Detmolds Wirtschaft fordert: Mehr Leben in die Innenstadt

Detmold. Ihre Reihe der Kommunalen Wirtschaftsgespräche setzte die IHK Lippe zu Detmold (IHK Lippe) vor kurzem in der Stadt Detmold fort. Getagt wurde beim Autohaus Möller. Gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Heller und dem Wirtschaftsförderer Rolf Merchel diskutierten die Teilnehmer über die kleinen und großen Probleme vor Ort. Gesprächsstoff gab es allerhand. Über die Ausgestaltung der regionalen Energieversorgung wurde genauso diskutiert, wie über den klammen Kommunalhaushalt und die künftige Gewerbeflächenentwicklung. Besonderen Zündstoff bot die Entwicklung der Innenstadt.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass Detmold mit dem Um- und Ausbau des ehemaligen Hertie-Gebäudes einen Schritt nach vorn wagt. Die Stadt braucht verlässliche Ankermieter an diesem zentralen Einzelhandelsstandort“, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe, Axel Martens. 35 Millionen Euro wollen die Amandla International GmbH & Co KG aus Iserlohn und die HLG Projektmanagement aus Münster am Standort investieren.

Dass es in der Innenstadt auch Schwierigkeiten gibt, zeigt sich an der derzeitigen Mietpreisentwicklung. Hier stoßen die hohen Mieten für Immobilien in zentraler Lage auf großes Unverständnis bei den Unternehmen. „Gerade alteingesessene Firmen können sich die derzeitigen Mieten immer weniger leisten und müssen auf die Nebenstraßen ausweichen“, zeigte sich ein Teilnehmer entrüstet. Nicht nur Einzelhändler, auch Veranstalter haben es in der Innenstadt schwer. Die Nutzung des Marktplatzes für Events außerhalb der Wochenmarktzeiten sei bei den derzeitigen Preisvorstellungen der Stadt nicht denkbar. „Wie soll es unter diesen Bedingungen eine lebendige Innerstadt geben?“ Die Unternehmen forderten daher die Stadt auf, den „Gebührentarif zur Satzung über Erlaubnisse und Gebühren für Sondernutzungen an öffentlichen Straßen in der Stadt Detmold“ moderater zu gestalten.

Auf starkes Interesse stießen bei den Gewerbetreibenden die Planungen am Bahnhofsvorplatz. Hierzu führte der Bürgermeister aus, dass die Stadt gemeinsam mit der Stadtverkehr Detmold GmbH gegenwärtig beginnen, den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), die Bahnhofstraße und das Bahnhofsumfeld neu zu gestalten. Geplant sind umfangreiche Kanal- und Straßenbauarbeiten. Die Ausgestaltung des Bahnhofsumfeldes wird voraussichtlich bis Ende 2013 andauern. Zum Verlauf der Bauarbeiten können sich Interessierte in einem Pavillon in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof informieren.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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