Lehner zum ThyssenKrupp-Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt

Lehner zum ThyssenKrupp-Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt Essen (dapd). Der frühere Henkel-Chef Ulrich Lehner ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender des größten deutschen Stahlproduzenten ThyssenKrupp. Der Aufsichtsrat des Stahlkonzerns wählte den 66-jährigen Manager am Dienstag erwartungsgemäß zum Nachfolger von Gerhard Cromme, der zum Monatsende aus dem Kontrollgremium ausscheidet. Auf Lehner warten große Herausforderungen. Denn das Essener Traditionsunternehmen steckt in einer tiefen Krise. Milliardenverluste durch Fehlinvestitionen in Amerika und eine Flut von Kartellskandalen dürften die volle Aufmerksamkeit des neuen Chefkontrolleurs erfordern. Lehner hatte bereits angekündigt, er wolle die Themen Corporate Governance und Compliance zu inhaltlichen Schwerpunkten seiner künftigen Arbeit machen. Der Manager gehört dem ThyssenKrupp-Aufsichtsrat seit 2008. Er hatte deshalb auch einige Fehlentscheidungen der Vergangenheit mitgetragen. Seine Wahl ist deshalb nicht unumstritten. Lehner ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom und gehört den Kontrollgremien von Henkel, Porsche und E.on an. Doch hatte er bereits angekündigt, auf einige Mandate verzichten zu wollen, um sich der neuen Aufgabe intensiv widmen zu können. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kardinal Marx: Papst wird Kurienreform voranbringen

Kardinal Marx: Papst wird Kurienreform voranbringen Berlin (dapd). Papst Franziskus wird nach Einschätzung des Münchner Kardinals Reinhard Marx die Reform der Kurie im Vatikan voranbringen. „Da ist in den letzten Jahren doch einiges so gelaufen, dass wir nicht ganz zufrieden sind“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. „Ich bin überzeugt, das wird er anpacken, aber das geht nicht von heute auf morgen, Schritt für Schritt wird er da vorangehen.“ Marx erwartet vom neuen Papst Überraschungen. „Im Stil wird sich einiges ändern“, sagte der Kardinal. Auch in seiner pastoralen Ausrichtung werde Franziskus sicher einen neuen Ton anschlagen. „Er ist mutig, er ist offen, er hat klare Ideen.“ Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Papstes gehört für Marx, „das Bild der Kirche positiv wieder ins Blickfeld zu rücken“. Allerdings warnte der Kardinal vor falschen Erwartungen: „Der Papst erfindet die Kirche nicht neu.“ An den grundsätzlichen Überzeugungen der Kirche, beispielsweise zu Fragen der Moral, werde sich nichts ändern. dapd (Politik/Politik)

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Gall: Haltung der FDP zu NPD-Verbot schadet Ansehen Deutschlands

Gall: Haltung der FDP zu NPD-Verbot schadet Ansehen Deutschlands Stuttgart (dapd). Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) kritisiert die Weigerung der FDP, den Verbotsantrag gegen die rechtsextreme NPD mitzutragen. „Die aggressiv verfassungsfeindliche Politik der rechtsextremistischen Partei kann man nicht einfach als Dummheit abtun“, sagte Gall am Dienstag in Stuttgart. Die „blamable Vorstellung“ der FDP und das Schweigen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schadeten dem neuen Verbotsverfahren gegen die NPD und dem Ansehen Deutschlands. Die NPD sei der Nährboden für Gewalttaten wie etwa die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds, erläuterte Gall. Davon müssten sich alle Demokraten distanzieren. Es sei jetzt „falsch verstandener Liberalismus und bodenlose Gleichgültigkeit“, dem „üblen Treiben der NPD“ nicht entgegenzutreten. dapd (Politik/Politik)

BMW will sich mit Modelloffensive im schwierigen Automarkt behaupten

BMW will sich mit Modelloffensive im schwierigen Automarkt behaupten München (dapd). Nach einem Rekordgewinn im Jahr 2012 gibt sich der Autohersteller BMW für das laufende Geschäftsjahr „vorsichtig optimistisch“. Der Absatz soll zwar erneut auf eine neue Bestmarke steigen, wie der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer am Dienstag in München sagte. Beim Vorsteuergewinn geht er jedoch nur von einer Größenordnung wie im vergangenen Jahr aus, als BMW auf 7,8 Millionen Euro kam. Grund seien hohe Investitionen in neue Technologien und Modelle, mit denen sich der DAX-Konzern im schwierigen Automarkt behaupten will. In der Europäischen Union war der Absatz im Februar um zehn Prozent zurückgegangen. Allerdings legt BMW in den übrigen Regionen zu. Allein in diesem Jahr will der Münchner Autohersteller elf neue Modelle auf den Markt bringen. Darunter wird das neue Elektroauto i3 sein, das Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Für dieses Auto, das eine Reichweite von rund 130 Kilometern hat, seien bereits einige Hundert Vorbestellungen eingegangen, sagte Reithofer. Bis Ende 2014 will BMW 25 neue Modelle herausbringen, zehn davon ohne Vorgänger. Im vergangenen Jahr wurden sowohl bei der Zahl der verkauften Autos als auch bei Umsatz und Gewinn neue Bestmarken erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf 76,8 Milliarden Euro. Zugleich markierte der Nettogewinn mit einem Plus von 4,4 Prozent auf gut 5,1 Milliarden Euro einen neuen Bestwert. Insgesamt verkaufte der Konzern nach eigenen Angaben 1,845 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce und damit 10,6 Prozent mehr als 2011. Reithofer profitierte auch persönlich von dem Rekordergebnis. Sein Jahresgehalt stieg gegenüber dem Vorjahr um rund eine halbe Million auf 6,6 Millionen Euro. Damit liegt er aber deutlich hinter VW-Vorstandschef Martin Winterkorn, der auf rund 14,5 Millionen Euro kommt. Der achtköpfige BMW-Vorstand verdiente mit insgesamt 31,4 Millionen Euro vier Millionen Euro mehr als 2011. Die Mitarbeiter des Autoherstellers bekommen für 2012 im Schnitt eine Bonuszahlung von knapp 9.000 Euro. Bei einem Facharbeiter sind es 7.630 Euro. Das entspricht rund zweieinhalb Monatsgehältern. Im Vorjahr waren es 20 Euro mehr. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

„Schule – und dann?“ – jetzt anmelden

Münster. Zwischen dem 15. und 26. April 2013 informieren zehn münsterische Unternehmen bei „Schule – und dann?“ über Ausbildungs¬möglichkeiten und Berufsbilder. Eingeladen sind Schüler ab der 8. Klasse aus Münster und Umgebung. Ein Anruf oder eine Mail genügen, dann ist die Anmeldung zum Besuch der gewünschten Firma perfekt.

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Angebote richtig kalkulieren

Kreis Gütersloh. Zum ersten Unternehmerinnen Stammtisch in diesem Jahr lädt die pro Wirtschaft GT am Donnerstag, 21. März, Geschäftsfrauen, Freiberuflerinnen, Selbstständige in Voll- oder Nebenberuf und Existenzgründerinnen ab 20 Uhr in das Parkbad Gütersloh ein.

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Spedition Kunze ab sofort unter dem Dach von Hellmann Worldwide Logistics

Osnabrück. Rückwirkend zum 1. Januar 2013 übernimmt das Logistikunternehmen Hellmann Worldwide Logistics die Spedition Kunze mit allen Tochterunternehmen an den Standorten in Bielefeld, Dresden und Karlsruhe (Karlsdorf) inklusive aller Immobilien. Das Unternehmen Kunze beschäftigt 470 Mitarbeiter und hat mit dem auf Seefracht und Projektspedition ausgerichteten Schwesterunternehmen S+L Spedition zuletzt einen Umsatz von 82 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Kommission will neue Spielregeln für Managergehälter

Kommission will neue Spielregeln für Managergehälter Essen (dapd). Der Vorsitzende der Regierungskommission für gute Unternehmensführung, Klaus-Peter Müller, will die Hauptversammlungen künftig über die Vorstandsgehälter abstimmen lassen. „Ich bin bereit, der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance vorzuschlagen, eine Ergänzung in den Kodex aufzunehmen, die ab 2014 eine Abstimmung der Hauptversammlung über die Vorstandsvergütung vorsieht und immer dann wiederholt werden muss, wenn es zu wesentlichen Veränderungen bei den Bezügen kommt“, sagte Müller den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Dienstagausgaben) laut Vorabbericht. „Obwohl dies keine rechtliche Verpflichtung bedeutet, wird sich meiner Meinung nach kein Aufsichtsrat erlauben können, ein Mehrheitsvotum, nicht mal ein starkes Minderheitsvotum zu ignorieren“, sagte Müller. Gesetzliche Vorgaben zur Begrenzung von Vorstandsgehältern lehnte er ab. „Es ist und muss Sache der Eigentümer bleiben, für was und wie viel Geld sie ausgeben wollen. Ich habe auch noch keinen Politiker gehört, der vorgeschlagen hat, die Spielergehälter in Millionenhöhe von Schalke 04 oder Borussia Dortmund per Bundesgesetz zu deckeln“, sagte Müller, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank ist. Dass Unternehmen ohne Vorgaben per Gesetz Gehaltsobergrenzen für ihre Vorstände festlegen, sei aber sinnvoll. „Von unternehmensspezifischen Obergrenzen, die auch transparent kommuniziert werden, halte ich viel“, sagte Müller. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

CSU-Politiker nennt Strompreisdebatte Kampagne gegen Energiewende

CSU-Politiker nennt Strompreisdebatte Kampagne gegen Energiewende Frankfurt/Main (dapd). Der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel sieht in der aktuellen Strompreis-Debatte eine gezielte Kampagne gegen die Energiewende. Es werde alle paar Monate ein neues Thema erfunden, „um die Energiewende madig zu machen“, sagte Göppel der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. „Zunächst hieß es nach dem Atomausstieg 2011, es gehen die Lichter aus. Dann hörte man, Deutschland hat zu viel Strom, er läuft uns aus den Ohren heraus. Dann kam die Strompreisdebatte. Die neueste Klage lautet, dass die erneuerbaren Energien die Natur in Deutschland zu stark schädigen. Das sagen Leute, die sich bisher noch nie um Naturschutz gekümmert haben.“ Göppel ist gelernter Förster und im Bundestag Obmann der Unionsfraktion im Umweltausschuss. Er kritisierte auch die Aussage von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), die Ökostrom-Mehrkosten könnten eine Billion Euro erreichen. Die Berechnung lasse wesentliche Faktoren außer Acht, sagte Göppel, darunter die Einsparungen beim Import von Öl, Erdgas und Kohle. „Da kommen sie in 30 Jahren auch auf über eine Billion Euro“, rechnet er vor. Göppel schlug eine Senkung bei der Stromsteuer vor, um die Verbraucher schnell zu entlasten. „Man könnte die ersten 1000 Kilowattstunden, die ein Haushalt verbraucht, von der Steuer freistellen. Das würde jedem Haushalt 30 Euro im Jahr sparen“, sagte er. Dadurch werde bei einem Durchschnittshaushalt fast die Hälfte des Preisaufschlags nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz von 2013 ausgeglichen, der rund 70 Euro betrage. dapd (Politik/Politik)