Juniorwahl soll Politik für Niedersachsens Schüler erlebbar machen

Juniorwahl soll Politik für Niedersachsens Schüler erlebbar machen Oldenburg (dapd). Vor dem zum Wahllokal umgebauten Computerraum des Graf-Anton-Günther Gymnasiums in Oldenburg bildet sich eine lange Schlange. „Wie funktioniert das jetzt genau“, fragt die 17-jährige Patricia Albers. „Zuerst brauche ich eure Wahlbenachrichtigung und einen Ausweis“, erwidert der 16-jährige Jan-Eric Hirschberger, der bei der Juniorwahl die Funktion des Wahlvorstands übernommen hat. „Und dann bekommt ihr einen Code, den ihr am Computer eingeben müsst, um wählen zu können.“ Albers nickt und geht zu einem der zwischen zwei Trennwänden aufgestellten Computer. Sie macht heute zum ersten Mal ihr Kreuzchen, obwohl ihre Stimme bei der Landtagswahl in Niedersachsen nicht zählen wird. Denn sie und ihre Mitschüler geben wie rund 75.000 Schüler in ganz Niedersachsen ihre Stimme bei der Juniorwahl ab. 354 Schulen und damit mehr als 25 Prozent aller weiterführenden Schulen in Niedersachsen beteiligen sich im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahl an der Juniorwahl. „Damit machen dieses Mal mehr Schulen mit als jemals bei einer Landtagswahl zuvor“, betont Gerald Wolf. Er ist der Projektverantwortliche des gemeinnützigen Vereins Kumulus in Berlin, der die Wahl in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium unter Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten organisiert. Die Juniorwahl wird bundesweit seit 1999 parallel zu Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Entscheidung zwischen Onlinewahl und Papierwahl Die Schulen konnten dabei individuell entscheiden, ob sie eine Papierwahl mit den Originalen nachempfundenen Wahlzetteln und Wahlurnen oder eine Onlinewahl am Computer mit ihren Schülern machen wollen. In Oldenburg entschied man sich – auch aus praktischen Gründen – ähnlich wie an über 70 Prozent aller teilnehmenden Schulen für eine Onlinewahl. „Durch die Teilnahme am Projekt Juniorwahl wollen wir Demokratie für unsere Schüler erlebbar machen“, betont der Oldenburger Schulleiter Wolfgang Schoedel. „Wir wollen damit auch das Bewusstsein fördern, welche Auswirkungen die Erst- und Zweitstimme in unserem Wahlsystem haben.“ Deswegen bleibt es nicht bei dem reinen Wahlgang der Schüler. Schon im Vorfeld wurde das Thema Wahlen und Parteien im Unterricht behandelt, sagt Politiklehrerin Anne Bossecker, die mit ihrem Kollegen Michael Weyh die Wahl an der Oldenburger Schule organisiert hat. Nach der Landtagswahl soll das Ergebnis der Juniorwahl dann mit den Schülern diskutiert werden. Juniorwahl soll Schüler für Politik begeistern Obwohl Politik normalerweise nicht zu „Begeisterungsstürmen“ führt, sei das Echo der Schüler auf das Projekt positiv, sagt Bossecker. Sie hofft, dass sie mit der Juniorwahl auch Schüler erreicht, die sich eigentlich nicht für Politik interessieren. „Ich weiß nicht, ob das tatsächlich etwas an der Politikverdrossenheit unter Jugendlichen ändert, aber wenn man nichts dagegen tut, kann sich auch nichts ändern“, sagt Bossecker. Zugleich appelliert sie an die Politiker, die Wahl der Schüler ernst zu nehmen, da nur auf diese Weise Jugendliche auch als Nachwuchs für die Politik begeistert werden könnten. Die 17-jährige Albers ist froh, dass sie das Wählen auf diese Weise üben kann. „Da ich bald 18 Jahre alt werde, darf ich im Herbst ja schon bei der Bundestagswahl mitwählen“, sagt sie. „Deshalb ist es gut, wenn ich schon jetzt weiß, wie das geht.“ So dauert es auch nur wenige Minuten, bis sie ihre beiden Stimmen abgegeben hat. Sie habe zwar im Vorfeld mit ihren Eltern über die Wahl gesprochen, sich aber auch ein eigenes Bild von den Parteien gemacht, sagt sie. „Genau aus diesem Grund habe ich anders gewählt als es meine Eltern am Sonntag tun werden.“ dapd (Politik/Politik)

Airbus soll wieder zu Rekorden fliegen

Airbus soll wieder zu Rekorden fliegen Hamburg/Toulouse (dapd). Der europäische Flugzeughersteller Airbus ist bei Auslieferungen und Neubestellungen hinter den Konkurrenten Boeing zurückgefallen. Airbus übergab im vergangenen Jahr 588 Flugzeuge an Kunden und nahm netto 833 Neubestellungen entgegen. Airbus-Konkurrent Boeing hatte 1.203 Bestellungen für kommerzielle Flieger erhalten und lieferte 601 Flugzeuge aus. Der Airbus-Vorstandsvorsitzende Fabrice Bregier war trotzdem zufrieden: „Es war ein großartiges Jahr für Airbus“, sagte er am Donnerstag in Toulouse. Denn inzwischen hat der Konzern 4.682 Flugzeuge im Auftragsbestand. Das bedeute Arbeit für sieben Jahre. Im laufenden Jahr will das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen noch mehr Schub geben: Bregier kündigte die Auslieferung von mehr als 600 Passagierflugzeugen und 28 Militärtransportern an. Der Auftragseingang werde bei über 700 Stück bei Zivilflugzeugen und 30 bei Militärtransportern liegen. Bregier kündigte für 2013 rund 3.000 Neueinstellungen an, nachdem 2012 bereits 5.000 zusätzliche Kräfte angeheuert worden waren. Eine der größten Airbus-Fabriken befindet sich in Hamburg, auch in Bremen, Niedersachsen und Bayern produziert Airbus. A350 ist Gegenstück zum Dreamliner Bregier sagte, Airbus wolle nicht davon profitieren, dass Boeings Vorzeigeflugzeug 787 Dreamliner von den Luftaufsichtsbehörden wegen Problemen mit der modernen Lithium-Ionen-Batterie aus dem Verkehr gezogen wurde. „Ich setzte für den Erfolg von Airbus nicht auf Probleme bei Konkurrenten“, sagte Bregier. Er sehe keinen Grund, die elektrischen Systeme des Airbus A350 zu ändern. Der A350 soll das Gegenstück zum Dreamliner werden. Der erste Flug ist für Mitte des Jahres geplant. Beim Riesenjet A380 – dem Problemflugzeug von Airbus – hält Bregier an dem Ziel fest, 2015 in die Gewinnzone vorzustoßen. 2013 werde die Produktion auf 25 Stück fallen, nach 30 im vergangenen Jahr. Beim A380 musste die Flügelkonstruktion geändert werden, weil Risse an Leichtbauteilen aufgetreten waren. Der Firmenchef regierte zurückhaltend auf Forderungen der Bundesregierung, wonach Deutschland eine Führungsrolle bei der Konstruktion des Nachfolgers vom Airbus A320 übernehmen solle. Der kleine A320 ist das wichtigste Modell des Konzerns und wird vor allem im Hamburger Werk gebaut. Airbus zog inzwischen große Teile seine Konstruktionsabteilungen in Toulouse zusammen. Bregier ging nicht weiter auf diese Forderungen ein und sagte nur, in den vergangenen Jahren seien 10.000 neue Arbeitsplätze bei Airbus in Deutschland entstanden. Fortschritte macht Airbus beim Militärtransporter A400M. Das erste Flugzeug soll im Frühsommer an die französische Armee ausgeliefert werden. Airbus erhöhte die Listenpreise am Donnerstag um 3,6 Prozent. Damit kostet ein Exemplar des Topmodells A380 jetzt 403 Millionen Dollar (302 Millionen Euro). dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Philipp Rösler kämpft

Philipp Rösler kämpft Berlin (dapd). Kurz vor der Niedersachsen-Wahl taut Philipp Rösler auf. Im Bundestag zeigt der Bundeswirtschaftsminister am Donnerstag den Kampfgeist, den der FDP-Vorsitzende auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen zu Jahresbeginn vermissen ließ. In seiner 13-minütigen Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht verkündet er als klare Botschaft: die FDP ist noch da, wird weiter gebraucht und kann es noch. In Niedersachsen und im Bund. Energiewende, Haushaltskonsolidierung, Mittelstandsförderung oder die milliardenschwere Entlastung der Menschen – aus Sicht von Rösler alles Erfolgsthemen der schwarz-gelben Koalition und auch der FDP. „Es ist es ist kein Zufall, dass Deutschland europaweit am besten durch die Krise gekommen ist“, sagt er und tritt vehement dem Eindruck entgegen, er wolle nicht mehr und seine Ablösung als Parteichef sei nur noch eine Frage der Zeit. Erst Niedersachsen, dann der Bund Bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag in Niedersachsen, dem Heimatland Röslers, müssen die Liberalen um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Das ist aber nicht die Messlatte für Rösler, sondern es geht um die Fortsetzung der schwarz-gelben Landesregierung. Denn sollte diese an der Schwäche der FDP scheitern, steht die alte Garde der FDP bereit, den Parteichef zu stürzen, um gleiches möglichst im Bund zu verhindern. Das weiß Rösler und kämpft. Mit einem klaren Feindbild Rot-Grün. Während sich Rösler in seiner Rede artig bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) für einen klaren Kurs bedankt, wird er bei der Opposition leicht bösartig: „Rot-grüne Europapolitik war das Versagen von Rot und Grün in Europa.“ Sein Credo: Rot-Grün kann es nicht und wird es auch nicht lernen. Nur Schwarz-Gelb stehe für eine Fortsetzung der „Erfolgsgeschichte“ Deutschland, feuert er sich, seine Partei und die Koalition im Schlussspurt des Landtagswahlkampfes an. So hatten sich die Liberalen, die im Bundestag erleichtert applaudieren, ihren Frontmann seit Monaten gewünscht. Rösler verärgert Schauspieler Nur einmal tritt Rösler bei seiner frei gehaltenen Rede ins Fettnäpfchen. Eigentlich wollte er den Sozialdemokraten ihre Forderung nach einem höherem Spitzensteuersatz als Fehlansatz unter die Nase halten – und denkt dabei offensichtlich an Frankreich. Dort hatte die Reichensteuer den französischen Schauspieler Gérard Depardieu medienwirksam ins russische Exil getrieben. „Es ist egal, wenn Schauspieler unser Land verlassen würden“, sagt der FDP-Chef. Und meint eigentlich, höhere Steuern würden letztlich den deutschen Mittelstand treffen – eine für die FDP wichtige Klientel. Doch gesagt ist gesagt. So schlachtet die Opposition den Ausrutscher genüsslich aus. „Es wäre gut, wenn schlechte Laiendarsteller die Regierung verließen“, kontert SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil. Und fügt unter Beifall der Genossen hinzu, wenn Rösler das prognostizierte 0,4-Prozent-Wachstum in diesem Jahr für sich genauso beanspruche wie das Drei-Prozent-Wachstum 2011, dann habe er das Wachstum in Deutschland „noch stärker geschrumpft“ als die Wahlchancen seiner Partei. dapd (Politik/Politik)

Äußerst knappes Rennen in Niedersachsen

Äußerst knappes Rennen in Niedersachsen Hannover (dapd). Wenige Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag sagt eine neue Umfrage ein äußerst knappes Rennen voraus. Zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb gibt es eine Pattsituation. Beide Lager kommen auf 46 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) im Auftrag von Sat.1 Norddeutschland hervorgeht. Die CDU käme demnach auf 41 Prozent, die FDP knapp auf fünf Prozent. Die SPD erreicht 33 Prozent, die Grünen 13 Prozent der Stimmen. Linke und Piraten würden den Einzug in den Landtag mit jeweils drei Prozent nicht schaffen. Auch der Wiedereinzug der FDP ist laut der Umfrage nicht sicher. Zudem sind weiterhin 42 Prozent der Befragten noch unsicher in ihrer Entscheidung. Für die Umfrage wurden vom 14. bis 16. Januar insgesamt 1.006 wahlberechtigte Niedersachsen telefonisch befragt. dapd (Politik/Politik)

Ein harter Tag für Gerhard Cromme

Ein harter Tag für Gerhard Cromme Essen (dapd). ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme steht einer der stürmischsten Tage seines Berufslebens bevor. Am Freitag (18. Januar) muss sich der 69-jährige Manager auf der Hauptversammlung des größten deutschen Stahlproduzenten in Bochum dem geballten Zorn der Aktionäre stellen. Deutsche Aktionärsschützer und angloamerikanische Anlegerberater haben gleichermaßen empfohlen, dem Vorstand und dem von Cromme geführten Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Der Hintergrund: ThyssenKrupp steckt in der Krise. Gigantische Fehlinvestitionen in neue Stahlwerke in den USA und in Brasilien bescherten dem Konzern in den vergangenen Jahren Milliardenverluste. Kartellskandale und Luxusreisen-Affären beschädigten den Ruf des Traditionsunternehmens. Das ging auch an der ThyssenKrupp-Aktie nicht spurlos vorbei. Sie verlor in den vergangenen eineinhalb Jahren fast die Hälfte ihres Werts. Und weil die verantwortlichen Vorstandsmitglieder längst ihre Sessel räumen mussten, dürfte sich die Empörung auf Cromme konzentrieren. Der Vorwurf: Der Chefkontrolleur hat den Stahlkonzern nicht mehr im Griff. Der Chef des einflussreichen britischen Aktionärsvertreters Hermes, Hans-Christoph Hirt, urteilte im „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe), Cromme könne sich „einer Mitverantwortung für die Fehlentwicklungen nicht entziehen“. Er forderte, die Aktionäre sollten die Hauptversammlung nutzen, einen glaubwürdigen Neuanfang der Unternehmensführung und -kontrolle einzufordern. Eine kaum verklausulierte Rücktrittsforderung an den Aufsichtsratschef. Rückendeckung von Berthold Beitz Tatsächlich scheint die Ursache aller Probleme bei ThyssenKrupp eine völlig aus dem Ruder gelaufene Führungskultur im Konzern gewesen zu sein. Der vor zwei Jahren von Siemens gekommene neue Konzernchef Heinrich Hiesinger beschrieb kürzlich in drastischen Worten, was er bei seinem Amtsantritt vorfand: „Es gab bisher ein Führungsverständnis, in dem Seilschaften und blinde Loyalität oft wichtiger waren als unternehmerischer Erfolg.“ Fehlentwicklungen seien lieber verschwiegen als aktiv korrigiert worden. Wer aber soll für solche Entwicklungen Verantwortung tragen, wenn nicht Cromme. Schließlich war er der Mann, der kurz vor der Jahrtausendwende die Fusion von Thyssen und Krupp erzwang und danach zunächst als Vorstandsvorsitzender und dann als Aufsichtsratschef die Geschicke des neuen Stahlkonzerns leitete. Dennoch muss Cromme wohl nicht um seinen Posten fürchten. Denn er hat nach wie vor die Rückendeckung des größten ThyssenKrupp-Aktionärs, der Krupp-Stiftung. Deren Patriarch Berthold Beitz betonte erst kürzlich kategorisch: „Cromme bleibt.“ Und der Zorn der Aktionäre? Den wird Cromme wohl einfach abwettern. Darin hat er Erfahrung. Als er in den 80er Jahren noch Chef bei Krupp-Stahl war und das Hüttenwerk in Duisburg-Rheinhausen dichtmachte, bewarfen ihn die Arbeiter mit rohen Eiern. Vor seiner Haustür in Essen stand tagelang eine Mahnwache der Krupp-Beschäftigten. Dagegen sind schimpfende Aktionäre ein Kinderspiel. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Telekom will rund 1.200 Stellen in Deutschland streichen

Telekom will rund 1.200 Stellen in Deutschland streichen Bonn (dapd). Die Deutsche Telekom will in ihrer Deutschland-Sparte rund 1.200 Arbeitsplätze streichen. Der Personalabbau solle sozialverträglich über Vorruhestandsregelungen und Abfindungen erfolgen, sagte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Auch ein Wechsel in andere Konzernbereiche sei möglich. Er bestätigte damit einen Bericht des „Handelsblattes“. Betroffen sind demnach Stellen in Querschnittsfunktionen wie Marketing, Steuerung, Controlling und Verwaltung. Der Stellenabbau sei nichts Ungewöhnliches, betonte der Sprecher. Zwischen 2007 und 2011 habe die Telekom im Deutschland-Geschäft die Zahl der Beschäftigten von 91.000 auf 75.000 reduziert. Laut „Handelsblatt“ erhofft sich der Konzern durch die aktuelle Maßnahme jährliche Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro. Das Geld solle genutzt werden, um den operativen Bereich zu stärken. Dort wolle die Telekom mehr Fachleute für den Breitbandausbau, das mobile Internet und die Modernisierung der Telekomnetze auf Internetzstandard einsetzen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Telekom außerdem angekündigt, bis 2015 in der Konzernzentrale 1.300 Arbeitsplätze streichen zu wollen. Das entspricht rund 40 Prozent der Stellen. Auch dieser Stellenabbau soll nach Konzernangaben sozialverträglich erfolgen. Weltweit arbeiten derzeit rund 236.000 Menschen für den Konzern, davon knapp ein Viertel in Deutschland. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Airbus peilt 2013 ein neues Rekordjahr an

Airbus peilt 2013 ein neues Rekordjahr an Toulouse (dapd). Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat im vergangenen Jahr Rekorde aufgestellt. Der Hersteller übergab 588 Flugzeuge an Kunden und nahm netto 833 Neubestellungen entgegen. „Es war ein großartiges Jahr für Airbus“, sagte der Vorstandsvorsitzende Fabrice Bregier am Donnerstag in Toulouse. Damit hat der Konzern inzwischen 4.682 Flugzeuge im Auftragsbestand. Das bedeute Arbeit für sieben Jahre. Im laufenden Jahr will das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen noch mehr Schub geben: Bregier kündigte die Auslieferung von mehr als 600 Passagierflugzeugen und 28 Militärtransportern an. Der Auftragseingang werde bei über 700 Stück bei Zivilflugzeugen und 30 bei Militärtransportern liegen. Airbus-Konkurrent Boeing hatte im vergangenen Jahr 1.203 Bestellungen für kommerzielle Flieger erhalten und lieferte 601 Flugzeuge aus. Bregier kündigte für 2013 rund 3.000 Neueinstellungen an, nachdem 2012 bereits 5.000 zusätzliche Kräfte angeheuert worden waren. Eine der größten Airbus-Fabriken befindet sich in Hamburg. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Rösler sieht deutsche Wirtschaft auf gutem Kurs

Rösler sieht deutsche Wirtschaft auf gutem Kurs Berlin (dapd). Deutschland bleibt nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ein „Stabilitätsanker“ in Europa. Die gute wirtschaftliche Entwicklung sei nicht nur ein Verdienst der Menschen, sondern auch der Politik der schwarz-gelben Koalition, sagte Rösler am Donnerstag im Bundestag in Berlin. In seiner Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht 2013, der für das kommende Jahr ein Wachstum von 0,4 Prozent voraussagt, betonte er: „Es ist kein Zufall, dass Deutschland europaweit am besten durch die Krise gekommen ist.“ Ausdrücklich bekannte sich der Wirtschaftsminister zur Energiewende, zur Haushaltskonsolidierung und zu einer weiteren Entlastung des Mittelstandes. „Es ist egal, wenn Schauspieler unser Land verlassen würden“, sagte er mit Blick auf die Flucht des französischen Schauspielers Gérard Depardieu nach Russland wegen der hohen Steuern in seiner Heimat. Doch dürften Mittelständler nicht belastet werden, die die Arbeits- und Ausbildungsplätze schafften, mahnte Rösler. Ferner bekräftigte der FDP-Politiker den Kurs der Regierung zur weiteren Euro-Rettung. Die Bundesregierung sei bereit, den Preis für die Euro-Stabilität zu zahlen, „weil wir den Wert für Europa kennen“. Zugleich warf er der Opposition Doppelzüngigkeit und politisches Versagen und vor. „Rot-grüne Europapolitik war das Versagen von Rot und Grün in Europa.“ dapd (Politik/Politik)

Spitzenwerte für die rheinland-pfälzische CDU

Spitzenwerte für die rheinland-pfälzische CDU Mainz (dapd). Die CDU-Opposition in Rheinland-Pfalz erreicht bei der Wählergunst neue Spitzenwerte. Die Christdemokraten kommen der SWR-Umfrage PoliTrend zufolge auf 43 Prozent und legen damit 3 Prozentpunkte zu, wie der SWR am Donnerstag mitteilte. Die SPD erreicht 33 Prozent und die Grünen liegen bei 13 Prozent. Damit würde es zwar bei einer rot-grünen Mehrheit bleiben, die CDU erhält aber so viel Zustimmung wie seit 2004 nicht mehr. Den Angaben zufolge büßen die Sozialdemokraten 3 Prozentpunkte ein, die Grünen können um einen Prozentpunkt zulegen. Laut Umfrage waren 49 Prozent der Befragten kurz vor seinem Rücktritt am Mittwoch mit der Arbeit von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) zufrieden. Die Politik seiner Nachfolgerin, die bisherige Sozialministerin Malu Dreyer (SPD), bekommt 48 Prozent Zustimmung. Die Arbeit von CDU-Chefin Julia Klöckner bewerten 46 Prozent positiv. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage des Instituts Infratest dimap unter 1.000 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern zwischen dem 11. und 14. Februar. dapd (Politik/Politik)

Nur 52 Prozent der Verbraucher loben die Qualität in Bioläden

Nur 52 Prozent der Verbraucher loben die Qualität in Bioläden Berlin (dapd). Nur jeder zweite Verbraucher ist mit der Qualität von Lebensmitteln in Bioläden zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Danach überzeugt die Qualität der Nahrungsmittel die Bürger besonders, wenn die Produkte direkt vom Bauernhof (77 Prozent) oder vom Wochenmarkt (78 Prozent) kommen. Genauso gut schneidet der Supermarkt ab (78 Prozent). Discounter als Bezugsquelle von Lebensmitteln bekommen weniger Zuspruch (63 Prozent). Insgesamt sind neun von zehn Verbrauchern mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Ebenfalls 91 Prozent äußerten sich positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger erklärten, dass ihr persönliches Interesse an Lebensmitteln und ihrer Herstellungsweise in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Worin sehen die deutschen Verbraucher die Stärken der deutschen Landwirtschaft? In der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel, antworteten 91 Prozent. 82 Prozent sehen die Landwirtschaft als „Bestandteil von Heimat und Brauchtum“. Nach Meinung von 78 Prozent leistet sie „einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege“. 68 Prozent sehen die Arbeitsplätze auf dem Land als wichtigen Faktor. Für 62 Prozent der Deutschen wirtschaften die Betriebe im Einklang mit der Natur. Für 57 Prozent ist auch die Sicherung der Ernährung außerhalb Deutschlands ein wichtiger Aspekt. Jeder Zweite vertraut der Lebensmittelindustrie nicht Beim Einkauf legen 89 Prozent der Verbraucher Wert darauf, dass die Produkte aus tiergerechter Haltung stammen. Die Hälfte der Befragten hält das sogar für „sehr wichtig“. Darauf folgt die regionale Herkunft (67 Prozent), die für 32 Prozent eine „sehr wichtige“ und für 35 Prozent eine „wichtige“ Rolle beim Einkauf spielt. Auch der Preis spielt eine erhebliche Rolle: 66 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein kostengünstiges Angebot wichtig ist. Ob ein Produkt aus ökologischem Anbau stammt, ist immerhin für insgesamt 61 Prozent der Konsumenten wichtig. Was das Vertrauen in die Lebensmittelproduktion betrifft, so genießen Lebensmittel aus der Region das größte Vertrauen (93 Prozent), Produkte dagegen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union das geringste (11 Prozent). In der Verarbeitungskette vom Acker bis zum Teller wird der Landwirtschaft mit 81 Prozent das größte Vertrauen entgegengebracht. Knapp jeder zweite Konsument hat auch Vertrauen in den Lebensmittelhandel (48 Prozent). Der Lebensmittelindustrie dagegen bringen 56 Prozent „wenig“ und neun Prozent „gar kein Vertrauen“ entgegen. Ursache für den Vertrauensverlust dürften auch Lebensmittelkrisen und -skandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sein. Die Befragten geben an, dass besonders der Vertrieb von Gammelfleisch (33 Prozent) und der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung (29 Prozent) sowie die EHEC-Epidemie (18 Prozent) für sie die größte Bedeutung gehabt hätten. Für die Erhebung waren Anfang Januar 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden. ( www.bmelv.de ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)