Siemens erhält Millionenauftrag aus Venezuela

Siemens erhält Millionenauftrag aus Venezuela Erlangen (dapd). Siemens hat einen Millionenauftrag für den Bau von zwei Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken (GuD-Kraftwerken) in Venezuela ergattert. Der Münchner Konzern liefert in einer ersten Phase vier Gasturbinen, vier Generatoren und die Leittechnik für ein reines Gaskraftwerk, wie eine Siemens-Sprecherin am Mittwoch in Erlangen mitteilte. Ab 2015 soll dann die Erweiterung zu einem GuD-Kraftwerk erfolgen. Hierfür liefert das Unternehmen vier Abhitzedampferzeuger, zwei Dampfturbinen, zwei Generatoren und die Leittechnik. Der Sprecherin zufolge hat der Auftrag ein Volumen im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Siemens-Sektor Energy erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 24,9 Milliarden Euro und erhielt Aufträge im Umfang von 31,8 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Arbeitslosigkeit im Euroraum erreicht Rekordstand

Arbeitslosigkeit im Euroraum erreicht Rekordstand Luxemburg (dapd). Die anhaltende Schuldenkrise hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf ein Rekordhoch getrieben. Im September waren in den 17 Ländern des Währungsraums fast 18,5 Millionen Menschen ohne Job, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Die Arbeitslosenquote im Euroraum erreichte damit einen Höchststand von 11,6 Prozent, nach 11,5 Prozent im August. Im September vor einem Jahr hatte die Quote bei 10,3 Prozent gelegen. In absoluten Zahlen gerechnet waren im September in der Eurozone fast 2,2 Millionen mehr Menschen arbeitslos als ein Jahr zuvor. Auf Monatssicht stieg ihre Zahl nach Einschätzung der Statistiker um 146.000. Besonders hart traf die Krise die Arbeitsmärkte in Südeuropa. Die höchste Arbeitslosenquote im September hatte Spanien mit 25,8 Prozent. In Griechenland war laut den jüngsten verfügbaren Zahlen im Juli gut jeder vierte ohne Job. Dramatisch war die Lage vor allem für die junge Generation. So war in Spanien mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen arbeitslos (54,2 Prozent). Die niedrigsten Arbeitslosenquoten im September hatten nach Berechnungen von Eurostat Österreich mit 4,4 Prozent und Luxemburg mit 5,2 Prozent. Dann folgten Deutschland und die Niederlande mit je 5,4 Prozent. Teuerung im Euroraum geht etwas zurück Der Preisdruck im Euroraum ließ dagegen etwas nach. Die jährliche Inflationsrate in den Ländern der Eurozone werde im Oktober bei voraussichtlich 2,5 Prozent liegen und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im September, erklärte Eurostat. Grund dafür war vor allem die abgeschwächte Teuerung bei den Energiepreisen. Sie ließ von 9,1 auf 7,8 Prozent nach, blieb damit aber nach wie vor auf einem hohen Niveau und war erneut Inflationstreiber Nummer eins. Die Inflationsrate im Euroraum liegt trotz des leichten Rückgangs weiter deutlich über der für die Geldpolitik wichtigen Marke von zwei Prozent. Die Europäische Zentralbank geht bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen aus. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Aktien des Tages: Fresenius / FMC

Aktien des Tages: Fresenius / FMC Frankfurt/Main (dapd). Der Gesundheitskonzern Fresenius hat in den ersten neun Monaten 2012 ein Rekordergebnis erzielt. Die ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC), die zu einem Drittel zu Fresenius gehört, enttäuschte die Anleger dagegen. Beide Konzerne legten am Mittwoch in Bad Homburg ihre Zahlen vor. In der Folge fanden sich die Aktien beider Unternehmen als Schlusslichter des DAX wieder. Fresenius gab bis zum frühen Nachmittag zwei Prozent ab, FMC sogar mehr als drei Prozent. Der Umsatz von Fresenius stieg den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten um 18 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte zugleich um 21 Prozent auf 682 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal machte der Konzern demnach einen Profit von 248 Millionen Euro. „Wir haben im dritten Quartal unsere Wachstumsstärke und Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt und die exzellenten Vorjahreswerte noch übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider. Besonders erfreulich seien die Geschäfte des Klinikbetreibers Fresenius Helios und von Fresenius Kabi gelaufen, einem Hersteller von Infusionen und klinischer Ernährung. FMC verbuchte dagegen im dritten Quartal einen leicht rückläufigen Gewinn. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank er um drei Prozent auf 270 Millionen Euro. Der Umsatz legte zugleich um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Als Grund für den niedrigeren Profit nannte die Unternehmensführung vor allem die höhere Zinslast, wegen mehrerer Übernahmen waren die Schulden zuletzt gestiegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gesundheitskonzern Fresenius eilt zum nächsten Rekord

Gesundheitskonzern Fresenius eilt zum nächsten Rekord Frankfurt/Main (dapd). Der Gesundheitskonzern Fresenius hat in den ersten neun Monaten 2012 ein Rekordergebnis erzielt. Die ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC), die zu einem Drittel zu Fresenius gehört, enttäuschte die Anleger dagegen. Beide Konzerne legten am Mittwoch in Bad Homburg ihre Zahlen vor. In der Folge fanden sich die Aktien beider Unternehmen als Schlusslichter des DAX wieder. Fresenius gab bis zum frühen Nachmittag zwei Prozent ab, FMC sogar mehr als drei Prozent. Der Umsatz von Fresenius stieg den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten um 18 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte zugleich um 21 Prozent auf 682 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal machte der Konzern demnach einen Profit von 248 Millionen Euro. „Wir haben im dritten Quartal unsere Wachstumsstärke und Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt und die exzellenten Vorjahreswerte noch übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider. Besonders erfreulich seien die Geschäfte des Klinikbetreibers Fresenius Helios und von Fresenius Kabi gelaufen, einem Hersteller von Infusionen und klinischer Ernährung. FMC verbuchte dagegen im dritten Quartal einen leicht rückläufigen Gewinn. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank er um drei Prozent auf 270 Millionen Euro. Der Umsatz legte zugleich um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Als Grund für den niedrigeren Profit nannte die Unternehmensführung vor allem die höhere Zinslast, wegen mehrerer Übernahmen waren die Schulden zuletzt gestiegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

George Lucas will nur noch Star Wars -Fan sein

George Lucas will nur noch Star Wars -Fan sein Berlin (dapd). George Lucas gibt das Zepter aus der Hand. „Ich tue das, damit die Filme ein längeres Leben haben“, begründet der 68-jährige Filmemacher in einer Videobotschaft die Entscheidung, seine „Star Wars“ Produktionsfirma für mehr als drei Milliarden Euro an den Medienkonzern Walt Disney zu verkaufen. Für ihn sei die Zeit gekommen, „‚Star Wars‘ an eine neue Generation von Filmemachern weiterzureichen“, sagt er. „Ich kann jetzt Fan sein.“ Die „Star Wars“-Reihe darf als Lucas‘ Lebenswerk gelten, das Millionen Fans in der ganzen Welt begeistert. Seinen ersten Treffer landete er aber bereits als Filmstudent an der University of Southern California. Sein Kurzfilm „Electronic Labyrinth THX 1138 4EB“ gewann 1967 beim National Student Film Festival die höchste Auszeichnung. Zwei Jahre später machte er den Film mit Hilfe von Francis Ford Coppola zu seinem Kinodebüt. 1973 folgte „American Graffiti“, der einzige von Lucas‘ Filmen in seiner mehr als vier Jahrzehnte währenden Karriere als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, der auch bei Kritikern ungeteilte Gnade fand. Mit einem geringen Etat erzielte der Film, der von Jugendlichen in einer US-Kleinstadt während der Kennedy-Ära erzählt, mehr als 100 Millionen Dollar Einnahmen, wurde zum Sensationshit der Saison und brachte Lucas zwei Oscar-Nominierungen ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lucas schon längst begonnen, den Stoff für „Star Wars“ zu schreiben. Was zunächst als Kinderfilm geplant war, fand bei den großen Filmunternehmen keine Gnade. Universal und United Artists lehnten dankend ab, schließlich kam Lucas bei Twentieth Century Fox unter, die sich damit gleichsam eine Lizenz zum Gelddrucken einholten. Die Macht ist mit ihm Denn: Da mochten bei der Premiere von „Krieg der Sterne“, wie „Star Wars“ auf Deutsch heißt, am 25. Mai 1977 die intellektuellen Weggefährten angesichts von Jedis, Laserschwertern und „Möge die Macht mit Dir sein“ höhnen wie sie wollten, das Weltraummärchen entwickelte sich zum Kassenschlager. Mit aus heutiger Sicht geradezu lächerlich niedrigen, damals aber noch gewaltigen Herstellungskosten von neun Millionen Dollar und einem bis dahin unbekannten Aufwand an Trick- und Spezialeffekten wurde „Star Wars“ zum erfolgreichsten Science-Fiction-Film aller Zeiten. Das Publikum war fasziniert von Lucas‘ interstellarem Kampf Gut gegen Böse mit Charakteren wie dem Helden Luke Skywalker, dem Bösewicht Darth Vader oder dem greisen Jedi-Meister Yoda. 1980 und 1983 folgten weitere Filme der „Krieg der Sterne“-Serie, bei denen Lucas nur für Drehbuch und Produktion verantwortlich war, die Regie überließ er anderen. Neben Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ gelten sie vielen Kritikern als Wegbereiter des substanzlosen Blockbuster-Kinos mit seiner Fortsetzungs- und Merchandising-Manie. Mit seinem Freund Spielberg brachte Lucas auch die Abenteuer von Indiana Jones ins Kino. Die „Star Wars“-Filme machten Lucas zum mehrfachen Milliardär und zu einem der reichsten Männer der Welt. In genialer Voraussicht hatte er auf Geld verzichtet, sich dafür aber die Rechte am Merchandising und den Fortsetzungen gesichert. 16 Jahre später, nämlich 1999, kam eine neue Episode um die Sternenkrieger in die Kinos, 2002 und 2005 folgten weitere Abenteuer im Weltraum. Alle drei Filme wurden Kassenerfolge, bei allen führte Lucas auch wieder Regie. Anschließend zog er sich weitgehend aus Hollywood zurück. Er beschränkte sich auf das Verwalten seiner Erfolge, zu denen neben der zu Lucasfilm gehörenden Special Effect-Schmiede Industrial Light & Magic auch das auf Animationsfilme spezialisierte Unternehmen Pixar gehörte. Letzteres verkaufte er einst an Apple-Legende Steve Jobs, bevor dieser es an Disney weiterreichte. Lucas legte fortan mehr Gewicht auf das Familienleben. Seine Ehe wurde zwar schon vor langen Jahren geschieden, er hat aber drei adoptierte Kinder. Ganz ablassen kann er von seinem Lebenswerk jedoch nicht: Der Verfilmung der neuen „Star Wars“-Trilogie will er als Berater zur Seite stehen. (Botschaft mit Lucas: http://url.dapd.de/NbYVH0 ) (Online-Reaktionen: http://url.dapd.de/l03gPr ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gesundheitskonzern Fresenius fährt Rekordergebnis ein

Gesundheitskonzern Fresenius fährt Rekordergebnis ein Frankfurt/Main (dapd). Der Gesundheitskonzern Fresenius hat in den ersten neun Monaten des Jahres ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Der Gewinn kletterte zugleich um 21 Prozent auf 682 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal machte der Konzern demnach einen Profit von 248 Millionen Euro. „Wir haben im dritten Quartal unsere Wachstumsstärke und Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt und die exzellenten Vorjahreswerte noch übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider. Besonders erfreulich seien die Geschäfte des Klinikbetreibers Fresenius Helios und von Fresenius Kabi gelaufen, einem Hersteller von Infusionen und klinischer Ernährung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Überprüfung der Supermarktketten durch Kartellamt fast beendet

Überprüfung der Supermarktketten durch Kartellamt fast beendet Hamburg (dapd). Das Bundeskartellamt hat seine große Untersuchung des deutschen Lebensmitteleinzelhandels fast abgeschlossen. „Wir werden in sehr absehbarer Zeit Entscheidungen sehen“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt in Hamburg. Die Wettbewerbsbehörde untersucht seit mehr als einem Jahr die Branche. Ziel ist es laut Mundt, mehr über die Nachfragemacht im Lebensmitteleinzelhandel herauszufinden. Im Zuge der Kontrolle mussten knapp 200 Lebensmittelhersteller dem Kartellamt Auskunft geben über Absatzmengen, Umsätze, Listenpreise und Konditionen für rund 250 Einzelartikel, darunter Babybrei und Bier. Gefragt wurde außerdem nach dem Wettbewerbsdruck durch konkurrierende Markenartikel und Handelsmarken der Supermarktketten. Auslöser der Untersuchung ist die immer größerer Konzentration bei den Supermärkten. Nach Angaben von Mundt vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten beherrschten im Jahr 1998 sieben Handelsketten 70 Prozent des Marktes. Heute kontrollieren die vier großen Händler Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe (Lidl) 85 Prozent des Marktes für Lebensmittel. Das Bundeskartellamt kann Sektoruntersuchungen durchführen, wenn besondere Umstände vermuten lassen, dass der Wettbewerb in einer Branche eingeschränkt oder verfälscht sein könnte. Falls das Amt Preisabsprachen feststellt, können Bußgelder verhängt werden, wie Mundt sagte. Auf die Frage, ob das passieren werde, lehnte Mundt jede Aussage ab. „Das werden wir dann sehen“, erklärte er. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Studie: Förderung von Forschung und Entwicklung zu ineffektiv

Studie: Förderung von Forschung und Entwicklung zu ineffektiv Mannheim (dapd). Die staatliche Förderung von Forschung und Entwicklung sollte einer aktuellen Studie zufolge ausgeweitet, den Unternehmen aber zugleich mehr Druck gemacht werden. Derzeit würden die Mittel der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten zu ineffektiv eingesetzt. „Die Zuschussvergabe erfolgt derzeit in der Regel eher unflexibel“, kritisierte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Mittwoch. Es hatte die Studie gemeinsam mit der Warwick Business School erstellt. Demnach sollte in der Europäischen Union eine erheblich größere Anzahl an Forschungs- und Entwicklungsprojekten gefördert werden. Ein strenges Bewerbungs- und Auswahlverfahren sorge derzeit dafür, dass lediglich eine recht kleine Anzahl von Vorhaben gefördert werde. Gleichzeitig sollten für die Unternehmen aber Etappenziele formuliert und regelmäßig evaluiert werden, „um zu prüfen, ob sie die weitere staatliche Unterstützung verdienen“. Dies wäre ein klarer Bruch mit der derzeit gängigen Förderpraxis, wonach einmal bewilligtes Geld auch ausbezahlt wird. Als weitere Maßnahme regen die Institute die stufenweise Freigabe der Fördergelder anstelle einer Einmalzahlung an. Somit könnten bei Einstellung von nicht erfolgreichen Projekten die Mittel auf die anderen Vorhaben verteilt werden. Bei gleich bleibendem Fördervolumen hätten die Vorschläge somit zwar zunächst eine geringere finanzielle Ausstattung der Einzelprojekte zur Folge. „Nach Abbruch erfolgloser Projekte könnte die Mittelausstattung der verbleibenden Projekte aber deutlich erhöht werden“, hieß es. Die Vorschläge beruhen den Angaben nach auf Daten aus mehr als 1.400 Unternehmen, die im Zeitraum von 2007 bis 2009 Produktinnovationen hervorgebracht haben. Sie setzten die flexible Projektförderung schon lange ein und sollten nach Auffassung des ZEW auch als Vorbild für die staatliche Förderung dienen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Umwelthilfe warnt vor Verzögerungen bei Energiewende

Umwelthilfe warnt vor Verzögerungen bei Energiewende Berlin (dapd). Für das Gelingen der Energiewende hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mehr Augenmaß und Flexibilität beim notwendigen Ausbau des deutschen Stromnetzes gefordert. Es sollten nur so viele Hochspannungstrassen gebaut werden, wie auch später gebraucht würden, erklärte die Umwelthilfe am Mittwoch in Berlin. Der Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne müsse aber ohne Unterbrechung weitergehen. Der bislang vorliegende Netzentwicklungsplan 2012 vernachlässigt aus Sicht des Verbands technische Alternativen, die den Ausbau des Stromnetzes auf das notwendige Maß begrenzen und teure Fehlplanungen vermeiden könnten. Vor dem für Freitag geplanten Berliner Energiegipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder warnte die Umwelthilfe vor einem Ausbremsen der Energiewende durch Verzögerungen beim Ausbau des Stromnetzes. Die Energiewende werde nicht kostengünstiger, wenn sie langsamer vollzogen würde, erklärte die DUH. Es werde zunehmend vergessen, dass Auslöser für die Energiewende die Atomkatastrophe von Fukushima und der Klimawandel seien. Die Umwelthilfe verlangte auch mehr Aufklärung der Bürger, um die Akzeptanz etwa für den Bau neuer Hochspannungsleitungen zu erhöhen. Laut Netzentwicklungsplan müssen für den politisch beschlossenen Umstieg von der Atomkraft auf erneuerbare Energien in den kommenden zehn Jahren rund 3.800 Kilometer Stromtrassen neu gebaut werden. Mehr als 4.000 Kilometer vorhandener Trassen sollen aufgerüstet werden. Die Kosten werden auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Unternehmen kennen Wirkung von Online-Werbung selten

Unternehmen kennen Wirkung von Online-Werbung selten Berlin (dapd). Die neuen Werbemöglichkeiten im Internet und über soziale Netzwerke machen Marketingmanager deutscher Unternehmen oft ratlos. Nach einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Studie der Organisation Werbungtreibende im Markenverband und der Unternehmensberatung McKinsey fehlt Verantwortlichen für Werbeetats meist ein Verständnis davon, welchen Beitrag zum Erfolg verschiedene Werbekanäle leisten. Bei einer Online-Befragung von 122 Verantwortlichen aus Firmen und Agenturen attestierten sich nur 15 Prozent das nötige Verständnis. Der Werbung über Smartphones, Computer oder Internetsuchmaschinen bescheinigten die befragten Unternehmen zwar steigende Relevanz, sahen aber bei ihren Mitarbeitern zu wenig Wissen über die Wirkung der neuen Kanäle. Die Werbung per Post, Printmedien, TV und durch Sponsoring, deren Wirkung sie gut kennen, verliert nach Auffassung der Unternehmen an Bedeutung. Der Studie zufolge investieren die Unternehmen auf zu schmaler Faktenbasis Milliarden in Werbung. Die Autoren der Studie befragten 86 Marketingverantwortliche von Unternehmen sowie 36 Manager von Agenturen oder Medien. Die befragten Unternehmen hätten zusammen Marketingbudgets von vier Milliarden Euro, hieß es. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)