Tablet-Boom lässt weltweite PC-Verkäufe einbrechen

Tablet-Boom lässt weltweite PC-Verkäufe einbrechen Stamford (dapd). Das wichtige Weihnachtsgeschäft hat für die PC-Hersteller deutliche Einbußen gebracht. So schrumpften die Computer-Verkäufe im vierten Quartal weltweit auf Jahressicht um 4,9 Prozent auf noch knapp 90,4 Millionen Geräte, wie der IT-Marktforscher Gartner am Montag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Insgesamt wurden demnach im vergangenen Jahr weltweit noch 352,7 Millionen Rechner ausgeliefert und damit 3,5 Prozent weniger als 2011. „Tablet-Computer haben die Situation für PCs dramatisch verändert – nicht so sehr, weil sie sie ‚kannibalisieren‘, sondern weil Nutzer eher neue Tablets kaufen, als alte Rechner zu ersetzen“, sagte Gartner-Analyst Mikako Kitagawa. Besonders hart traf der Rückgang demnach den US-Anbieter Dell, der über ein Fünftel weniger Rechner verkaufte. Der chinesische Hersteller Lenovo steigerte seine Auslieferungen dagegen trotz des schrumpfenden Markts um mehr als acht Prozent. Marktführer blieb Hewlett-Packard (HP). dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ehemaliger NPD-Schatzmeister Kemna weist Vorwürfe zurück

Ehemaliger NPD-Schatzmeister Kemna weist Vorwürfe zurück Münster (dapd). Der frühere Bundesschatzmeister der rechtsextremen NPD, Erwin Kemna, hat vor Gericht die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Die Anklage basiere auf den Ergebnissen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die unvollständige oder falsche Unterlagen ausgewertet habe, sagte Kemna am Montag vor dem Landgericht Münster. Den Vorwurf des Gerichts, er habe eine chaotische Buchführung gehabt, erklärte der Angeklagte damit, dass sein PC-Programm immer wieder abgestürzt sei. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-Jährigen vor, zwischen Dezember 2003 und Dezember 2007 die Einnahmen der NPD in fünf Fällen als zu hoch angegeben und so rechtswidrige Zuschüsse aus der staatlichen Parteienfinanzierung in Höhe von 270.000 Euro erschlichen haben. Für den Prozess sind 14 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte Mitte April verkündet werden. Kemna hat inzwischen die NPD verlassen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Bereits 2008 war er wegen Untreue zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte gestanden, seine Partei um rund 740.000 Euro betrogen zu haben, um sein vor der Pleite stehendes Küchenstudio zu retten. dapd (Politik/Politik)

Deutschland prüft Unterstützung für französische Mali-Truppen

Deutschland prüft Unterstützung für französische Mali-Truppen Berlin (dapd). Die Bundesregierung prüft mit Hochdruck Möglichkeiten zur Unterstützung der französischen Kampftruppen in Mali. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) habe mit Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (beide CDU) entsprechende Schritte „jenseits militärischer Kampfhandlungen“ verabredet, erklärte Außenamtssprecher Andreas Peschke am Montag in Berlin. Denkbar seien medizinische, humanitäre oder logistisch Hilfen. Regierungssprecher Steffen Seibert bekräftigte: „Ein Kampfeinsatz kommt nicht infrage für deutsche Soldaten.“ Peschke sprach von einem „schwierigen Einsatz“. Westerwelle und de Maizière hätten bereits deutlich gemacht, dass das militärische Eingreifen der Franzosen in dem westafrikanischen Staat richtig sei. Für die Bundesregierung sei klar, dass Deutschland „Frankreich in dieser schwierigen Situation nicht allein lässt“. Peschke mahnte zudem ein zügiges Vorgehen der Europäischen Union an. Die Planungen für eine EU-Mission zur Unterstützung des malischen Militärs müssten „mit erhöhter Dringlichkeit“ betrieben werden. Wünschenswert sei eine Entscheidung nicht in den kommenden Monaten, sondern – so es möglich sei – in den kommenden Wochen. Westerwelle würde eine Sondersitzung der EU-Außenminister begrüßen, erklärte Peschke. Peschke betonte, ein Einsatz kämpfender Truppen stehe für Deutschland nicht zur Debatte. Die sei auch eine Sache unterschiedlicher Fähigkeiten. Frankreich sei bereits in der Region vertreten und habe zahlreiche Truppen in Nachbarländern Malis stationiert. Wie Peschke erklärte, wurde die Bundesregierung vorab über das französische Vorgehen unterrichtet. Es gebe einen engen deutsch-französische und auch europäischen Abstimmungsprozess. ECOWAS soll Gesicht zeigen Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, verwies auf Erfolge der französischen Truppen. Ihnen sei es offenbar gelungen, den Vormarsch der Rebellen zu stoppen. Es habe sich auch gezeigt, dass die malischen Kräfte allein nicht in der Lage gewesen wären, dieses Vorgehen der Rebellen zu unterbinden. Der Sprecher lenkte den Blick auf die Rolle der afrikanischen Staatengemeinschaft, insbesondere der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Es sei immer darüber gesprochen worden, dass vor militärischen Kampfhandlungen ein politischer Prozess in Gang gesetzt werden müsse, sagte Paris. Kampfhandlungen solle es nur mit Unterstützung durch die ECOWAS geben, es sei auch immer klar gewesen, das eine mögliche EU-Hilfe auf die Ausbildung malischer Sicherheitskräfte abziele. ECOWAS hatte einen Tag nach der französischen Intervention in Mali am Samstag der Entsendung von Truppen zugestimmt. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft wurde 1975 durch den Vertrag von Lagos gegründet und hat ihren Sitz im nigerianischen Abuja. ECOWAS verfügt über eine Kommission, ein Gemeinschaftsparlament, einen Gerichtshof und die Investitions- und Entwicklungsbank sowie über Spezialagenturen beispielsweise für Finanzen und Gesundheit. Ziel ist der Abbau von Handelsbarrieren und die Harmonisierung der nationalen Politiken. Die derzeitigen Mitglieder sind: Benin, Burkina Faso, Kap Verde, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo. dapd (Politik/Politik)

Hannover Rück bestätigt Prognose

Hannover Rück bestätigt Prognose Hannover (dapd). Der Rückversicherer Hannover Rück hält ungeachtet einer dreistelligen Millionenbelastung durch den verheerenden Wirbelsturm Sandy in den USA an seiner Gewinnprognose fest. Die Schäden durch Sandy kosteten den Konzern 237,5 Millionen Euro, teilte die Hannover Rück am Montag mit. Diese Belastung liege „komfortabel“ im Großschadenbudget für 2012. „Unsere Erwartung, für 2012 ein Konzernergebnis von mehr als 800 Millionen Euro erreichen zu können, wird durch diese Schadenbelastung nicht beeinträchtigt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Wallin. Damit würde der weltweit drittgrößte Rückversicherer nach Steuern einen Rekordgewinn machen. Am 7. März will der Konzern die Zahlen für 2012 vorlegen. Hurrikan Sandy hatte im Oktober vor allem an der Ostküste der USA Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Peer Steinbrück auf Ochsentour

Peer Steinbrück auf Ochsentour Braunschweig (dapd). Das Interesse an den sogenannten „Wohnzimmergesprächen“ von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im niedersächsischen Wahlkampf ist offenbar groß. Der Berliner SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte am Montag am Rande eines gemeinsamen Treffens der SPD-Spitze mit dem Präsidium der niedersächsischen SPD in Braunschweig: „Es gibt riesige Nachfrage nach solchen Terminen.“ Er fügte hinzu: „Wir schicken ihn auf die Ochsentour, das kommt sehr gut an.“ Steinbrück will am Montag mit dem Besuch einer Familie zum Kaffee in Braunschweig seine Wohnzimmergespräche beginnen. Die SPD hatte in niedersächsischen Regionalzeitungen per Anzeige vor Weihnachten nach Interessenten gesucht. Mehr als 150 private Gastgeber hatten Steinbrück der SPD zufolge eingeladen. Die Wohnzimmergespräche sollen in den nächsten Monaten in ganz Deutschland fortgeführt werden. dapd (Politik/Politik)

Platzeck verlangt Teamgeist für den Hauptstadtflughafen

Platzeck verlangt Teamgeist für den Hauptstadtflughafen Potsdam (dapd-bln). Das Bauprojekt Hauptstadtflughafen in Schönefeld ist nach Ansicht von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) „in sehr schwerwiegender Weise in Not geraten“. Angesichts der erneuten Verschiebung der Inbetriebnahme sprach Platzeck am Montag auf einer Sondersitzung des brandenburgischen Parlaments von einem „ramponierten Image“ der Länder Berlin und Brandenburg sowie Deutschlands. Er wolle sich jedoch in schwieriger Lage nicht in die Büsche schlagen, sondern noch mehr Verantwortung übernehmen. Deshalb wolle er sich am Mittwoch als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft wählen lassen. Zuvor stellt Platzeck die Vertrauensfrage im Parlament. Er wolle dafür sorgen, dass unter den Beschäftigten der Flughafengesellschaft wieder ein Klima des Vertrauens heranwächst. Daran habe es in der Vergangenheit gemangelt, sagte Platzeck. Nötig sei ein „Geist des gemeinsamen Anpackens“. Alle müssten an einem Strang ziehen – und zwar in dieselbe Richtung. Dieser „Geist des gemeinsamen Zupackens“ müsse alle Beteiligten erfassen, also auch die Baufirmen und die drei Anteilseigner Berlin, Brandenburg und Bund. Platzeck sagte, der Bau des Flughafens müsse zu einem guten Abschluss geführt werden. Die Zukunftsfähigkeit Brandenburgs hänge davon ab, dass es in der Region einen leistungsstarken Flughafen gebe. Das Projekt liege ihm persönlich am Herzen. Ein Ministerpräsident habe seinem Land gerade dann zu dienen, wenn die Zeiten schwierig seien. dapd (Politik/Politik)

Netzbetreiber Tennet erwartet höhere Strompreise

Netzbetreiber Tennet erwartet höhere Strompreise Berlin (dapd). Der Stromnetzbetreiber Tennet rechnet wegen der Kosten für die Energiewende mit weiter steigenden Strompreisen für Deutschlands Verbraucher. „Die Politik wollte uns weismachen, dass die Energiewende nichts kostet. Das ist aber nicht so“, sagte der Tennet-Vorstandsvorsitzende Martin Fuchs der „Bild“-Zeitung. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Öko-Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien nach der Abkehr von der Atomkraft sei die eigentliche Ursache für den Preisanstieg. Sie war zuletzt auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde kräftig gestiegen. Fuchs kritisierte die fehlende Abstimmung zwischen dem rasanten Ausbau von Solar- und Windkraft und dem Ausbau des Stromnetzes. „Die Politik hat sich zu sehr auf die erneuerbaren Energien konzentriert. Wo es fehlt, ist der Netzausbau“, sagte er. Die Lücke für die Übertragung des Stroms zwischen Norden und Süden müsse dringend geschlossen werden. „Das wird das Tempo der Energiewende bestimmen“, erklärte der Tennet-Chef. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Murdochs News Corp übernimmt Mehrheit an Sky

Murdochs News Corp übernimmt Mehrheit an Sky Unterföhring (dapd). Der australische Medien-Tycoon Rupert Murdoch übernimmt mit seinem News-Corp-Konzern die Mehrheit am deutschen Bezahlsender Sky. Im Zuge einer neuen Ausrichtung für die langfristige Finanzierung werde Murdoch über ein Tochterunternehmen künftig 54,5 Prozent an Sky halten, teilte das Unternehmen am Montag in Unterföhring bei München mit. Zuvor hatte News Corp 49,9 Prozent gehalten. Mit dem neuen Finanzpaket, das unter anderem fünfjährige Bankkredite über 300 Millionen Euro sowie eine von News Corp gestellte Bundesliga-Garantie und die Verlängerung der bestehenden Gesellschafterdarlehen umfasst, wolle Sky Deutschland den finanziellen Spielraum steigern und weitere Investitionen ermöglichen, hieß es. Zugleich bekräftigte der Sender, dass er für das laufende Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwartet. (Dieser Meldung liegt eine Dow-Jones-Nachricht zugrunde) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Post meldet Rekord bei der Paketzustellung

Post meldet Rekord bei der Paketzustellung Bonn (dapd). Die Deutsche Post DHL hat im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik so viele Pakete ausgeliefert wie noch nie. Kurz vor Weihnachten sei erstmals die Marke von sieben Millionen bearbeiteter Sendungen pro Tag übertroffen worden, berichtete der Finanzvorstand des Konzerns, Larry Rosen, am Montag. Der Bonner Logistikkonzern profitierte dabei vom E-Commerce-Boom, der die Zahl der Warensendungen drastisch steigen ließ. Und ein Ende des Wachstums ist nach Einschätzung des Unternehmens nicht in Sicht. „Der Anteil des Onlinehandels am Gesamtkonsum wird sich nach unserer Einschätzung von heute sieben Prozent in den nächsten Jahren in Richtung 20 Prozent bewegen“, sagte Rosen. Die Post rechne deshalb bis zum Jahr 2020 mit einem jährlichen Wachstum des Paketmarkts um fünf bis sieben Prozent. Davon werde der „gelbe Riese“ als Marktführer besonders stark profitieren. Die Post sei mit dem Jahr 2012 „sehr zufrieden“, sagte der Finanzvorstand. Er bekräftige die bisherige Prognose, wonach das operative Konzernergebnis 2012 zwischen 2,6 und 2,7 Milliarden Euro liegen soll. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will das Unternehmen am 5. März vorlegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Humanitäre Katastrophe in Nahost befürchtet

Humanitäre Katastrophe in Nahost befürchtet New York (dapd). Der gesamte Nahe Osten steuert einer US-Hilfsorganisation zufolge wegen des Bürgerkriegs in Syrien auf eine dramatische humanitäre Katastrophe zu. Die derzeitige Hilfe sei bei weitem zu gering, um die dringendste Not zu lindern, teilte das International Rescue Committee (IRC) am Montag in New York mit. Die Region müsse sich „mit Sicherheit“ auf eine langfristige Krise gefasst machen. Inzwischen seien mehr als 600.000 Syrer vor der Gewalt ins Ausland geflohen. Ihre Zahl könne schon bald auf eine Million anschwellen. Etwa vier Millionen Menschen bräuchten dringend Hilfe. In einem aktuellen Bericht spricht das IRC von „schrecklichen Ausmaßen“ sexueller Gewalt. Vergewaltigungen seien ein „erhebliches und erschütterndes Merkmal des syrischen Bürgerkrieges“. Mädchen und Frauen berichteten, „in der Öffentlichkeit oder bei ihnen Zuhause attackiert worden zu sein, vor allem von bewaffneten Männern“, heißt es in dem Bericht. „Die Vergewaltigungen, manchmal von mehreren Tätern, geschehen häufig vor Familienmitgliedern.“ Die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Elektrizität habe sich drastisch verschlechtert. In vielen Gegenden sei die sanitäre Infrastruktur zusammengebrochen, wodurch sich Krankheiten ausbreiten könnten. Das Gesundheitssystem funktioniere nur noch in Teilen. Ärzte berichteten von einer „systematischen Kampagne“ der Regierung, den Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung durch strategische Bombardements zu verwehren. Das IRC forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, dem Hilfsaufruf der Vereinten Nationen umgehend zu folgen und 1,5 Milliarden Dollar (1,13 Milliarden Euro) für die Flüchtlinge und die Zufluchtsländer zur Verfügung zu stellen. „Die Geber müssen ihre Anstrengungen verstärken und den Ernst der humanitären Krise erkennen“, erklärte das IRC. Sie werde weit schlimmer und länger dauern als ursprünglich angenommen, hieß es weiter. dapd (Politik/Politik)