Foto: FMB

Die Branche trifft sich (wieder) – endlich!

Endlich wieder direkter Austausch: Die 16. FMB – Zuliefermesse Maschinenbau ermöglicht nach einem pandemie-bedingten Pausenjahr den persönlichen Kontakt zwischen Maschinenbauern und ihren Zulieferern.
416 Aussteller zeigen im Messezentrum Bad Salzuflen ihre Produkte, Neuheiten und Dienstleistungen, die sie in den vergangenen Jahren nur eingeschränkt präsentieren konnten. Christian Enßle, Projektmanager FMB des Veranstalters Easyfairs GmbH: „Die Messe ist traditionell die Plattform für den Austausch zwischen den Maschinenbauern und ihren Zulieferern hier in der Region. Die Aussteller erwarten ein großes Informationsbedürfnis der Besucher und alle profitieren davon, dass die FMB als regionale Veranstaltung ein ´safe place to meet´ ist, dennoch aber eine große Anzahl an Kontaktmöglichkeiten bietet.

Wie gewohnt bildet die FMB – und das ist ungewöhnlich für eine Messe dieser Größe – das gesamte Spektrum der Zulieferindustrie ab: von der Metall- und Kunststoffverarbeitung über Antriebs-, Elektro-, Automatisierungs- und Handhabungstechnik bis zu Dienstleistungen für die Industrie.
Die Messe kommt auch deshalb zur rechten Zeit, weil Lieferengpässe ein wichtiges Thema im gesamten Maschinenbau sind. Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer des Brancheverbandes VDMA NRW, erläuterte auf der Pressekonferenz: „Das betrifft nicht nur die Halbleiter, d.h. Mikrochips, sondern auch Rohmaterialien wie Kunststoff und Stahl, die für die Produktion von Maschinen benötigt werden. Und neben den Lieferschwierigkeiten der Zulieferteile sind es auch erhebliche Preissteigerungen, die unseren Mitgliedsfirmen Sorge bereiten.“ Die FMB, so Christian Enßle, ist die richtige Plattform, um Kontakte zu neuen und lieferfähigen Zulieferern – am besten aus der Region – zu knüpfen: „Eben das ist ja eine große Stärke von OWL. Wir haben viele Weltmarktführer im Maschinenbau und ebenso in der Zulieferindustrie – und viele kleine Spezialisten. Auf der FMB kommen sie zusammen.“
Die Aussichten für die Branche sind jedenfalls gut. Hans-Jürgen Alt: „Wir erwarten für den Maschinenbau in NRW eine Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau. Für 2022 prognostizieren wir ein Plus von 5%. Auftragsbestand und Auslastung lassen ein noch höheres Plus erwarten, aber die Lieferprobleme z.B. bei Elektronikbauteilen lassen sich schwer einschätzen und werden sich auch in 2022 noch auswirken. Des-halb sind wir vorsichtig mit unserer Prognose.“

Als Mit-Initiator der Messe ist das Netzwerk OWL Maschinenbau mit einem großen Stand auf der Messe vertreten. Geschäftsführerin Almut Rademacher: „Außerdem sind rund 30 Firmenmitglieder mit eigenen Ständen vertreten. Für sie ist de FMB eine perfekte Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.“ Sowohl die Mitglieder als auch der Verband, so Rademacher, haben in den vergangenen anderthalb Jahren viele digitale Formate erprobt und erfolgreich umgesetzt. „Aber Messen sind nach wie vor ein lebensnotwendiger Netzwerktreffpunkt. Deshalb sind wir froh, dass wir jetzt hier sein können.“
Die Freude gilt auch für die (meist jungen) Ingenieure und Forscher aus dem Spitzencluster it´s OWL, die ihre Projekte auf einem Gemeinschaftsstand präsentieren. Auch hier zeigt sich, dass in jeder Krise Chancen stecken und Möglichkeiten für Innovationen bieten. Clustermanager Wolfgang Marquardt nennt ein Beispiel: „Während der Pandemie war der Zugang von externem Servicepersonal zu den Maschinen, die bei den Kunden laufen, oft erschwert. In einem it´s OWL-Projekt wurde deshalb ein Service-Navigator entwickelt, der einen Service per Fernwartung erlaubt und das Personal vor Ort gut unterstützt.“ Außerdem zeigen zwei Start-up-Unternehmen, die von it´s OWL gefördert werden, neue Möglichkeiten der Nutzung von Robotern in kleineren Unternehmen.
Das Fazit von Christian Enßle auf der Hälfte des ersten Messetags: „Wir bekommen sehr viel positives Feedback. Die Stimmung ist gut und sowohl die Aussteller als auch die Besucher – die zumeist aus OWL kommen – sind sehr froh, nach der Pandemiepause zusammenzukommen und sich austauschen zu können.“ Dazu besteht noch bis Freitag Gelegenheit.

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