Bericht: Deutsche Bank will Vergleich im Kirch-Streit bis Februar

Bericht: Deutsche Bank will Vergleich im Kirch-Streit bis Februar Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Bank strebt einem Bericht zufolge einen Vergleich mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch bis spätestens Februar 2013 an. So laute die interne Vorgabe der Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen, berichtete das „Manager Magazin“. Die Vergleichssumme könne sich auf mehr als eine Milliarde Euro belaufen. Kirch hatte die Bank 2002 auf Schadensersatz verklagt, weil der damalige Vorstandschef Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns in einem Fernsehinterview in Zweifel gezogen habe und das Medienunternehmen daraufhin in die Pleite geschlittert sei. Der Prozess zwischen dem Geldinstitut und den Erben des einstigen Filmrechtehändlers wird am Freitag vor dem Oberlandesgericht München fortgesetzt. Jüngste Äußerungen des Vorsitzenden Richters Guido Kotschy werten Prozessbeobachter als Anzeichen für eine mögliche Niederlage der Bank. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Toyota ruft knapp drei Millionen Fahrzeuge zurück

Toyota ruft knapp drei Millionen Fahrzeuge zurück Tokio (dapd). Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen defekter Lenkwellen und Wasserpumpen weltweit mehr als 2,7 Millionen Fahrzeuge zurück. Von den Problemen seien rund 1,51 Millionen Fahrzeuge in Japan und 1,25 Millionen Autos in anderen Ländern betroffen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Der Rückruft gilt für die Toyota-Modelle Prius, Corolla, Wish und andere, die zwischen 2000 und 2011 in Japan und zwischen 2000 und 2009 in anderen Ländern produziert wurden. Bislang seien noch keine Unfälle im Zusammenhang mit den genannten Problemen gemeldet worden, hieß es. Toyota hatte vergangenen Monat 7,4 Millionen Autos weltweit zurückgerufen. Grund war die mögliche Falschdosierung eines Schmiermittels im Fensterheberschalter. Es handelte sich um die bisher größte Rückrufaktion der Firmengeschichte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

BASF und Gazprom vereinbaren Mega-Tausch

BASF und Gazprom vereinbaren Mega-Tausch Ludwigshafen (dapd). Der Chemiekonzern BASF und der russische Energieriese Gazprom haben ein milliardenschweres Tauschgeschäft vereinbart. Die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall erhält 25 Prozent plus einen Anteil an zwei sibirischen Blöcken zur Förderung von Erdgas und flüssigem Kondensat, wie der DAX-Konzern am Mittwoch in Ludwigshafen mitteilte. Zudem hat das Unternehmen die Option, den Anteil auf 50 Prozent aufzustocken. Im Gegenzug gibt Wintershall das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandels- und Speichergeschäft vollständig an Gazprom ab. Dazu gehören mehrere 50-Prozent-Beteiligungen an Erdgashandelsgesellschaften, Anteile an drei Erdgasspeichern sowie die Speichergesellschaft Astora. Die abgehenden Aktivitäten trugen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit 8,6 Milliarden Euro zum Umsatz und mit 350 Millionen Euro zum Betriebsergebnis der BASF-Gruppe bei. Zusätzlich wird sich Gazprom mit 50 Prozent an der Wintershall Noordzee B.V. beteiligen, die für die Ölförderung in der südlichen Nordsee zuständig ist. Wintershall baut Erdgasförderung deutlich aus Mit dem Tausch baut Wintershall die Erdgasförderung deutlich aus. Seit dem Jahr 2000 nahm die Förderung von Erdöl und Erdgas der BASF-Tochter von 80 Millionen Barrel Öläquivalent (boe) auf voraussichtlich etwa 140 Millionen boe im Jahr 2012 zu. Boe ist eine internationale Messeinheit zum Vergleich des Brennwerts unterschiedlicher Energieträger. Ein boe entspricht dabei einem Barrel (159 Liter) Erdöl oder 169 Kubikmetern Erdgas. In den jetzt erworbenen Blöcken liegen laut Entwicklungsplan rund 274 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 74 Millionen Tonnen Kondensat. Dies entspricht insgesamt 2,4 Milliarden boe. Wintershall will dort ab 2016 mindestens acht Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr fördern. Wintershall habe sich Wettbewerbsvorteile bei der Suche und Förderung von Öl und Gas erarbeitet, hieß es zur Begründung für den Tausch. Das klassische Erdgashandelsgeschäft biete hingegen für Wintershall nur geringe Differenzierungsmöglichkeiten. „Der Asset-Tausch steht in Einklang mit unserer Strategie, die Exploration und Produktion von Öl und Gas auszubauen – durch organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen“, sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock. Das Geschäft soll bei Zustimmung der Behörden zum Jahresende 2013 mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. April 2013 vollzogen werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Staatsaufträge und Eurokrise helfen deutscher Bauwirtschaft

Staatsaufträge und Eurokrise helfen deutscher Bauwirtschaft Berlin (dapd). Die deutsche Bauwirtschaft wird nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im kommenden Jahr wieder wachsen. Eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Prognose des DIW erwartet für 2013 eine reale Zunahme des Bauvolumens um 2,0 Prozent. Die öffentlichen Investitionen in Bauten stiegen wegen hoher Steuereinnahmen wieder. Niedrige Zinsen, Inflationsangst und damit die Folgen der Eurokrise stützten zudem den Wohnungsbau, hieß es. Laut der Hochrechnung wird das Bauvolumen in Deutschland in diesem Jahr real um 0,1 Prozent schrumpfen. Noch bestimme die sehr schlechte Entwicklung im öffentlichen Bau das Bild, sagte DIW-Bauexperte Hendrik Hagedorn. Nach der Vorhersage wird das Volumen des öffentlichen Baus dieses Jahr real um 9,0 Prozent sinken und sich mit einem Plus von 6,5 Prozent 2013 wieder dem Niveau der Vorjahre annähern. Das Volumen des Wirtschaftsbaus soll 2012 und 2013 real jeweils leicht um 0,5 Prozent anziehen. Beim Wohnungsbau sehen die Wirtschaftsforscher dagegen dieses und kommendes Jahr 2,0 Prozent und 1,8 Prozent reales Wachstum. Investitionen in den Wohnungsbau erschienen vielen Anlegern als günstig, schrieb das DIW. Einer geringen Zinslast für Hypotheken stünden real negative Renditen festverzinslicher Anlageformen gegenüber. Hinzu komme die Erwartung, dass die Euro-Rettungspakete mittelfristig zur Entwertung von Geldvermögen führten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Umfrage: Mehrheit hält Betreuungsgeld für falsch

Umfrage: Mehrheit hält Betreuungsgeld für falsch Hamburg (dapd). Die Mehrheit der Deutschen hält die Einführung des Betreuungsgeldes für falsch. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag des „Sterns“ hervor. Insgesamt signalisierten 63 Prozent ihre Ablehnung. Selbst bei den Anhängern von Union und FDP, deren Bundestagsfraktionen am vergangenen Freitag fast geschlossen für die Einführung gestimmt hatten, ergab sich keine Mehrheit: 59 Prozent der Unionswähler und 66 Prozent der FDP-Wähler lehnten sie ab. Am deutlichsten war der Widerstand bei Wählern der Linkspartei mit 81 Prozent und der Grünen mit 78 Prozent. Bei den Wählern der SPD waren es 67 Prozent. 32 Prozent aller Befragten halten es laut „Stern“ aber für richtig, dass Familien von ein- und zweijährigen Kinder, die nicht in eine öffentlichen Kita betreut werden, ab August 2013 die Leistung von zunächst 100 Euro bekommen. Für die Umfrage wurden am 8. und 9. November 1.007 Personen befragt. dapd (Politik/Politik)

DGB fordert Politik des sozialen Ausgleichs

DGB fordert Politik des sozialen Ausgleichs Berlin (dapd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnt mit Blick auf die Generalstreiks in Portugal und Spanien für eine Politik des sozialen Ausgleichs in Europa. Die Krise solle mit den Menschen bekämpft werden und nicht gegen sie, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Er machte deutlich, dass die deutschen Gewerkschaften sich am heutigen Aktionstag mit den Kollegen in anderen Ländern solidarisch zeigten und diverse Aktionen geplant seien. Sommer betonte zugleich, dass Deutschland relativ gut durch die zweite Phase der Finanzkrise gekommen sei. In Portugal oder Spanien haben die Gewerkschaften zu Generalstreiks gegen die Sparprogramme ihrer Regierungen aufgerufen. Sommer sprach sich dafür aus, gegen die Krise zu investieren und nicht in sie hineinzusparen. Dafür müsse man „auch dafür sorgen, dass diejenigen, die in diesen Staaten und in Europa insgesamt über das Vermögen verfügen, sich an der Finanzierung eines Aufschwungs beteiligen“. Außerdem müsse das Grundübel dieser Zeit, die „Herrschaft der Finanzmärkte und die Herrschaft des Spekulantentums“ in den Griff bekommen werden. dapd (Politik/Politik)

Steinbrück reiste zu Vorträgen offenbar mit Bahn-Gratisnetzkarte

Berlin (dapd). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist offenbar mehrfach mit der Netzkarte der Bahn für Bundestagsabgeordnete kostenfrei zu Honorarvorträgen gereist. In der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) räumte Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer ein, es sei „wahrscheinlich zutreffend, dass Herr Steinbrück für die An- oder Abreise mit der Bahn auch seine DB-Netzkarte benutzt hat“.

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Union erreicht in Umfrage erneut Spitzenwerte

Union erreicht in Umfrage erneut Spitzenwerte Berlin (dapd). Die Union erreicht in der regelmäßigen Forsa-Umfrage für „Stern“ und RTL zum vierten Mal ihren Jahresbestwert von 39 Prozent. Nach der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung ergäbe sich derzeit aber weder für Schwarz-Gelb noch für Rot-Grün eine Mehrheit im Bundestag: Eine Mehrheit hätte demnach nur ein Bündnis aus Union und Grünen mit 53 Prozent und eine große Koalition mit 65 Prozent. Die FDP kommt nach der Umfrage auf vier Prozent (ein Punkt mehr als in der Vorwoche) und wäre nicht im Bundestag vertreten. Nach den vor der Urwahl der Grünen erhobenen Daten fällt die Partei um einen Punkt auf 14 Prozent. Die SPD bleibt bei 26 Prozent, die Linkspartei bei 8 Prozent. Den Piraten verlieren 1 Punkt auf 4 Prozent. Der von der Diskussion um Nebeneinkünfte der Abgeordneten gebeutelte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verliert im Wahltrend weiter an Sympathie: Bei einer Direktwahl des Regierungschefs erhielte er mit 26 Prozent drei Punkte weniger als in der Woche zuvor. Kanzlerin Angela Merkel erhielte 53 Prozent Zustimmung. Anfang Oktober lag Steinbrück noch bei 35 Prozent und Merkel bei 46 Prozent, teilten „Stern“ und RTL mit. Für den Wahltrend wurden 2.500 Bundesbürger vom 5. bis 9. November 2012 befragt. dapd (Politik/Politik)

Baudienstleister Bilfinger hält Umsatz stabil

Baudienstleister Bilfinger hält Umsatz stabil Mannheim (dapd). Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hat den Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres vor allem durch Zu- und Verkäufe weitgehend stabil gehalten. Von Januar bis September lag die Leistung des Konzerns, die neben dem Umsatz auch die in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Arbeiten einbezieht, mit 6,33 Milliarden Euro ein Prozent über dem Vorjahreszeitraum, wie der MDAX-Konzern am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Verantwortlich dafür sind zwei gegensätzliche Entwicklungen. Auf der einen Seite trennte sich Bilfinger im Jahresverlauf von Anteilen an Julius Berger Nigeria und Julius Berger International und fuhr die Leistung im Geschäftsfeld Constructions zurück. Auf der anderen Seite kaufte der Mannheimer Konzern kräftig zu. So erwarb Bilfinger im ersten Halbjahr die niederländische Ingenieurgesellschaft Tebodin und das indische Unternehmen Neo Structo. Im August wurde die Nürnberger Ingenieurgesellschaft Envi Con gekauft, die auf die Planung und Steuerung großer Kohle- und Gaskraftwerksprojekte spezialisiert ist, sowie im Juli der Montage- und Servicespezialist Westcon. Gleichzeitig verzeichnete der Konzern, der für einen einheitlicheren Auftritt seiner zahlreichen Töchter den Beinamen Berger im September ablegte, ein organisches Wachstum in der Industrie- und Energiesparte. Der Auftragseingang erhöhte sich ebenfalls durch Zuwächse in diesen Geschäftsfeldern um neun Prozent auf 6,07 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag mit 218 Millionen Euro deutlich unter den 324 Millionen Euro des Vorjahreszeitraumes. Damals enthalten waren allerdings 174 Millionen Euro, die vor allem aus dem Verkauf von Valemus Australia resultierten. Durch die Verschlankung des Geschäftsfelds Construction und die Trennung vom Nigeriageschäft erwartet der Konzern im Gesamtjahr eine Leistung in Höhe von 8,4 Milliarden Euro, also etwa auf dem Niveau des Vorjahres. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bertelsmann auf Wachstumskurs

Gütersloh (dapd). Trotz der Konjunkturkrise in weiten Teilen Europas hat Bertelsmann in den ersten neun Monaten dieses Jahres Umsatz und Ergebnis gesteigert. Konzernchef Thomas Rabe sagte am Dienstag bei der Präsentation der Quartalszahlen, Europas größter Medienkonzern rechne auch für das Gesamtjahr unverändert mit einem moderaten Umsatzwachstum und einem hohen operativen Ergebnis. „Bertelsmann wächst organisch, das Profitabilitätsniveau bleibt hoch, und mit dem Konzernumbau kommen wir gut voran“, fügte der Manager hinzu.

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