Neue Kultur soll Linke versöhnen

Neue Kultur soll Linke versöhnen Berlin (dapd). Mit Kunst und Kultur zur Versöhnung: Die neue Linke-Vorsitzende Katja Kipping will die Umgangsformen in ihrer zerstrittenen Partei zivilisieren. Nötig seien eine „Kultur der Offenheit“ und die „Kunst des Zuhörens“ verkündete Kipping am Montag per Zeitungsinterview. Der neue Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn forderte mehr Achtung i Neue Kultur soll Linke versöhnen Berlin (dapd). Mit Kunst und Kultur zur Versöhnung: Die neue Linke-Vorsitzende Katja Kipping will die Umgangsformen in ihrer zerstrittenen Partei zivilisieren. Nötig seien eine „Kultur der Offenheit“ und die „Kunst des Zuhörens“ verkündete Kipping am Montag per Zeitungsinterview. Der neue Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn forderte mehr Achtung im Umgang. Zugleich begann eine Diskussion um die Spitzenkandidatur für die nächste Bundestagswahl. Kipping sagte der „Leipziger Volkszeitung“: „Der Schlüssel zum Erfolg ist für uns eine Kultur der Offenheit und ein Gestus: Fragend schreiten wir voran.“ Die neue Parteiführung wolle mit einer Vorstellungstour durch alle Landesverbände und der „Kunst des Zuhörens“ um Vertrauen werben. Sie wolle zudem im Internet einen Blog für Vorschläge von Mitgliedern und Sympathisanten einrichten. Kipping forderte, die Linke müsse Lobbyistin der Leiharbeiterinnen, der bei der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker angestellten Frauen, der Solo-Selbständigen am Laptop und der Erwerbslosen sein, die auf dem Ämtern gedemütigt würden. Die Partei müsse sich zudem für Angestellte einsetzen, die in der gleichen Arbeitszeit immer mehr leisten müssten. Der neue Bundesgeschäftsführer Höhn sagte, er sehe die Partei zwar in einer Vertrauenskrise, aber nicht von der Spaltung bedroht. „Manches in der letzten Zeit hat aufgebautes Vertrauen wieder schwinden lassen“, sagte Höhn der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Die große Mehrheit des Parteitages war sich aber einig, dass wir trotz inhaltlicher Debatten immer respektvoll miteinander umgehen müssen.“ Mit Blick auf die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl im kommenden Jahr äußerte sich Kipping hoffnungsvoll, dass unter anderem Ex-Parteichef Oskar Lafontaine, der Bundestagsfraktionsvorsitzende Gregor Gysi und Parteivize Sahra Wagenknecht „eine wichtige Rolle spielen“. Gysi sagte der „Leipziger Volkszeitung“: Ich werde noch mal mit Oskar reden.“ Lafontaine schmollt Lafontaine gab den beiden aber einen Korb. „Diese Frage habe ich definitiv beantwortet“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Wir haben gute Inhalte und auch genügend Personal, das überzeugen kann.“ Lafontaine hatte bei seinem Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz auch erklärt, er wolle nicht Spitzenkandidat werden. Wagenknecht zeigte sich zugeknöpft. „Diese Frage ist für mich offen“, sagte sie der „Leipziger Volkszeitung“. Sie werde sich für ein möglichst gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl einsetzen. Lafontaine warnte vor weiteren Personaldiskussionen. Die Linke sei inhaltlich eine geeinte Partei. „Alle persönlichen Befindlichkeiten müssen da zurückstehen“, forderte er. Bei Bedarf wolle er durch persönlichen Einsatz im Osten dafür sorgen, dass die Linkspartei wieder Zulauf und Erfolge erringen könne, sagte Lafontaine der „Leipziger Volkszeitung“. Selbstverständlich könne auch der bei der Wahl zum Vorsitzenden unterlegene Bundestagsfraktionsvize Dietmar Bartsch künftig eine Rolle spielen. Die SPD soll sich ändern Lafontaine forderte die Linke auf, ihre Sachvorschläge in den Vordergrund zu rücken. Der französische Präsident François Hollande halte seine Vorschläge zur Lösung der Euro-Krise für richtig. „Aufgrund unserer Streitigkeiten weiß das in Deutschland nur leider niemand“, klagte er. Die SPD forderte er auf, ihr Verhältnis zur Linken neu zu definieren und zur Zusammenarbeit bereit zu sein. Ansonsten verurteile sie sich selbst dazu, im Bund Oppositionspartei zu sein. dapd (Politik/Politik)

Authors: dapd News

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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