Düsseldorf (dapd). Vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts wächst im deutschen Einzelhandel die Angst, dass Konjunktursorgen und hohe Energiepreise die Kauflust der Bundesbürger bremsen könnten. Die Stimmung in der Branche sei derzeit so schlecht wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr, berichtete am Dienstag der Handelsverband Deutschland (HDE) unter Berufung auf eine Umfrage bei rund 1.300 Betrieben. Dennoch hofft der Verband weiter auf stabile Umsätze in den wichtigsten Verkaufswochen des Jahres. „Die Stimmung im deutschen Einzelhandel kühlt sich ab“, fasste HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Düsseldorf die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zusammen. Erstmals seit dem Frühjahr 2010 übertreffe der Anteil der Händler mit einer schlechten Lagebewertung wieder die Zahl der Optimisten. Nicht nur die anhaltende Eurokrise sorge für eine erhebliche Verunsicherung. Auch die steigenden Energiepreise bereiteten der Branche Sorgen, berichtete Genth. Einerseits schmälern die hohen Kosten von Strom, Heizöl und Benzin das Einkaufsbudget der Käufer. Andererseits sorgen sie auch für höhere Betriebskosten und drücken so auf die Gewinnspannen der Händler. Denn wegen des harten Wettbewerbs können viele Unternehmen die gestiegenen Kosten nicht vollständig an ihre Kunden weitergeben. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen klagte in der Umfrage über Gewinneinbußen im ersten Halbjahr. Stimmung ist schlechter als die Lage Doch ist die Stimmung nach Einschätzung des Verbandes schlechter als die Lage. „Die Konjunktursorgen scheinen derzeit größer zu sein als die tatsächlichen Konjunkturrisiken“, sagte Genth. Die nach wie vor gute Situation auf dem Arbeitsmarkt und die stabile Einkommensentwicklung bei den Beschäftigten seien eine gute Basis für florierende Geschäfte auch in den kommenden Monaten. Der HDE rechnet deshalb trotz der aktuellen Konjunktureintrübung mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft. Der Verband bekräftigte seine Prognose, dass der Einzelhandel seine Umsätze 2012 um 1,5 Prozent auf rund 428 Milliarden Euro steigern werde. Das erste Halbjahr sei mit einem Umsatzplus von nominal 2,6 Prozent sogar besser gelaufen als erwartet, sagte Genth. Gut waren die Geschäfte zuletzt vor allem beim Verkauf von Uhren, Schmuck, Unterhaltungselektronik, Sport- und Campingartikeln, Spielwaren und Wohnmöbeln. Auch der Lebensmittelhandel profitierte von der Kauflust der Bundesbürger. Dagegen litt der Textilhandel unter dem durchwachsenen Sommer. Als Wachstumsmotor erwies sich erneut der Internethandel, dessen Umsatz laut HDE in diesem Jahr um zwölf Prozent auf knapp 30 Milliarden Euro steigen dürfte. Die gute Entwicklung der Branche in den vergangenen Jahren schlägt sich auch in der Beschäftigungsbilanz nieder. Zum Jahresende 2011 übersprang die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel erstmals die Drei-Millionen-Marke. Seitdem seien vom „Jobmotor Einzelhandel“ weitere 62.000 sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen worden. Ob weitere Zuwächse möglich seien, hänge aber von der Konjunkturentwicklung ab, sagte Genth. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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Krise dämpft Vermögenswachstum weltweit
Frankfurt/Main (dapd). Das schwache Wirtschaftswachstum und das Zinstief lassen den Reichtum auf der Welt nur noch langsam wachsen. Zwar besitzen alle Menschen zusammengenommen ein Brutto-Geldvermögen von 103,3 Billionen Euro, wie aus einer am Dienstag vorgestellten Studie im Auftrag des Allianz-Konzerns hervorgeht. Aber zuletzt stieg das Vermögen nur noch ganz leicht, in Westeuropa ging es sogar zurück. Nach Abzug der Inflation erzielten die Sparer seit dem Jahr 2000 den Angaben zufolge keinen realen Vermögenszuwachs mehr. „Es ist unübersehbar, dass Unsicherheit, niedrige Zinsen und Eurokrise ihre Spuren in der Vermögensentwicklung hinterlassen“, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. „Die Sparer sind die Leidtragenden der Tatsache, dass sowohl die Neuordnung der Finanzmärkte als auch die Lösung der Krise im Euroraum noch immer nicht entscheidend vorangekommen sind.“ Das Geldvermögen der Bundesbürger stieg der Studie zufolge im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent. Demnach besitzt ein Deutscher im Schnitt abzüglich seiner Schulden 38.521 Euro. Weltweit ging der Vermögenszuwachs auf eine Rate von 0,6 Prozent pro Kopf zurück. Mit Abstand am reichsten sind die Schweizer, die pro Kopf netto 138.062 Euro besitzen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Japan und die USA mit 93.087 und 90.417 Euro. Deutschland liegt auf Rang 16. Die Studie deckt 52 Länder ab, die nach Angaben der Allianz 93 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft ausmachen und in denen gut zwei Drittel der Weltbevölkerung leben. Von diesen rund 4,8 Milliarden Menschen besitzt das reichste Zehntel 55 Prozent des gesamten Netto-Geldvermögens, während die ärmere Hälfte gerade einmal über sechs Prozent verfügt. Mittelschicht wächst Während die globale Mittelschicht wuchs, sank der Untersuchung zufolge sowohl die Zahl der Reichen mit mehr als 26.800 Euro Nettovermögen als auch die der Armen mit weniger als 4.500 Euro. Die Aufsteiger in die Vermögens-Mittelschicht kommen vor allem aus Schwellenländern. Die Schuldendisziplin wurde demnach infolge der Krise besser. Der globale Schuldenberg wuchs auch 2011 nur mäßig um 2,2 Prozent und damit deutlich langsamer als die nominale Wirtschaftsleistung. Die globale Schuldenquote, also die Verbindlichkeiten in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, reduzierte sich dadurch allein im vergangenen Jahr um annähernd 2,5 Punkte auf 67 Prozent. In den Jahren vor der Krise erzielte das globale Schuldenwachstum noch regelmäßig Werte von über acht Prozent, und die Schuldenquote erreichte in der Spitze knapp 72 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Privathaushalte haben noch erhebliches Energiesparpotential
Berlin (dapd). Privathaushalte in Deutschland können in den kommenden Jahren durch wirksameren Einsatz von Energie erheblich sparen. Dazu gehören nach einer Untersuchung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) nicht nur weniger Sprit fressende Autos, sondern auch der Einsatz neuer Haushaltsgeräte und die Gebäudesanierung. Nehme man die Energiewende ernst und nutze das Sparpotenzial konsequent aus, dann wären im Jahr 2020 rund elf Milliarden Euro eingespart, erklärte die dena am Dienstag in Berlin. Kämen die Möglichkeiten der Industrie hinzu, könne Deutschland seine Energiekosten im Jahr 2020 sogar um bis zu 33 Milliarden Euro senken, schreibt die Gesellschaft, an der neben der Bundesrepublik unter anderem die KfW Bankengruppe, die Allianz, die Deutsche Bank und die DZ Bank beteiligt sind. Beiträge zum Sparen könnten etwa stromeffiziente Anwendungen wie energiesparende Haushaltsgeräte und Beleuchtungsmittel leisten. Einkommensschwache Haushalte sollten unterstützt werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
US-Markt rettet deutschen Automobilherstellern abermals die Bilanz
Berlin (dapd). Der internationale Automarkt bleibt gespalten. Weitgehend auf den europäischen Markt beschränkte Hersteller haben durch die Bank weiterhin mit den Folgen der Schuldenkrise in Südeuropa zu kämpfen. Dagegen melden die international aufgestellten Autohersteller, darunter auch deutsche Marken mit Premiumansprüchen wie Audi, Daimler und BMW, vor allem in den USA glänzende Verkaufszahlen. Die am Dienstag von Automobilverbänden vorgelegten Zahlen belegen diese Entwicklung. Wie der europäische Branchenverband ACEA in Brüssel mitteilte, ging die Zahl der Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat EU-weit um 8,9 Prozent auf 688.000 Fahrzeuge zurück. Hauptgrund dafür ist, so zeigen die Zahlen eindeutig, die Schuldenkrise, die vor allem in Südeuropa die Autoverkäufe sinken lässt. Neben Griechenland, wo der Autoabsatz um fast die Hälfte zurückging, kommt die Krise nun auch in den großen europäischen Volumenmärkten an. So brach der Absatz in Frankreich um 11,4 Prozent auf gut 96.000 Autos ein. In Italien betrug der Rückgang sogar mehr als ein Fünftel. In Spanien konnten die Autohersteller infolge von Vorzieheffekten durch die anstehende Mehrwertsteuererhöhung dagegen ihren Absatz entgegen dem Trend um 3,4 Prozent auf 48.800 Einheiten ausbauen. Insgesamt ging der EU-Automarkt dieses Jahr um 7,1 Prozent oder knapp 650.000 Autos zurück. Nach Beobachtung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) werden die Rückgänge in Westeuropa „durch das dynamische Wachstum in den anderen Regionen mehr als ausgeglichen“. In China stieg die Zahl der Neuzulassungen im August um 12,8 Prozent auf 1,1 Millionen Autos. Die deutschen Autohersteller profitieren laut VDA vor allem vom US-Markt, wo sie ihren Absatz im August mit 101.600 verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um gut 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat steigern konnten. Damit war nach Verbandsangaben jeder achte Pkw, der in den Vereinigten Staaten im Jahresverlauf verkauft wurde, ein deutsches Fabrikat. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
EZB-Politik lässt Sorgen von Finanzmarktexperten schrumpfen
Mannheim (dapd). Die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die bevorstehende Einführung des Euro-Rettungsschirms ESM haben die Konjunkturerwartung von Finanzmarktexperten deutlich steigen lassen. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, kletterte der Index für Deutschland von minus 25,5 Zählern im August auf minus 18,2 Punkte im September. Es ist der erste Anstieg nach zuletzt vier Rückgängen in Folge. Die Aussichten für die Wirtschaft in der Währungsunion legten noch stärker zu. Der Index für die Konjunkturerwartungen stieg um 17,4 Zähler auf minus 3,8 Punkte. Das ZEW befragt monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger. Der Anstieg macht deutlich, dass die Finanzexperten die Ankündigung der EZB begrüßen, notfalls unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenstaaten zu kaufen. Zudem gab das Bundesverfassungsgericht in der vergangenen Woche den Weg für den Euro-Rettungsschirm ESM frei. Beides dämpfte die Sorgen um den Bestand der europäischen Währungsunion. Der nach wie vor negative Wert der Indikatoren zeigt, dass die Finanzmarktexperten mit einer weiteren Abkühlung der Konjunktur sowohl in Deutschland als auch in Europa auf Sicht von sechs Monaten rechnen. Das Ende der Talfahrt des Indikators legt allerdings nahe, dass die Abschwächung in den Augen der Befragten eher moderat ausfallen wird. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland verschlechterte sich den Angaben zufolge im September allerdings. Der entsprechende Indikator gab im Vergleich zum August 5,6 Punkte nach und notierte bei 12,6 Zählern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bahr erwartet weitere Prämienausschüttungen
Hamburg (dapd). Nach der Ankündigung der Techniker Krankenkasse (TK) zur Prämienausschüttung verlangt Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) von den anderen finanzstarken Kassen, diesem Beispiel zu folgen. „Die Überschüsse sind das Geld der Versicherten und Patienten und sie sollten daran teilhaben“, forderte Bahr am Dienstag in Berlin. Insgesamt profitierten mit der Ankündigung der TK jetzt sieben Millionen Versicherte in Deutschland von Prämienauszahlungen. „Es könnten weitere Millionen Versicherte sein“, betonte der Minister. Die TK will 2013 an Prämien an ihre Mitglieder ausschütten. Möglich wäre eine Auszahlung von 60 bis 120 Euro, wie es in Gesundheitskreisen hieß. Die TK verfügt über Rücklagen von rund 2,8 Milliarden Euro. Insgesamt haben die gesetzlichen Krankenkassen rund 22 Milliarden Euro angespart. Den TK-Mitgliedern riet Bahr, die zurückgezahlten Beiträge in die eigene Gesundheit zu investieren, etwa durch die Teilnahme an Gesundheits- oder Sportkursen. dapd (Politik/Politik)
Deutsche Stahlproduktion geht zurück
Düsseldorf (dapd). Der Konjunkturrückgang spiegelt sich auch in der deutschen Stahlproduktion wider. Statt der noch im Januar erwarteten 44,0 Millionen Tonnen wird nun für 2012 von einer Erzeugung in Höhe von rund 42,5 Millionen Tonnen ausgegangen. Das teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Dienstag in Düsseldorf mit. Das wäre ein Rückgang um vier Prozent. 2011 wurden in Deutschland 44,3 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Im bisherigen Jahresverlauf unterschreitet die Erzeugung den Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Die Kapazitätsauslastung in Deutschland dürfte nach diesen Angaben für Rohstahl in diesem Jahr aber bei knapp 85 Prozent liegen, verglichen mit unter 80 Prozent weltweit. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Nahles wirft Regierung Untätigkeit bei der Armutsbekämpfung vor
Berlin (dapd). SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles wirft der Bundesregierung Untätigkeit bei der Armutsbekämpfung vor. „Die Bundesregierung weigert sich, etwas gegen die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft zu tun“, sagte Nahles am Dienstag mit Blick auf den vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung. Sie forderte die Anhebung des Spitzensteuersatzes, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie die Umsetzung der Finanztransaktionssteuer. „Auch hier ist die Bundesregierung Taten schuldig geblieben“, fügte sie hinzu. Nahles kündigte an, die Besteuerung der Reichen auch im anstehenden Bundestagswahlkampf in den Vordergrund zu rücken, „damit die Menschen in Deutschland auch wissen, nur mit Rot-Grün wird es auch einen Fortschritt bei der Armutsbekämpfung in diesem Land geben können“. Allerdings sei das Thema für die SPD nicht nur in Wahlkampfzeiten ein Anliegen. dapd (Politik/Politik)
MAN sieht stabilen Absatz
Hannover (dapd-bay). Der Lastwagenhersteller MAN hat bis Ende August weltweit 90.000 bis 100.000 Fahrzeuge abgesetzt. Das sei „auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte Lkw-Vertriebsvorstand Frank Hiller am Dienstag auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover. „Bisher ist der Absatz sehr stabil“, fügte er hinzu. Zu den zuletzt von MAN angekündigten Produktionseinschränkungen äußerte sich Hiller auch auf Nachfrage nicht. Der europäische Markt werde 2012 um fünf bis zehn Prozent fallen. MAN rechnet allerdings damit, „dass die nächsten Jahre in Europa dynamisch werden“, auch wegen des Wechsels zu den modernen Euro-VI-Motoren. Das sagte der neue Vorstandsvorsitzende Anders Nielsen. Eine konkrete Vorhersage machte er nicht. Nielsen sagte, MAN könne von „positiven Impulsen“ der Zusammenarbeit unter dem Dach des VW-Konzerns ausgehen. Der Manager kündigte an, MAN werde „die Präsenz in den Wachstumsmärkten“ ausweiten. Im derzeit schwachen Markt in Europa habe MAN in den vergangenen Jahren den Marktanteil ausgebaut. MAN stellt in Hannover neue Fahrzeuggenerationen bei Lastwagen und Bussen vor. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr wegen der Lkw-Absatzschwäche in Europa einen Gewinneinbruch erlitten. Anders als der große heimische Konkurrent Mercedes ist die VW-Tochter nicht in den zurzeit enorm erfolgreichen Märkten USA und Japan vertreten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Einzelhandel zwischen Hoffen und Bangen
Düsseldorf (dapd). Wenige Wochen vor dem Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts wächst im deutschen Einzelhandel die Angst, dass die Kauflust der Bundesbürger durch die Konjunktursorgen gebremst werden könnte. In einer Branchenumfrage bei rund 1.300 Betrieben übertraf erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder der Anteil der Händler mit einer schlechten Lagebewertung die Zahl der Optimisten, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. „Die Stimmung im deutschen Einzelhandel kühlt sich ab“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Düsseldorf. Nicht nur die anhaltende Eurokrise sorge für eine erhebliche Verunsicherung. Auch die steigenden Energiepreise bereiteten der Branche Sorgen. Einerseits schmälerten die hohen Kosten von Strom, Heizöl und Benzin das Einkaufsbudget der Käufer. Andererseits sorgten sie auch für höhere Betriebskosten und drückten so auf die Margen der Händler. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen klagte in der Umfrage über Gewinneinbußen im ersten Halbjahr. Doch ist die Stimmung nach Einschätzung des Verbandes schlechter als die Lage. „Die Konjunktursorgen scheinen derzeit größer zu sein als die tatsächlichen Konjunkturrisiken“, sagte Genth. Die nach wie vor gute Situation auf dem Arbeitsmarkt und die stabile Einkommensentwicklung bei den Beschäftigten seien eine gute Basis für florierende Geschäfte auch in den kommenden Monaten. Der HDE rechnet deshalb trotz der aktuellen Konjunktureintrübung mit stabilen Umsätzen im Weihnachtsgeschäft. Der Verband bekräftigte seine Prognose, dass der Einzelhandel seine Umsätze 2012 um 1,5 Prozent auf rund 428 Milliarden Euro steigern werde. Das erste Halbjahr sei mit einem Umsatzplus von nominal 2,6 Prozent sogar besser gelaufen als erwartet, sagte Genth. Das Wachstum der vergangenen Jahre schlägt sich auch in der Beschäftigungsbilanz nieder. Zum Jahresende 2011 übersprang die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel erstmals die Drei-Millionen-Marke. Seitdem seien vom „Jobmotor Einzelhandel“ weitere 62.000 sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen worden. Ob weitere Zuwächse möglich seien, hänge aber von der Konjunkturentwicklung ab, sagte Genth. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)