Essen (dapd). Deutschlands größer Baukonzern Hochtief schreibt wieder schwarze Zahlen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte das Unternehmen aus Essen unter dem Strich einen Gewinn von 92 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte noch einen Verlust von 57 Millionen Euro in den Büchern gestanden. „Hochtief ist wieder auf profitablem Wachstumskurs“, sagte Konzernchef Frank Stieler bei der Präsentation der Quartalszahlen. In den vergangenen Quartalen hatten Fehlkalkulationen bei der australischen Tochter Leighton und Verzögerungen beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie dem Konzern immer wieder die Bilanz verdorben. Doch sind zumindest die Problemprojekte bei Leighton inzwischen weitgehend abgearbeitet. Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand des Konzerns wuchsen nach Firmenangaben zweistellig. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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ING baut Stellen ab
Amsterdam (dapd). Der niederländische Finanzdienstleister ING will nach einem Gewinneinbruch massiv Arbeitsplätze streichen. Im europäischen Versicherungsgeschäft sollen 1.350 und im Bankgeschäft 1.000 Stellen wegfallen, wie der Konzern am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Die Einschnitte seien schmerzhaft, aber angesichts des schlechten Marktumfelds notwendig. Im dritten Quartal sackte der Nettogewinn von ING nach Firmenangaben um fast zwei Drittel ab. Unter dem Strich verdiente der Konzern 609 Millionen Euro, nachdem es ein Jahr zuvor noch fast 1,7 Milliarden Euro gewesen waren. ING war in der Finanzkrise durch staatliche Hilfen in Milliardenhöhe gerettet worden. Die Europäische Union hat dem Konzern daher verschiedene Auflagen gemacht und verlangt unter anderem, dass sich ING von Teilen des internationalen Geschäfts trennt. Zuletzt hatte der Konzern etwa sein kanadisches Bankgeschäft verkauft. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Obamas Sieg lässt die Democrats abroad jubeln
Frankfurt/Main (dapd-hes). Am frühen Mittwochmorgen, Punkt 05.19 Uhr, gibt es im großen Saal des English Theaters in Frankfurt am Main kein Halten mehr: Auf der Wahlparty des größten amerikanischen Generalkonsulats der Welt springen vor allem die „Democrats abroad“ von den Sitzen auf, recken die Hände zum Jubel in die Höhe, fallen sich in die Arme und küssen ihre Nachbarn. Im Fernsehsender CNN war soeben der Sieg Barack Obamas bei der Wahl des US-Präsidenten als sicher vorhergesagt worden. Und den hatten nicht nur die anwesenden Mitglieder der Auslandsorganisation der Demokratischen Partei der USA erhofft. Unüberhörbar war die Wiederwahl Obamas der Wunsch einer klaren Mehrheit der zeitweise um die 1.000 Besucher der nächtlichen Wahlparty – gleich ob Deutsche oder Amerikaner. Lange Gesichter gab es nur beim Bundesvorsitzenden der „Republicans abroad“ in Deutschland, also der deutschen Vereinigung der Anhänger des unterlegenen Kandidaten Mitt Romney, und seinen in Frankfurt eher spärlich vertretenen Gesinnungsgenossen. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sagt der seit 2008 als Chemiekaufmann in Pohlheim bei Gießen ansässige US-Bürger Thomas Leiser. Doch der 65-jährige Republikaner bleibt gleichwohl gelassen. „Jetzt werde ich erst einmal eine Versammlung einberufen um zu beraten, wie es weitergeht“, sagt er. Seine bundesweit nach eigenen Angaben höchstens 1.000 Mitstreiter müssten vor allem neue Mitglieder gewinnen. Denn „von den Demokraten gibt es in Deutschland viel mehr“, beklagt Leiser. Das kann Karsten Hirsch, Vorsitzender der „Democrats abroad“ im Rhein-Main-Gebiet, nur bestätigen. Allein dort habe seine Vereinigung rund 800 Mitstreiter, die sich jeden Monat treffen. Bundesweit seien es mehrere Tausend. Und Hirsch, der natürlich über Obamas Sieg mitjubelt, weiß auch schon, wie es weitergeht: „Am Freitag treffen wir uns zur Victory-Party“, sagt der 70 Jahre alte Kaufmann im Ruhestand stolz. Dass Obama bei seinen Landsleuten so viel Anklang findet, erklärt er damit, „dass sie wie in Deutschland auch in ihrer Heimat soziale Gerechtigkeit wollen“. Von wegen „am Morgen noch kein Ergebnis“ Immerhin um die 300 Menschen harren die ganze Nacht hindurch auf der Wahlparty aus. Bei Muffins und Wraps, Ice Tea und Cola, Musik der US-Band „City Tour“, aber auch Poetry Slam sowie politischen Analysen und Diskussionen fiebern sie in dem laut Intendant Daniel Nicolai „größten englischsprachigen Theater auf dem Kontinent“ den Resultaten entgegen. Zum Glück hat der amerikanische Politikprofessor David Goldfield mit seiner noch um Mitternacht verkündeten Prognose unrecht. Nach Ausführungen über den sich abzeichnenden knappen Wahlausgang ruft er aus: „Ich sage nur eines voraus: Wir werden am frühen Morgen noch kein Ergebnis haben.“ Tatsächlich durchleben die Anhänger Obamas auf der Frankfurter Party zunächst einmal ein Wechselbad der Gefühle. Erst einmal liegt Romney bei den Zwischenergebnissen lange vorn, dann gibt es in den als entscheidend angesehenen Swingstaaten wie Florida mal eine Mehrheit für den Amtsinhaber, dann für den Herausforderer, aber immer ganz knapp. Erst als um 02.00 Uhr erstmals ein Schwung von US-Staaten für Obama vorausgesagt wird, brandet zum ersten Mal Beifall auf. Abiturientinnen gehen nach durchwachter Nacht zur Schule Zu denen, die die ganze Nacht dabei bleiben, gehören auch die Abiturientinnen Paula Auksutat und Anne Kahrau von der Darmstädter Lichtenberg-Schule. Und das, obwohl sie am nächsten Morgen wieder Unterricht haben. „Aber erst zur dritten Stunde“, beschwichtigt Paula und betont, schlafen gehen würden sie natürlich vorher nicht mehr. Die Einladung zu der Wahlparty haben sie erhalten, weil sie in den Herbstferien an einem zweitägigen Seminar der Landeszentrale für Politische Bildung in Wiesbaden zur US-Wahl teilgenommen haben. Und sie freuen sich sichtlich, dabei sein zu dürfen. „So etwas darf man sich doch nicht entgehen lassen“, betont Paula, gebannt auf die Leinwand mit den CNN-Resultaten schauend. Dafür verzichten sie und Anne gerne mal auf Schlaf. Schon kurz nach Eröffnung der Wahlparty durch Generalkonsul Kevin Milas hatte der amerikanische Botschafter in Berlin, Philipp Murphy, ja per Videobotschaft zu den Partyteilnehmern gesagt: „Die Tatsache, dass so viel Interesse an der amerikanischen Wahl besteht, sagt viel über die Stärke der Freundschaft zwischen Deutschland und den USA aus.“ dapd (Politik/Politik)
Rot-Grün wieder mit minimalem Vorsprung
Berlin (dapd). Die Union büßt bei den Wählern leicht an Sympathien ein. Im Forsa-Wahltrend von „Stern“ und RTL, der vor den Beschlüssen der Koalition zum Betreuungsgeld und zur Abschaffung der Praxisgebühr erhoben wurde, verloren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und liegen nun bei 37 Prozent. Die Werte der anderen Parteien blieben in der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage stabil: Die SPD kommt auf 26 Prozent, die Grünen erreichen zum zweiten Mal in Folge 15 Prozent, die Linke erzielt 8 Prozent. Auch die FDP kommt nicht aus dem Umfragekeller: Zum dritten Mal in Folge erreicht die Regierungspartei nur 3 Prozent. Mit zusammen 41 Prozent haben SPD und Grüne damit wieder einen knappen Vorsprung vor Union und FDP, die gemeinsam 40 Prozent erreichen. Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, liegt in der Wählergunst allerdings nach wie vor weit hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich 29 Prozent für Steinbrück entscheiden, 50 Prozent aber für Merkel, wie der Forsa-Wahltrend ergab. Befragt wurden vom 29. Oktober bis 2. November 2.506 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. dapd (Politik/Politik)
Deutsche Politiker gratulieren Barack Obama
Berlin/New York (dapd). Unmittelbar nach seinem Erfolg bei der Präsidentschaftswahl in den USA haben deutsche Spitzenpolitiker Barrack Obama gratuliert. Er freue sich für den wieder gewählten US-Präsidenten, sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Aus europäischer Sicht sei Obama der richtige Präsident für die USA. Außenmininster Guido Westerwelle rechnet nach der Wahl „mit neuen Impulsen in der Abrüstung“.
Jubel, wenn ein Bundesstaat wieder an Obama geht
Kaiserslautern (dapd). In der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern erinnern nur noch ein paar halbleere Cola-Becher, Luftballons und US-Fähnchen an die Election Party, an der etwa 250 Besucher teilnahmen. Barack Obama ist am Mittwochmorgen erneut zum Präsidenten gewählt worden und Wolfgang Tönnesmann könnte endlich schlafen gehen. Aber der Direktor der Atlantischen Akademie ist noch zu aufgekratzt. „Jetzt müssen wir sehen, ob sich die verschiedenen politischen Lager in den USA aufeinander zubewegen und das Land aus dem Stillstand herauskommt, sagt der 63-jährige Politikwissenschaftler. Tönnesmann verhehlt nicht, dass er sich über den Sieg des Amtsinhabers Barack Obama freut. „Er ist ein Pragmatiker, doch gleichzeitig wendet er sich gegen den vorherrschenden Zynismus und kämpft für den Fortschritt“, ist der Wissenschaftler überzeugt. Auch wenn er sich mit seiner Sympathie für Obama Umfragen zufolge mit den meisten Deutschen einig ist; hier in der Atlantischen Akademie trifft man am Wahlabend durchaus auch Befürworter Mitt Romneys, was für leidenschaftliche Diskussionen zwischen den Anhängern der Kandidaten sorgt. Das ist kein Zufall. In Kaiserslautern und in den benachbarten Kommunen sind seit Jahrzehnten bedeutende Standorte der US-Armee angesiedelt, wie beispielsweise die Ramstein Air Base. Auf dem größten Militärflugplatz der US-Luftwaffe außerhalb der Vereinigten Staaten sind Tausende von Soldaten stationiert. Hier hat man die Amis schätzen gelernt, die Konservativen und die Liberalen. „Wir haben den Amerikanern viel zu verdanken“ „Wir haben den Amerikanern viel zu verdanken, gerade hier in der Region wurde ein großer Teil des Wohlstands durch die US-Armee erwirtschaftet“, sagt Patrick Rahn, ein 24 Jahre alter BWL-Student, der aus dem benachbarten Enkenbach-Alsenborn stammt. So hätten etwa Rahns Großeltern die Einliegerwohnung in ihrem Haus über Jahre hinweg an Amerikaner vermietet. Daraus seien Freundschaften entstanden, die teilweise noch bis heute bestehen, sagt der Ökonom in spe. „Ein Amerikaner hat meinem Vater im Alter von 15 Jahren sogar das Autofahren beigebracht“, sagt der Mann mit dem Seitenscheitel und lacht. Im übrigen gehört Rahn nicht zu den Besuchern der Wahlparty, die jubelnd die Arme hochreißen, wenn auf dem Bildschirm wieder ein Bundesstaat gezeigt wird, der an den Amtsinhaber geht: „Aus deutscher Sicht wäre es besser, wenn die Amerikaner ihre Wirtschaft in Schwung bringen würden“, sagt Rahn. Daher wäre Romney der bessere Präsident gewesen. Heiko Duddecke gibt zu bedenken, dass Obama „natürlich die Presse auf seiner Seite hat“, was ihn ohnehin schon in ein günstiges Licht rücke. Dann sei er auch überzeugend als Krisenmanager während des Jahrhundertsturms „Sandy“ aufgetreten. „Diese Möglichkeit hatte Romney eben nicht“, sagt der frühere Oberstleutnant bei der NATO, die ebenfalls in Ramstein eine wichtige Kommandozentrale unterhält, und blickt etwas deprimiert auf die Leinwand. „Die Amis sind uns einige Jahre voraus“ Madita Wolf aus Bad-Kreuznach hält wenig von Romney. Obama gefalle ihr als Politiker besser, sagt die 25 Jahre alte Frau, die zurzeit das Abitur an einer Berufsfachschule nachholt und an diesem Abend mit ihrer Klasse nach Kaiserslautern gekommen ist. „Ich finde den amerikanischen Wahlkampf spannend. Nicht zuletzt deswegen, weil ich glaube, dass wir in Deutschland künftig ähnliche politische Probleme haben werden“, ist die junge Frau überzeugt und nennt als Beispiel die Pflege- und Gesundheitspolitik, die ja auch in Deutschland zunehmend zum finanziellen Problem werde. Der alte Präsident ist der neue Präsident. Es ist nicht solch eine historische Nacht, wie vor vier Jahren, als Obama zum ersten afroamerikanischen US-Präsidenten gewählt wurde. Dennoch geben sich die Organisatoren Mühe, das Publikum zu unterhalten. So werden auch Anekdoten werden, wie jene, dass der aus Rheinland-Pfalz stammende Cartoonist Thomas Nast vor fast 150 Jahren das Eselchen für die Demokraten und den Elefanten für die Republikaner populär gemacht hätte. dapd (Politik/Politik)
Bundesregierung bleibt bei Wüstenstromprojekt Desertec skeptisch
Osnabrück (dapd). In Deutschland wachsen Zweifel an einer zügigen Realisierung des Wüstenstromprojekts Desertec. Unmittelbar vor der am (heutigen) Mittwoch beginnenden Jahreskonferenz der Desertec Industrial Initiative sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe): „Ich warne vor zu viel Euphorie.“
Die Vergangenheit geht nicht nur die Betroffenen an
München (dapd-bay). Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, fordert anlässlich des 74. Jahrestags der Reichspogromnacht eine stärkere Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Mahnung, die vom 9. November 1938 ausgeht, sei in den Köpfen der Menschen in Deutschland leider nicht mehr präsent genug, beklagte Knobloch in einem dapd-Interview in München. „Weil Gedenken in weiten Teilen bereits zu einem Ritual geworden ist.“ Die Gedenkveranstaltungen am 9. November würden jedes Jahr organisiert; viele Menschen befassten sich daher nicht mehr damit, sondern wendeten sich lieber vollkommen neuen Angelegenheiten zu. „Diese Formen des Gedenkens sind bekannt, sie haben sich eingespielt, und es werden die immer gleichen Bekenntnisse und Beteuerungen ausgesprochen“, sagte die 80-Jährige. Inhaltlich erfreuten sich diese Botschaften zwar breiter Zustimmung in der Bevölkerung. „Aber ob man daran teilnimmt und ob man sich die Botschaften wirklich zu Herzen nimmt und sein eigenes Denken und Handeln daran ausrichtet, ist eine ganz andere Frage.“ Knobloch rief alle Bürger auf, sich der Erinnerungskultur in Deutschland anzuschließen. „Die Vergangenheit geht nicht nur die Betroffenen an, in Wahrheit sind alle in der Gesellschaft betroffen.“ Wer die Geschichte nicht kenne, wer nicht bereit sei, daraus zu lernen, der sei verdammt, sie zu wiederholen. Gerade jetzt, da die Zahl der Zeitzeugen immer kleiner werde, sei es ganz wichtig, „dass die Erlebnisgeneration den Stab der Erinnerung an die Erkenntnisgeneration übergibt“. Die Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses fügte hinzu: „Erkenntnis ist, wie wir wissen, ein anstrengender und mühsamer Prozess – der aber notwendig ist, um eine gute und friedliche Gegenwart und Zukunft für alle Menschen in unserem Land zu gestalten.“ Mit der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 bekam die Judenverfolgung im Deutschen Reich eine neue, grausame Dimension: Überall in Deutschland brannten Synagogen, Scheiben jüdischer Geschäfte wurden zertrümmert, Wohnungen verwüstet, jüdische Bürger misshandelt und ermordet. dapd (Politik/Politik)
TV-Hersteller Loewe bekommt einen neuen Chef
Kronach (dapd-bay). Der angeschlagene Fernsehhersteller Loewe wechselt den Chef. Der erst seit 2010 amtierende Vorstandsvorsitzende Oliver Seidl werde in gegenseitigem Einvernehmen Ende März kommenden Jahres sein Amt abgeben und sich neuen Aufgaben widmen, teilte Loewe am Dienstagabend in Kronach mit. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Loewe-Aufsichtsrat Matthias Harsch, bislang Geschäftsführer beim baden-württembergischen Waagenhersteller Bizerba. Der 47-Jährige soll spätestens zum 1. März 2013 die Führung der fränkischen Traditionsfirma Loewe übernehmen. Unter Seidls Führung hatte der Spezialist für hochwertige Fernseher wegen der Marktschwäche bei Unterhaltungselektronik rote Zahlen geschrieben und zuletzt die Jahresziele gekappt. Im dritten Quartal brach der Loewe-Umsatz auf Jahressicht um 30 Prozent auf 47,4 Millionen Euro ein. Vor Zinsen und Steuern machte Loewe einen Quartalsverlust von fast neun Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Tarifeinigung in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie
Bocholt (dapd). Der Tarifkonflikt in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ist beigelegt. IG Metall und Arbeitgeber einigten sich in der Nacht zu Mittwoch in der dritten Verhandlungsrunde in Bocholt für die rund 120.000 Beschäftigten der Branche auf Lohnerhöhungen von zunächst drei und dann weiteren zwei Prozent, wie der Gesamtverband textil + mode mitteilte. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten sieht der Tarifabschluss den Angaben zufolge Einmalzahlungen in Höhe von 60 Euro jeweils für die Monate Januar bis April 2013 vor. Ab Mai 2013 werden die Entgelte um drei Prozent erhöht, ab Juni 2014 um weitere zwei Prozent. Um den unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen der einzelnen Unternehmen Rechnung zu tragen, biete der Tarifvertrag verschiedene Stellschrauben, hieß es weiter. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Wolfgang Brinkmann, bezeichnete den Abschluss vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung als „gerade noch vertretbar“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)