Konjunktur in der Region Osnabrück auf hohem Niveau

Bildrechte: Flickr Arrows showing up (Blender) FutUndBeidl CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Der 2. Quartalsbericht der Industrie- und Handelskammer zeigt einen deutlichen Höhenflug der regionalen Konjunktur. Mit 131 Punkten liegt der Konjunkturklimaindex auf einer ähnlichen Höhe wie 2011. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bewertete die Lage als gut. Grund dafür ist eine bessere Auftrags- und Ertragslage. Auch der 3. Quartalsbericht zeigt stabile Zahlen und ein hohes Niveau. Einer der wichtigsten Wachstumstreiber ist die Digitalisierung.

Höhenflug im 2. Quartal

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim sprach im Rahmen ihrer Konjunkturbefragung mit rund 620 regionalen Unternehmen und stellte einen deutlichen Anstieg des Konjunkturklimaindex fest (das IHK-Barometer ist hier als PDF einsehbar). 51 Prozent der Unternehmen sehen ihre derzeitige Geschäftslage als gut. Im Vorquartal waren es nur 31 Prozent. Bei der Frage nach den Erwartungen für die kommenden Monate konnte ebenfalls eine positive Veränderung festgestellt werden. 13 Prozent der Unternehmen sehen optimistisch in die Zukunft. Industrie und Baugewerbe sowie der Handels- und der Dienstleistungssektor sehen sich besonders gut aufgestellt. Vor allem der Groß- und Einzelhandel hat laut IHK-Barometer positive Erwartungen. 32 Prozent der Handelsunternehmen gaben eine gute Geschäftslage an. Das sind drei Mal so viele wie im Quartal zuvor. Mit insgesamt 131 Punkten liegt der Konjunkturklimaindex deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen Jahre. Zuletzt war er Anfang 2011 so hoch.

Auch im 3. Quartal auf hohem Niveau

Im 3. Quartal liegt der Konjunkturklimaindex bei 127 Punkten. Er ist leicht gesunken, aber liegt dennoch deutlich über dem langjährigen Niveau. Per Saldo schätzen 46 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut ein und 11 Prozent sehen optimistisch in die Zukunft. Der sinkende Index liegt größtenteils am Baugewerbe und am Einzelhandel. Beide Branchen sind skeptischer als im Vorquartal. Eine Entlassungswelle ist jedoch nicht zu befürchten. Die Personalpläne im Handel sind insgesamt stabil, und auch im Baugewerbe wollen 70 Prozent der Betriebe ihre Fachkräfte behalten. Den Bericht der IHK zur Konjunkturumfrage gibt es hier als PDF.

Digitalisierung ist Wachstumstreiber

Chancen in der Wirtschaft werden vor allem durch die voranschreitende Digitalisierung ermöglicht. Informations- und Kommunikationsbranche, das Gastgewerbe und der Handel profitieren am meisten von der Digitalisierung und den neuen Geschäftsmodellen, die sich daraus ergeben. Die IHK stellte 2016 fest, dass jedes zweite Unternehmen in der Region höhere Umsätze durch die Digitalisierung erzielt. Da sie immer öfter IT-Services auslagern und auf Cloud-Computing setzen, arbeiten viele Unternehmen mittlerweile professioneller und schneller, wobei die Kosten skalierbar sind. Cloud-Computing ist in den vergangenen Jahren immer bedeutender für die Wirtschaft geworden. Begegnete vor allem der Mittelstand der digitalen Wolke anfänglich noch mit großer Skepsis, hat sich mittlerweile gezeigt, dass gerade kleine und mittelständische Betriebe von ihr profitieren. Sogenannte IaaS-Services (Infrastructure as a Service), wie sie mittlerweile auch von einem deutschen Anbieter bereitgestellt werden, befördern selbst Kleinunternehmen auf ein neues Niveau. Sie erhalten grundlegende IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Netzwerkkapazitäten und Speicherplatz zu skalierbaren Preisen und können profitabel mit gleichen Ressourcen wie professionelle Großfirmen arbeiten. Das sorgt für mehr Konkurrenzfähigkeit und belebt den Markt enorm.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.