Wie hier an der Ödingstraße in Hopsten haben viele Freileitungen im Versorgungsge-biet der SWTE Netz ausgedient. Netzplaner Bernd Bosse (l.) und Stefan Wackmann verschaffen sich vor Ort ein Bild vom Stand der Baumaßnahmen - Foto: SWTE Netz GmbH & Co.

SWTE Netz baut mehr als 10 Kilometer Freileitungen zurück

Tecklenburger Land, 07.01.2022. Die SWTE Netz modernisiert in großen Schritten ihr Stromverteilnetz in der hiesigen Region. Allein im Jahr 2021 hat die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land Freileitungen auf einer Länge von mehr als 10 Kilometern zurückgebaut. Sie wurden ersetzt durch eine moderne unterirdische Stromversorgung. „Eine Maßnahme in dieser Größenordnung trägt maßgeblich zu einem Zugewinn an Versorgungssicherheit in unserer Region bei“, ist Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz, überzeugt.

Umfassende Baumaßnahmen gab es in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Westerkappeln und Lotte. Allein in Hörstel wurden seit 2020 im Bereich Dreierwalde sowie in den Bereichen Huckberg und Zur Haar insgesamt mehr als 3.000 Meter Freileitungen zurückgebaut. Insgesamt 125 Freileitungsmasten – darunter Holz- und Betonmasten sowie Gittermasten – wurden außer Dienst genommen und abgerissen. Auf der Zielgeraden sind die Arbeiten derzeit in Hopsten-Staden. Dort werden insgesamt 37 Masten zurückgebaut. Rund 2.400 Meter Freileitung wird demontiert. Im Bereich Stadener Straße und Buschkampstraße wurden für die Stromversorgung rund 1.000 Meter Mittelspannungskabel und 1.800 Meter Niederspannungskabel verlegt.

Netztrennung in Westerkappeln

In Lotte sind im Bereich Hischebach 354 Meter Freileitung demontiert worden. In Wessterkappeln wurde das Stromnetz zwischen der SWTE Netz und dem vorherigen Netzbetreiber Westnetz GmbH getrennt. 1.600 Meter Freileitungen konnten in dem Zusammenhang demontiert werden. Zudem wurden dort weitere 350 Meter Niederspannungskabel verlegt und im Gegenzug 290 Meter Freileitung abgebaut. In Ibbenbüren sind im Bereich Strootbachweg rund 500 Meter Freileitung zurückgebaut worden.

Vorteile der Erdverkabelung

Bernd Bosse und Stefan Wackmann haben die Verkabelungsprojekte der SWTE Netz geplant und begleitet. „Im Vergleich zu Freileitungen ist eine unterirdische Verkabelung deutlich weniger störungsanfällig“, sagt Netzplaner Stefan Wackmann. Auch der Wartungsaufwand ist wesentlich geringer. „Eine Erdverkabelung ist außerdem leistungsfähiger sowohl beim Strombezug als auch bei der Einspeisung“, erklärt Netzplaner Bernd Bosse. Gerade im Außenbereich mit vielen landwirtschaftlichen Gebäuden spielt Einspeisung eine große Rolle in der hiesigen Region. Und noch einen Vorteil hat die Erdverkabelung gerade für die Landwirtschaft. „Der Platz für die Masten auf den Feldern entfällt. Die Landwirte können ihre Flächen vollständig nutzen und brauchen bei der Aussaat keine Rücksicht mehr auf die Masten nehmen“, so Stefan Wackmann.

Material wird recycelt

Die Erdverkabelung erfolgt sowohl mit offenen Gräben als auch mithilfe von unterirdischen Bohrverfahren. In der Regel verlaufen die Stromkabel in einer Tiefe von 60 bis 80 Zentimetern. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist eine Tiefe von 1,20 Metern erforderlich. Die überschüssigen Materialien aus dem Rückbau der Freilandverkabelung wie Leiterseile und Traversen sowie metallische Masten werden recycelt. Ein Teil der Holzmasten findet gerade im Außenbereich eine neue Verwendung als Zaunpfähle auf Weideflächen.

Verkabelung geht 2022 weiter

Auch für 2022 fasst die SWTE Netz Verkabelungsprojekte ins Auge. Dann sollen weitere Freileitungen in Recke, Ibbenbüren-Bockraden sowie im Bereich Westerkappeln / Habichtswald ersetzt werden.

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