Lemke an Spitze der Grünen in Sachsen-Anhalt für Bundestagswahl

Lemke an Spitze der Grünen in Sachsen-Anhalt für Bundestagswahl Magdeburg (dapd). Die Grünen in Sachsen-Anhalt ziehen mit der Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, in den Bundestagswahlkampf 2013. Die 44-Jährige aus dem Kreisverband Dessau-Roßlau wurde am Samstag auf einem Landesparteitag auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Sie bekam 63 Ja-Stimmen von 73 gültigen Stimmen. Damit votierten 86,3 Prozent der Delegierten für Lemke Von 1994 bis 2002 war sie Bundestagsabgeordnete, seit 2002 Politische Bundesgeschäftsführerin und seit demselben Zeitpunkt Wahlkampfleiterin der Bundestags- und Europawahlen. Die Grünen, die eigenen Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 690 Mitglieder zählen, hatten bei der letzten Bundestagswahl vor drei Jahren 5,1 Prozent der Wählerstimmen bekommen. dapd (Politik/Politik)

Sparkassen dringen in Tokio auf den Abbau der Staatsschulden

Sparkassen dringen in Tokio auf den Abbau der Staatsschulden Tokio (dapd). Die deutschen Sparkassen appellieren an die Bundesregierung, die Lösung der europäischen Finanzkrise über die Einrichtung eines Altschuldentilgungsfonds anzugehen. Ein Überschuldungsproblem sei nicht dadurch zu lösen, „dass man Schuldnern die Refinanzierung alter oder gar die Aufnahme neuer Schulden erleichtert“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, am Samstag am Rande der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Tokio. „Eine dauerhafte Lösung ist nur durch Schuldenabbau möglich“, betonte Fahrenschon. „Je länger wir das in der Europäischen Wirtschaftsunion hinauszögern, desto teurer wird die Krise für Steuerzahler und Sparer“, warnte der DSGV-Präsident. Damit stellt sich Fahrenschon indirekt gegen den unter anderem von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Tokio nachdrücklich verteidigten Regierungskurs zur Bewältigung der Euro-Krise. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bankenverband fordert umfassende Strukturreformen

Bankenverband fordert umfassende Strukturreformen Tokio (dapd). Die Bundesregierung erhält für ihre ablehnende Haltung zur unbegrenzten Haftungsübernahme für die europäischen Krisenstaaten Rückendeckung vom deutschen Bankenverband. „Die europäische Staatsschuldenkrise lässt sich auch weiterhin nur in Trippelschritten bewältigen“, sagte Andreas Schmitz, Präsident des Bankenverbandes anlässlich der am Samstag zu Ende gegangenen Jahrestagung von IWF und Weltbank in Tokio. Die deutsche Bundesregierung handele richtig, wenn sie Forderungen nach einer bedingungslosen Haftungsunion nicht nachgebe. Zugleich forderte Schmitz von der Politik vertrauensbildende Maßnahmen. Das verloren gegangene Vertrauen in die Währungsunion könne nur mit einer glaubwürdigen Änderung der Politik in den Euro-Staaten zurückgewonnen werden. Die Basis dafür seien „umfassende Strukturreformen“. Diese würden aber Zeit benötigen, mahnte Schmitz. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Die Staus von heute sind damit die Staus von morgen

Die Staus von heute sind damit die Staus von morgen Berlin (dapd). In den nächsten vier Jahren wird nach Einschätzung des ADAC keine neue Bundesstraße oder Autobahn gebaut werden können. „Ohne mehr Mittel für die Straße wird es bis 2016 keine neuen Umgehungsstraßen und Autobahnspuren geben. Die Staus von heute sind damit die Staus von morgen“, sagte ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker der „Bild“-Zeitung. Nach Informationen des Blattes rechnet das Verkehrsministerium für die kommenden vier Jahre mit einem zusätzlichen Investitionsbedarf von knapp sieben Milliarden Euro. In der aktuellen Haushaltsplanung seien weder Preis- noch Tarifsteigerungen im Straßenbau berücksichtigt worden, heißt es in einer Bestandsaufnahme des Ministeriums. „Dies alles führt dazu, dass sich mit den im Jahr 2013 zur Verfügung stehenden Investitionsansätzen insgesamt weniger Straßenbaumaßnahmen umsetzen lassen als mit den Ansätzen des Jahres 2004“, heißt es in der Analyse. Das Ministerium gehe davon aus, dass der Bund in den Straßenbau im kommenden Jahr 1,25 Milliarden Euro und bis 2016 insgesamt 6,7 Milliarden Euro zusätzlich investieren müsste, um „effizient planen und bauen zu können“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Brandt – Vom kleinen Handwerksbetrieb zum Marktführer

Brandt - Vom kleinen Handwerksbetrieb zum Marktführer Hagen (dapd). Es ist ein einfaches Lächeln, das zum Markenzeichen wurde: Fröhliche blaue Augen unter einem blonden Schopf, dazu der unverwechselbare Schriftzug „Brandt“ – seit Ende der 1920er Jahre wirbt der Hagener Zwiebackhersteller auf diese Weise für seine Produkte. Die Firma selbst gibt es sogar noch länger: Am 21. Oktober feiert das Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Vieles hat sich verändert seit damals, als der 26-jährige Bäcker- und Konditormeister Carl Brandt 1912 seinen Traum von einem Unternehmen verwirklichte, das Zwieback und Biskuit für jeden erschwinglich herstellen sollte. Er startete mit einem kleinen Handwerksbetrieb, der seine Produkte noch per Pferdefuhrwerk auslieferte. Heute beschäftigt das Unternehmen etwa 800 Mitarbeiter und ist in Deutschland Marktführer. Etwa 80 Prozent aller Zwiebäcke stammten aus dem Hause Brandt, sagt Firmensprecherin Rina Bisping. Und auch ins Ausland, bis nach Japan, verkaufen die Hagener eigenen Angaben zufolge inzwischen ihre Produkte. Wobei die Produkte selbst schon lange nicht mehr aus Hagen selbst kommen. 2003 wurde die letzte Produktion am Stammsitz eingestellt. Ein Jahr zuvor hatte das neue Werk im thüringischen Ohrdruf den Betrieb aufgenommen. Zurück in der Heimatstadt blieben nach der Schließung des Werks nur die etwa 60 Verwaltungsangestellten. An die Zeiten, in denen das Unternehmen Hunderten Menschen in der Region Arbeit bot, erinnern heute nur noch die leerstehende, von Graffiti und zerborstenen Scheiben entstellte alte Fabrik, die nach wie vor den unverwechselbaren Brandt-Schriftzug trägt, und ein Zwieback-Museum. Dort erfahren die Besucher vieles rund um den Zwieback – etwa dass er von den seefahrenden Hugenotten erfunden wurde oder dass er zweimal gebacken wird, um besonders haltbar zu werden. Und sie erfahren, wie der Firmengründer die Zwiebackproduktion vereinfachte und dadurch eine Massenherstellung erst möglich machte. Unternehmen will nicht nur Kinder und Kranke als Kunden Doch trotz seiner wirtschaftlichen Erfolge mit dem doppelt gebackenen Gebäck, so scheint es, will das Hagener Unternehmen nicht auf seine Zwiebackproduktion reduziert werden. Vom „Deutschen Zwieback für Kinder und Kranke“, wie Brandt etwa 1929 noch auf seinen Packungen warb, versucht sich die Firma seit Jahrzehnten zu emanzipieren. „Wir sind viel innovativer als man uns von außen wahrnimmt“, beteuert Bisping. So gebe es bereits seit etwa 50 Jahren nicht mehr nur den klassischen Zwieback, der vielen in der Tat aus Kindertagen im Krankenbett bekannt sein dürfte. Schon längst sei das dröge Gebäck etwa mit Schokolade überzogen oder mit Kokosraspeln veredelt worden. Zudem gebe es immer wieder Neuerungen wie Sommerkollektionen oder die „Micro-Minis“, kleine Zwiebäcke in allen möglichen Geschmacksrichtungen, in denen der einfache Zwieback kaum mehr zu erkennen ist. Zudem produziert Brandt schon längst nicht mehr in erster Linie nur Zwiebäcke, sondern beispielsweise auch Knäckebrot und Schokolade, zwischenzeitlich auch Kekse und Salzgebäck. Und trotzdem: Größter Umsatzbringer ist nach wie vor der einfache Zwieback. Sein Anteil am Gesamtabsatz liegt laut Bisping bei fast 60 Prozent. Seinen Erfolg als traditionsreicher Marktführer will Brandt nur im Kleinen feiern. Die Mitarbeiter seien Anfang Oktober bereits eingeladen gewesen, sagt Bisping. Eine große öffentliche Feier mit viel Glamour werde es nicht geben. Das Geld, das eine solche Feier kosten würde, wolle die Unternehmerfamilie lieber in den Betrieb stecken. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Fernbuslinien konkretisieren Angriffspläne gegen die Bahn

Fernbuslinien konkretisieren Angriffspläne gegen die Bahn Düsseldorf (dapd). Die Busunternehmen Deutsche Touring und National Express wollen der Deutschen Bahn im Fernverkehr nach der geplanten Marktöffnung 2013 so schnell wie möglich Konkurrenz machen. Das kündigten beide Unternehmen gegenüber der „Wirtschaftswoche“ an. Die Deutsche Touring aus Frankfurt will künftig 40 europaweite Buslinien der Marke Eurolines für innerdeutsche Fahrten öffnen. Reisende können etwa in Köln in einen Bus einsteigen, der aus Madrid kommt und nach Hamburg fährt. Bisher ist das untersagt. Die Preise sollen bei neun Euro beginnen. Auf rein deutsche Strecken verzichtet Touring noch. „Wir warten, weil sich alle Wettbewerber auf die gleichen Strecken stürzen werden“, sagte Geschäftsführer Frank Zehle. Einzige Ausnahme: Die Nachtbuslinie von Mannheim über Frankfurt nach Hamburg, die Touring zurzeit mit einer Sondergenehmigung betreibt, will das Unternehmen künftig auch tagsüber anbieten. Der britische Konkurrent National Express startet Anfang 2013 in Deutschland „mit mindestens fünf Linien“, sagte Deutschland-Chef Roderick Donker van Heel. Mittelfristiges Ziel sei „ein komplettes Netz in Deutschland“. Der Bundesrat muss einer Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG), die eine Marktöffnung ab 1. Januar 2013 vorsieht, noch zustimmen. Eine Zustimmung am 2. November gilt jedoch als sicher. Das PBefG schützt seit den 1930er Jahren die Deutsche Bahn vor Bus-Konkurrenz auf der Straße. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

SPD warnt Innenminister Friedrich vor Tricks mit den Wahlterminen

SPD warnt Innenminister Friedrich vor Tricks mit den Wahlterminen Berlin (dapd). Die SPD warnt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) davor, durch ein Pokern um den Termin für die nächste Bundestagswahl der Demokratie in Deutschland zu schaden. „Die Angst der CSU, bei der bayerischen Landtagswahl in den Abwärtsstrudel der schwarz-gelben Chaostruppe in Berlin zu geraten, ist verständlich“, sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann der „Rheinischen Post“. Das dürfe aber nicht dazu führen, gute Staatspraxis aufzugeben und die Bundestagswahl in die Ferien zu legen. „Ein Wahltermin in den Herbstferien verringert die Wahlbeteiligung und schadet damit der Demokratie“, sagte Oppermann. Es blieben damit die Termine 15. und 22. September 2013 für die Bundestagswahl – „egal, wann Bayern wählt“. Die schwarz-gelbe Koalition in München hatte sich darauf verständigt, die Landtagswahl mit mindestens zweiwöchigem Abstand zu der Bundestagswahl anzusetzen und die Bayern möglichst am 15. September wählen zu lassen. Das würde bedeuten, dass zu dem inzwischen auch in Berlin gehandelten Bundestagswahltermin 29. September in drei SPD-regierten Ländern die Herbstferien bereits begonnen hätten. Das Bundesinnenministerium, auf dessen Vorschlag der Bundespräsident im Frühjahr den Wahltermin festlegt, erklärte, es sei zwar üblich, aber „weder verfassungsrechtlich noch gesetzlich zwingend“, außerhalb von Ferien zu wählen. 1994 sei auch schon während der Ferien in sechs Bundesländern gewählt worden. dapd (Politik/Politik)

Finanzminister fordern in Tokio rasches Handeln für mehr Wachstum

Finanzminister fordern in Tokio rasches Handeln für mehr Wachstum Tokio (dapd). Finanzminister aus der ganzen Welt haben zu raschem und effektivem Handeln zur Sicherung des Wachstums aufgerufen. Ein entschlossenes Auftreten sei notwendig, um negativer Stimmung entgegenzuwirken und ein „starkes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum“ zu ermöglichen, erklärten die Minister am Samstag zum Ende der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Tokio. Sie ermutigten die Schwellenländer, ihre eigene politische Linie zu umzusetzen, um der lahmenden Wirtschaft in Europa und in den USA entgegenzuwirken. Bei der Konferenz war in den vergangenen Tagen Unmut über den starken Einfluss der europäischen Schuldenkrise und der angespannten US-Haushaltspolitik auf die Weltwirtschaft laut geworden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kartellamt dringt auf öffentliche Benzinpreis-Datenbank

Kartellamt dringt auf öffentliche Benzinpreis-Datenbank Essen (dapd). Der Ruf nach einer öffentlichen Benzinpreis-Datenbank mit den aktuellen Preisen aller Tankstellen in Deutschland wird lauter: Bundeskartellamt und die Monopolkommission dringen gegenüber dem Bundestag auf die Einrichtung eines solchen Datenportals im Internet, über das Autofahrer das günstigste Tankangebot in ihrer Umgebung per Handy oder Navigationsgerät abrufen könnten. Auch die Mineralölwirtschaft plädiere für eine öffentliche Preis-Datenbank mit Meldepflicht für die Tankstellen, die die Regierung bisher ablehne, berichten die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgabe). Sie berufen sich auf Stellungnahmen für eine Bundestagsanhörung in der kommenden Woche. Damit gerät die Bundesregierung dem Bericht zufolge unter Druck, ihren Widerstand gegen ein solches Info-Portal aufzugeben. Nach ihrem Gesetzentwurf für eine Markttransparenzstelle sollen zwar Tankstellen ihre Preise dem Kartellamt melden – allerdings nicht in Echtzeit und ohne Zugang für Verbraucher. Eine öffentliche Datenbank könne den freien Tankstellen schaden, argumentiere die Regierung. Gegen diese Position gebe es aber auch in der Koalition zunehmend Kritik. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Daimler schickt 300 Leiharbeiter nach Hause

Daimler schickt 300 Leiharbeiter nach Hause Stuttgart (dapd). Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat in seinem Werk in Untertürkheim die Verträge von rund 300 der insgesamt etwa 720 Leiharbeiter nicht verlängert. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Betriebsratskreise. Als Grund seien Sparmaßnahmen genannt worden. Daimler wolle sich zur Zahl der Zeitarbeitskräfte auf Werksebene nicht äußern, sagte eine Sprecherin des Konzerns. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)