteorientierung mit den Kernpunkten Wachstum, Erschließung internationaler Märkte und nachhaltiges Wirtschaften anzeigt.“

Für das Unternehmenswachstum strebt B+K laut Rüdiger Klein in den nächsten Jahren eine Zielmarke von jährlich fünf Prozent an. „Unser Investitionsplan sieht ca. 250 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren vor. Damit sollen Kapazitäten weiter ausgebaut, die Produktivität gesteigert und unsere Marktposition ausgebaut werden.“ Dies gelinge nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern. „Wir setzen auf Anerkennung und Identifikation. Das sind Werte, die wir Familiengesellschafter vorleben und denen wir jegliche Unterstützung zukommen lassen.“

Die B+K-GRUPPE (Jahresumsatz 2016: 562 Mio. Euro) produziert mit insgesamt rund 2.600 Mitarbeitern flexible Verpackungen sowie technische Folien aus Kunststoff und Kunststoffverbunden an fünf Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen. Die vierte und fünfte Generation der Nachkommen von Unternehmensgründer Alwin Klein lenken die Geschicke des Unternehmens als Gesellschafter und Mitglieder des Aufsichtsrates. Rüdiger Klein: „Die fünfte Generation der Gesellschafter wird in die Verantwortung treten. Es wird nach wie vor drei Stämme mit insgesamt 17 Familiengesellschaftern geben. Und wir alle geben ein klares Bekenntnis zum Unternehmen ab.“

Zusammen mit Hermann Bischof gründete Alwin Klein 1892 die „Papierfabrik und Prägeanstalt Bischof & Klein“. 1922 nahm das Unternehmen die Herstellung von Papiersäcken auf. 1950 wurde die Produktion von Kleinverpackungen für Konsumgüter verstärkt. Anfang der 60er Jahre gehörte B+K zu den Pionieren in der Kunststoffverarbeitung. In den 1980er Jahren forcierte das Unternehmen die Herstellung von flexiblen Konsumverpackungen aus Kunststoff und stieg in den Markt der technischen Folien ein. Heute werden weltweit Industrieverpackungen von B+K eingesetzt. Zu den Kunden gehören die großen Industrieunternehmen, von der Bau- bis zur Lebensmittelindustrie. Die zunehmende Nachfrage nach hochreinen Verpackungslösungen wird mit der CleanFlex®-Produktlinie aus der separaten Reinraumfertigung bedient. Im Konsumbereich bietet B+K hoch veredelte Verpackungen für namhafte Markenartikler in den verschiedensten Branchen an. Schwerpunkte bei den Technischen Folien sind die Fertigung von Oberflächenschutzfolien und technischen Verbundfolien bzw. Kaschierfolien.

In einer Talkrunde diskutierten die drei Vorstände Manfred Albrecht, Dr. Volker Pfennig und Gerd Sundermann über die Gründe für die ungewöhnlich lange Erfolgsgeschichte von Bischof + Klein. Ein wesentlicher Aspekt, da waren sie sich einig, ist die nachhaltige Ausrichtung der Unternehmenspolitik. Mit den drei Säulen Ökonomie, Ökologie Soziales umfasse das Nachhaltigkeitskonzept alle Abläufe, Prozesse und Strategien des Unternehmens. Dies betreffe auch die Innovationsfähigkeit, die Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg sei. Sämtliche Produktionsprozesse zur Herstellung von Folien und Verpackungen wie im Stammwerk Lengerich unter einem Dach zu haben, bedeute in der Branche eine Ausnahmestellung. Die Kunden seien bei Innovationen auch in Zukunft bei Bischof + Klein an der richtigen Adresse. „Und wir werden ganz sicher am Thema Nachhaltigkeit weiter intensiv arbeiten und Vorreiter bleiben. Das ist mit 125 Jahren Geschichte im Rücken unser Versprechen an die Zukunft“, so Dr. Volker Pfennig zum Abschluss der Talkrunde.

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Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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