Jubiläumsjahr investiert Bischof + Klein in eine technische Innovation

Neue Anlage bei Bischof + Klein

Lengerich. Der Folien- und Verpackungsspezialisten Bischof + Klein feiert sein 125-jähriges Jubiläum und überrascht mit einer Großinvestition. Die neue Extrusionsbeschichtungsanlage ist mit 40 Metern Gesamtlänge eine der größten Anlagen, die das Familienunternehmen in seiner 125-jährigen Geschichte aufgebaut hat. Sie steht für die einzigartige Vielfalt moderner Technologien, mit denen im Stammwerk Lengerich flexible Verpackungen und technische Folien hergestellt werden.

Extrusionskaschierung und -beschichtung

Das Verfahren der Extrusionskaschierung beziehungsweise -beschichtung wird für Industrie- wie Konsumverpackungen und auch für technische Folien eingesetzt, um verschiedene Lagen mit unterschiedlichen Funktionen fest miteinander zu verbinden: Bischof + Klein stellt hier beispielsweise Industrieverpackungen der Marke AluFlex® her, die sich insbesondere zum Schutz feuchtigkeitsempfindlicher Güter eignen. Dabei kommt es auf eine hoch wirksame Feuchtigkeitsbarriere und die besondere Festigkeit von extrusionsbeschichteten Verbunden an. Ein Beispiel für Konsumverpackungen, die auf der Extrusionsbeschichtungsanlage hergestellt werden, ist ein Verbund für Fotopapier, der absolut lichtundurchlässig ist. Die B+K-Sparte Technische Folien nutzt die Anlage unter anderem für ein Vlies, welches für die Sanierung von Trinkwasserleitungen und Abwasserkanälen eingesetzt wird.

Mehr Effizienz in der Fertigung

In einem Arbeitsgang kann die Anlage bis zu sechslagige Verbunde fertigen und Beschichtungen von 6 g/m² bis 300 g/m² aufbringen. Großer Vorteil: Vollständiger Verzicht auf Lösemittel. Gleichzeitig können die Extrusionsschichten bestimmte Aufgaben wie Siegelfähigkeit oder eine Barrierefunktion übernehmen. Für die Anlage wurde eine bestehende Halle vollständig entkernt. Bei unverändertem Grundriss ist das neue Gebäude nun mit über neun Metern fast doppelt so hoch wie zuvor. Bereits im Sommer 2016 war mit den Arbeiten begonnen worden, während die Produktion auf der alten Extrusionsbeschichtungsanlage unvermindert weiterlief. Das war eine logistische Herausforderung, die mit vereinten Kräften gemeistert wurde. Albert Prigge, bis Januar 2017 Leiter der Extrusionsbeschichtung bei Bischof + Klein, und sein Nachfolger Sebastian Räcker sind zufrieden. „Alles lief nach Plan, nur in Details wurde es manchmal knifflig.“ Mehr zu Bischof + Klein gibt es auf ihrer Webseite.

Veröffentlicht von

Katherina Ibeling

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