Foto: Hubtechnik24.de
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Anzeige: Optimierung des Lagers und der Lagerhaltung: Sechs Tipps zur Umsetzung

Das Lager stellt in den meisten Firmen einen großen Kostenfaktor dar. Aus diesem Grund ist es wichtig zu prüfen, wie effizient man das Lager organisieren und ausreichend auslasten kann. Durch die Veränderungen der Sortimente, die Schwankungen der Durchsatzmengen und die Änderung der Kundenbedürfnisse ist eine moderne Lagerhaltung notwendig.

Auch durch das kontinuierliche Wachstum des Handels über die Grenzen des Landes hinaus, verwundert es nicht, dass ebenso die Nachfrage nach zeitgemäßen Lösungen für das Lagern der Produkte zunimmt. Auf die Dauer müssen die Firmen ihre Prozesse und Strukturen überprüfen und anpassen, damit ihre Wettbewerbsfähigkeit weiterhin gegeben ist und die Lieferqualität preiswert und flexibel wird. Hier geht es um das Optimieren der Warenbewegungen und Warenbestände.

1. Tipp: Prüfung der Personal-, Regal- und Fördertechnikkosten

Wichtig ist zu prüfen, ob eine richtige Verteilung der Aufwendungen erfolgt. Im Normalfall verursacht ein durchschnittliches Europalettenlager 20 Prozent Regal- und Fördertechnikkosten. Für Personal und Gebäude sind je 40 Prozent der Kosten aufzuwenden. Man sollte sich die derzeitige Kostenverteilung von der Abteilung für Rechnungswesen geben lassen. Wenn deutliche Abweichungen auffallen, empfiehlt es sich, die einzelnen Posten durchzugehen und die Einsparmöglichkeiten zu prüfen.

2. Tipp: Effiziente Platzierung der Ware und Modernisierung des Lagers

Die Bauteile oder Waren, welche am meisten benötigt werden, bezeichnet man als Schnelldreher. Solche sind im Lager an den Anfang von einem der Gänge zu positionieren. Die selten auftretenden Sondermaße, welche sich von den standardisierten Fach- oder Packgrößen unterscheiden, sind den besonderen Lagerbereichen vorbehalten. Wenn einige der Stauräume nicht so gut zu erreichen sind, weil zum Beispiel im Gang Säulen stehen, kann es Sinn ergeben, sie lediglich für eine Notreserve einzusetzen. Weiterhin ist es von Vorteil, bei Bedarf das Lager durch beispielsweise neue Förderfahrzeuge oder Regale zu modernisieren. In den meisten Fällen ist das kostengünstiger als das Anmieten von weiteren Flächen. Auch wenn durch die Querlagerung eine niedrigere Arbeitsgangbreite ermöglicht wird, ist in der täglichen Praxis eine Längsstapelung der Warenlagerung viel wirksamer und hat sich als effizienter erwiesen.

3. Tipp: Prüfung des Lager-Outsourcings

Hat man jedes Einsparpotenzial ermittelt, ist es wichtig, sich dennoch über ein Lager-Outsourcing Gedanken zu machen. In der heutigen Zeit bieten die meisten Logistikdienstleister moderne Hochregallager mit wirkungsvoller Organisation und Technologie an. Insbesondere dann, wenn es beim Absatz zu enormen saisonalen Schwankungen kommt, stehen die Personalkosten häufig nicht im Verhältnis zur Nutzung des Lagers.

Wenn die eigene Firma sich ausbreitet und noch jung ist, gilt das Outsourcen auch noch dann als sinnvoll. Zunächst kann man sich so auf die Kernkompetenzen, wie zum Beispiel die Entwicklung, Fertigung oder Vermarktung der Waren besser fokussieren. Des Weiteren braucht man nicht auf Verdacht planen. Während der Expansion ist es möglich, dass das eigene Lager durch eine Logistikfirma mit ausreichenden Kapazitäten automatisch mitwächst.

4. Tipp: Kleine Anzahl an Waren liefern lassen und Zeitfenster einbauen

Ist das Lager zu groß, wird unnötigerweise viel Kapital gebunden und man hat höhere Raumkosten, als es notwendig ist. Umso kürzer dagegen die Lagerzeit der Waren oder Bauteile zwischen der An- und Auslieferung ist, desto geringer sind die Kapital- und Lageraufwendungen. Deswegen empfiehlt es sich, mit den Lieferanten zu verhandeln, ob es nicht möglich ist, dass sie die Waren in einer kleinen Anzahl zustellen. Oder man vereinbart gleich eine Just-in-time-Lieferung. Aufgrund dessen hat man die Möglichkeit, im Lager die Mindestbestände zu vermindern. So entstehen bei den auf einmal vorkommenden Bedarfsschwankungen keine Engpässe.

Bei einer homogenisierten Anlieferung der Waren besteht auch jede Menge Einsparpotenzial: Bietet man für die Anlieferung lediglich bestimmte Zeitfenster (vorausgesetzt die Kunden akzeptieren auch die zeitlich festgesetzte Abholung der Waren), besteht die Möglichkeit, Kosten zu verringern und den Einsatz von Beschäftigten zu optimieren.

5. Tipp: Lager optimieren durch IT-Lösungen

Hat man ein größeres Lager, wird mit der modernen Technik, wie etwa dem Lagerfunk, eine viel höhere Verwaltungseffizienz erreicht. Beim Einlagern oder Auslagern von neuen Waren erfolgt dabei das Übermitteln der Informationen unmittelbar an den Zentralrechner. Dieser verbucht automatisch den neuen Bestand. In der IT werden die Veränderungen der Lagerstandorte dokumentiert, wenn beispielsweise im Versand oder an Geräten Zwischenlager eingerichtet wurden. Aufgrund dessen kann eine erhebliche Verkürzung der Suchzeiten erfolgen. Durch die IT sind selbst ausgeklügelte Lagerbewegungen möglich. Diese bewirkt, dass auf breiteren Waren immer schmale gestapelt werden. Sind gleiche Artikel vorhanden, entscheidet eine im Vorfeld programmierte Prioritätenrang (Seite, Platz oder Ebene), wo sie als Nächstes gelagert werden.

6. Tipp: Einbeziehung der Mitarbeiter

Ein weiterer bedeutender Punkt für eine effiziente Lageroptimierung sind die eigenen Mitarbeiter. Es ist wichtig, sie in den Prozess einzubeziehen. Dies kann durch bestimmte Maßnahmen erfolgen, wie zum Beispiel durch die Ermittlung des Schulungs- und Weiterbildungsbedarfs, denn neue Fähigkeiten und Kompetenzen können zu einer verbesserten Teamproduktivität führen. Zum sollte ein Blick auf die Arbeitsplätze der Lagermitarbeiter geworfen und dabei auf folgende Fragen eingegangen werden: Wird den Kollegen ein ergonomisches Arbeiten ermöglicht? Werden sie ausreichend vor Verletzungsgefahren und Unfällen geschützt? Zudem können gemeinsame Gespräche mit den Mitarbeitern dazu führen, Probleme zu erkennen und diese zu lösen, so dass ihre Arbeit dadurch nicht mehr beeinträchtigt wird.

Die Optimierung des Lagers bedeutet zum einen die Einsparung der Kosten sowie die Verbesserung der Servicequalität. Nachdem der Ist-Zustand des Lagers bekannt ist, können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

5 Gedanken zu „Anzeige: Optimierung des Lagers und der Lagerhaltung: Sechs Tipps zur Umsetzung“

  1. Vielen Dank für die Tipps zur Optimierung des Lagers. Mein Onkel arbeitet im Anlagenbau und muss sehr oft das Lager neu sortieren. Gut zu wissen, dass man oft genutzte Waren und Bauteile so positionieren sollte, sodass diese schnell zugänglich sind.

  2. Ich finde die Optimierung des Lagers ein wichtiges Thema und bin gerade dabei einen kleineren Lagerraum zu mieten, weil unser aktuelles Lager uns sehr hohe Kosten bringt. Wir konnten jetzt während der Corona-Krise nicht mehr viel verkaufen und haben dadurch weniger Ware auf dem Lager und sind deswegen dabei zu überprüfen, ob dies noch notwendig ist. In diesem nächsten Lagerraum müssten wir schauen, dass eine effiziente Platzierung der Ware gemacht wird, sodass die am meist benötigte griffbereit steht. Wir werden einen Fokus darauf setzten ein gut organisiertes Lager zu haben und gleichzeitig Kosten zu sparen damit wir uns langsam wieder hocharbeiten können. Danke für diesen Beitrag.

  3. Nachdem Ich durch Ihre Tipps gegangen bin, werde ich nun auch eine Modernisierung des Lagers vornehmen. Wie Sie sagen, ist das Lager auch bei uns ein großer Kostenfaktor, den wir minimieren wollen. Wir haben vor kurzem auch neue Schwerlastanhänger dafür gekauft.

  4. Vielen Dank für die Tipps zur Lagerhaltung. Mein Onkel kümmert sich regelmäßig um das Lager meines Cousins und kann diese Tipps bestimmt gut gebrauchen. Gut zu wissen, dass man viel verwendete Waren eher am Anfang der Gänge platzieren sollte, um die Wegzeiten zu verkürzen.

  5. Ein sehr schöner Artikel, der toll aufzeigt was für ein Aufwand hinter einer Lagerhaltung steckt. Der Faktor Lager wird häufig total unterschätzt. Ein gut organisiertes Lager ist effizienter und spart Kosten. Es lohnt sich da Zeit und Geld zu investieren.

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