60 IBM-Mitarbeiter wechseln zu Bechtle

60 IBM-Mitarbeiter wechseln zu Bechtle Neckarsulm (dapd). Bis zu 60 Mitarbeiter von IBM Deutschland wechseln zum IT-Dienstleister Bechtle. Beide Unternehmen schlossen eine entsprechende Vereinbarung, die zum 1. April in Kraft treten soll, wie Bechtle am Freitag in Neckarsulm mitteilte. Die Beschäftigten sollen in Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommen. Das Bundeskartellamt muss dem Wechsel noch zustimmen. Bereits 2005 schlossen beide Unternehmen einen ähnlichen Vertrag. 100 Mitarbeiter wechselten daraufhin von IBM zu Bechtle und sind den Angaben zufolge noch immer in der Firma. „Wir freuen uns sehr auf die erfahrenen, bestens ausgebildeten Mitarbeiter von IBM, die uns kräftig dabei unterstützen, unsere Wachstumspläne auch weiterhin zu realisieren“, sagte Bechtle-Geschäftsführer Jörg Öynhausen. Bechtle unterstützt mit seinen europaweit 6.000 Mitarbeitern die IT-Service-Teams seiner Kunden und übernimmt auf Wunsch auch die Steuerung der gesamten IT-Prozesse. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Wirtschaft lehnt Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeitarbeit ab

Wirtschaft lehnt Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeitarbeit ab Osnabrück (dapd). Die Wirtschaft lehnt die Forderung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einem Rückkehrrecht von der Teilzeitarbeit in die Vollzeitarbeit ab. Ein solcher genereller Anspruch würde für die Betriebe zu weiteren Unsicherheiten führen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Freitag. „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen würde die langfristige Personalplanung damit deutlich schwieriger“, kritisierte Wansleben. Beschäftigte, die in Teilzeit arbeiten, hätten schon jetzt ein Recht darauf, bei ausgeschriebenen Vollzeitstellen vorrangig berücksichtigt zu werden, hob Wansleben hervor. Könnten sie jedoch jederzeit einen Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung geltend machen, ginge Flexibilität in den Betrieben verloren. Als Folge würden sie den Wunsch nach einer Reduzierung der Arbeitszeit kritischer prüfen oder verstärkt auf Befristung und Zeitarbeit zurückgreifen. Die Bundesarbeitsministerin sagte, diese Sorge könne sie dem DIHK nehmen. „Mein Konzept ist fair für die Frauen und fair für die Arbeitgeber.“ Denn beide Seiten legten von vornherein verbindlich die Zeitschiene für die Rückkehr in Vollzeit fest. Das schaffe maximale Planungssicherheit für beide Seiten. „Die Mitarbeiterin hat die Sicherheit, dass diese Teilzeit für sie nicht zur Sackgasse wird“, sagte von der Leyen. „Der Arbeitgeber weiß genau, wie lange er auf seine Vollzeitkraft verzichten muss.“ Dazu solle es noch Ausnahmeregeln zugunsten der Betriebe geben. dapd (Politik/Politik)

Ver.di will sechs Prozent mehr Lohn für Post-Beschäftigte

Ver.di will sechs Prozent mehr Lohn für Post-Beschäftigte Berlin (dapd). Mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Lohn geht die Gewerkschaft ver.di in die anstehende Verhandlungsrunde für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post. Mindestens sollten es aber 140 Euro mehr im Monat werden, wie die Gewerkschaft am Freitag in Berlin mitteilte. „Die Beschäftigten erwarten spürbar mehr Geld in der Tasche“, sagte die ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Der laufende Tarifvertrag wurde zum 1. April gekündigt. Die neuen Verhandlungen beginnen nach Angaben von ver.di am 22. März. Die Gewerkschaft strebt wieder eine Laufzeit von einem Jahr an. Für 2012 hatten sich beide Seiten damals auf ein Lohnplus von vier Prozent geeinigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Altmaier würdigt besondere Rolle Niedersachsens bei Endlagersuche

Altmaier würdigt besondere Rolle Niedersachsens bei Endlagersuche Hannover (dapd). Bundesumweltminister Peter Altmaier will Niedersachsen eng in die künftigen Verhandlungen über ein Endlagersuchgesetz einbinden. Das Land solle wegen der Endlagerstandorte auf seinem Gebiet auf besondere Weise in die Gespräche einbezogen werden, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Hannover. Zuvor hatte Altmaier ein mehrstündiges Gespräch mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) geführt. Strittig zwischen Bund und Land ist insbesondere der Umgang mit dem Salzstock Gorleben. dapd (Politik/Politik)

Ramsauer stellt Gelder für Nord-Ostsee-Kanal in Aussicht

Ramsauer stellt Gelder für Nord-Ostsee-Kanal in Aussicht Berlin/Kiel (dapd). Nach der zeitweisen Schließung des Nord-Ostsee-Kanals stellt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) finanzielle Mittel für die Reparatur der wichtigen Wasserstraße bereit. In der kommenden Woche werde der CSU-Politiker dem Haushaltsausschuss des Bundestags einen zusätzlichen Finanzbedarf in Höhe von 60 Millionen Euro für den Neubau der fünften Schleusenkammer vorlegen, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Johannes Callsen, am Freitag. Ramsauer betonte, dass in den kommenden zwei Wochen „auf Hochtouren“ an dem Kanal gearbeitet werde, um Schlimmeres, nämlich eine sechsmonatige Sperrung, zu verhindern. „Dann läuft der Verkehr wieder normal“, erklärte der CSU-Politiker Callsen, der am Freitag zu einem Gespräch mit Ramsauer nach Berlin gereist war, forderte die Opposition im Bundestag auf, dem Anliegen des Ministers zu folgen. „Das wäre ein deutliches Signal, dass bei diesem wichtigen Thema alle Parteien an einem Strang ziehen“, sagte der CDU-Politiker. Seit Mittwoch sind die beiden großen Schleusen in Brunsbüttel im Nord-Ostsee-Kanal gesperrt. Seither können lediglich Schiffe bis 125 Meter Länge, 20,5 Meter Breite und einem Tiefgang bis maximal 6,50 Meter in den Kanal geschleust werden. Im vergangenen Jahr hatten rund 35.000 Schiffe mit 104 Millionen Tonnen Gütern den rund 100 Kilometer langen Kanal passiert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Post füllt Schweizer Zigarettenautomaten

Deutsche Post füllt Schweizer Zigarettenautomaten Bonn (dapd). Die Deutsche Post DHL wird künftig die Raucher in der Schweiz mit Zigaretten versorgen. Der Bonner Logistikkonzern hat einen Vertrag mit dem Zigarettenhersteller British American Tobacco zur Beschaffung, Auffüllung sowie Wartung von dessen Zigarettenautomaten in der Schweiz unterschrieben, wie die Post am Freitag mitteilte. Auch das Einsammeln des Geldes aus den Automaten und das Ersatzteilmanagement will das Post-Unternehmen DHL Supply Chain übernehmen. Die Vereinbarung läuft über fünf Jahre. Mit Marken wie „Dunhill“, „Lucky Strike“ oder „Pall Mall“ ist die in London ansässige British American Tobacco einer der größten Tabakkonzerne der Welt. Die Post will dem Zigarettenhersteller helfen, seine Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig erhoffe sich der Konzern auch Aufträge für Verkaufsautomaten in anderen Branchen – etwa für Erfrischungsgetränke und Süßwaren, erklärte die Post. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Atomkraftgegner kündigen Massenproteste an

Atomkraftgegner kündigen Massenproteste an Grohnde/Berlin (dapd). Die deutsche Anti-AKW-Bewegung hat zum zweiten Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima Massenproteste gegen die Atomkraftnutzung angekündigt. Mit einer rund 380 Kilometer langen Menschen- und Aktionskette wollen Tausende Umweltschützer am Samstag das Atomkraftwerk Grohnde symbolisch umzingeln. Große Demonstrationen gebe es zeitgleich an den süddeutschen AKW-Standorten Gundremmingen und Neckarwestheim sowie an der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau, teilten Bürgerinitiativen und Umweltverbände mit. In Deutschland seien weiterhin neun Atomkraftwerke in Betrieb, sagte am Freitag der Sprecher der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, Jochen Stay. Die meisten dieser Reaktoren sollten noch bis 2022 am Netz bleiben, obwohl sie immer älter und störanfälliger würden und für die Stromversorgung nicht mehr nötig seien. „Deshalb gehen wir erneut auf die Straße und fordern die Stilllegung der AKWs – und zwar jetzt und nicht erst in neun Jahren.“ Mit Mundschutz und Handschuhen Bei der Umzingelung von Grohnde soll es an mehr als 200 Sammelpunkten Kundgebungen, Straßentheater und weitere Aktionen geben. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW will in Bad Salzuflen, Hildesheim und Hannover „Dekontaminationszelte aufbauen und den Ernstfall proben“, sagte Vorstandsmitglied Reinhold Thiel. In Schutzanzügen mit Mundschutz und Handschuhen würden die Mediziner auch symbolisch Jodtabletten verteilen und über die Folgen einer Atomkatastrophe auf. „Mit unseren Aktionen wollen wir demonstrieren, dass der Katastrophenschutz in Deutschland völlig unzureichend ist“, sagte Thiel weiter. „Wir Ärzte werden Euch im Falle eines atomaren Gaus genau so wenig wie die Katastrophenschutzbehörden helfen können.“ Am 11. März wollen Landwirte vor der japanischen Botschaft in Berlin demonstrieren. „Wir planen dort eine Mahn- und Gedenkveranstaltung“, sagte Organisator Ludwig Pape der Nachrichtenagentur dapd. Nach seinen Angaben werden sich Bauern aus ganz Norddeutschland mit ihren Traktoren an der Aktion in der Hauptstadt beteiligen. Am 11. März 2011 war in Japan nach einem schweren Erdbeben und einem folgenden Tsunami das Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi im Nordosten des Landes außer Kontrolle geraten. Es kam in mehreren betroffenen Reaktoren zu Kernschmelzen und dem Austritt von Radioaktivität in einer katastrophalen Größenordnung. Infolge des Reaktorunglücks beschloss die Bundesregierung den Ausstieg aus der zivilen Atomenergie. dapd (Politik/Politik)

Gerhard Cromme geht

Gerhard Cromme geht Essen (dapd). ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme zieht Konsequenzen aus der Dauerkrise beim größten deutschen Stahlkonzern. Der 70-jährige Manager legt nicht nur sein Amt als Chefkontrolleur des Unternehmens nieder. Er wird auch aus der mächtigen Krupp-Stiftung ausscheiden, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Cromme betonte, mit dem Schritte wolle er „auch im Aufsichtsrat einen personellen Neuanfang ermöglichen“. Anleger reagierten erleichtert: Die ThyssenKrupp-Aktie schnellte im DAX um mehr als 3,5 Prozent nach oben. Cromme stand zwölf Jahre an der Spitze des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats. Angesichts einer Flut von Kartellskandalen, Korruptionsaffären und Milliardenverlusten durch Fehlinvestitionen in Amerika war aber in den vergangenen Monaten der Ruf nach einem Rücktritt des Chefkontrolleurs immer lauter geworden. Cromme, der sein Amt mit Wirkung zum 31. März niederlegt, betonte: „Ich wünsche dem Unternehmen, dass es wie in der über 200-jährigen Geschichte auch aus der derzeitigen Krise gestärkt hervorgeht.“ Er werde sich dem Unternehmen auch in Zukunft verbunden fühlen. Der Vorsitzende der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz, nahm die Entscheidung Crommes „mit großem Respekt“ an. Der 99-Jährige lobte die langjährige enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Cromme galt bislang als designierter Nachfolger des Firmenpatriarchen an der Spitze der Krupp-Stiftung, des größten Aktionärs des Essener Stahlriesen. ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger dankte Cromme für dessen Arbeit. Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende habe das Bild der deutschen Stahlindustrie entscheidend geprägt. Cromme steht auch an der Spitze des Siemens-Aufsichtsrats. Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht zu der Personalie äußern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Flugausfälle wegen Streiks am Flughafen Köln/Bonn

Flugausfälle wegen Streiks am Flughafen Köln/Bonn Köln/Bonn (dapd-nrw). Am Flughafen Köln/Bonn fallen wegen eines ganztägigen Streiks des privaten Sicherheitspersonals am (heutigen) Freitag 70 Flüge aus. Insgesamt seien 49 Starts und 21 Landungen gestrichen worden, teilte der Flughafen am Morgen mit. Ursprünglich waren für den ganzen Tag 103 Abflüge und 104 Ankünfte geplant. Zwischen 4.00 Uhr und 7.00 Uhr wurden den Angaben zufolge bereits elf der 15 geplanten Flüge gestrichen. Im Laufe des Tages muss mit weiteren Beeinträchtigungen gerechnet werden. Die Fluggäste müssen sich in Geduld üben. Bereits in der Nacht zum Donnerstag gab es Arbeitsniederlegungen in der Frachtkontrolle am Flughafen. Zudem streikten am Donnerstag mehr als 200 Objektschützer in Nordrhein-Westfalen. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe in NRW Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro pro Stunde. Für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe bieten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft bisher 40 Cent mehr an. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Daimler-Mitarbeiter erhalten 3.200 Euro Erfolgsprämie

Daimler-Mitarbeiter erhalten 3.200 Euro Erfolgsprämie Stuttgart (dapd). Nach der Rekordprämie im vergangenen Jahr müssen sich die Beschäftigten beim Autokonzern Daimler in diesem Jahr mit weniger zufriedengeben. Etwa 130.000 anspruchsberechtigte Mitarbeiter werden eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 3.200 Euro erhalten, wie Daimler am Freitag in Stuttgart mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 4.100 Euro. Die jetzige Auszahlung sei die dritthöchste der Unternehmensgeschichte, sagte Personalvorstand Wilfried Porth. Die Prämie soll mit dem April-Gehalt ausgezahlt werden. Sie orientiert sich bei Daimler am Ergebnis, das 2012 unter dem Vorjahreswert zurückblieb. Das operative Ergebnis sank laut vorläufigen Zahlen um zwei Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Künftig soll bei der Ergebnisbeteiligung zusätzlich noch die Umsatzrendite der Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans berücksichtigt werden. „Durch die Einführung der Umsatzrendite als zusätzlichen Maßstab entstehen zwar neue Risiken, aber auch neue Chancen“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)