Frische Leute mit neuen Ideen: 15 Grüne rangeln um Spitzenkandidatur

Frische Leute mit neuen Ideen: 15 Grüne rangeln um Spitzenkandidatur Berlin (dapd). 15 Grüne bewerben sich um die Spitzenkandidatur der Partei für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Nachdem am Sonntag die Bewerbungsfrist verstrichen war, veröffentlichte die Partei am Montagabend die Namen und Bewerbungsschreiben der Kandidaten auf ihrer Website. Neben den vier Bundespolitikern Katrin Göring-Eckardt, Renate Künast, Claudia Roth und Jürgen Trittin haben elf weitere – weitgehend unbekannte – Parteimitglieder Bewerbungen eingereicht. Die Kandidaten müssen sich nun einer Urwahl stellen. In den kommenden Wochen haben die Kandidaten die Möglichkeit, sich der Parteibasis vorzustellen. Die erste Veranstaltung findet am Freitag in Hannover statt. Sie soll auch im Internet übertragen werden. Am 8. Oktober werden die Wahlunterlagen an die Parteimitglieder verschickt, bis zum 30. Oktober können alle knapp 60.000 Mitglieder der Grünen abstimmen. Insgesamt rechnet die Parteispitze mit Kosten in Höhe von 90.000 bis 100.000 Euro. Aus der Urwahl gehen dann die zwei Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013 hervor, wobei mindestens einer von beiden eine Frau sein muss. Es ist auch möglich, dass beide Spitzenkandidaten weiblich sind, aber nicht, dass beide männlich sind. Die Bewerberinnen haben somit gute Chancen bei der Wahl: Von den 15 Bewerbern sind nur drei Frauen. Alte Hasen und junge Wilde In den Bewerbungsschreiben erklären die zur Wahl Stehenden, was sie durchsetzen möchten und was sie von den anderen unterscheidet. Dabei reicht die Bandbreite vom 22-jährigen Studenten Nico Hybbeneth, der anknüpfend an die Piratenpartei einen Generationenwechsel bei den Grünen einläuten will, bis zum 1945 geborenen Friedrich Wilhelm Merck, Gründungsmitglied der Grünen, der langjährige Erfahrung und Einsatz beisteuern will. Ein weiterer junger Bewerber ist Patrick Held. Der 24-Jährige will „frische Leute mit frischen Ideen“ an der Wahlkampfspitze. „Opa Jürgen hat in den letzten 30 Jahren viel für uns Grüne bewegt“, schreibt er. „Aber er ist so wie alle anderen männlichen Bewerber ein Veteran der Vergangenheit, nicht die grüne Zukunft.“ Auch Markus Meister ruft die Grünen dazu auf, sich gut überlegen, ob sie wirklich mit denselben Personen antreten wollten, die unter anderem Kampfeinsätze der Bundeswehr und Steuersenkungen für Vermögende zu verantworten hätten. Inhaltlich beziehen die viele Bewerber klar grüne Positionen. Einige sprechen sich für erneuerbare Energien aus, für kostenlosen Nahverkehr und bekräftigen die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn. Hans-Jörg Schaller schließt sich dem nicht an. In seiner Bewerbung schreibt der Ingenieur aus Vaihingen/Enz, er verzichte bewusst auf „die mehrseitige Wiedergabe des Parteiprogramms“ und sei „natürlich gegen Armut und Hunger und für Frieden auf der Welt“. dapd (Politik/Politik)

Flughafenbetreiber Fraport beruft Frau in den Vorstand

Flughafenbetreiber Fraport beruft Frau in den Vorstand Frankfurt/Main (dapd). Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat eine Frau in den Vorstand berufen. Zum 1. Januar 2013 werde Anke Giesen in das bisher rein männliche Führungsgremium einziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Managerin werde für die Geschäftsbereiche Retail und Immobilien sowie Bodenverkehrsdienste zuständig sein. Ihre bisherigen beruflichen Stationen führten sie zu Mannesmann, Pfleiderer und Douglas. Der bisherige Personalvorstand und ehemalige Chef der Gewerkschaft ÖTV, Herbert Mai, wird den Angaben zufolge Ende September aus Altersgründen aus dem Vorstand ausscheiden. Seine Funktion übernimmt demnach Michael Müller, der bereits Vorstandsmitglied ist. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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US-Markt rettet deutschen Automobilherstellern abermals die Bilanz

US-Markt rettet deutschen Automobilherstellern abermals die Bilanz Berlin (dapd). Der internationale Automarkt bleibt gespalten. Weitgehend auf den europäischen Markt beschränkte Hersteller haben durch die Bank weiterhin mit den Folgen der Schuldenkrise in Südeuropa zu kämpfen. Dagegen melden die international aufgestellten Autohersteller, darunter auch deutsche Marken mit Premiumansprüchen wie Audi, Daimler und BMW, vor allem in den USA glänzende Verkaufszahlen. Die am Dienstag von Automobilverbänden vorgelegten Zahlen belegen diese Entwicklung. Wie der europäische Branchenverband ACEA in Brüssel mitteilte, ging die Zahl der Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat EU-weit um 8,9 Prozent auf 688.000 Fahrzeuge zurück. Hauptgrund dafür ist, so zeigen die Zahlen eindeutig, die Schuldenkrise, die vor allem in Südeuropa die Autoverkäufe sinken lässt. Neben Griechenland, wo der Autoabsatz um fast die Hälfte zurückging, kommt die Krise nun auch in den großen europäischen Volumenmärkten an. So brach der Absatz in Frankreich um 11,4 Prozent auf gut 96.000 Autos ein. In Italien betrug der Rückgang sogar mehr als ein Fünftel. In Spanien konnten die Autohersteller infolge von Vorzieheffekten durch die anstehende Mehrwertsteuererhöhung dagegen ihren Absatz entgegen dem Trend um 3,4 Prozent auf 48.800 Einheiten ausbauen. Insgesamt ging der EU-Automarkt dieses Jahr um 7,1 Prozent oder knapp 650.000 Autos zurück. Nach Beobachtung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) werden die Rückgänge in Westeuropa „durch das dynamische Wachstum in den anderen Regionen mehr als ausgeglichen“. In China stieg die Zahl der Neuzulassungen im August um 12,8 Prozent auf 1,1 Millionen Autos. Die deutschen Autohersteller profitieren laut VDA vor allem vom US-Markt, wo sie ihren Absatz im August mit 101.600 verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um gut 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat steigern konnten. Damit war nach Verbandsangaben jeder achte Pkw, der in den Vereinigten Staaten im Jahresverlauf verkauft wurde, ein deutsches Fabrikat. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EZB-Politik lässt Sorgen von Finanzmarktexperten schrumpfen

EZB-Politik lässt Sorgen von Finanzmarktexperten schrumpfen Mannheim (dapd). Die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die bevorstehende Einführung des Euro-Rettungsschirms ESM haben die Konjunkturerwartung von Finanzmarktexperten deutlich steigen lassen. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, kletterte der Index für Deutschland von minus 25,5 Zählern im August auf minus 18,2 Punkte im September. Es ist der erste Anstieg nach zuletzt vier Rückgängen in Folge. Die Aussichten für die Wirtschaft in der Währungsunion legten noch stärker zu. Der Index für die Konjunkturerwartungen stieg um 17,4 Zähler auf minus 3,8 Punkte. Das ZEW befragt monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger. Der Anstieg macht deutlich, dass die Finanzexperten die Ankündigung der EZB begrüßen, notfalls unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenstaaten zu kaufen. Zudem gab das Bundesverfassungsgericht in der vergangenen Woche den Weg für den Euro-Rettungsschirm ESM frei. Beides dämpfte die Sorgen um den Bestand der europäischen Währungsunion. Der nach wie vor negative Wert der Indikatoren zeigt, dass die Finanzmarktexperten mit einer weiteren Abkühlung der Konjunktur sowohl in Deutschland als auch in Europa auf Sicht von sechs Monaten rechnen. Das Ende der Talfahrt des Indikators legt allerdings nahe, dass die Abschwächung in den Augen der Befragten eher moderat ausfallen wird. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland verschlechterte sich den Angaben zufolge im September allerdings. Der entsprechende Indikator gab im Vergleich zum August 5,6 Punkte nach und notierte bei 12,6 Zählern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ramsauer will Wettbewerb auf Bahnmarkt voranbringen

Ramsauer will Wettbewerb auf Bahnmarkt voranbringen Berlin (dapd). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Steigerung des Wettbewerbs auf dem Bahnmarkt als eine der „obersten Prioritäten deutscher Bahnpolitik“ bezeichnet. Dies gelte für den heimischen ebenso wie für den europäischen Raum, sagte der CSU-Politiker am Dienstag bei der Eröffnung der Bahnindustriemesse Innotrans in Berlin. „Wer mit dem ICE von Frankfurt nach London fahren will, und von Frankreich erwartet, die letzten Blockierungen fallenzulassen, der muss auch den Wettbewerb innerhalb Deutschlands öffnen“, fügte der Minister hinzu. Bei der Liberalisierung des Eisenbahnmarkts müsse Deutschland jedoch „nicht jede Dummheit nachmachen, die andere falsch gemacht haben“, sagte Ramsauer. In Großbritannien sei hier viel falsch gelaufen. Auf der Innotrans präsentieren sich bis Sonntag mehr als 2.400 Aussteller aus über 45 Ländern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Windenergiemesse Husum eröffnet

Windenergiemesse Husum eröffnet Husum (dapd). Im nordfriesischen Husum ist am Dienstag die internationale Windenergiemesse eröffnet worden. Auf der 13. internationalen Branchenschau zeigen rund 1.200 Unternehmen aus 90 Ländern bis Samstag die neuesten technischen Entwicklungen der Windindustrie. Zudem können die ausgestellten Anlagetypen und Komponenten auch im laufenden Betrieb besichtigt werden. Rund 36.000 Fachbesucher werden erwartet. „In Deutschland ist die Windenergie das Rückgrat der Energiewende“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) anlässlich der Eröffnung der Messe. Die Windenergie liefere den größten Anteil des erneuerbaren Stroms zu vergleichsweise günstigen Kosten. Mahnende Worte kamen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD). Er fordert vom Bund, den norddeutschen Länder beim Ausbau der Windenergie Vorrang einzuräumen. „Preiswerter grüner Strom wird aus Wind gemacht, und dieser Strom kommt aus dem Norden“, sagte Albig bei der Eröffnung der Messe. Die Windenergie sei unverzichtbar für den Erfolg der Energiewende. Gleichzeitig stärkte Albig dem Messestandort Husum den Rücken. Hamburg plant für 2014 eine Konkurrenz-Veranstaltung. Schlichtungsgespräche zwischen beiden Messe-Veranstaltern waren gescheitert. „Husum ist weltweit zum Synonym geworden für Windenergie“, sagte er. Eine Kannibalisierung zwischen zwei Messen sei der falsche Weg. Die Region Husum sei ein exzellenter Gastgeber für die Windkraftszene, betonte Albig. „Die Branche ist hier zu Hause: Viele große und kleine Zulieferer und Dienstleister haben bei uns ihren Sitz.“ ( http://www.husumwindenergy.com ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

MAN sieht stabilen Absatz

MAN sieht stabilen Absatz Hannover (dapd-bay). Der Lastwagenhersteller MAN hat bis Ende August weltweit 90.000 bis 100.000 Fahrzeuge abgesetzt. Das sei „auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte Lkw-Vertriebsvorstand Frank Hiller am Dienstag auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover. „Bisher ist der Absatz sehr stabil“, fügte er hinzu. Zu den zuletzt von MAN angekündigten Produktionseinschränkungen äußerte sich Hiller auch auf Nachfrage nicht. Der europäische Markt werde 2012 um fünf bis zehn Prozent fallen. MAN rechnet allerdings damit, „dass die nächsten Jahre in Europa dynamisch werden“, auch wegen des Wechsels zu den modernen Euro-VI-Motoren. Das sagte der neue Vorstandsvorsitzende Anders Nielsen. Eine konkrete Vorhersage machte er nicht. Nielsen sagte, MAN könne von „positiven Impulsen“ der Zusammenarbeit unter dem Dach des VW-Konzerns ausgehen. Der Manager kündigte an, MAN werde „die Präsenz in den Wachstumsmärkten“ ausweiten. Im derzeit schwachen Markt in Europa habe MAN in den vergangenen Jahren den Marktanteil ausgebaut. MAN stellt in Hannover neue Fahrzeuggenerationen bei Lastwagen und Bussen vor. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr wegen der Lkw-Absatzschwäche in Europa einen Gewinneinbruch erlitten. Anders als der große heimische Konkurrent Mercedes ist die VW-Tochter nicht in den zurzeit enorm erfolgreichen Märkten USA und Japan vertreten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Henkel soll zur NSU-Panne Auskunft geben

Henkel soll zur NSU-Panne Auskunft geben Berlin (dapd-bln). Nach der erneuten Panne in der Aufklärungsarbeit zur Terrorgruppe NSU befasst sich der Innenaussschuss des Berliner Abgeordnetenhauses in einer Sondersitzung mit der Affäre. Innensenator Frank Henkel (CDU) soll dort Auskunft zur jahrelangen Zusammenarbeit des Landeskriminalamtes mit einem mutmaßlichen Unterstützer des NSU Auskunft geben. Außerdem soll der Untersuchungsausschuss des Bundestages die Akten zu den Vorgängen erhalten. Bereits im Januar dieses Jahres war ein Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Terrorhelfer Thomas S. eingeleitet worden, die Bundesanwaltschaft wurde laut Medienberichten vom LKA allerdings erst im März über die Kooperation informiert. Kurz zuvor erfuhr Henkel davon, nicht aber der Untersuchungsausschuss des Bundestages. Infolge der Panne zog sich Henkels Vorgänger als Innensenator, der SPD-Politiker Ehrhart Körting (SPD) aus der Bund-Länder-Kommission zur Aufarbeitung des Rechtsterrorismus zurück. Körting, in dessen Amtszeit die Zusammenarbeit mit S. weitgehend fiel, will jeden Anschein der Befangenheit vermeiden, wie er erklärte. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zollte ihm dafür Respekt. „Das kann ich gut nachvollziehen und das ehrt ihn sehr“, sagte Schünemann über Körting im Inforadio des RBB hinzu. Die Ombudsfrau der Hinterbliebenen des rechtsextremen NSU-Terrors, Barbara John, äußerte die Sorge, die Informationspannen bei den Sicherheitsbehörden könnten demoralisierende Folgen für die Familien der Opfer haben. „Das kommt sehr schlecht an“, sagte sie der „Mitteldeutschen Zeitung“. Es gebe auch die Vermutung, „dass da noch mehr zurück gehalten wird“, sagte sie. Bevor der rechtsextreme NSU als verantwortlich für die Morde an neun Migranten und einer deutschen Polizistin identifiziert worden sei, habe man die Opfer und ihr Umfeld verdächtigt. Später habe sich dann dort die Hoffnung breitgemacht, dass alles für die Aufklärung getan werde. Stattdessen trete jetzt „ein großer Vertrauensverlust gegenüber den Aufklärern und der deutschen Gesellschaft insgesamt ein“, beklagte John. Unterdessen drängte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf eine baldige Reform der Sicherheitsstrukturen in Deutschland. Dabei sollten die Aufgaben des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) auf andere Behörden übertragen werden, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wir brauchen eine effektivere Sicherheitsstruktur. Wir müssen weg vom Nebeneinander der Geheimdienste und offen über die Auflösung des MAD reden“. dapd (Politik/Politik)

Daimler legt trotz Krise beim Lkw-Absatz zu

Daimler legt trotz Krise beim Lkw-Absatz zu Hannover (dapd). Der weltgrößte Lkw-Hersteller Daimler hat trotz der schweren Krise in Europa den globalen Lastwagenabsatz bis Ende August um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Das sagte Vorstandsmitglied Andreas Renschler am Dienstag in Hannover auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge. Der Hersteller profitiere von seiner weltweiten Präsenz: Während der Markt in Europa um mehr als zehn Prozent eingebrochen sei, gebe es einen Boom bei den Geschäften in Nordamerika und Japan. Die Krise vor allem in Südeuropa ziehe an Daimler weitgehend vorbei, sagte Renschler: „Daimler Trucks ist davon durch den traditionell starken Absatz in Nordeuropa aber weniger betroffen.“ Daimler hatte im ersten Halbjahr den Absatz an Lastwagen um 34 Prozent auf 122.000 Stück gesteigert, der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um fast zehn Prozent auf 524 Millionen Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Schünemann hat Verständnis für Körtings Rückzug aus der NSU-Aufklärung

Schünemann hat Verständnis für Körtings Rückzug aus der NSU-Aufklärung Berlin (dapd-bln). Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zeigt Verständnis für den Rückzug des SPD-Politikers Ehrhart Körting (SPD) aus der Bund-Länder-Kommission zur Aufarbeitung des Rechtsterrorismus. Er habe „hohen Respekt“ vor dem ehemaligen Berliner Innensenator, sagte Schünemann am Dienstag im Inforadio des RBB. „Das kann ich gut nachvollziehen und das ehrt ihn sehr“, fügte Schünemann hinzu. Hintergrund der Entscheidung ist die jahrelange Zusammenarbeit des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) mit einem mutmaßlichen Helfer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Obwohl bereits im Januar dieses Jahres ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet worden war, informierte das LKA die Bundesanwaltschaft laut Medienberichten erst im März über die Kooperation. Kurz zuvor erfuhr zwar Berlins Innensenator Frank Henkel, Körtings Nachfolger, von den Vorgängen, nicht aber der Untersuchungsausschuss des Bundestages. Schünemann wollte sich zu den Abläufen in Berlin nicht äußern. Das müsse dort aufgearbeitet werden, sagte er. Wichtig sei, dass diese „schrecklichen Verbrechen“ aufgeklärt und Konsequenzen daraus gezogen würden. dapd (Politik/Politik)