Unterföhring (dapd). Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat im dritten Quartal seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das bereinigte Nettoergebnis stieg um 42,2 Millionen auf 65,1 Millionen Euro, wie ProSiebenSat.1 am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte. Den Umsatz erhöhte der Konzern um 7,1 Prozent auf 636,9 Millionen Euro. Mit seinen Digitalaktivitäten konnte ProSiebenSat.1 Einbußen im Fernsehgeschäft mehr als ausgleichen. Nachdem das Unternehmen nach eigenen Angaben in allen Geschäftsbereichen positiv in das vierte Quartal gestartet war, bestätigte es seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2012. ProSiebenSat.1 erwartet einen Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen soll das Vorjahresergebnis Höhe von 850 Millionen Euro übertreffen. Der Nettogewinn soll ebenfalls zulegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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Bosch nimmt durch Aktienverkauf 1,1 Milliarden Euro ein
Stuttgart (dapd). Der Technikkonzern Bosch hat durch den Verkauf seiner restlichen Anteile an dem japanischen Automobilzulieferer Denso 1,1 Milliarden Euro erlöst. „Die Barmittel sollen für Investitionen in Zukunftsbereiche sowie für die Finanzierung von Unternehmenszukäufen verwendet werden“, teilte der Konzern am Donnerstag in Stuttgart mit. Bosch trennte sich in den vergangenen Tagen von den restlichen Anteilen an den Japanern, bereits 2009 hatte das Unternehmen Denso-Aktien veräußert. Bei dem Investment handelte es sich den Angaben nach um eine nicht-strategische Finanzbeteiligung, die Bosch seit Mitte der 1950er Jahre gehalten hatte. Der Verkauf habe keine Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Bosch und Denso, hieß es. Beide Unternehmen wollten auch künftig weiter kooperieren. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Umsätze der deutschen Industrie sinken
Wiesbaden (dapd). Geringere Lieferungen in die Eurozone haben den Umsatz der deutschen Industrie im September stark schrumpfen lassen. Die Erlöse des verarbeitenden Gewerbes blieben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag saison- und preisbereinigt 3,0 Prozent hinter den Erlösen des Vormonats zurück. Dabei habe sich der Umsatz mit inländischen Kunden um 2,0 Prozent und der mit ausländischen Abnehmern um 4,0 Prozent vermindert. Der Umsatz mit Kunden aus der Eurozone sank sogar um 7,4 Prozent. Der Umsatz mit dem übrigen Ausland ging den Angaben zufolge um 1,5 Prozent zurück. Unter den umsatzstarken Wirtschaftszweigen musste die Automobilindustrie mit einem Minus von 7,4 Prozent die höchsten Einbußen gegenüber August hinnehmen. Der Maschinenbau konnte dagegen ein Plus von 0,6 Prozent verbuchen. Gegenüber dem Vorjahresmonat blieben die Septemberumsätze der Industrie um 2,6 Prozent zurück. Dabei verringerte sich das Geschäft mit dem Inland um 3,6 Prozent, das mit dem Ausland um 1,4 Prozent. Der Umsatz mit der Eurozone nahm sogar um 9,6 Prozent ab. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Deutsche Post bekräftigt die Jahresziele
Frankfurt/Main (dapd). Die Deutsche Post hat ungeachtet eines nur stagnierenden Gewinns im dritten Quartal ihre Prognose für 2012 bekräftigt. „Wir werden unser Jahresziel erreichen“, sagte Vorstandschef Frank Appel am Donnerstag in Frankfurt am Main. Der Post- und Logistikkonzern peilt für dieses Jahr demnach weiter einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) zwischen 2,6 und 2,7 Milliarden Euro an. Auch über 2012 hinaus rechnet die Post mit einer Fortsetzung des positiven Ergebnistrends. Im dritten Quartal sank das Ebit im Konzern auf Jahressicht um 6,5 Prozent auf 604 Millionen Euro. Dabei schmälerten im Briefgeschäft die Pleite des Versandhändlers Neckermann und gestiegene Personalkosten durch einen höheren Tarifabschluss in Deutschland den Gewinn, erklärte die Post. Unter dem Strich blieb zwischen Juli und September ein Gewinn von 382 Millionen Euro, der etwa auf Höhe des Vorjahres lag. Dank der starken Position im Expressgeschäft vor allem auf den Wachstumsmärkten Asiens stieg der Umsatz im dritten Quartal im Jahresvergleich um 5,7 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Sparprogramm bei HeidelbergCement zeigt Wirkung
Heidelberg (dapd). Das Sparprogramm beim Baustoffkonzern HeidelbergCement zeigt erste Wirkungen und hat zu einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung beigetragen. Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 8,9 Prozent auf 3,94 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Dazu trugen den Angaben nach auch steigende Preise und eine günstige Entwicklung der Wechselkurse bei. Das operative Ergebnis legte um 15,5 Prozent auf 649 Millionen Euro zu. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele sagte, die Ergebnisqualität habe sich im dritten Quartal vor allem dank der verordneten Einsparungen weiter verbessert. „Unser Programm ‚FOX 2013‘ ist ein großer Erfolg und wir haben unser Einsparziel für 2012 bereits übertroffen.“ Unter dem Strich blieb dem Konzern ein Überschuss nach Anteilen Dritter in Höhe von 258,9 Millionen Euro, das waren 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
EADS legt beim Gewinn stark zu
München (dapd). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS spürt bisher keine Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftsabkühlung und hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei steigenden Umsätzen seinen Gewinn verdoppelt. Der Umsatz erhöhte sich bis Ende September um 14 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro, wie der MDAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Nettogewinn stieg auf 903 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur 421 Millionen Euro waren. EADS bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, wonach der Umsatz um zehn Prozent und der Gewinn deutlich steigen sollen. Der größte Gewinnbringer war mit Abstand die Zivilflugzeugsparte Airbus, deren Gewinn sich fast verdreifachte. Airbus ist in Deutschland vor allem in Norddeutschland angesiedelt dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
SPD-Linke will heutiges Rentenniveau dauerhaft erhalten
Berlin (dapd). Die SPD-Linke beharrt darauf, dass das heutige Rentenniveau dauerhaft Bestand hat. „Wir wollen das derzeitige Sicherungsniveau über 50 Prozent halten“, sagte die Vorsitzende der Demokratischen Linken in der SPD, Hilde Mattheis, am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Da werden wir über den Weg jetzt streiten.“ Eine Entscheidung über das Rentenkonzept werde bei einem Parteikonvent am 24. November getroffen. Das Rentenniveau liegt derzeit bei 50,4 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns. Nach jetziger Gesetzeslage darf das Rentenniveau bis 2020 nicht unter 46 und bis 2030 nicht unter 43 Prozent sinken. Der SPD-Vorstand hatte sich kürzlich darauf verständigt, das heutige Rentenniveau zunächst bis 2020 zu halten, ohne die geltende Rentenformel anzutasten. dapd (Politik/Politik)
Halle geht gegen Fluglärm vor
Halle (dapd-lsa). Halle will seine Bürger besser vor Fluglärm schützen. Auf der Sitzung der Fluglärmkommission am Mittwoch stellte die Stadt den Antrag, drei Flugrouten am Flughafen Leipzig/Halle zu verändern, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“. Dieser wurde der Deutschen Flugsicherung (DFS) zur Prüfung übergeben. „Vor allem die Bürger im Osten Halles sollen entlastet werden“, sagte die Leiterin des Umweltamtes, Kerstin Ruhl-Herpertz, der Zeitung. Nach ihren Worten werden mehr als 90 Prozent der nächtlichen Flüge über die Start- und Landebahn Süd abgewickelt. Daher gebe es eine hohe Belastung für die Ortsteile Reideburg und Büschdorf. Nach den Plänen sollen zwei Strecken künftig weiter östlich an Halle vorbeiführen und eine neue Westumfliegung entstehen. Die neuen Routen gehen über unbewohntes Gebiet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Von Beruf Wutbürger
Wolfenbüttel (dapd-nrd). Jutta Sundermann ist hauptberufliche Wutbürgerin. Egal ob gegen Atomkraft, Nahrungsmittelspekulationen oder die Macht der Banken – für eine bessere Welt reist die Mitbegründerin des globalisierungskritischen Bündnisses Attac durch die ganze Republik. Sie spricht auf Demos, debattiert in Talkshows und trifft sich mit hochrangigen Politakteuren. Eine 50-Stunden-Woche verlangt ihr der Stressjob ab – bezahlt von privaten Spendern. „Das ist von unserem aktuellen Projekt“, sagt sie und blättert in einer Attac-Broschüre zur Banken-Wechselkampagne „Krötenwanderung“. Sie springt von Thema zu Thema – und zurück – blättert in den unterschiedlichen Flyern und spricht enthusiastisch über die jeweiligen Ziele der dazugehörenden Aktion. Aus Prinzip ist Sundermann nach eigenem Bekunden gegen gar nichts. Sie sei kein „Demonstrant for Rent“, nur weil sie von Spendengeldern lebe. „Mich kann man nicht mieten“, betont sie, „ich stehe zu dem, was ich tue“. Patenschaft für Lieblingsaktivisten Einen echten Arbeitsvertrag habe sie noch nie gehabt, erzählt die 41-Jährige stolz. Seit ihrer Jugend sei sie politisch engagiert – als Abiturientin beim Naturschutzbund im hessischen Odenwald, später bei unterschiedlichen Bewegungen in Niedersachsen. Bis vor drei Jahren habe sie sich als freie Radiojournalistin und mit Vortragshonoraren durchgeschlagen, sagt sie. Geld sei oft knapp gewesen, und so habe sie ihren inzwischen 17-jährigen Sohn und ihre 20-jährige Tochter immer auf dem Flohmarkt eingekleidet. „Aber Materielles war mir sowieso noch nie wichtig“, merkt die Attac-Mitbegründerin an, und ihre Kinder hätten das als „cool“ empfunden. Ihr monatliches Salär betrage seit drei Jahren wieder rund 900 Euro – ausgezahlt von der Bewegungsstiftung. Paten spenden hier Beträge für ihre Lieblingsaktivisten. Mit rund 40.000 Euro im Jahr finanziert die Einrichtung nach eigenen Angaben acht „Bewegungsarbeiter“, wie die Vollzeitaktivisten genannt werden. Eine von Sundermanns Förderern ist Marguerite Keck. Die Berlinerin zahle ihr jeden Monat 80 Euro. „Weil Kampagnen sehr viel Geld und Zeit kosten“, erklärt Keck ihre Spendenintention, „und weil Frau Sundermann dabei professionelle Arbeit leistet.“ Ein „Freikaufen“ von eigenem Engagement sei das nicht, betont die pensionierte Lehrerin. Sie sei immer schon selbst politisch interessiert und aktiv gewesen – etwa in der Friedensbewegung. Über ihre eigene Arbeit bei der Bewegungsstiftung sei sie auf Jutta Sundermann aufmerksam geworden und unterstütze sie seitdem. Schlagabtausch mit älteren Herren Ihr Talent liege in der Organisation von Demonstrationen und Kundgebungen sowie im verbalen Schlagabtausch mit politischen Gegnern, betont Sundermann. Beim Fußvolk marschiere sie eher selten mit. „Wie die Schafe in der Herde“ zu laufen, sei ihr persönlich ein Graus. Stattdessen fetze sie sich lieber in Fernsehshows mit älteren Herren – zuletzt in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. Vor Politprofis schrecke sie nicht zurück. Als nächstes fahre sie nach Berlin, erzählt Sundermann, um sich mit SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles zu treffen. Allerdings nicht um zu streiten, sondern um die Partei für eine gemeinsame Demonstration zu gewinnen. Rettungsfonds für zivilen Ungehorsam Manchmal seien aber auch härtere Methoden legitim: Für ihre Überzeugungen lässt sich die 41-Jährige schon mal festnehmen. Polizeigewahrsam sei nicht Ungewohntes, erzählt sie. Beispielsweise sei sie nach einer Aktion in der Frankfurter Börse kurz festgenommen worden, weil sie mit einigen Gleichgesinnten während einer Touristenführung plötzlich ausscherte. Die Aktivisten kletterten zur DAX-Kurve und hissten dort ein Banner. Aufschrift: „Finanzmärkte entwaffnen!“ Ziviler Ungehorsam sei aber die Ultima Ratio. Krawall um des Krawalls willen lehne sie ab, versichert sie. Der Grund müsse immer vermittelbar bleiben. Für die Kletternummer über dem Börsenparkett musste Sundermann schließlich vor Gericht. Die Strafe habe sie jedoch nicht selbst gezahlt – „auch dafür gibt es Solitöpfe“. dapd (Politik/Politik)
US-Geschäft sorgt für Milliardenverlust bei der Telekom
Bonn (dapd-nrw). Tiefrote Zahlen bei der Deutschen Telekom: Wertberichtigungen im amerikanischen Mobilfunkgeschäft haben Deutschlands größtem Mobilfunkkonzern im dritten Quartal 2012 einen Konzernverlust von 6,9 Milliarden Euro beschert. Im Zuge der geplanten Fusion von T-Mobile USA mit dem Konkurrenten MetroPCS musste der Bonner DAX-Konzern Firmen- und Vermögenswerte in Höhe von 7,4 Milliarden Euro abschreiben, wie er am Donnerstag mitteilte. Konzernchef René Obermann verteidigte dennoch den Zusammenschluss. „Wer jetzt nur auf das tiefrote Konzernergebnis schaut, übersieht, dass unser operatives Geschäft voll auf Kurs ist“, sagte der Manager. Der Konzern habe im vollen Bewusstsein der buchhalterischen Konsequenzen eine zukunftsweisende Entscheidung für sein US-Geschäft getroffen. Der jetzt festgelegte Buchwert spiegele nicht das gestiegene Potenzial der durch den Zusammenschluss schlagkräftiger gewordenen Gesellschaft wieder, hieß es im Konzern. Deutlich weniger spektakulär entwickelte sich das operative Geschäft des Konzerns. Der Telekom-Umsatz lag im dritten Quartal mit 14,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Der um Sondereffekte wie die Wertberichtigungen in den USA bereinigte Konzernüberschuss belief sich auf 0,9 Milliarden Euro. Das waren zwar 28,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Doch machen sich hier noch Bilanzeffekte aus dem im vergangenen Jahr gescheiterten Verkauf von T-Mobile USA an AT&T bemerkbar, die 2011 den Gewinn aufblähten. Ohne diese Einflüsse blieb der bereinigte Konzernüberschuss laut Telekom stabil. Ausdrücklich bestätigte der Konzern seine Jahresprognose und bekräftigte auch seine Dividendenaussage. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
