Deutsche-Bank-Gewinn wird von Kosten für Konzernumbau gedämpft

Deutsche-Bank-Gewinn wird von Kosten für Konzernumbau gedämpft Frankfurt/Main (dapd). Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal einen Gewinn von 755 Millionen Euro nach Steuern erzielt. Das Ergebnis liegt knapp unter dem des Vorjahresquartals und wird von den Kosten des Konzernumbaus belastet, wie das größte deutsche Geldhaus am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Allein die laufende Restrukturierung habe 276 Millionen Euro gekostet, weitere 289 Millionen Euro seien für Rechtsstreitigkeiten ausgegeben worden, hieß es. Bereits im September hatten die Co-Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen angekündigt, in den nächsten drei Jahren vier Milliarden Euro in den Umbau der Bank zu investieren. Das zuletzt kriselnde Investmentbanking erholte sich den Angaben zufolge und steigerte seinen Gewinn deutlich. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz hebt Prognose fürs Gesamtjahr erneut an

Allianz hebt Prognose fürs Gesamtjahr erneut an München (dapd). Europas größter Versicherer Allianz gibt sich für 2012 ausgesprochen optimistisch. Im Gesamtjahr erwarte der Konzern nun ein operatives Ergebnis von mehr als neun Milliarden Euro, teilte die Allianz am späten Montagabend mit – und hob die Prognose damit innerhalb von drei Monaten bereits zum zweiten Mal an. Zuletzt hatten die Münchner ihre Vorhersage bereits Anfang August nach oben geschraubt. Zugleich legte die Allianz vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vor. Demnach machte der Konzern im Vierteljahr einen operativen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro und damit 100 Millionen Euro mehr als im Vorquartal. Der Nettogewinn stieg den Angaben zufolge auf 1,4 Milliarden Euro. Detaillierte Zahlen will die Allianz am 9. November vorlegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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E.on und RWE verkaufen britisches Atomgeschäft

E.on und RWE verkaufen britisches Atomgeschäft Düsseldorf (dapd). Die beiden deutschen Energiekonzerne E.on und RWE verkaufen ihr britisches Atomgeschäft. Der japanische Industriekonzern Hitachi werde das 2009 eigens für den Reaktorbau in Großbritannien gegründete Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power übernehmen und die Baupläne weiter vorantreiben, teilte RWE am Dienstag mit. Den Kaufpreis für das 50:50-Joint-Venture der deutschen Energieriesen bezifferten die Unternehmen auf 696 Millionen britische Pfund (866 Millionen Euro). Ursprünglich wollten RWE und E.on mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen bis 2025 in Großbritannien fünf bis sechs neue Reaktoren bauen und dafür bis zu 17 Milliarden Euro investieren. Doch haben beide Konzerne nach der Energiewende in Deutschland und den damit verbundenen drastischen finanziellen Einbußen diese Pläne aufgegeben und das Gemeinschaftsunternehmen zum Verkauf angeboten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Metro kämpft weiter mit roten Zahlen

Metro kämpft weiter mit roten Zahlen Düsseldorf (dapd). Die Konjunkturkrise in Europa hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz des größten deutschen Handelskonzerns Metro. Für die ersten neun Monate des Jahres wies das Unternehmen am Dienstag unter dem Strich einen Verlust von 21 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 266 Millionen Euro gemacht. Allein im dritten Quartal lag der Nettogewinn des Handelsriesen mit 89 Millionen Euro um fast 60 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz stieg dagegen dank des wachsenden Internetgeschäfts und gezielter Preissenkungen zwischen Januar und September auf Jahressicht um 1,5 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro. Konzernchef Olaf Koch betonte, im Ergebnis spiegelten sich insbesondere Belastungen aus der gesamtwirtschaftlichen Situation in Süd- und Teilen Osteuropas wider. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Altmaier fordert von Wirtschaft mehr Einsatz für Energiewende

Altmaier fordert von Wirtschaft mehr Einsatz für Energiewende Berlin (dapd). Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hat die Wirtschaft dazu aufgerufen, sich stärker für die Energiewende zu engagieren. „Ich wünsche mir, dass sich die deutsche Wirtschaft vom Mittelstand bis zur großen Industrie das Gelingen der Energiewende auf die Fahnen schreibt“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Die Welt“. Dies hänge eben nicht nur von staatlicher Regulierung ab, sondern auch davon, wie die Wirtschaft mit diesem Thema umgehe und ob sie etwas daraus mache. Als eine der größten Herausforderungen nannte Altmaier die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende. „Jedes Land braucht im Laufe seiner Geschichte alle paar Jahrzehnte ein Projekt, das fasziniert und bannt“, sagte der Minister. „Das war die Mondlandung der Amerikaner. Das war der Wiederaufbau, es war die deutsche Einheit. Und jetzt kommt die Energiewende.“ dapd (Politik/Politik)

Ackermann rechtfertigt frühere Renditeziele der Deutschen Bank

Ackermann rechtfertigt frühere Renditeziele der Deutschen Bank Hamburg (dapd). Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat die früher von ihm ausgegebenen hohen Renditeziele verteidigt. „Hohe Renditeziele waren ein Teil unserer strategischen Zielsetzung“, sagte der frühere Topmanager am Montag bei einer Diskussionsveranstaltung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ in Hamburg. „Wir hätten die Finanzkrise nicht ohne Hilfe von außen überstanden, wenn wir das nicht gemacht hätten“, betonte Ackermann. Er räumte allerdings ein, dass vieles „heute so nicht mehr geschehen“ würde. Die Finanzkrise ab dem Jahr 2007 sei „einen Zäsur“ gewesen. Ackermann hatte als Chef der Deutschen Bank jahrelang bei der Eigenkapitalrendite ein Ziel von 25 Prozent ausgegeben. Er leitete bis Mai dieses Jahres die Deutsche Bank und ist jetzt Verwaltungsratspräsident der Schweizer Versicherungsgruppe Zurich. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Megafusion auf dem internationalen Buchmarkt

Gütersloh/London (dapd). Auf dem internationalen Buchmarkt entsteht ein neuer Weltmarktführer. Europas größter Medienkonzern Bertelsmann und das britische Verlagshaus Pearson vereinbarten am Montag die Verschmelzung ihrer Verlagstöchter Random House und Penguin zur unangefochtenen neuen Nummer eins im globalen Buchgeschäft. Der neue Verlag Penguin Random House soll mit seinen Romanen und Sachbüchern Kunden in den USA und Großbritannien ebenso erreichen wie Leser in den Schwellenländern China, Indien und Brasilien.

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Investmentbanking in der Krise

Investmentbanking in der Krise Frankfurt/Main (dapd). Bei der Schweizer Großbank UBS wackeln 10.000 Stellen im Investmentbanking, bei der Deutschen Bank geht die Angst um, in London und New York stellen sich die großen Institute auf weitere Entlassungen ein. Die ehemaligen Stars der Finanzbranche bekommen das große Zittern. Seit der Finanzkrise gelten Investmentbanker in der öffentlichen Wahrnehmung als die Buhmänner, die mit Gier und Rücksichtslosigkeit die Probleme ausgelöst haben. Die Branche erlebt den größten Umbau seit Jahrzehnten und ringt um ihren Einfluss. „Manche Teile des Investmentbankings braucht man tatsächlich nicht“, sagt Reinhard Schmidt, Finanzprofessor an der Frankfurter Goethe-Universität. Er verdammt die Sparte aber nicht generell, sondern unterscheidet zwischen den Bankern, die ihren Kunden langfristig als Berater und Betreuer zur Seite stehen, und den reinen Händlern, die sich aufs Zocken verlegt haben. Wenn eine Investmentbank bei der Vermögensverwaltung, der Absicherung von Risiken oder einem Börsengang helfe, sei das durchaus gut und im Sinne der Gesamtwirtschaft, sagt Schmidt. Zu einem ähnlichen Urteil kommt auch Hans-Peter Burghof, Bankenprofessor an der Universität Hohenheim. „Investmentbanking bliebt natürlich wichtig“, sagt er. Es komme eben darauf an, wie genau das Geschäft aussehe. Die „guten“ Investmentbanker stehen nach Ansicht Schmidts in der früheren Tradition von Goldman Sachs, die „schlechten“ in der von Lehman Brothers, der Bank also, die mit ihrem Zusammenbruch die Finanzkrise zum Höhepunkt trieb. Ende der Woche erscheint allerdings das Buch des Goldman-Sachs-Bankers Greg Smith auf Deutsch, der mit seinem ehemaligen Arbeitgeber abrechnet. Sein Vorwurf: Auch Goldman Sachs habe sich von den eigenen Idealen weit entfernt, sei nicht mehr darauf aus, allein vom Erfolg der Kunden zu profitieren, sondern nehme sie aus. Goldman weist die Kritik zurück, doch die Kritik kommt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Das einst hohe Ansehen der Bank ist angeknackst. Regulierung und Vertrauensverlust bedrohen das Geschäft So wie das Investmentbanking zu einem der Auslöser der Finanzkrise wurde, so ist nun auch die Krise für die Bankenregulierer ein Anlass, im Investmentbanking ordentlich aufzuräumen. Die Banken müssen mehr Kapital vorhalten und werden strenger überwacht. Außerdem befürchten sie, das Investmentgeschäft bald klar von ihren übrigen Sparten abtrennen zu müssen, um die Risiken von Spekulation einzugrenzen. Für die Banken wird das Investmentgeschäft damit teurer und weniger attraktiv – ein Grund für die Verkleinerung der Sparte und den Stellenabbau. Mindestens ebenso wichtig ist nach Ansicht der Experten, dass viele Kunden das Vertrauen in die großen Spieler auf dem Investmentmarkt verloren haben. Viele mittelgroße Banken seien als Mitspieler weggefallen, weil sie bei Geschäften zwischen Investmentbankern oft als die Verlierer dagestanden hätten, sagt Burghof. „Das waren oft Nullsummenspiele.“ Als Beispiele nennt er die deutschen Landesbanken, die wegen ihres Informationsrückstands gegen die Großen der Branche schlecht ausgesehen hätten. Burghofs Fazit aus dieser Fehlentwicklung: „Es muss mehr reales Kundengeschäft gemacht werden.“ Aber die Möglichkeiten seien für alle verbliebenen Akteure weniger geworden. Außerdem sehe er die Gefahr, dass ein Teil der Deals in den unregulierten Markt der Schattenbanken abwandert, was die Risiken nicht reduzieren würde, sondern lediglich die Transparenz. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bund und Bahn investieren 252 Millionen Euro in Bahnknoten Halle

Bund und Bahn investieren 252 Millionen Euro in Bahnknoten Halle Berlin/Halle (dapd). Für rund 252 Millionen Euro soll in den nächsten Jahren der Eisenbahnknoten Halle ausgebaut werden. Eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung für die zweite Ausbaustufe unterzeichneten das Bundesverkehrsministerium und die DB Netz AG, wie die Deutsche Bahn am Montag in Berlin mitteilte. Mit dem Umbau des Verkehrsknotens Halle werde es deutlich schnellere ICE-Verbindungen zwischen Berlin und Erfurt geben, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Dies sei ein Beitrag zum Zusammenwachsen der alten und neuen Länder. Das Geld soll unter anderem in den Neubau von rund 30 Kilometern Gleisen investiert werden. Die Bauarbeiten beginnen 2014. Ab Ende 2015 sollen die Anlagen schrittweise in Betrieb gehen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Unternehmen verbrauchen weniger Strom

Unternehmen verbrauchen weniger Strom Berlin (dapd). Deutsche Unternehmen haben in den ersten drei Quartalen 2012 in Folge einer schwächeren Auslastung weniger Energie verbraucht. Der Stromverbrauch der Unternehmen sank im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2011 um fast zwei Prozent auf 382 Milliarden Kilowattstunden, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin mitteilte. Gleichzeitig ging der Verbrauch von Erdgas zur Strom- und Wärmeerzeugung zurück. Die Energiewirtschaft lieferte mit 606 Milliarden Kilowattstunden in den ersten drei Quartalen knapp zwei Prozent weniger Erdgas an ihre Kunden als im Vorjahreszeitraum. „Der Kälteeinbruch im Februar, der Schalttag sowie der im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere April konnten den rückläufigen Brennstoffeinsatz in der Stromerzeugung nicht ausgleichen“, erklärte der BDEW. Während die Produktion im verarbeitenden Gewerbe noch leicht über dem Vorjahresniveau gelegen habe, seien bei den stromintensiven Industrien in den ersten neun Monaten deutliche Produktionsrückgänge zu verzeichnen gewesen. Energieverbrauch insgesamt stagniert Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen des Bundesverbands Braunkohle stagnierte in den ersten neuen Monaten 2012 der gesamte Primärenergieverbrauch – also einschließlich Treibstoffen für Fahrzeuge und Flugzeuge. Verbrauchssteigernde Effekte wie die kühlere Witterung und ein leichtes Wirtschaftswachstum seien offenbar durch verbrauchsdämpfende Effekte wie Energie-Effizienzsteigerungen oder die Effekte des Atomausstiegs ausgeglichen worden. Angesichts der Energiewende ging der Anteil der Kernkraft an der Energiebilanz den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten des Jahres um 12,6 Prozent zurück, während die Nutzung erneuerbarer Energien um 9,4 Prozent zulegte. Der Verbrauch von Stein- und Braunkohle erhöhte sich um 3,2 beziehungsweise 5,9 Prozent. Für das ganze Jahr erwartet die AG Energiebilanzen einen weitgehend unveränderten Gesamtenergieverbrauch, zumindest sofern es keinen starken und andauernden Kälteeinbruch gibt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)