Commerzbank: Interesse an nachhaltigen Geldanlagen nimmt in NRW zu


Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen für die Mehrheit der Nordrhein-Westfalen vor allem im privaten Alltag eine bedeutende Rolle: 55 Prozent geben an, dass sie „immer“ oder „häufig“ auf diese Dinge achten. 38 Prozent tun dies auch bei politischen Themen. Bei der Auswahl ihres Kreditinstituts spielt Nachhaltigkeit und Klimaschutz dagegen nur für 13 Prozent der Befragten eine besondere Rolle. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Commerzbank durchgeführt hat. Befragt wurden bundesweit über 2.700 Personen ab 18 Jahren, davon rund 450 in Nordrhein-Westfalen.

Energieeffizientes Bauen als Hebel

Am häufigsten werden Veränderungen zugunsten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz demzufolge im persönlichen Alltag umgesetzt. So geben 69 Prozent der Befragten an, auf Plastiktüten, Plastikflaschen oder Umverpackungen zu verzichten. Die Hälfte kauft zudem bewusst regionale und Bio-Produkte oder reduziert den Fleischkonsum. Immerhin 40 Prozent reisen bewusster, indem sie  zum Beispiel auf Flüge verzichten. Weitere 38 Prozent geben an, vom Auto auf andere Verkehrsmittel wie den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Deutlich mehr sind es in Städten mit über 100.000 Einwohnern, hier nutzt bereits jeder Zweite regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Energieeffizientes Bauen oder Modernisieren wird bislang von 19 Prozent umgesetzt, weitere 25 Prozent planen dies. „Gerade hier liegt mit Blick auf die Reduzierung von CO2 aber ein besonders großer Hebel. Daher fördern wir Umweltbewusstsein beim Immobilienerwerb mit unserer grünen Baufinanzierung mit Zinsrabatt für Energieeffizienz“, sagt Frank Brüggemann, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Bielefeld. Hier liegt übrigens der größte Einspareffekt beim CO2-Ausstoß, noch vor dem Vermeiden von Flugreisen, hat das Umweltbundesamt errechnet.

Von Unternehmen erwarten Nordrhein-Westfalen vor allem faire Produktionsprozesse (48 Prozent) und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (44 Prozent). Bei der Nutzung von Finanzprodukten ist diesbezüglich ein positiver Trend erkennbar. „So gibt zwar nur jeder Zehnte an, heute bereits in nachhaltige beziehungsweise ethisch einwandfreie Geldanlagen zu investieren“, berichtet Brüggemann. „Allerdings planen weitere 22 Prozent, solche Anlagen künftig bei ihren Finanzentscheidungen zu berücksichtigen.“

Großer Beratungsbedarf

„Die Umfrage zeigt aber auch: Das Wissen über nachhaltige Geldanlagen ist immer noch gering“, erläutert der Privatkundenchef. So geben über die Hälfte der Befragten an, dass solche Anlagen bisher noch kein Thema für sie waren beziehungsweise ihnen noch nicht angeboten wurden. Gut ein Drittel glaubt, dass nachhaltige Geldanlagen lediglich das Gewissen beruhigen; jeder Vierte denkt, dass sie weniger Rendite abwerfen oder mehr Gebühren kosten. „Die Ergebnisse machen deutlich, dass es hier noch einen großen Beratungsbedarf gibt, dem wir als Commerzbank verstärkt nachkommen wollen“, betont Brüggemann. „Gutes Gewissen und gute Rendite sind kein Widerspruch. Denn Geldanlagen wie unsere nachhaltige Vermögensverwaltung erzielen regelmäßig gute Ergebnisse. Das gilt auch für nachhaltige Fonds, bei denen der Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich ist. Zugleich erhöht ein steigendes Anlagevolumen auch den Druck auf Unternehmen und Staaten, nachhaltig zu handeln.“ Immerhin 29 Prozent der Befragten sind schon jetzt der Meinung, dass nachhaltige Geldeinlagen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Seit November können Commerzbank-Kunden zudem in den KlimaVest, den ersten Impact-Fonds für Privatanleger, investieren. Impact-Fonds erzielen neben der finanziellen Rendite ein messbar positives Ergebnis wie die Einsparung von CO2-Emissionen.

Die Corona-Krise hat das Bewusstsein für notwendige Veränderungen noch einmal geschärft. So sind 63 Prozent der Nordrhein-Westfalen überzeugt, dass ein positiver Effekt erzielt werden kann, wenn Viele ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.

Nachhaltigkeit Teil der Unternehmensstrategie

Die Erwartungen von Politik, Gesellschaft und Investoren an Unternehmen haben sich gewandelt. Auch die Auswirkungen der Geschäftsaktivitäten auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt stehen im Fokus. So nehmen immer mehr Unternehmen diesen Aspekt in ihre Unternehmensstrategie auf. Bei der Commerzbank ist das bereits seit Jahren der Fall. Seit 2013 bezieht die Bank ihren Strom in Deutschland ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Vor 2018 wurde zudem flächendeckend auf LED umgestellt. E-Mobilität ist hier ein großes Thema: Der Fuhrpark wurde umgestellt (E-Mobilität). Mitarbeiter erhalten einen Zuschuss für den ÖPNV. Für jeden Kunden, der keine Kontoauszüge mehr druckt und sie stattdessen im elektronischen Postfach archiviert, wird ein Quadratmeter Wald aufgeforstet – bisher rund 670.000 Quadratmeter. „Wir sind uns sicher: Nicht-nachhaltige Unternehmen werden langfristig kein Geld mehr verdienen. Wer in zehn Jahren keine entsprechende Zertifizierung hat, wird keine Investoren und Kreditgeber mehr finden“,  so Brüggemann.

Die Commerzbank ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten ist. Die Commerzbank wickelt rund 30 % des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Die Bank stellt ihre Sektorexpertise ihren Firmenkunden im In- und Ausland zur Verfügung und ist ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei innovative Onlinebanken. Mit künftig ungefähr 800 Filialen betreibt die Commerzbank eines der dichtesten Filialnetze in Deutschland. Insgesamt betreut die Bank bundesweit mehr als 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie weltweit über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden, überwiegend in Polen, aber auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Commerzbank mit rund 48.500 Mitarbeitern Bruttoerträge von 8,6 Milliarden Euro.

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