Im Kampf der Pfandsysteme ist die Einwegflasche längst der Gewinner

Im Kampf der Pfandsysteme ist die Einwegflasche längst der Gewinner Berlin (dapd). Der Siegeszug der Plastikeinwegflasche als Verpackung für alkoholfreie Getränke hält an. Im vergangenen Jahr stieg der Marktanteil von Einweg-Getränkeverpackungen auf 77,6 Prozent, wie die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) am Dienstag in Berlin mitteilte. Am populärsten ist demnach die 1,5-Liter-Einwegplastikflasche mit einem Anteil von 53 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Zugleich ist die Mehrwegflasche als Verpackung für Wasser, Saft und Co weiter auf dem Rückzug. Mit einem Anteil von 22,4 Prozent wird den Angaben zufolge nur noch gut jedes fünfte alkoholfreie Getränk in Mehrwegflaschen verkauft. Vor rund zehn Jahren waren es noch mehr als 50 Prozent. Der Anteil der als umweltfreundlich geltenden Kartonverpackungen (Tetrapaks) ging im vergangenen Jahr demnach dagegen auf 5,6 Prozent zurück. Bei der nach wie vor umstrittenen Frage der Bewertung der Ökobilanz von Ein- und Mehrwegflaschen forderte wafg-Präsident Klaus Stadler eine „Versachlichung“ der Debatte. Diese solle „dringend auf eine fundierte Vergleichsbasis gestellt werden, nicht zuletzt hinsichtlich realer Umlaufzahlen und Transportdistanzen“, sagte Stadler. „Debatte versachlichen“ Seit Einführung des dualen Pfandsystems durch die rot-grüne Bundesregierung vor zehn Jahren streiten Verbände, Naturschützer und Industrievertreter um den Umweltnutzen des Einwegpfands. Ursprüngliche Idee hinter der Einführung der anfangs „Dosenpfand“ genannten Abgabe auf Einweggetränkebehälter war es, das sogenannte „Littering“, also das Wegwerfen von Flaschen und Dosen in die Landschaft zu reduzieren. Kritisch gesehen wird das duale Pfandsystem beispielsweise von der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB), die einst die 0,7-Liter große Perlenflasche aus Glas in Umlauf brachte. Die GDB hält Mehrwegflaschen generell für „ökologisch vorteilhaft“ hält. „Das Einzige, was die Neuordnung des Pfandsystems gebracht hat, ist aus meiner Sicht, dass das Littering zurückgegangen ist“, sagte Günther Walter, Prokurist bei der GDB, der Nachrichtenagentur dapd. Getränkedosen, die einst ein wichtiger Grund für die Einführung des Einwegpfands waren, spielen mit einem Marktanteil von zuletzt 0,5 Prozent im Jahr 2011 nach wafg-Angaben inzwischen als Getränkeverpackung übrigens fast keine Rolle mehr. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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