Staatsanwälte verdächtigen UBS der Steuerhinterziehung

Staatsanwälte verdächtigen UBS der Steuerhinterziehung Stuttgart/Mannheim (dapd). Der Schweizer Großbank UBS steht ein neuer Skandal ins Haus, der auch das deutsche Steuerabkommen mit der Schweiz torpedieren könnte. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Verantwortliche der UBS Deutschland AG wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet, wie Sprecher Peter Lintz am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd sagte. Damit bestätigte er einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. Nach den Milliardenverlusten eines Londoner Händlers der Großbank und dem angekündigten Abbau von fast 10.000 Arbeitsplätzen kommt das Institut damit nicht zur Ruhe. Noch fataler: Das Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens kommt zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt. Der Bundesrat muss dem vom Bundestag gebilligten Steuerabkommen mit der Schweiz noch zustimmen. Die von SPD oder Grünen angeführten Landesregierungen drohen allerdings mit Blockade. Prompt reagierte der Finanzminister Baden-Württtembergs, Nils Schmid (SPD), am Donnerstag und sagte: „Alles, was das Vertrauen in die Schweizer Banken untergräbt, versetzt dem Abkommen in dieser Form den Todesstoß.“ Dem Bericht zufolge sollen Kapitalanleger über ein internes Verrechnungskonto der UBS Gelder am Fiskus vorbei in die Schweiz transferiert haben. Lintz sagte, die Staatsanwaltschaft sei durch einen Einzelfall aufmerksam geworden und ermittle seit März 2012. Im Mai habe es Durchsuchungen der Geschäftsräume der Großbank gegeben. Die Auswertung der Daten dauere noch an. UBS dementierte im September Hilfe für Steuerflüchtlinge Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre es für die Bank doppelt peinlich. „Wir bieten deutschen Kunden keine Steuerberatung und keine Unterstützung bei Handlungen zur Steuerumgehung“, hatte sie noch im September in einer Stellungnahme für den Deutschen Bundestag erklärt. Bei der Bank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Für sie kommt es derzeit ganz dick. Ende Oktober kündigte die Bank an, ihr Investmentgeschäft drastisch zu verkleinern und bis 2015 weltweit fast 10.000 Arbeitsplätze – oder 15 Prozent ihres Personals – einzusparen. Ein Händler der Bank muss sich derzeit vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, rund 2,3 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) verspekuliert zu haben soll. Er verteidigte sich mit dem enormen Druck, der auf ihm gelastet habe. Das Steuerabkommen mit der Schweiz soll nach Passieren des Bundesrates 2013 in Kraft treten und sieht vor, in der Schweiz geparktes unversteuertes Vermögen pauschal mit 21 bis 41 Prozent zu besteuern. Deutsche Behörden erhalten zudem ein erweitertes Auskunftsrecht bei der Schweizer Finanzverwaltung. SPD, Linke und Grüne halten das Abkommen für unzureichend. dapd (Politik/Wirtschaft)

Optikerkette Fielmann will noch mehr Marktanteile

Optikerkette Fielmann will noch mehr Marktanteile Hamburg (dapd). Deutschlands führende Optikerkette Fielmann peilt noch größere Marktanteile in Deutschland an. „Wir expandieren weiter, werden in diesem Jahr zusätzliche Geschäfte eröffnen“, teilte das Unternehmen in einem Zwischenbericht am Donnerstag in Hamburg mit. Ende September hatte der Hamburger Filialist, von dem etwa jede zweite neue Brille in Deutschland stammt, 665 Niederlassungen und damit sechs mehr als ein Jahr zuvor. Wachstumschancen sieht Fielmann laut dem Bericht vor allem im Geschäft mit Gleitsichtbrillen und Sonnenbrillen sowie auch bei Hörgeräten und Kontaktlinsen. „Für 2012 erwartet Fielmann eine Ausweitung seiner Marktanteile. Die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres stimmen uns optimistisch“, hieß es. Im dritten Quartal verkaufte Fielmann 1,8 Millionen Brillen, das waren 100.000 mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Konzernumsatz stieg auf 285,6 Millionen Euro von gut 272 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Gewinn nach Steuern sank leicht auf 38,4 Millionen Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Woidke räumt Fehler bei Wiedergutmachung von SED-Unrecht ein

Woidke räumt Fehler bei Wiedergutmachung von SED-Unrecht ein Potsdam (dapd). Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat Versäumnisse beim Umgang mit SED-Opfern in Brandenburg eingeräumt. Das Land hätte früher eine Diktaturbeauftragte einsetzen oder die Rehabilitierungsbehörde personell aufstocken sollen, sagte er der „Märkischen Oderzeitung“. Anfang der 1990er Jahre habe es gewaltige soziale und politische Probleme gegeben. „Da geriet Manches vielleicht zu sehr aus dem Blick.“ Selbstkritik sei „durchaus am Platz“. In Brandenburg gibt es laut Woidke bislang über 21.000 Rehabilitierungsfälle. 1.000 davon sind noch unerledigt, jährlich kommen etwa 280 neue Anträge hinzu. Die Antragsfrist läuft 2019 aus. dapd (Politik/Politik)

Deutlich weniger offene Stellen im dritten Quartal

Deutlich weniger offene Stellen im dritten Quartal Nürnberg (dapd). Die Zahl der offenen Stellen ist im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Sie lag mit 863.000 um 56.000 oder sechs Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag nach der Befragung von 9.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche mitteilte. Demnach gab es in Westdeutschland 731.000 und in Ostdeutschland 132.000 offene Stellen. Die Zahl der sofort zu besetzenden Jobs blieb laut IAB mit 684.000 nahezu konstant, die der später zu besetzenden Stellen sank dagegen um ein Fünftel auf 179.000. Nach Einschätzung von IAB-Autorin Anja Kettner zeigt dies die unsicheren Erwartungen der Unternehmer über die weitere Entwicklung der Eurokrise und der Absatzmärkte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Sparprogramme sollen Ergebnis bei HeidelbergCement verbessern

Sparprogramme sollen Ergebnis bei HeidelbergCement verbessern Heidelberg (dapd). Der Baustoffkonzern HeidelbergCement begegnet einer nachlassenden Nachfrage in Westeuropa mit Sparanstrengungen und hält an seinen Zielen für 2012 fest. Die Ergebnisqualität habe sich im dritten Quartal vor allem dank der verordneten Einsparungen weiter verbessert, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele am Donnerstag in Heidelberg. „Unser Programm ‚FOX 2013‘ ist ein großer Erfolg und wir haben unser Einsparziel für 2012 bereits übertroffen“, sagte er. Mit weiteren Einsparungen und gezielten Preiserhöhungen sieht sich der DAX-Konzern gut für die kommenden Monate gerüstet. Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 8,9 Prozent auf 3,94 Milliarden Euro. Dazu trugen den Angaben nach auch steigende Preise und eine günstige Entwicklung der Wechselkurse bei. Das operative Ergebnis legte um 15,5 Prozent auf 649 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb dem Konzern ein Überschuss nach Anteilen Dritter in Höhe von 258,9 Millionen Euro, das waren 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das FOX-Programm habe bereits Einsparungen von 241 Millionen Euro generiert, angestrebt waren für 2012 rund 200 Millionen Euro. Weitere Einsparungen sollen die beiden Programme „Leo“ und „Perform“ beisteuern. Bei Ersterem will der Konzern bis 2014 Logistikkosten in Höhe von 150 Millionen Euro sparen. Durch das zweite Programm soll die Marge im Geschäftsbereich Zement verbessert werden. Mitarbeiterzahl in reifen Märkten abgebaut Durch die Sparprogramme hat HeidelbergCement fast 1.300 Stellen in Nordamerika, Großbritannien, Spanien und in einigen osteuropäischen Ländern abgebaut. Gleichzeitig kamen 600 neue Mitarbeiter in Wachstumsmärkten, wie Indien und Indonesien hinzu. Unter dem Strich beschäftigte der Konzern Ende September 53.729 Mitarbeiter. Operativ kämpft HeidelbergCement mit einer nachlassenden Nachfrage auf den west- und nordeuropäischen Märkten. Demgegenüber steht eine steigende Nachfrage in Nordamerika und Asien. „Der Zement- und Transportbetonabsatz profitierte im dritten Quartal 2012 von der fortgesetzten Erholung des Wohnungsbaus in Nordamerika“, hieß es. Von allen Konzerngebieten zeigte Nordamerika das stärkste Absatzwachstum, gefolgt von Asien-Pazifik und Afrika-Mittelmeerraum. Konzernchef Scheifele warnte vor einer weiterhin schwierigen Lage vor allem in Europa. „Die Notwendigkeit der Länder, ihre Schulden abzubauen, dürfte das Absatzwachstum in den reifen Märkten auf absehbare Zeit dämpfen“, sagte er. „Wir werden unsere Anstrengungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung unvermindert fortsetzen und wo nötig weitere Kapazitätsanpassungen vornehmen“, kündigte er an. Der Vorstand halte am Ziel fest, den Umsatz und das operative Ergebnis im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Löning: Obama muss jetzt Gefangene auf Guantanamo frei lassen

Löning: Obama muss jetzt Gefangene auf Guantanamo frei lassen (dapd). Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hat die Wiederwahl von Barack Obama begrüßt. Zugleich forderte er den US-Präsidenten aber auf, das US-Gefangenenlager Guantanamo zu schließen. „Es ist gut für die Menschenrechte, dass Präsident Obama wiedergewählt wurde“, sagte Löning der Nachrichtenagentur dapd. Obama solle nun aber auch „entschieden handeln: Guantanamo muss endlich geschlossen und die Insassen frei gelassen oder vor ein ordentliches Gericht gestellt werden“. Obama hatte seinerzeit in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf versprochen, das Gefängnis für Terrorverdächtige zu schließen. Nach wie vor ist das Lager, welches infolge der Terroranschläge des 11. September 2001 errichtet wurde, aber in Betrieb. Der FDP-Politiker Löning lobte ganz grundsätzlich die „enge Zusammenarbeit“ mit Obama und der US-Regierung in Fragen der Meinungsfreiheit und Demokratisierung, bei Religionsfreiheit und dem Schutz von Minderheiten. Er forderte jedoch, Obama „sollte ein klares Zeichen gegen die Todesstrafe, aber auch gegen überlange Haftstrafen und äußerst harte Haftbedingungen setzen“. Auf diese Weise könne der Präsident „für den Menschenrechtsschutz in den USA und die Glaubwürdigkeit unserer gemeinsamen menschenrechtspolitischen Anliegen viel tun“, sagte Löning. dapd (Politik/Politik)

AMD verlässt Dresden endgültig

AMD verlässt Dresden endgültig Dresden (dapd-lsc). Der US-Elektronikkonzern AMD zieht sich nach Medienberichten endgültig aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden zurück. Als Teil einer weltweiten Stellenkürzung werde auch das letzte verbliebene Forschungszentrum geschlossen, wie die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ und die „Sächsische Zeitung“ unter Berufung auf eine Unternehmenssprecherin berichten. Das Zentrum beschäftigte bis zu zwei Dutzend Mitarbeiter. AMD bleibe aber ein wichtiger Kunde der Dresdner Chipfabrik von Globalfoundries, sagte die Sprecherin. Von dem Rückzug aus Dresden hatte zuvor das Online-Portal Heise erfahren. AMD gehörte mit seiner Chipproduktion ursprünglich zu den größten Arbeitgebern in der Region. Bis zu 3.000 Mitarbeiter waren beschäftigt. Die Produktion wurde später in Globalfoundries ausgegliedert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Exporte sinken deutlich

Deutsche Exporte sinken deutlich Wiesbaden (dapd). Deutschland hat im September deutlich weniger Waren aus- und eingeführt als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Gesamtwert der Exporte sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3,4 Prozent auf 91,7 Milliarden Euro. Der Wert der Importe habe gegenüber dem September 2011 um 3,6 Prozent auf 74,9 Milliarden Euro abgenommen, teilte das Amt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Um saisonale Schwankungen bereinigt, seien die Ausfuhren um 2,5 Prozent und die Einfuhren um 1,6 Prozent gesunken, hieß es. Unter dem Strich erreichte der deutsche Außenhandel im September einen Überschuss von 16,9 Milliarden Euro und blieb hinter dem Wert des Vorjahresmonats von 17,3 Milliarden Euro zurück. Auch der Überschuss der Leistungsbilanz, in die auch grenzüberschreitende Dienstleistungen, Einkommen und Vermögensübertragungen eingehen, fiel den Angaben zufolge mit 16,3 Milliarden Euro geringer aus als der Vorjahreswert von 17,0 Milliarden Euro. Vor allem der Außenhandel mit der Eurozone war verglichen mit dem Vorjahresmonat stark rückläufig. Die deutschen Exporte in den Währungsraum sanken im September um 9,1 Prozent auf 34,5 Milliarden Euro. Die Importe von dort nahmen um 5,7 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro ab. Alle Werte sind nicht um Preiserhöhungen bereinigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gewinn von SMA Solar bricht ein

Gewinn von SMA Solar bricht ein Niestetal (dapd). Die Solartechnikfirma SMA Solar hat nach einem massiven Gewinneinbruch im dritten Quartal ihre erst kürzlich gesenkten Prognosen bekräftigt. Für die Zeit von Juli bis September sackte der Gewinn von Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahresvergleich um rund 57 Prozent auf 32,3 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Donnerstag im hessischen Niestetal mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 21,5 Millionen Euro, nachdem es ein Jahr zuvor noch rund 53 Millionen Euro waren. Der Quartalsumsatz des weltweit größten Herstellers von Wechselrichtern für Solaranlagen fiel um 24 Prozent auf 362,7 Millionen Euro. SMA Solar hatte der Krise der Solarbranche lange Zeit getrotzt, dann aber im Oktober eine Gewinnwarnung gegeben. Wegen massiver Kürzungen bei der Solarförderung und steigenden Preisdrucks rechnet die Firma für 2013 im besten Fall mit einem ausgeglichenen Ergebnis bei einem Umsatz zwischen 900 Millionen und 1,3 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr soll der Umsatz noch 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro erreichen. Das operative Ergebnis wird bei 100 bis 150 Millionen Euro erwartet. SMA Solar hat auch angekündigt, 450 von weltweit 5.500 Stellen zu streichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Tognum bestätigt Jahresziele

Tognum bestätigt Jahresziele Friedrichshafen (dapd). Der Motorenhersteller Tognum kämpft gegen den konjunkturellen Gegenwind an, hat jedoch im dritten Quartal weitere deutliche Einbrüche bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen. „Aufgrund des guten Auftragsbestands streben wir aber ein viertes Quartal etwas über Vorjahresniveau an und bestätigen daher aus heutiger Sicht unsere Umsatz- und Ergebnisziele“, sagte der Vorstandsvorsitzende des im vergangenen Jahr von Daimler und Rolls-Royce übernommenen Unternehmens, Joachim Coers, am Donnerstag in Friedrichshafen. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich bei einer bereinigten Umsatzrendite von zehn Prozent. Im dritten Quartal brach der Konzernüberschuss auf Jahressicht aber um 42,7 Prozent auf 31,3 Millionen Euro ein. Der Umsatz ging um 5,8 Prozent auf 677,3 Millionen Euro zurück. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)