Solarworld-Chef Asbeck lobt das EU-Verfahren

Solarworld-Chef Asbeck lobt das EU-Verfahren Berlin (dapd). Der Chef des deutschen Photovoltaik-Anbieters Solarworld, Frank Asbeck, schließt nach der Eröffnung eines Antidumping-Verfahrens gegen chinesische Firmen ein Einlenken der Asiaten nicht aus. „Wir hoffen, dass die chinesische Seite schon in dem 15-monatigen Prüfungszeitraum durch die EU zu vernünftigem Wirtschaften zurückfindet“, sagte Asbeck am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Asbeck hatte zusammen mit 24 weiteren Solarfirmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern in Brüssel Klage gegen die Billigkonkurrenz eingelegt. Auch die Chinesen leiden nach seinen Worten unter den Dumpingpreisen und schreiben rote Zahlen. Deshalb müsse wieder ein Wettbewerb um die Effizienz der Solarmodule entstehen. Die Frage dürfe nicht sein: „Wer ist wie lange in der Lage, pro Solarmodul starke Verluste zu tragen?“ Zum technologischen Wettbewerb zeigte sich Asbeck zuversichtlich: „Ein Solarmodul, das zum Beispiel heute noch 250 Watt schafft, das muss Anfang nächsten Jahres 275 Watt schaffen. Da sind wir auf sehr gutem Weg mit einer Summe von Produkten, die wir im Moment vom Labor in die Fabriken überführen, sowohl in den USA als auch in Deutschland. Diesen Wettbewerb haben wir gern.“ Zur Frage eines drohenden Handelskriegs meinte der Vorstandsvorsitzende von Solarworld: „Ein Handelskrieg wird nicht durch Eröffnung eines rechtsstaatlichen EU-Dumpingverfahrens begonnen, sondern indem einer anfängt, zu dumpen.“ Unabhängig vom chinesischen Preisdumping sei der Markt für Solarstrom stetig im Wachsen. Das schaffe Platz für eine Menge Wettbewerb. Es gelte, eine langfristig verlässliche Quelle der Energie so zu erschließen, dass sie nicht nur kurzfristig günstig sei, sondern langfristig immer günstiger werde. Gefährlich sei es, mit nicht marktwirtschaftlichen Mitteln in einen Markt einzugreifen. „Dann bleibt der technische Fortschritt auf der Strecke“, sagte Asbeck. Die EU-Entscheidung sei eine Notwendigkeit gewesen und tue der Sache insgesamt sehr gut, um über kurz oder lang einen Großteil der Energieversorgung dieser Welt auch über die Sonne darstellen zu können. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kfz-Gewerbe kritisiert Autohandel für geschönte Zulassungsstatistik

Kfz-Gewerbe kritisiert Autohandel für geschönte Zulassungsstatistik Frankfurt/Main (dapd). Der Automobilbranche leidet unter sinkenden Pkw-Verkäufen. Während die Werkstätten derzeit noch Geld verdienten, bereite der Neuwagenabsatz „einigen Kummer“, sagte der Präsident des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), Robert Rademacher, am Donnerstag in Frankfurt am Main. Das sei besonders bedenklich, da „vom Neuwagenverkauf heute das Werkstattgeschäft morgen und übermorgen abhängt“, erklärte Rademacher vor der Branchenmesse Automechanika (11. bis 16. September). Von Januar bis August seien in Deutschland 0,6 Prozent weniger neue Pkw zugelassen worden als im Vorjahreszeitraum. Rademacher kritisierte dabei den hohen Anteil der Hersteller- und Händlerzulassungen, der zum „Schönen der Statistik“ diene und ein „unerfreuliches Rekordniveau“ erreicht habe. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Regierungsberater fordern die globale Energiewende

Regierungsberater fordern die globale Energiewende (dapd). Regierungsberater fordern eine globale Energiewende und beziffern den Investitionsbedarf bis 2050 auf 68.000 Milliarden US-Dollar. Bei der Vorstellung eines Gutachtens am Donnerstag in Berlin äußerte sich der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), Hans-Joachim Schellnhuber, zuversichtlich, dass ausreichend privates Kapital verfügbar sei. Es gehe nun darum, den Investitionsbedarf privater Anleger mit dem Kapitalbedarf der Energiewende zusammenzubringen. Bis 2040 könnten die Kosten vollständig kompensiert werden. In ihrem Gutachten gehen die Berater davon aus, dass anfänglich 1,1 Billionen US-Dollar pro Jahr vonnöten seien, um eine globale Vollversorgung mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien sowie den weltweiten Ausstieg aus der Atomkraft zu ermöglichen. Im Jahr 2030 würde der Investitionsbedarf auf 2 Billionen Euro jährlich, im Jahr 2050 auf 3,5 Billionen pro Jahr steigen. Insgesamt müssten im Zeitraum von heute bis 2050 rund 68 Billionen US-Dollar investiert werden. Das entspricht rund 54.000 Milliarden Euro. Allerdings könnten die Investitionen „durch Einsparungen der Kosten für fossile Brennstoffe bei konventionellen Technologien schon bis zum Jahr 2040 vollständig kompensiert sein“, wie es in dem Gutachten „Finanzierung der globalen Energiewende“ heißt. Besondere Bedeutung misst der Beirat privatem Kapital zu. Schellnhuber verwies darauf, dass viele private Anleger „nach einem sicheren Hafen“ suchten, der Sicherheit und Rendite bringe. „Wir glauben, dass man diese beiden Dinge zusammenbringen kann: Investition in die Energiewende – in Deutschland, in Europa, weltweit – und den Bedarf derjenigen, die Kapital besitzen, es in einer vernünftigen Weise anzulegen“, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Hierfür müsse der Staat allerdings einen stabilen Ordnungsrahmen schaffen. Der Staat müsse die Bürgschaft dafür übernehmen, dass Investitionen nicht vor die Wand fahren. „Aus dieser Rolle kann er sich nicht herausstehlen“, mahnte er. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) versicherte, dass er das Anliegen „nachdrücklich“ unterstütze. Anleger engagierten sich nur dann in einem bestimmten Bereich, wenn Politik auf mittlere Frist verlässlich bleibe. „Das Entscheidende ist, dass wir auf absehbare Sicht nicht damit rechnen können, dass in größerem Maß staatliches Kapital bereitsteht“, fügte er hinzu. (WBGU-Gutachten: http://url.dapd.de/2TxuZy ) dapd (Politik/Politik)

Hilfsorganisation warnt vor humanitärer Katastrophe in Westafrika

Hilfsorganisation warnt vor humanitärer Katastrophe in Westafrika Berlin (dapd). Missernten, Cholera, Fluten und Flüchtlingsströme: Die Hilfsorganisation Care warnt davor, die mehr als 18 Millionen Menschen, die in Westafrika von einer akuten Hungerkrise bedroht sind, zu vergessen. „Die humanitäre Situation in Niger, Tschad und Mali verschlechtert sich weiterhin dramatisch“, erklärte am Donnerstag in Bonn das Vorstandsmitglied von Care Deutschland-Luxemburg, Stefan Ewers. Die internationale Hilfe sei weiter massiv unterfinanziert, beklagte Ewers. Die Zahl der Menschen, die in neun Ländern der Sahelzone von der Hungerkrise betroffen sind, habe sich seit Februar fast verdoppelt. Laut Care sind insgesamt 18 Millionen Menschen von Nahrungsmittelunsicherheit bedroht. Alleine in Mali, Tschad und Niger sind es über 14 Millionen. (Informationen von CARE: http://url.dapd.de/25DAK0 ) dapd (Politik/Politik)

Studie hält Fracking unter strengen Auflagen für möglich

Studie hält Fracking unter strengen Auflagen für möglich Berlin (dapd). Unter strengen Auflagen könnte künftig in Deutschland die sogenannte Fracking-Technologie zur Erdgasgewinnung angewendet werden. Ein am Donnerstag in Berlin vorgestelltes Gutachten des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA) kommt zu dem Schluss, dass die Technologie insbesondere wegen des Chemikalieneinsatzes und der Entsorgung des anfallenden Abwassers erhebliche Risiken birgt. Ein Verbot der Methode empfehlen die Gutachter nicht, allerdings soll die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten strengen Umweltverträglichkeitsprüfungen unterliegen. Trinkwassergebiete sollen ausgenommen werden. Bei der Methode wird ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in das Gestein gepresst, um es aufzubrechen und das Gas freizusetzen. Umweltschützer und Anwohner befürchten durch die dazu in den Boden gepressten Chemikalien eine Verschmutzung der Umwelt und Verunreinigungen des Grundwassers. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) versicherte bei der Vorstellung des Gutachtens, dass zunächst sämtliche Bedenken ausgeräumt sein sollten, bevor Fracking tatsächlich zum Einsatz komme. Das Thema Fracking sei hochkomplex, weil es zum einen schon seit Jahren Bestrebungen gebe, die Erdgasvorkommen auszubeuten, auf der anderen Seite aber eben auch erhebliche Bedenken. Diese müssten ernst genommen werden. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Das nun vorgelegte Gutachten sei eine „exzellente Basis“ für Gespräche mit allen Beteiligten. „Für mich geht Gründlichkeit auch in diesem Bereich vor Eile“, betonte Altmaier. Nach Angaben des Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, gibt es in Deutschland ein erschließbares Potenzial von 1,3 Billionen Kubikmetern. Damit könne der gesamte Erdgasbedarf der nächsten 13 Jahre in Deutschland gedeckt werden. Seine Behörde empfehle auf Basis des Gutachtens allerdings, „derzeit von einem großtechnischem Einsatz abzusehen“. Gleichwohl solle die Technologie weiter untersucht werden. Verboten werden soll Fracking allerdings in Trinkwasserschutzgebieten, die 14 Prozent der gesamten Fläche in Deutschland ausmachten. „Trinkwasser ist ein hohes Schutzgut“, betonte Flasbarth. Die hohe Qualität des Trinkwassers in Deutschland solle nicht beeinträchtigt werden. Die Gefahren für das Trinkwasser ließen allerdings nicht den Schluss zu, dass Fracking grundsätzlich verboten werden solle. Flasbarth verwies jedoch darauf, dass das Gutachten Umweltverträglichkeitsprüfungen für jede Bohrungen empfehle. Dies sei nicht nur eine Formalie. dapd (Politik/Politik)

Weniger Schuldner melden Pleiten an

Weniger Schuldner melden Pleiten an Hamburg (dapd). In Deutschland geht die Zahl der registrierten Privatpleiten weiter zurück. Das geht aus dem Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel für das 1. Halbjahr 2012 hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Danach ist die Zahl der sogenannten Privatinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent gesunken. Genau 68.818 Mal mussten danach Schuldner bekennen, dass sie zahlungsunfähig sind. Für 2012 rechnet Bürgel mit bis zu 132.000 Privatinsolvenzen in Deutschland. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Privatinsolvenzen in Deutschland das zweite Jahr in Folge zurückgehen werden“, sagt Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. „Die Verbraucher gehen (in der Eurokrise) vorsichtiger mit ihrem Geld um und verzichten auf risikoreiche Investitionen.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bahn empfiehlt Platzreservierung

Bahn empfiehlt Platzreservierung Berlin (dapd). Die Deutsche Bahn hat ihren Reisenden wegen des bevorstehenden Streiks des Lufthansa-Kabinenpersonals dringend die Platzreservierung empfohlen. Der angekündigte ganztägige Ausstand trifft die Bahn für Freitag zu einer Zeit, da in Bahnhöfen und Zügen ohnehin Hochbetrieb herrscht. Das Unternehmen erklärte am Donnerstag, es stelle „alle zur Verfügung stehenden Züge bereit und setzt bei Bedarf in den betroffenen Bahnhöfen zusätzliche Mitarbeiter ein“. Passagiere des innerdeutschen Flugverkehrs der Lufthansa können ihr elektronisches Ticket (etix) für die eingetragene Strecke online über die Lufthansa-Internetseite, am Check-in-Automaten oder am Lufthansa-Schalter in einen Reisegutschein (Voucher) für die Deutsche Bahn umwandeln lassen. Damit können sie dann direkt in den Zug steigen. Bei internationalen Verbindungen müssen die Reisegutscheine vor Fahrtantritt in einem DB Reisezentrum oder einer DB Agentur gegen eine Fahrkarte eingetauscht werden. (Kostenpflichtige Bahn-Telefonauskunft: 0180 5 99 66 33) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Hannover Messe macht Vernetzung zum Leitthema

Hannover Messe macht Vernetzung zum Leitthema Hannover (dapd). Mit dem Leitthema „Integrated Industry“ rückt die Hannover Messe 2013 die zunehmende Vernetzung innerhalb der Industrie in den Mittelpunkt. „Maschinen, Anlagen, Werkstücke und Bauteile werden künftig Daten und Informationen in Echtzeit austauschen. Hierdurch wird es in Produktion und Logistik einen Schub für Effizienz, Sicherheit und Ressourcenschonung geben“, sagte Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Donnerstag in Hannover. „Integrated Industry“ beschreibe aber neben der technischen und elektronischen Vernetzung auch die Herausforderung an alle Teilbereiche der Industrie, unternehmens- und branchenübergreifend zusammenzuarbeiten. Die Hannover Messe findet vom 8. bis 12. April 2013 statt. Partnerland ist Russland. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Klage Brüssels gegen die Deutsche Bahn ist offenbar unzulässig

Klage Brüssels gegen die Deutsche Bahn ist offenbar unzulässig Luxemburg (dapd). Im Rechtsstreit mit der EU über die Trennung von Verkehr und Schiene bei der Deutschen Bahn steht die Bundesregierung vor einem Erfolg. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hält die Klage Brüssels für nicht zulässig, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Schlussantrag hervorgeht. Bei der Bahn sind zwar Betrieb und Netz getrennt. Allerdings ist die Deutsche Bahn Netz in die DB Holding integriert, der auch das Eisenbahnunternehmen angehört. Für die EU-Wettbewerbshüter ist damit die Unabhängigkeit beider Bereiche nicht ausreichend gesichert, sie werfen Berlin einen Verstoß gegen die entsprechende EU-Richtlinie vor. Generalanwalt Niilo Jääskinen sieht das anders: Es sei „gestattet“, Netzbetreiber und Verkehrsunternehmen in einer Holding zu integrieren, schrieb er. Die Richter des EuGH folgen in ihrem Urteil in den überwiegenden Fällen der Meinung des Generalanwaltes. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gerolsteiner Brunnen verzeichnet Umsatzplus

Gerolsteiner Brunnen verzeichnet Umsatzplus Gerolstein (dapd). Trotz eines teils regnerischen Sommers hat der Mineralwasserhersteller Gerolsteiner Brunnen mehr Getränke verkauft. In den ersten sieben Monaten des Jahres stieg der Umsatz auf 124 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Gerolstein mitteilte. Das entspricht einer Steigerung von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Der verregnete Juli hat uns zwar zurückgeworfen, aber keinen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Axel Dahm. Zufrieden zeigte sich Dahm mit dem Verkauf der im Februar eingeführten Gerolsteiner Limonaden. Diese würden sehr gut angenommen. Im internationalen Geschäft steigerte das Unternehmen seinen Absatz von Wässern und Erfrischungsgetränken um 8,5 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)