ZDF-Intendant Bellut soll über Schleichwerbungsvorwürfe berichten

ZDF-Intendant Bellut soll über Schleichwerbungsvorwürfe berichten Berlin/Mainz (dapd). ZDF-Intendant Thomas Bellut soll vor dem Fernsehrat zu Schleichwerbungsvorwürfen Stellung nehmen. Das sagte ein Sprecher des Senders am Freitag auf dapd-Nachfrage in Mainz. Das „Handelsblatt“ berichtete, Bellut sei „in Erklärungsnot“ und habe die Öffentlichkeit „falsch informiert“, als er behauptete, es habe bei „Wetten, dass..?“ keine Schleichwerbung gegeben. Die Zeitung berief sich auf ein Drehbuch, das für Sendungen zwischen Oktober 2009 und März 2010 von der Vermarktungsfirma Dolce Media von Gottschalks Bruder Christoph und dem Stromanbieter Teldafax ausgearbeitet worden sei – und „in entscheidenden Passagen“ exakt umgesetzt worden sei. „Der Spiegel“ hatte bereits im Januar den Vorwurf erhoben, Christoph Gottschalk habe über Dolce Media für Millionen Euro Schleichwerbung in der früher von seinem Bruder Thomas moderierten Show untergebracht. Das Nachrichtenmagazin berief sich unter anderem auf einen Vertrag zwischen Dolce Media und Daimler-Chrysler aus dem Jahr 2003. Bellut betonte damals, das ZDF habe in den vergangenen Jahren keine Schleichwerbung betrieben. dapd (Vermischtes/Politik)

Flugausfälle wegen Streiks am Flughafen Köln/Bonn

Flugausfälle wegen Streiks am Flughafen Köln/Bonn Köln/Bonn (dapd-nrw). Am Flughafen Köln/Bonn fallen wegen eines ganztägigen Streiks des privaten Sicherheitspersonals am (heutigen) Freitag 70 Flüge aus. Insgesamt seien 49 Starts und 21 Landungen gestrichen worden, teilte der Flughafen am Morgen mit. Ursprünglich waren für den ganzen Tag 103 Abflüge und 104 Ankünfte geplant. Zwischen 4.00 Uhr und 7.00 Uhr wurden den Angaben zufolge bereits elf der 15 geplanten Flüge gestrichen. Im Laufe des Tages muss mit weiteren Beeinträchtigungen gerechnet werden. Die Fluggäste müssen sich in Geduld üben. Bereits in der Nacht zum Donnerstag gab es Arbeitsniederlegungen in der Frachtkontrolle am Flughafen. Zudem streikten am Donnerstag mehr als 200 Objektschützer in Nordrhein-Westfalen. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe in NRW Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro pro Stunde. Für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe bieten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft bisher 40 Cent mehr an. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Paradiesische Zeiten für den Online-Reisemarkt

Paradiesische Zeiten für den Online-Reisemarkt Berlin (dapd). Wenn es um Urlaubsbuchungen geht, zieht es die meisten Deutschen nach wie vor ins Reisebüro. Doch längst ist der Vertrieb über das Internet auf dem Vormarsch. „Immer mehr Reisen oder Reisebestandteile wie Flug oder Hotel werden online gebucht“, hat das Marktforschungsunternehmen GfK beobachtet. Neuester Trend: Auch der mobile Internetzugang wird nach Erkenntnissen des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) auf Urlaubsreisen immer wichtiger. Der Online-Reisemarkt steht vor paradiesischen Zeiten: „74 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren haben inzwischen Zugang zum Internet“, sagt VIR-Vorstand Michael Buller auf der Reisemesse ITB in Berlin und freut sich besonders über den starken Zuwachs an „Nachzüglern“. Dabei geht es um die über 70-Jährigen, die wegen der Bevölkerungsentwicklung auch für den Tourismus eine immer größere Rolle spielen. Ihr Anteil an den Internetnutzern sei in den vergangenen sieben Jahren um 175 Prozent gestiegen. Während 2006 nur acht Prozent von ihnen Netzzugang gehabt hätten, seien es im Januar 2013 bereits 22 Prozent gewesen. Nach Untersuchungen der GfK gab es im Touristikjahr 2011/2012 im Vergleich zum Vorjahr fast 22 Prozent mehr Online-Buchungen. Mit einem Anteil von 36,4 Prozent sei damit mehr als jede dritte Reise ab einer Übernachtung ganz oder teilweise per Internet gebucht worden – entweder direkt beim Leistungsträger, über Online-Reiseportale oder auf den Webseiten und Portalen von Reisebüros. In ihren Befragungen ermittelten die Marktforscher, dass fast 20 Prozent der Befragten Bequemlichkeit und Einfachheit, Schnelligkeit, Vergleichsmöglichkeiten und den guten Überblick als Hauptgründe für die Onlinebuchungen gesehen haben. Dagegen vermissten gut 24 Prozent eine persönliche Beratung. Nur fünf Prozent nannten eine bessere Information im Reisebüro als Grund, nicht im Internet zu buchen. Die Tendenz für Online-Reisebuchungen ist nach Erkenntnissen des VIR weiter steigend. „Wir erwarten beim Umsatz erneut Wachstumszahlen im zweistelligen Bereich bei den Urlaubsreservierungen im Internet“, sagt Buller. Laut GfK liegt der Online-Buchungsanteil für Reiseziele wie USA, Großbritannien oder Frankreich bereits bei über 50 Prozent. Aber auch beim klassischen Badeurlaub sei er fast gleichauf mit den Buchungen im klassischen Reisebüro. Kritische und mündige Kunden Immerhin informierten sich 55 Prozent der Bevölkerung für ihre Urlaubsplanung schon einmal online, wie es in einer Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen heißt. Dabei sei zu beobachten, dass sich der Konsument bei der Internetrecherche als sehr kundig und mündig erweise und die Ergebnisse mit gesunder Skepsis bewerte. So spielten Bewertungsplattformen, Preisvergleichsseiten und Bewertungsmöglichkeiten eine große Rolle. Nicht nur der Online-Zugang im Wohn- oder Arbeitszimmer wird zunehmend geschätzt. 1,1 Millionen Reisen, ermittelte die GfK, seien im vergangenen Jahr bereits über mobile Geräte gebucht worden. „Der Vormarsch dieser Geräte wie Handy, Netbook oder Tablet eröffnet der Online-Reiseindustrie eine Fülle an neuen Möglichkeiten“, betonen Experten und denken nicht nur an die Buchungen. „Die Entwicklung eröffnet Unternehmen aus der Reiseindustrie beispielsweise die Chance, mit ihren Kunden auch im Urlaubsland zu kommunizieren“, erläutert der VIR-Chef. Laut der Reiseanalyse „online“ möchten derzeit 35 Prozent der Urlauber, die zu Hause das mobile Internet nutzen, auch während der Ferien nicht darauf verzichten. „Die Faszination für das mobile Web nimmt ständig zu, Pauschalreisen, Hotels oder Mietwagen sind nur noch wenige Klicks auf dem Smartphone entfernt“, gibt der VIR zu bedenken. Es gebe einen klar erkennbaren Trend zur mobilen Reisebuchung. Auch das Wettbewerbsumfeld werde sich verändern. „Es wird weitere Wettbewerber für die Online-Anbieter geben, und es werden weitere Erfolgsgeschichten wie beispielsweise MyTaxi entstehen, das die Taxi-Industrie revolutioniert hat“, sagt VIR-Vorstand Buller. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Handwerkspräsident: EEG muss auf den Kopf gestellt werden

Handwerkspräsident: EEG muss auf den Kopf gestellt werden München (dapd). Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert eine weitgehende Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). „Das ganze EEG muss auf den Kopf gestellt werden“, sagte Kentzler am Freitag der Nachrichtenagentur dapd. Er war am Morgen am Rande der Internationalen Handwerksmesse in München mit Spitzenvertretern der großen deutschen Wirtschaftsverbände zusammengetroffen. Am Mittag wollten sie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über wichtige Themen, darunter die Energiewende, sprechen. Kentzler sagte, die Energiepreise in Deutschland müssten international wettbewerbsfähig sein. Er bezeichnete es als richtig, die EEG-Umlage wie geplant auf dem heutigen Stand von 5,28 Cent pro Kilowattstunde bis Ende 2014 einzufrieren. Der Handwerkspräsident plädierte dafür, dass diese Abgabe zur Unterstützung der erneuerbaren Energien möglichst niedrig bleibe. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, fordert von der Bundesregierung klare Ansagen und Zuständigkeiten für die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft. „Eine eindeutige Verantwortlichkeit gibt es noch nicht“, sagte Grillo im Deutschlandfunk. Es sei gut, dass die Kanzlerin sich des Themas nun persönlich annehme. „So ein Projekt braucht eine eindeutige Verantwortlichkeit“, erklärte Grillo. „Das sehe ich bisher nicht.“ Bei der Energiewende gibt es immer wieder Unstimmigkeiten und Konflikte zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium. Die Industrie sieht sich durch höhere Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien benachteiligt und verlangt, dass der Strom vor allem für energieintensive Branchen bezahlbar bleibt. „Die deutsche Industrie kann die hohen Stromkosten auf Dauer nicht tragen, sonst kommt es zum Arbeitsplatzabbau“, sagte Grillo. Derzeit sei das Risiko groß, dass die Energiewende ihre Ziele nicht erreiche. Arbeitgeberpräsident fordert Neuorientierung Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, es bedürfe einer „Neuorientierung“. Die Energiewende müsse „ohne Schaden für die Industrie umgesetzt werden“. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Hans Heinrich Driftmann, warnte vor weiter steigenden Energiekosten. Die Unternehmen bräuchten bezahlbare Preise, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dass deutsche Konzerne, die der internationalen Konkurrenz ausgesetzt sind, von der EEG-Umlage befreit seien, bezeichnete Driftmann als richtig. Merkel hatte am Donnerstag mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Kanzleramt über die politisch beschlossene Energiewende gesprochen. dapd (Wissenschaft/Technik/Wirtschaft)

Industrieverband dringt auf eindeutige Zuständigkeiten bei Energiewende

Industrieverband dringt auf eindeutige Zuständigkeiten bei Energiewende Berlin (dapd). Die deutsche Industrie fordert von der Bundesregierung klare Ansagen und Zuständigkeiten für die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft. „Eine eindeutige Verantwortlichkeit gibt es noch nicht“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, am Freitag im Deutschlandfunk vor einem Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es sei gut, dass die Kanzlerin sich des Themas nun persönlich annehme. „So ein Projekt braucht eine eindeutige Verantwortlichkeit“ erklärte Grillo. „Das sehe ich bisher nicht.“ Bei der Energiewende hat es immer wieder Unstimmigkeiten und Konflikte zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium gegeben. Merkel hatte am Donnerstag mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Kanzleramt über die politisch beschlossene Energiewende gesprochen. Am (heutigen) Freitag will sie am Rande der Handwerksmesse in München neben Grillo auch andere Spitzenvertreter deutscher Wirtschaftsverbände treffen. Dabei dürfte die Energiewende ein Thema sein. Die Industrie sieht sich durch höhere Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien benachteiligt und verlangt, dass der Strom vor allem für energieintensive Branchen bezahlbar bleibt. „Die deutsche Industrie kann die hohen Stromkosten auf Dauer nicht tragen, sonst kommt es zum Arbeitsplatzabbau“, sagte Grillo. Derzeit sei das Risiko groß, dass die Energiewende ihre Ziele nicht erreiche. dapd (Politik/Wirtschaft)

Wirtschaft lehnt Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ab

Wirtschaft lehnt Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ab Osnabrück (dapd). Die deutsche Wirtschaft lehnt Forderungen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einem Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ab. Ein solcher genereller Anspruch würde für die Betriebe zu weiteren Unsicherheiten führen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen würde die langfristige Personalplanung damit deutlich schwieriger“, kritisierte Wansleben die Forderung von der Leyens. Beschäftigte, die in Teilzeit arbeiten, hätten schon jetzt ein Recht darauf, bei ausgeschriebenen Vollzeitstellen vorrangig berücksichtigt zu werden, hob Wansleben hervor. Könnten sie jedoch jederzeit einen Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung geltend machen, gehe Flexibilität in den Betrieben verloren. Als Folge würden sie den Wunsch nach einer Reduzierung der Arbeitszeit kritischer prüfen oder verstärkt auf Befristung und Zeitarbeit zurückgreifen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen drastisch verstärkt

Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen drastisch verstärkt Düsseldorf (dapd). Die Zahl der Zuzügler aus Rumänien und Bulgarien ist nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen laut einer Statistik des Bundesinnenministeriums allein bis Oktober schon mehr als 153.000 Menschen aus diesen Ländern nach Deutschland, wie die Zeitung am Freitag berichtet. Damit überstieg die Zahl in nur neun Monaten die Gesamtsumme des Jahres 2011, als 146.000 Rumänen und Bulgaren nach Deutschland kamen. Im Jahr 2007 lag die Zahl bei nur 63 000. „Wir haben eine sehr dynamische Entwicklung nach oben“, sagte der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt. Der verstärkte Zuzug nach Deutschland erkläre sich vor allem dadurch, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen insbesondere für Saisonkräfte in Spanien und Italien stark verschlechtert hätten. Dorthin seien in der Vergangenheit 80 Prozent der Auswanderer aus Rumänien und Bulgarien gegangen. dapd (Politik/Politik)

Linke für Untersuchungsausschuss zu Beratungshonoraren an Steinbrück

Linke für Untersuchungsausschuss zu Beratungshonoraren an Steinbrück Leipzig (dapd). Die Linkspartei strebt einen Bundestags-Untersuchungsausschuss zu den Beratungshonoraren des Finanzministeriums aus der Amtszeit des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück an. Das Gremium soll noch vor der Bundestagswahl im September zusammentreten, wie Linksparteichef Bernd Riexinger der „Leipziger Volkszeitung“ sagte. Das Bundesfinanzministerium habe jetzt neu zusammengestellte Listen vorgelegt. Man wolle „alle Bankenrettungspakete einem Korruptionscheck unterziehen“, erklärte Riexinger. „Steinbrück kassiert eine sechsstellige Summe dafür, dass er bei Banken und Bankenkanzleien auftritt, die selbst für siebenstellige Summen sein Ministerium und den von ihm verantworteten Bankenrettungsfonds dabei beraten haben, mit Steuergeld Banken zu retten“, betonte Riexinger. Dies rieche nach Korruption. Nach einer schriftlichen Erklärung von Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) sind laut Bericht im Zusammenhang mit der Finanzmarktstabilisierung zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 externe Beratungsdienstleistungen von 37,1 Millionen Euro vergeben worden. Firmen, die in diesem Zeitraum Steinbrücks Finanzministerium und den angeschlossenen Bankenrettungsfonds berieten, überwiesen zwischen 2010 und 2012 an den Vortragsredner Steinbrück ein Gesamthonorar von 165.000 Euro. dapd (Politik/Politik)

Eklat vor NSU-Prozess in München

Eklat vor NSU-Prozess in München München (dapd). Der türkische Botschafter und der Menschenrechtsbeauftragte des türkischen Parlaments werden keinen festen Platz im Prozess gegen die Angeklagten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) bekommen. Das teilte das Oberlandesgericht München dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags mit, der um Platzreservierungen für die politischen Würdenträger gebeten hatte, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet. Der Bitte könne nicht entsprochen werden, schrieb der Vorsitzende des Staatsschutzsenats des Gerichts, Manfred Götzl, nach Berlin. Es stehe dem Botschafter und dem Vertreter des türkischen Parlaments jedoch frei, sich als Teil der allgemeinen Öffentlichkeit zum Gericht zu begeben. Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), nannte die Haltung des Gerichts „nicht nachvollziehbar“ und „unangemessen“. Ohne die Arbeit des Gerichts beurteilen zu wollen, erscheine ihm dies als „Affront“ gegenüber den berechtigten Interessen der türkischen Vertreter, sagte er dem Blatt. „Der NSU hat sechs türkische Staatsbürger und zwei gebürtige Türken getötet.“ Die Entscheidung des Senats lasse die notwendige Sensibilität vermissen. Das Verfahren gegen die Neonazi-Terrorzelle NSU beginnt am 17. April. Angeklagt sind neben Beate Zschäpe und dem früheren NPD-Funktionär Ralf Wohlleben noch drei weitere mutmaßliche NSU-Unterstützer. Dem NSU werden zehnfacher Mord, mehrere Mordversuche, Brandstiftung und Banküberfälle vorgeworfen. Der Sitzungssaal im Münchner Gericht umfasst lediglich 200 Plätze, davon stehen wegen der großen Zahl von Nebenklägern nur 50 für Medienvertreter und 50 für die Allgemeinheit zur Verfügung. dapd (Politik/Politik)

Gabriel und Roth streben gleiche Bezahlung von Männern und Frauen an

Gabriel und Roth streben gleiche Bezahlung von Männern und Frauen an Frankfurt/Main (dapd). SPD und Grüne wollen sich im Falle einer gemeinsamen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzen. Ein erster Schritt könne ein Entgeltgleichheitsgesetz ein, „das mit dem Skandal aufräumt, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer“, schrieben der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der „Frankfurter Rundschau“ (Freitagausgabe) anlässlich des Internationalen Frauentags. Zudem sprechen sich beide Parteien für familienfreundliche Arbeitszeiten aus und wollen diese auch in Ministerien und Behörden durchsetzen, wie es hieß. dapd (Politik/Politik)