Essen (dapd). Nach Berichten über Ermittlungen gegen ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Claassen im Zusammenhang mit Luxusreisen will dieser sein Amt vorerst niederlegen. Claassen habe den Aufsichtsrat am Samstag gebeten, ihn bis auf Weiteres von seinen Vorstandsaufgaben zu entbinden, teilte das Unternehmen in Essen mit. „Durch diesen Schritt möchte ich angesichts der derzeitigen öffentlichen Berichterstattung Schaden vom Unternehmen fernhalten“, wird Claassen zitiert. Der Aufsichtsrat wird sich den Angaben zufolge auf einer Sitzung am 10. Dezember mit der Angelegenheit beschäftigen. Die „Financial Times Deutschland“ hatte berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Essen gegen das Vorstandsmitglied wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit Luxusreisen für Journalisten ermittelt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
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Genscher: Es geht um die Rettung Europas
Halle (dapd). Die fortgesetzten Finanzhilfen für das überschuldete Griechenland sind nach Ansicht des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher zur Stabilisierung der Europäischen Union unverzichtbar. Genscher sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Halle: „Es geht um die Rettung Europas.“ Den Euro hält der FDP-Politiker für ein Erfolgsmodell. Er selbst habe sich schon im Februar 1988 für eine gemeinsame Währung ausgesprochen. „Ein gemeinsamer Binnenmarkt hätte ohne eine gemeinsame Währung nicht funktionieren können.“ Genscher fügte hinzu: „Dass China alles tut, um den Euro zu stützen, zeigt, wie groß der Wunsch weltweit nach einer zweiten großen Weltreservewährung neben dem Dollar ist.“ Das erkläre im Übrigen auch „die große Skepsis gegenüber dem Euro in den USA“. Die Europäische Integration geht nach Auffassung Genschers längst weit über den Grundgedanken eines in Frieden vereinten Kontinents hinaus. Die neue Weltordnung beinhalte viele globale Akteure, nicht nur die USA und Russland, sondern auch China, Indien, Brasilien oder Indonesien. „Kein Land der EU, auch nicht Deutschland als ihr größtes Mitglied, wäre in dieser Gesellschaft allein von Bedeutung.“ Die Europäische Union hingegen spiele „eine beachtliche Rolle“. dapd (Politik/Politik)
Audi-Chef Stadler will seine Marke zur Nummer 1 machen
Berlin (dapd). Der Autobauer Audi will nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler bis 2020 der führende Premiumanbieter werden. „Wir wollen bis 2020 die Premiummarke Nummer 1 werden und sind schon heute in Schlagdistanz zu den Kollegen aus München“, sagte Stadler der „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe) mit Blick auf den Konkurrenten BMW. Stadler setzt dabei vor allem auf den Absatz außerhalb Europas. „Wir sind global aufgestellt. Weltweit wächst der Automobilmarkt weiter. Viele Hersteller, die nur in Europa Autos verkaufen, sind stark betroffen“, sagte er. Doch auch in Europa habe Audi eine starke Stellung. „Trotz Gegenwind wachsen wir auch in Europa“, sagte er. Stadler sagte, Audi arbeite seit Jahren daran, den Verbrauch seiner Fahrzeuge zu verringern. „Wir werden in naher Zukunft Alternativen anbieten, zum Beispiel Erdgas-Autos oder Autos mit Plug-In-Hybriden, die sich an der Steckdose aufladen lassen“, versprach er. (Das Stadler-Interview: http://url.dapd.de/nrYxcm ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Merkel gegen Steuersplitting bei homosexuellen Paaren
Berlin (dapd). Unmittelbar vor dem CDU-Parteitag in Hannover hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrer Partei empfohlen, die steuerliche Gleichbehandlung von Homosexuellen abzulehnen. „Ich persönlich möchte die steuerliche Privilegierung der Ehe beim Splittingtarif erhalten, weil unser Grundgesetz die Ehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Familie sieht und beide unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt“, sagte Merkel der „Bild am Sonntag“. Sie sei sich aber nicht sicher, ob sie sich mit ihrer Position auf dem Parteitag durchsetzen könne. „Nun bin ich gespannt auf den Parteitag, ich bin sicher, wir werden eine gute, respektvolle Diskussion haben“, meinte die CDU-Chefin. Für den am Montag beginnenden Bundesparteitag sind Initiativanträge für und gegen eine steuerliche Gleichstellung von Homo-Ehen angekündigt. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hatte erklärt, falls diese Anträge eingereicht würden, werde er den Delegierten empfehlen, eine Entscheidung in der Sache zu treffen, statt die Anträge an Parteigremien zu überweisen. dapd (Politik/Politik)
Merkel weist Vorwurf der Unwahrheit zurück
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weist den Vorwurf von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zurück, sie sage den Deutschen nicht die Wahrheit über die Situation in Griechenland. „Ich kenne meine Pflicht und sage deshalb den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder, wie die Lage ist“, sagte Merkel der Zeitung „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. Sie arbeite mit ganzer Kraft daran, den Euro stabil zu halten. „Ich werde weiter das tun, was für Deutschland und Europa am besten ist und die finanziellen Folgen so gering wie möglich hält und uns keinen unzumutbaren Risiken aussetzt“, versicherte die Kanzlerin. Verständnis äußerte sie für die ablehnende Haltung vieler Bürger gegenüber neuen Hilfen für Griechenland. „Ich spüre natürlich die Skepsis vieler Bürger, verstehe sie zum Teil auch, denn Griechenland hat seine Partner in den vergangenen Jahren oft enttäuscht. Vieles von dem, was die griechische Führung versprochen hat, hat sie nicht eingehalten“, sagte sie. Dennoch seien die Hilfen für das von der Staatspleite bedrohte Land „im deutschen Interesse, denn alle Maßnahmen haben immer die ganze Euro-Zone im Blick und dienen damit jedem Mitgliedsland, auch Deutschland“, sagte Merkel. Sie zeigte sich optimistisch, dass Athen auf beschlossene Reformen jetzt Taten folgen lasse. „Ich nehme in der griechischen Regierung endlich eine Entschlossenheit wahr, das Land umzukrempeln, moderne Strukturen zu schaffen – Deutschland wird sich da mit Rat und Tat beteiligen“, sagte sie. dapd (Politik/Politik)
Wende in der Affäre Gustl Mollath
München (dapd). Überraschende Wende in der Affäre um die umstrittene Zwangsunterbringung des Nürnbergers Gustl Mollath: Justizministerin Beate Merk (CSU) will den Fall komplett neu aufrollen lassen. Merk habe am Freitag einen entsprechenden Antrag bei der Generalsstaatsanwaltschaft Nürnberg gestellt, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Anlass sind neue Ungereimtheiten: Womöglich war der Richter, der Mollath in eine geschlossene Anstalt einwiesen hatte, befangen. Mollath, der Schwarzgeld-Geschäfte bei der Hypovereinsbank angeprangert hatte, ist seit 2006 wegen Gemeingefährlichkeit in der Psychiatrie Bayreuth untergebracht. Der Fall ist brisant, weil die Schwarzgeld-Vorwürfe offensichtlich stimmen. Für das Landgericht Nürnberg waren sie aber Teil eines „paranoiden Gedankensystems“. Grund für den Antrag Merks ist ein Artikel in den „Nürnberger Nachrichten“. Danach hatte der Richter, der über Mollaths Zwangsunterbringung zu entscheiden hatte, bei den Finanzbehörden angerufen. Er soll gesagt haben, Mollath sei verrückt und dessen Schwarzgeld-Anzeige müsse nicht nachgegangen werden. Tatsächlich wurde der Aktendeckel dann schnell zugeklappt. Ein Ministeriumssprecher erklärte, dies seien Hinweise auf eine mögliche Befangenheit des Richters. Sie würden jetzt vom Landgericht Regensburg geprüft, das über die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen Mollath zu entscheiden hat. Der heute 56-Jährige wurde damals verurteilt, weil er nach Überzeugung des Richters seine Frau verprügelt hatte und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Mehrere Gutachter hatten dies in den vergangenen Jahren bestätigt. Mollath stellt Bedingungen Erst vor wenigen Tagen hatte die Generalstaatsanwaltschaft angekündigt, ein weiteres Gutachten in Auftrag geben zu wollen, um zu prüfen, ob Mollath zurecht in der Anstalt einsitzt oder auf freien Fuß gesetzt werden kann. Mollath sagte der „Süddeutschen Zeitung“, er sei bereit, sich wieder psychiatrisch begutachten zu lassen. Aufgrund seiner schlechten Erfahrungen sei es aber wichtig, dass das Gespräch aufgezeichnet werde. Der Zeitung zufolge hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth in der Sache Mollath zudem ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Sie ermittle wegen mehrerer Delikte, unter anderem gehe es um den Verdacht der Freiheitsberaubung. Grüne und SPD begrüßten die beantragte Wiederaufnahme des Verfahrens. Der Schritt komme allerdings zu spät, sagte Grünen-Rechtsexpertin Christine Stahl. Merks „gebetsmühlenartig vorgetragenen Verteidigungsreden für die Staatsanwaltschaft“ hätten eine Neubewertung des Falls Mollath unnötig lang hinausgezögert. SPD-Fraktionsvize Inge Aures sagte: „Es stellt sich schon sehr die Frage, wieso die Justizministerin ein Jahr wartet, bis sie jetzt unter dem wachsenden und inzwischen massiven politischen und öffentlichen Druck endlich aktiv wird.“ Merk war in den vergangenen Tagen in der Affäre Mollath immer stärker unter Druck geraten. Erst am Donnerstag verlangte der Bayerische Landtag Aufklärung in dem Fall. Forderungen der Opposition nach einer Entlassung Merks wies die schwarz-gelbe Koalition zurück. dapd (Politik/Politik)
Totenstille auf der Strecke ist doch undenkbar
Essen (dapd). Das Foto bringt Jochen Mass nur kurz in Verlegenheit: Es zeigt den Ex-Rennfahrer irgendwann in den 1970er oder 1980er Jahren mit freiem Oberkörper und zwei Boxen-Schönheiten an der Seite. „Ich weiß nicht mehr, wer das war“, sagt der heute 66-Jährige dann knapp. Sein Kollege Hans Herrmann, inzwischen 84, schmunzelt: „Heute nennt man sie Boxenluder. Früher haben wir von Wanderpokalen gesprochen.“ Die beiden gut aufgelegten Rennsport-Legenden sind an diesem Freitag die Stargäste der offiziellen Eröffnungsveranstaltung zur Essen Motor Show. Ab Samstag geht Deutschlands zweitgrößte Automobil-Messe wieder an den Start und rechnet während ihrer einwöchigen Dauer mit gut 340.000 Besuchern. Die Motorsport-Branche feiert auf ihrer diesjährigen Veranstaltung ihre goldenen Zeiten mit einer Sonderschau zur Sportwagen-Weltmeisterschaft 1953 bis 1992. Es werden rund 1.000 kraftstrotzende Fahrzeuge präsentiert, und es gibt ein Nachdenken über neue Energien. Denn angesichts der Energiewende und der neuen Antriebe im Autoalltag will auch der Rennsport bei alternativen Kraftquellen nicht zurückstecken. „Der Rennsport ist eine Chance für grüne Antriebstechnologien“, sagt Karl Friedrich Ziegahn. Er ist Präsident des Deutschen Sportfahrer Kreises (DSK), der mit rund 14.000 Mitgliedern europaweit größten Vereinigung von aktiven Fahrern und Motorsportfans. „Es ist klar, dass der Motorsport in 30 Jahren anders aussehen wird als heute. Wir müssen deshalb an unserer Zukunftsfähigkeit arbeiten.“ Begeisterung über Hybridmodelle Zu den Favoriten zählt Ziegahn dabei vor allem den Hybridantrieb. In Le Mans feierte Audi in diesem Sommer mit seinem R 18 den ersten Sieg von Dieselhybrid-Fahrzeugen beim legendären 24-Stunden-Rennen. Die Fahrzeuge vereinigen einen Diesel- und einen Elektroantrieb. Und schon vor zwei Jahren schickte Porsche auf dem Nürburgring mit dem 911 GT3 R erstmals ein solches Modell für ein Ganztagsrennen auf die „Grüne Hölle“ genannte Eifel-Rennstrecke. „Die Zukunft ist Hybrid“, schwärmt auch Alexander Wurz, der 1996 als jüngster Sieger des Le-Mans-Klassikers Rennsport-Geschichte schrieb und dort im Sommer ein Hybridmodell von Toyota testete. „Das war wie ein Kick in den Hintern“, beschreibt der 38-jährige Österreicher die Wirkung des Wagens. Doch nicht nur am Hybridantrieb zeigt sich der Motorsport interessiert. Unterm Strich stünden schon heute an den Pisten sechs Tankstellentypen – für Benzin, Diesel, Biodiesel, Erdgas, Autogas und Strom, sagt Ziegahn: „Das zeigt, dass die komplette Antriebspalette im Rennsport bereits da ist.“ Nur ein reiner, leise vor sich hin surrender Elektromotor in einem Rennwagen ist für die Autobauer bislang offenbar undenkbar. „Stellen sie sich vor, da stehen Tausende an der Rennstrecke. Und dann hört man nichts. Eine Totenstille auf der Piste ist doch undenkbar“, zeigt sich Ziegahn überzeugt: „Ich denke, wir werden den Verbrennungsmotor im Motorsport noch sehr lange haben.“ Mit solchen energietechnischen Themen war Hans Herrmann früher noch nicht konfrontiert. „Damals war alles vor allem sehr gefährlich“, erinnert er sich an seine aktive Zeit in den 1950er und 1960er Jahren. „Wenn wir am Start waren, kam oft die Überlegung hoch, wen es als nächsten treffen wird.“ Heutige Rennen ließen ihn da oft nur noch staunen: „Es ist unglaublich, wie die Leute buchstäblich durch die Gegend fliegen – und es passiert nichts.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Massiver Stellenabbau bei Osram
München (dapd). Beim Leuchtmittelhersteller Osram werden erneut zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut. Bis Ende 2014 soll die weltweite Mitarbeiterzahl um etwa 5.400 reduziert werden, wie die Siemens-Tochter am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in München mitteilte. Auf Deutschland entfallen davon 1.100 Stellen. Die Unternehmensführung will nun mit den Arbeitnehmervertretern über den Stellenabbau verhandeln. Ein Osram-Sprecher sagte, dass die Kürzungen so sozialverträglich wie möglich umgesetzt würden. Am Jahresanfang hatte das Unternehmen bereits angekündigt, im Inland 1.000 Stellen zu streichen. 300 davon sind schon abgebaut. Bei den neu hinzugekommenen Kürzungen sind vor allem die Standorte Berlin, Wipperfürth und München betroffen. Im Ausland reduziert Osram seine Mitarbeiterzahl um 4.300. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis 30. September) hatte sich das Unternehmen außerhalb Deutschlands von 1.600 Mitarbeitern getrennt. Mehr als die Hälfte der nun geplanten Kürzungen will die Siemens-Tochter durch den Verkauf von Werken erreichen. Umsatzschwache, kleinere Standorte im Ausland will Osram schließen. Der Stellenabbau wird bis Ende des Jahres einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag kosten. Von 2013 bis 2015 will Osram insgesamt eine Milliarde Euro weniger ausgeben. Mehr als die Hälfte davon will das Unternehmen im Einkauf einsparen. Osram setzt stärker auf Zulieferungen „Wir gehen konsequent den Weg des Firmenumbaus und schreiten dabei in das digitale Lichtzeitalter voran“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Osram Licht AG, Wolfgang Dehen. Bei LED-basierten Leuchtmitteln will das Unternehmen künftig einen geringeren Teil der Produktion selbst übernehmen. „Daher kann der Stellenaufbau in den Zukunftsfeldern die Anpassungen im traditionellen Bereich leider nur teilweise kompensieren“, fügte Dehen hinzu. Wegen des Technologiewandels im Lichtmarkt musste Osram bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Stellen streichen. Ende September beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 39.000 Mitarbeiter. Am Mittwoch hatte Siemens beschlossen, Osram im nächsten Jahr an die Börse zu bringen. Aufsichtsrat und Vorstand einigten sich darauf, 80,5 Prozent der Tochter abzuspalten. Dem Plan zufolge werden die Aktionäre des Konzerns für je zehn Siemens-Aktien eine Osram-Aktie erhalten. Die Hauptversammlung am 23. Januar muss dem noch mit mindestens Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Seehofer fordert Bundestagswahl am 29. September 2013
Berlin (dapd-bay). Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat erneut den 29. September 2013 als Termin für die Bundestagswahl ins Gespräch gebracht und sich damit gegen das Votum einer Mehrheit der Bundesländer gestellt. „Ich halte es für zumutbar, dass die Bundestagswahl zu Beginn der Herbstferien in drei Bundesländern abgehalten wird“, sagte Seehofer der Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). „Wir müssten in Bayern ja sogar den ganzen Wahlkampf in den Sommerferien machen“, gab der CSU-Vorsitzende zu bedenken. Der Wunsch des Freistaats sei, zuerst die bayerische Landtagswahl und danach die Bundestagswahl abzuhalten. Am 29. September beginnen in Berlin, Brandenburg und Hamburg die Herbstferien. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Kreise der Bundesregierung weiter, dass sich die Bundesländer mehrheitlich für den 22. September ausgesprochen haben. Das Bundesinnenministerium will in der kommenden Woche die Bundestagsfraktionen über den Mehrheitswillen der Länder informieren. Festgelegt wird der Wahltermin vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Bundeskabinetts. dapd (Politik/Politik)
EZB-Präsident Draghi sieht Euro-Krise noch nicht überwunden
Paris (dapd). Für den Präsidenten der europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist die Euro-Krise noch nicht überwunden. „Wir sind noch nicht aus der Krise raus“, sagte Draghi am Freitag dem französischen Radiosender Europe-1. In den vergangenen Monaten habe sich die Lage an den Finanzmärkten allerdings beruhigt. „Dieser relative Frieden sollte uns den Weg weisen“, ergänzte Draghi, der am Mittag den französischen Präsidenten François Hollande in Paris treffen wollte. Der EZB-Präsident widersprach mit seiner Äußerung Hollande, der die Euro-Zone nach der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland schon auf dem Weg aus der Finanzkrise sah. Draghi rechnet damit, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2013 wieder an Fahrt gewinnt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
