FDP-Bildungsexperte fordert bessere Schulleiterbezahlung

FDP-Bildungsexperte fordert bessere Schulleiterbezahlung Berlin (dapd). Der FDP-Bildungsexperte Patrick Meinhardt mahnt eine bessere Bezahlung von Schulrektoren an. „Gute Schulleiter gibt es nicht zum Nulltarif“, erklärte der Bundestagsabgeordnete am Samstag. Er reagierte damit auf das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage der Nachrichtenagentur dapd. Diese hat ergeben, dass derzeit Hunderte Schulen ohne einen Rektor auskommen müssen. Meinhardt sagte, der Arbeits- und Verantwortungszuwachs an Grund- und Haupt- schulen stehe „in gar keinem Verhältnis zur Vergütung“. Darüber hinaus sei „eine Trendwende in der Leitung von Schulen“ notwendig. „Wir sollten bei entsprechender Größe die Verwaltungsleitung von der pädagogischen Leitung trennen“, betonte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Schulen und Lehrern würde „es gut tun, wenn es einen Verwaltungschef und einen Schuldirektor gibt“. Dann könne sich ein Schulleiter mit den Großteil seiner Zeit auch wieder seiner eigentlichen Aufgabe widmen. Besonders gravierend ist die Situation der dapd-Umfrage zufolge in Nordrhein Westfalen. Mit 1.200 offenen Posten fehlt dort etwa an jeder fünften Schule ein Leiter. Betroffen seien deutschlandweit vor allem kleine Grund- und Hauptschulen, wie die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marianne Demmer, sagte. dapd (Politik/Politik)

Seehofer will Sozialthemen abräumen

Seehofer will Sozialthemen abräumen Düsseldorf (dapd). Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) drängt die Regierungskoalition in Berlin, noch vor der Bundestagswahl wichtige Sozialreformen auf den Weg zu bringen. „Für die großen Themen tariflicher Mindestlohn, Mütterrente und Wohnungsnot sollte die Koalition bis zum Sommer zumindest Grundlinien festlegen“, sagte Seehofer der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabbericht. Dies seien „wichtige Themen, die nicht in den Wahlkampf gezogen werden dürfen. Da müssen wir vorher Antworten geben.“ Die SPD will soziale Gerechtigkeit zu einem zentralen Thema im Bundestagswahlkampf machen. Am Mittwoch hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bei einer Klausurtagung der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion ein Konzept gegen steigende Mieten in Ballungsräumen vorgestellt. dapd (Politik/Politik)

Werbung
Werbebanner „Verbände Dialog Gütersloh“ mit Gruppe von Menschen und bunten Sprechblasen – Einladung „Sei dabei!“ am 25.–26. Juni 2026 im Kultur- und Kongresszentrum Gütersloh (kultur-raeume-gt.de).

Ehemaliger NPD-Schatzmeister muss sich vor Gericht verantworten

Ehemaliger NPD-Schatzmeister muss sich vor Gericht verantworten Münster (dapd). Das Finanzgebaren der rechtsextremen NPD beschäftigt ab Montag (14. Januar) erneut die Justiz. Der frühere Bundesschatzmeister der rechtsextremistischen Partei, Erwin Kemna, muss sich wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz vor dem Landgericht Münster verantworten. Nach Angaben des Landgerichts soll der 62-Jährige zwischen Dezember 2003 und Dezember 2007 die Einnahmen der NPD in fünf Fällen als zu hoch angegeben und so rechtswidrige Zuschüsse aus der staatlichen Parteienfinanzierung in Höhe von 270.000 Euro erschlichen haben. Kemna hat inzwischen die NPD verlassen, er bestreitet die Vorwürfe. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Kemna bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Bereits 2008 war er wegen Untreue zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte gestanden, seine Partei um rund 740.000 Euro betrogen zu haben, um sein vor der Pleite stehendes Küchenstudio zu retten. Der frühere NPD-Vorsitzende Udo Voigt hatte Kemna unterstützt. Für den Prozess am Landgericht Münster sind 14 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte Mitte April verkündet werden. dapd (Politik/Politik)

NRW-Gesundheitsministerin will fälschungssichere Patientenakte

NRW-Gesundheitsministerin will fälschungssichere Patientenakte Essen (dapd). In der Diskussion um Missbrauch bei Organtransplantationen pocht die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) auf eine fälschungssichere Patientenakte. „Wir brauchen eine Patientenakte, in der alle relevanten Vorgänge fälschungs- und manipulationssicher dokumentiert werden“, sagte Steffens den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Samstagausgaben). Die Grünen-Politikerin nannte dabei an die Weiterentwicklung einer elektronischen Patientenakte, die entsprechende Sicherheitsstandards erfüllt. Es müsse jederzeit eindeutig nachvollzogen werden können, wer wann welche Eintragungen vorgenommen habe. Nachträgliche Änderungen dürften nicht möglich sein, sagte Steffens. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und die Bundesärztekammer müssten die Voraussetzungen für eine bundeseinheitliche fälschungssichere Patientenakte schaffen. Anfang des Jahres waren erneut Unregelmäßigkeiten bei Organtransplantationen bekannt geworden: Danach manipulierten Ärzte der Uniklinik Leipzig zwischen 2010 und 2012 Krankenakten von mindestens 38 Patienten, um sie auf der Warteliste für Organe nach oben rutschen zu lassen. dapd (Politik/Politik)

Zeitung berichtet von fehlenden Seiten in Trierer Missbrauchsakten

Zeitung berichtet von fehlenden Seiten in Trierer Missbrauchsakten Trier (dapd). Das Bistum Trier unter Leitung des Missbrauchsbeauftragten der katholischen Kirche, Stephan Ackermann, kämpft mit dem Vorwurf der Aktenvernichtung. Der „Trierische Volksfreund“ (Samstagausgabe) berichtet von Missbrauchsopfern, die fehlende Seiten in Personaldokumenten entdeckt hätten. Das Bistum weist den Vorwurf zurück. Dem Zeitungsbericht zufolge haben in Personalakten von Priestern, die des Missbrauchs beschuldigt werden, mehrere Seiten gefehlt. Das hätten Opfer bei der Sichtung der Papiere im Archiv des Bistums festgestellt, heißt es. Bistumssprecher André Uzulis hingegen sagte der Zeitung, die entdeckten Seitenreste seien ein Resultat der damals bei der Aktenführung verwendeten Bindetechnik. Seit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im Jahr 2010 könne in Trier garantiert werden, dass keine Akten vernichtet worden seien. dapd (Politik/Politik)

Wowereit übersteht Misstrauensantrag

Wowereit übersteht Misstrauensantrag Berlin (dapd). Klaus Wowereit (SPD) bleibt im Amt. Trotz des erneuten Flughafendebakels fand ein Misstrauensantrag gegen den Regierenden Bürgermeister von Berlin am Samstag im Abgeordnetenhaus keine Mehrheit. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 85 Abgeordnete für einen Verbleib des Regierungschefs, 62 sprachen sich gegen ihn aus. Wowereit, der seit 2001 regiert, kann damit weiterhin die Amtsgeschäfte der seit gut einem Jahr bestehenden rot-schwarzen Koalition führen. „Die Koalition hat Handlungsstärke bewiesen“, sagte Wowereit. Er bekräftigte zugleich, das Amt bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2016 „ausfüllen“ zu wollen. Grüne und Piraten hatten den Antrag ins Parlament eingebracht. Unterstützt wurde das Vorhaben von der Linksfraktion. Begründet wurde das Begehren mit den Vorgängen um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Die Eröffnung des Airports musste erst vor wenigen Tagen ein viertes Mal verschoben werden. Grüne, Linke und Piraten machten Wowereit, der bis vergangenen Montag Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft war, persönlich für das Debakel verantwortlich. Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop zeigte sich im Anschluss an die Abstimmung enttäuscht. „Die Probleme am Flughafen bleiben bestehen“, kritisierte sie. Deshalb gehe Wowereit nicht gestärkt aus der Sitzung hervor. „Aus meiner Sicht ist der Regierungschef weiterhin untragbar für diese Stadt. Ich bin froh, dass wir das als Opposition gezeigt haben.“ SPD bezeichnet Grünen-Vorstoß als „Reinfall“ Ihr Amtskollege von der Linksfraktion, Udo Wolf, sagte, er habe von der Abstimmung nichts anderes erwartet. Zwar sei die vorangegangene Sondersitzung am Donnerstag richtig gewesen, um die Regierung der neuesten Entwicklung am Flughafen zu stellen. „Taktisch unklug“ sei es allerdings gewesen, den Misstrauensantrag einzubringen. „Denn in solchen Situationen schweißt sich die Regierung nur nochmals zusammen.“ Allerdings seien die Probleme – weder beim Flughafen, noch sonst in der Stadt – damit gelöst. „Ich gehe fest davon aus, dass diese Regierung, das Ende der Legislaturperiode nicht erlebt.“ SPD-Fraktionschef Raed Saleh bezeichnete das Vorgehen der Opposition als „Reinfall“. Die Koalition habe ein „deutliches Zeichen der Geschlossenheit“ demonstriert. Und auch CDU-Fraktionschef Florian Graf bezeichnete das Bündnis als „stabil“, wie die Abstimmung gezeigt hätte. Nachdem der Antrag am Donnerstag in einer Sondersitzung beraten worden war, erfolgte die Abstimmung am Samstag ohne Aussprache. Notwendig für einen Abwahl Wowereits waren mindestens 75 Stimmen. Von den 149 Abgeordneten waren 147 anwesend. Es fehlten entschuldigt Manuel Heide (CDU) und Marion Seelig (Linke). Dass die Regierungskoalition trotzdem 85 Stimmen erlangte, dafür sorgte der fraktionslose Dirk Stettner (ehemals Fraktionsmitglied der CDU). Die Opposition stimmte geschlossen und kam damit auf 62 Stimmen. Begleitet wurde die Abstimmung von Protesten einiger Flughafengegner. Sie hatten sich am Vormittag in der Nähe des Abgeordnetenhauses versammelt, um mit Plakaten und Transparenten ihren Ärger über den künftigen Fluglärm kundzutun. Sie forderten die Verlegung des Flughafenstandortes ins brandenburgische Sperenberg. dapd (Politik/Politik)

Platzeck laut Sprecher nicht nur vorübergehend BER-Aufsichtsratschef

Platzeck laut Sprecher nicht nur vorübergehend BER-Aufsichtsratschef Potsdam (dapd). Brandenburgs Staatskanzlei hat einen Medienbericht zurückgewiesen, nach dem Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) den Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft nur vorübergehend leiten soll. Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune erklärte am Samstag in Potsdam zu einer entsprechenden Meldung des Nachrichtenmagazins „Focus“: „Die Nachricht entbehrt jeder Grundlage.“ Platzeck stelle sich zur Wahl, „um alles zu tun, das Projekt zum Erfolg zu führen“. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) war wegen des Flughafendebakels als Vorsitzender des Aufsichtsrates zurückgetreten. Gegen Platzeck als neuen Aufsichtsratschef gibt es Vorbehalte auch im Bundestag und in der Bundesregierung. Der „Focus“ hatte – ohne Quellennennung – vorab berichtet, der Bund sowie die beiden Länder Berlin und Brandenburg hätten sich darauf verständigt, diskret nach einem erfahrenen Experten zu suchen, der die Kontrolldefizite an der Spitze des Aufsichtsrates schnell aufarbeiten soll. Weiter hieß es in der Meldung, in der kommenden Woche solle aber zunächst Platzeck das Amt übernehmen. dapd (Politik/Politik)

Wowereit bleibt Regierungschef in Berlin

Wowereit bleibt Regierungschef in Berlin Berlin (dapd). Trotz des erneuten Flughafendebakels bleibt Klaus Wowereit (SPD) weiterhin Regierender Bürgermeister in Berlin. Ein Misstrauensantrag gegen ihn fand am Samstag im Abgeordnetenhaus keine Mehrheit. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 85 Abgeordnete für einen Verbleib des Regierungschefs, 62 sprachen sich gegen ihn aus. Wowereit, der seit 2001 regiert, kann damit weiterhin die Amtsgeschäfte der seit gut einem Jahr bestehenden rot-schwarzen Koalition führen. Die Legislaturperiode endet offiziell im Jahr 2016. Die Opposition hatte den Antrag ins Parlament eingebracht. Begründet wurde das Begehren mit den Vorgängen um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Die Eröffnung des Airports musste erst vor wenigen Tagen ein viertes Mal verschoben werden. Grüne, Linke und Piraten machten Wowereit, der bis vergangenen Montag Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft war, persönlich für das Debakel verantwortlich. Nachdem der Antrag am Donnerstag in einer Sondersitzung beraten worden war, erfolgte die Abstimmung am Samstag ohne Aussprache. Notwendig für einen Abwahl Wowereits wären mindestens 75 Stimmen gewesen. Von den 149 Sitzen im Abgeordnetenhaus entfallen 85 auf die rot-schwarze Regierungskoalition, von denen ein Abgeordneter allerdings nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. Somit bekam Wowereit offenbar auch eine Stimme aus dem Nicht-Regierungslager. Die Koalitionsfraktionen hatten zuvor angekündigt, geschlossen für den Regierungschef stimmen zu wollen. Begleitet wurde die Abstimmung von Protesten einiger Flughafengegner. Sie hatten sich am Vormittag vor dem Abgeordnetenhaus versammelt, um ihren Ärger über den künftigen Fluglärm kundzutun. dapd (Politik/Politik)

Abgeordnete stimmen Misstrauensantrag gegen Wowereit ab

Abgeordnete stimmen Misstrauensantrag gegen Wowereit ab Berlin (dapd). Nach dem erneuten Flughafendebakel hat im Berliner Abgeordnetenhaus die Abstimmung zur Abwahl des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) begonnen. Am Samstag kamen die Parlamentarier zusammen, um über den Misstrauensantrag der Opposition zu entscheiden. Dabei handelt es sich um eine namentliche Abstimmung. Eine Aussprache war nicht mehr vorgesehen, nachdem der Antrag bereits am Donnerstag in einer Sondersitzung beraten worden war. Begründet wird der Misstrauensantrag mit den Vorgängen um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Die Eröffnung des Airports musste erst vor wenigen Tagen ein viertes Mal – auf nun unbestimmte Zeit – verschoben werden. Grüne und Piraten machen Wowereit, der in Berlin seit 2001 regiert, persönlich für das Debakel verantwortlich. Der Regierende Bürgermeister trat bereits am Montag als Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft zurück. Notwendig für einen Erfolg des Antrages sind mindestens 75 Stimmen. Von den 149 Sitzen im Abgeordnetenhaus entfallen 85 auf die rot-schwarze Regierungskoalition. Begleitet wurde die Abstimmung von Protesten einiger Flughafengegner. Sie hatten sich am Morgen vor dem Parlament versammelt, um ihren Ärger über den künftigen Fluglärm zu bekunden. dapd (Politik/Politik)

Lammert für unabhängigen Experten als BER-Aufsichtsratschef

Lammert für unabhängigen Experten als BER-Aufsichtsratschef Berlin (dapd). Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) macht sich für einen unabhängigen Experten auf dem Chefposten im Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft stark. Es „wäre klüger, wenn gerade den Vorsitz des Aufsichtsrats einer Flughafengesellschaft ein fachlich ausgewiesener Unabhängiger übernehmen würde“, sagte Lammert der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). „Ein unabhängiger Fachmann hätte nicht nur mehr Autorität nach innen und nach außen, sondern vor allem die notwendige Zeit für die intensive Begleitung und Beaufsichtigung hochkomplexer Bauvorhaben.“ Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) war wegen des Flughafendebakels als Vorsitzender des Aufsichtsrates zurückgetreten. Gegen den designierten neuen Aufsichtsratschef, den Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD), gibt es Vorbehalte auch im Bundestag und in der Bundesregierung. Das Berliner Abgeordnetenhaus entscheidet am Morgen in namentlicher Abstimmung über einen Misstrauensantrag der Grünen und Piraten gegen Wowereit. dapd (Politik/Politik)