Ein achtköpfiges Kamerateam sorgt dafür, dass die Besucher der virtuellen EXPO die Maschinen bei Live-Vorführungen hautnah erleben können. - Foto: W&H
Ein achtköpfiges Kamerateam sorgt dafür, dass die Besucher der virtuellen EXPO die Maschinen bei Live-Vorführungen hautnah erleben können. - Foto: W&H

2.036 Besucher aus der ganzen Welt auf erster digitaler Messe von W&H

Messen sind traditionell der Treffpunkt jeder Branche – durch die Corona-Pandemie entfällt in diesem Jahr dieser wichtige Austauschort. Gleich zwei Leitmessen in Düsseldorf, interpack und drupa, wurden bei Maschinenbauer W&H aus Lengerich in das nächste Jahr verschoben. „Uns war klar, dass wir neue Wege finden müssen, um mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben und unsere Neuheiten zu präsentieren“, sagt W&H Vorstandschef Dr. Jürgen Vutz.

Innerhalb von sechs Wochen bereitete W&H ein digitales Live-Event vor. Am 24. und 25. Juni schalteten sich Besucher aus aller Welt live in das Technologiezentrum des Maschinenbauers. „Viele unserer Produktneuheiten beinhalten ebenfalls Softwareprodukte, von daher passt eine digitale Präsentation sehr gut“, erklärt Technologievorstand Dr. Falco Paepenmüller.
Zwei Druckmaschinen liefen während der virtuellen Messe live. Ein 8-köpfiges Filmteam fing die Highlights der Maschine ein, Einblendungen im Video erklärten technische Details. Auf dem Programm standen außerdem acht Webinare, in denen W&H Experten die Produktneuheiten erklärten. Dafür hat W&H die Räume der hauseigenen Academy in Übertragungsstudios umgewandelt.

„Uns war es wichtig, den Charakter der Messe zu erhalten: Live und mit viel persönlichem Austausch“, erklärt Vertriebsvorstand Peter Steinbeck. Um die Kunden aus aller Welt zu erreichen, wurde das gesamte Programm dreimal täglich wiederholt. Automatisch generierte Untertitel zu den englischen Beiträgen erleichterten das Verständnis.

In der W&H Academy wurden aus Seminarräumen Übertragungsstudios für acht Webinare. - Foto: W&H
In der W&H Academy wurden aus Seminarräumen Übertragungsstudios für acht Webinare. – Foto: W&H

Auf die Frage, ob auch nach Corona digitale Kommunikationswege bevorzugt werden, antwortet Steinbeck: „Wir werden die positiven Aspekte auf jeden Fall beibehalten. Wir haben in den letzten Monaten mehr digital gemacht als wir vorher für möglich gehalten haben: Von Verkaufsgesprächen über Maschinenvorführungen bis zu Serviceeinsätzen.“ In der Zukunft sieht er einen guten Mix aus digitalen und vor-Ort Begegnungen. „Videomeetings sind schneller und reduzieren Reisen. Bei persönlichen Treffen lässt sich besser Vertrauen aufbauen, das sehr wichtig in der Kundenbeziehung ist. Beides hat
seine Berechtigung.“

Mit dem Verlauf der Messe ist W&H sehr zufrieden. Vutz zieht Resümee: „Zu einer normalen Expo besuchen rund 1.000 Kunden den Hauptsitz. Bei der digitalen Messe hatten wir mehr als 2.000 Besucher aus der ganzen Welt – und das ganz ohne Reise“.

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