Schaden- und Unfallversicherungen bescheren Allianz Gewinnsprung

München (dapd). Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat in den ersten drei Monaten des Jahres den zweithöchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte erzielt. Das Unternehmen steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 200 Millionen auf 30,1 Milliarden Euro, wie die Allianz am Dienstag in München mitteilte. Der Überschuss erhöhte sich von Januar bis März um 58 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

„Die Allianz hat in diesem Quartal eine sehr gute Leistung erbracht, nachdem 2011 ein schwieriges Jahr für die gesamte Versicherungsbranche war“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Bäte. Trotz anhaltender Staatsschuldenkrise, volatiler Märkte und niedriger Zinsen geht der Konzern für 2012 weiterhin von einem operativen Ergebnis zwischen 7,7 Milliarden und 8,7 Milliarden Euro aus.

Vor allem die Einnahmen und das Ergebnis der Schaden- und Unfallversicherungen verbesserten sich in den ersten drei Monaten des Jahres. Dabei profitierte die Allianz von einem deutlichen Rückgang bei den Schäden durch Naturkatastrophen. Vor einem Jahr hatten die Erdbeben in Japan und Neuseeland die Bilanz stark belastet.

So stiegen die Beitragseinnahmen bei den Schaden- und Unfallversicherungen um 3,8 Prozent auf das Rekordniveau von 14,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um fast 80 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. „Auch wenn im ersten Quartal nur wenige Naturkatastrophen auftraten, erwarten wir im Trend steigende Schäden durch Naturkatastrophen“, sagte Bäte. Die Allianz stelle für das gesamte Jahr 1,2 Milliarden Euro dafür bereit.

Bei den Beiträgen für die Lebens- und Krankenversicherungen verzeichnete die Allianz im ersten Quartal einen Rückgang um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen mit anlageorientierten Lebensversicherungen sanken um 800 Millionen Euro auf 7,1 Milliarden Euro. Bei traditionellen Lebensversicherungen stiegen sie dagegen um 200 Millionen auf 6,6 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn der Vermögensverwaltung verbesserte sich im ersten Quartal um 85 Millionen auf 613 Millionen Euro. Die Allianz verwaltete insgesamt 1,7 Billionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 200 Milliarden Euro.

Bei der Hauptversammlung des Versicherungskonzerns hatte die Entwicklungsorganisation Oxfam der Allianz vorgeworfen, auch in Fonds zu investieren, die mit Nahrungsmitteln spekulieren.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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