ZOW_trend präsentiert smarte Zukunftsvision der Küche

Bad Salzuflen. Steigende Rechenleistung, zunehmende Miniaturisierung und neue Funkstandards – der stete Fortschritt hat in den zurückliegenden Jahren den Boden für das Internet der Dinge gelegt, das die reale Produktionswelt revolutioniert. Bestanden unsere Produkte früher noch aus mechanischen und elektrischen Komponenten, haben sie sich heute zu komplexen Systemen mit eingebetteten Computern entwickelt, die sich online austauschen und per App Befehle empfangen.

Wie diese Technik unseren Alltag verändern wird, zeigt die kommende ZOW auf der rund 500 Quadratmeter großen Trendfläche in Halle 20: Dort wird eine Smart Kitchen präsentiert, bei der zum ersten Mal sämtliche Gewerke herstellerübergreifend miteinander vernetzt und über eine technologische Plattform in einer Heimautomation zusammengefügt wurden, die auf dem neuesten Bluetooth- Funkstandard basiert. Dabei lassen sich alle Geräte universell über eine einheitliche App steuern.

Als wissensbasierter Dienstleister im Zentrum des deutschen Möbelclusters Ost- westfalen-Lippe (OWL) hat die ZOW bei dem Projekt Connected Living zehn Spe- zialisten aus der Region zusammengebracht, die gemeinsam die Smart Kitchen realisieren: „Neben der progressiven Technologie reizt uns vor allem der Gedanke, gemeinsam mit unterschiedlichen Gewerken an der Realisation der Vernetzten Küche zu arbeiten“, sagt Detlef Wachendorf, Geschäftsführer von D-Beschlag. Auch vernetzten Lichtelementen kommt eine tragende Rolle zu, die nicht nur dem Wandschalter, sondern auch dem Smart-Home-System Folge leisten. So integriert das Unternehmen OSRAM OLED GmbH organische Leuchtdioden, die für hoch- wertiges Licht in der Küche sorgen.

Weiterhin beteiligen sich die Firmen D-Leuchten und Lumenar Leuchten Manufaktur, die sich auf individuelle Beleuchtungslösungen spezialisiert haben. „Dabei stammen die meisten Projektpartner aus OWL – das verdeutlicht die Innovationskraft dieser Region und den hier vorherrschenden Netzwerkgedanken.“ So wurde die Küche von WARENDORF gestellt, die mit ihrer Teilnahme der ZOW den gemeinsamen Weg zur Smart Kitchen ebnet. Die vernetzungsfähigen Elektrogeräte hat dagegen der Hausgeräte-Hersteller Miele entwickelt.

„Die Einbindung der Geräte in intelligente Haustechniksysteme sorgt für mehr Komfort und Sicherheit im eigenen Zuhause – beispielsweise wenn von unterwegs aus kontrolliert werden kann, ob der Herd wirklich ausgeschaltet ist oder die Dunstabzugshaube ihre Leistung automatisch an den Kochprozess anpasst“, sagt Jan-Bernd Rapp, der das Produktmarketing bei Miele in Deutschland leitet. „Im Lebensraum Küche werden wir bereits in einigen Jahren ganz selbstverständlich Assistenzsysteme nutzen, die das Kochen einfacher machen.“

Die dafür notwendige IT-Infrastruktur wurde von ASM Syncro Tec GmbH geschaffen, die gemeinsam mit ihrem Partner Seed Labs alle Geräte der Smart Kitchen ins Internet der Dinge gebracht hat. Während Seed Labs die kostenfreie App entwickelt hat, verantwortet ASM Syncro Tec als Systemintegrator die Steuerung der smarten Küche. Diese haben auch einen sogenannten Smart Cube entwickelt, der als universelle Fernbedienung fungiert und dabei die Steuerung verschiedener Szenarien durch einfache und intuitiv erlernbare Gesten ermöglicht – ein Aspekt, der in Anbetracht der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft besondere Beachtung verdient.

Kluge Technik für mehr Bequemlichkeit

Dabei sind Linak, Knoke Beschlagtechnik und die cap. GmbH für das Plus an Komfort zuständig. So setzt der dänische Elektrifizierungs-Profi Linak voll auf die elektrische Höhenverstellbarkeit der Küche, die hierzulande bislang noch eine Nebenrolle spielt. Dabei ist bei den meisten Personen allein bei den küchenüblichen Tätigkeiten wie Schneiden, Waschen oder Rühren eine Verstellhöhe von rund zehn Zentimetern ideal.

„Dank unserer hohen Elektronikkompetenz können wir unsere Systeme ohne weiteres in die vernetzte Welt von heute einbringen“, erläutert Vertriebsleiter Christoph Messing. „Dabei eröffnet uns das ZOW-Projekt die Möglichkeit, unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen in einer übergeordneten App zur Verfügung zu stellen. Auch die Knoke Beschlagtechnik GmbH hat sich als Hersteller von Möbelrollläden elektrischen Antriebslösungen verschrieben: „Für uns ist Connected Living keine Zukunftsvision, sondern der Ausdruck eines tatsächlichen Bedarfs“, so Geschäftsführer Jens Koch. „Dabei wollen wir herausfinden, was sich heute bereits darstellen lässt – und das ist schon einiges.“

Mit Blick in die Zukunft begleitet das Unternehmen cap., das seinen Fokus auf das Design von Zubehör gelegt hat, das Projekt. „Als Ausstatter der Kücheninszenierung sind wir Teil des Ganzen und schaffen uns eine weitere Präsenz innerhalb des zukunftsweisenden ZOW-Konzepts“, sagt der Konstrukteur und Design Manager Freimut Stehling.

Die ZOW 2016 findet vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Bad Salzuflen statt. Dort trifft das innovative Angebot der Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus auf das Interesse von Entscheidern aus der Möbelproduktion, des Möbelhandels, Innenausbaus und Handwerks.

www.zow.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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