Friseurverband beklagt Konkurrenz durch Kleinstbetriebe

Friseurverband beklagt Konkurrenz durch Kleinstbetriebe Weimar (dapd). Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks beklagt die wachsende Konkurrenz durch Kleinstbetriebe ohne eigene Angestellte und durch Schwarzarbeit. Schätzungsweise 25.000 solcher Mikrobetriebe seien am Markt, sagte der Präsident des Verbandes, Andreas Popp, am Montag in Weimar. Da sie aufgrund ihres geringen Umsatzes von der Mehrwertsteuer befreit seien, übten sie einen permanenten Preisdruck aus, der Friseurgeschäfte in Bedrängnis bringe. Der Verband fordere deshalb, die Mehrwertsteuerbefreiung für Kleinstselbstständige abzuschaffen. Insgesamt gibt es in Deutschland nach Angaben des Verbandes 80.000 Friseurbetriebe mit 260.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Sie erwirtschafteten 2010 einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro. Im Schnitt hätten die Betriebe weniger als drei Mitarbeiter sagte Popp. Jeder vierte der Betriebe erziele einen Jahresumsatz von weniger als 50.000 Euro. Eine große Gefahr geht nach Einschätzung des Verbandspräsidenten auch von der Schwarzarbeit aus. Schätzungsweise ein Fünftel des Jahresumsatzes der Branche entfalle auf Schwarzarbeit. Dennoch sieht Popp seine Branche im Aufwind. Die Kunden sparten nicht mehr so sehr wie in den zurückliegenden Jahren. Popp verwies auf eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wonach 2011 wieder mehr Verbraucher professionelle Friseurdienstleistungen in Anspruch genommen hätten. Positiv bewertete Popp, dass mehr als 90 Prozent der Kunden mit der Qualität der Dienstleistungen zufrieden seien. Bei den Tariflöhnen gibt es nach Angaben Popps immer noch ein erhebliches Gefälle von West nach Ost. Ein Grund sei, dass vor allem in den neuen Ländern immer noch sehr alte Tarifverträge gültig seien. Der Vertrag in Thüringen stamme beispielsweise aus dem Jahr 1995. Allerdings seien die realen Löhne inzwischen höher als in den Tarifverträgen festgelegt, da die Friseurbetriebe zu den alten Konditionen keine Fachkräfte finden könnten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.