Die wirtschaftliche Bedeutung Osteuropas

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Immer wieder ist in Deutschland vom Fachkräftemangel die Rede. Zugleich spielt die internationale Vernetzung des Arbeitsmarktes eine immer größere Rolle. Viele Arbeitskräfte aus dem Ausland und speziell Osteuropa sollen nun vorhandene Lücken schließen. Doch wie ist dieses Vorhaben im Allgemeinen zu bewerten?

Der Motor der Wirtschaft

Tatsächlich ist die Zahl der Bewerber für viele Jobs mit hohen erforderlichen Qualifikationen in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Obwohl noch immer wichtige Stellen durch hiesige Absolventen besetzt werden können, möchten die Firmen das entstandene Defizit ausgleichen. Die dadurch zu erreichende Steigerung der menschlichen Arbeitskraft im Land kann auf lange Sicht auch der Wirtschaft noch einmal den notwendigen Schwung verleihen. In der Summe liegt darin also ein großes Potenzial, das nun noch ausgeschöpft werden muss. Ihr Wissen über die Herkunftsländer vieler Arbeiter in Osteuropa können Sie in diesem Osteuropa-Quiz testen.

Erhebliche Vorteile in Deutschland

In der Tat profitieren auf der anderen Seite auch die nun in Deutschland arbeitenden Menschen. In der Regel haben sie hier die Gelegenheit, auf einen florierenden Arbeitsmarkt zurückzugreifen und sich damit begehrte Stellen zu sichern. Nach wie vor spielt dabei auch die gute Vergütung der Arbeit im Vergleich zu ihren Heimatländern eine große Rolle. Wer das verdiente Geld nun in die Heimat schickt, kann dadurch erhebliche finanzielle Vorteile in der eigenen Familie hervorrufen. Zugleich besteht allerdings die Gefahr, dass speziell weniger weit entwickelte Länder viele ihrer begehrten Fachkräfte nach Deutschland verlieren. Vor diesem Hintergrund wäre es also notwendig, eine staatliche Regulierung zu schaffen, welche dieses Risiko minimiert und die Entwicklung in geregelte Bahnen lenkt.

Die Risiken und Chancen im Blick

In der Summe handelt es sich also durchaus um eine Win-win-Situation, welche für beide Seiten so manchen Vorteil an den Tag legt. Auf der anderen Seite sind wesentliche Probleme bei diesem Prozess nicht zu verschweigen. Im Zuge der Globalisierung ruft somit auch der Arbeitsmarkt den Wunsch hervor, gesetzliche Grundlagen zu definieren, welche für geregelte Abläufe sorgen. Sollte dies in den kommenden Jahren gelingen, könnte das Haus Europa in wirtschaftlicher Hinsicht auf dieser Basis wieder stabiler werden. Führt der Umzug vieler Fachkräfte allerdings zu Defiziten in anderen Ländern, so könnte dies die bereits jetzt vorherrschende Ungleichheit noch stärker ausprägen. Noch ist demnach nicht entschieden, ob es sich bei den aktuellen Phänomenen um Entwicklungen in positiver oder negativer Hinsicht handelt. Es gilt demnach, die weiteren Anzeichen präzise in das Schema einzuordnen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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