Fachkräftesicherung und Employer Branding

Bielefeld. Der Arbeitskreis Zukunft/Politik der Wirtschaftsjunioren Ostwestfalen (WJO) beschäftigt sich seit einiger Zeit ganz intensiv mit dem Thema des bald erwarteten Fachkräftemangels in Ostwestfalen-Lippe . Als Ziel haben sich die jungen Unternehmer und Führungskräfte dabei gesetzt, einen Leitfaden zu erarbeiten, in dem ostwestfälische Unternehmen ihre Ideen und Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und –sicherung darstellen und der anderen Unternehmen eine konkrete Hilfestellung bei eben diesen Themen bieten soll.

Wie Fachkräftegewinnung und -bindung in unserer ländlich geprägten Region OWL eindrucksvoll vollzogen werden kann, stellt unter anderem das weltweit agierende Unternehmen Phoenix Contact, eines der bekanntesten Unternehmen der Verbindungstechnik, dar. Im Rahmen eines Impulsvortrags in den Räumen der Industrie- und Handelskammer in Bielefeld stellte Professor Dr. Gunther Olesch, Geschäftsführer des Unternehmens, die Maßnahmen des mehrfach als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichneten Unternehmens den Wirtschaftsjunioren Ostwestfalen (WJO) dar. Das „Employer Branding“, eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung – angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben, stellt Olesch dabei besonders heraus. Nach der Meinung des Experten für die Aufgabenfelder Personalmanagement, Personalentwicklung, Informatik und Organisation und Recht sei das Ergebnis von Employer Branding neben der Gewinnung und der Bindung von leistungsfähigen Mitarbeitern auch eine dauerhafte Verbesserung der Qualität der Bewerber und Mitarbeiter an sich. „Als konkrete Maßnahmen spielen in dem Zusammenhang visionäre und vor allem langfristig angelegte Aktivitäten wie die Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie & Beruf oder die Förderung von Frauen in Führungspositionen eine besonders große Rolle“, so Olesch weiter. Margaretha Runksmeier, stellvertretende Vorstandssprecherin und Leiterin des Arbeitskreises Zukunft/Politik der WJO, zeigte sich von den beschriebenen Maßnahmen und der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmern beeindruckt und lobte die Ideen des Unternehmens als zukunftsweisend. „Selbstverständlich werden sich die Maßnahmen, die Phoenix Contact durchführt, in unserem Leitfaden zur Fachkräftesicherung wiederfinden! Wir sind stolz, ein Unternehmen mit einem derartig zukunftsweisenden Konzept in der Region zu haben“, so Runksmeier abschließend.

 

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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