Best Practice – made in Münster: Uni Münster gestaltet „Ideen-Mining“

„Nach Ideen graben“: Wissenschaftler und Studenten erarbeiten Problemlösungen für Unternehmen

„Es gibt für jedes Problem nicht nur eine Lösung – es gibt hunderte!“ Diese Behauptung stellen Wissenschaftler der Universität Münster auf und treten den Beweis in der Praxis an. Sie haben „Ideen Mining“ als wissenschaftliches Ins-trument entwickelt. Es soll Unternehmen und Institutionen helfen, Lösungswege zu beschreiten, die hinter dem Dickicht ihres Arbeitsalltags verborgen liegen. In der Führungskräftestudie „Jeder für sich und keiner fürs Ganze?“ wird das „Ideen-Mining“ Münster als konstruktiver Lösungsweg aufgezeigt.

Schon 2003 entwickelten Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster dieses unkonventionelle Instrument. Seitdem begleiten und evaluieren sie dieses und bauen es weiter aus.
„Nach Ideen graben“: So lautet die Übersetzung von „Ideen-Mining“, das von der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität in Kreativworkshops betrieben wird. Zehn- bis zwölfköpfige Teams entwickeln darin Ideen für Probleme oder Fragestellungen eines Unternehmens, einer Organisation, einer Kommune oder anderer Institute. Die interdisziplinären Teams setzen sich zusammen aus den Mitarbeitern der Auftraggeber sowie Studierenden und/oder Wissenschaftlern der Hochschule.
Die Besonderheit des Ideen-Minings liegt in der Entstehung und Nutzung der Synergieeffekte, die in den interdisziplinären Teams durch wechselseitige Anregung entstehen. Auftraggeber erhalten durch Ideen-Mining einen direkten Zugang zum Know-how der Hochschule und auch zu potenziellen Nachwuchskräften.

Das Projekt „Ideen-Mining“ entstand als ein Ergebnis der Zukunftskonferenz der Stiftung Westfalen-Initiative. Projektpartner ist die „Patentoffensive Westfalen-Ruhr“ (POWeR) – ein Zusammenschluss der Transferstellen der vier westfälischen Universitäten (Bielefeld, Dortmund, Münster und Paderborn).

Zu Grunde liegen dabei innovative Kreativitätstechniken. „Ideen-Mining“ stellt einen lebendigen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft dar. Den Studierenden wird mehr Eigenverantwortung, Anwendung ihrer theoretischen Kenntnisse sowie problemorientiertes Arbeiten vermittelt. Weiterhin werden für die regionale Wirtschaft und Öffentlichkeit neue und frische Ideen sowie Lösungswege entwickelt.
Auch international stößt „Ideen-Mining“ inzwischen auf großes Interesse.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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