Einzelhändler machen im September mehr Umsatz

Einzelhändler machen im September mehr Umsatz Wiesbaden (dapd). Trotz leicht schwächelnder Konjunktur haben die Deutschen im September weiter kräftig eingekauft. Im Vergleich zum Vormonat setzten die Einzelhändler kalender- und saisonbereinigt real 1,5 Prozent mehr um, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten am Mittwoch mitteilte. Nominal lag der Umsatz der Einzelhändler im September um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Einzelhandelsumsätze jedoch real um 3,1 Prozent und nominal um 0,7 Prozent zurück. Die Statistiker wiesen jedoch darauf hin, dass der September 2012 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger hatte als im Vorjahr. So setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im September im Vergleich zum Vorjahresmonat real 3,4 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Genauso entwickelte sich der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte. Der Handel mit Nicht-Lebensmitteln ging real um 2,9 Prozent zurück. Einzig der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren stieg im Jahresvergleich. Real setzten die Einzelhändler hier 3,0 Prozent mehr um. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden auf Jahressicht real 0,3 Prozent weniger und nominal 1,9 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EZB-Chefvolkswirt: Bankenaufsicht soll von Geldpolitik getrennt sein

EZB-Chefvolkswirt: Bankenaufsicht soll von Geldpolitik getrennt sein Düsseldorf (dapd). Die Zuständigkeiten der geplanten neuen europäischen Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) sollten nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet unabhängig von der Geldpolitik der EZB sein. „Das müssen zwei getrennte Geschäftsbereiche sein, die aber Informationen untereinander austauschen, um sich gegenseitig zu unterstützen“, sagte Praet dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Er bestätigte, dass die Leiterin der Finanzaufsicht bei der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, für den Vorsitz der neuen europäischen Aufsichtsbehörde gehandelt werde. „Ja, ich weiß. Ich schätze sie seit vielen Jahren“, sagte Praet. Der Chef der neuen Behörde müsse nicht unbedingt von der EZB selber kommen, fügte er hinzu. „Wir brauchen jemanden von außen mit Aufsichtserfahrung.“ Der EZB-Rat solle die Führung für die Bankenaufsicht übernehmen. Unter ihm solle es aber auch ein Aufsichtsgremium geben, das aus einem Vertreter jedes Landes und Vertretern des EZB-Direktoriums besteht, schlug der Chefvolkswirt vor. Praet sieht erste Anzeichen einer Erholung in der Eurokrise. So gebe es eine Besserung in den Bilanzen der Finanzinstitute in Spanien und Italien. „Die Banken greifen weniger auf die EZB zur Refinanzierung zurück“, sagte er. Um jedoch von einer Trendwende zu sprechen, müsste es mehr fundamentale Verbesserungen geben. Zumindest habe die EZB es geschafft, „eine selbstzerstörerische Angstspirale“ zu durchbrechen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Reifenhersteller Continental legt trotz Autokrise kräftig zu

Reifenhersteller Continental legt trotz Autokrise kräftig zu Hannover (dapd). Der Zulieferer Continental liegt trotz der dramatischen Auto-Absatzkrise in Europa auf Rekordkurs: Der Konzern aus Hannover steigerte dank guter Geschäfte in China und Amerika seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 im Vorjahresvergleich um neun Prozent auf 24,6 Milliarden Euro. Zugleich legte der Nettogewinn um 500 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro zu, wie Continental am Mittwoch in seinem Zwischenbericht mitteilte. Der frisch in den DAX zurückgekehrte Konzern aus Hannover bekräftigte seinen erst im August angehobenen Jahresausblick. „Wir erwarten auf Basis der ersten neun Monate unverändert, den Konzernumsatz für das Gesamtjahr 2012 um mehr als sieben Prozent auf über 32,5 Milliarden Euro steigern zu können“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Der Gewinn solle ebenfalls deutlich steigen. Zuletzt hatten eine kräftige Preiserhöhung bei Reifen und niedrigere Zinslasten das Ergebnis von Continental steigen lassen. Die Schwäche der Autohersteller vor allem in Europa glich Continental nach eigenen Angaben mit besseren Geschäften in Nordamerika und Asien aus. „Nach dem insgesamt erfreulichen Verlauf der ersten drei Quartale bereitet uns der Start in das vierte Quartal 2012 zwar keine tieferen Sorgenfalten. So dürfte der Konzernumsatz von Oktober bis Dezember nach unserem derzeitigen Kenntnisstand mindestens auf dem Niveau des dritten Quartals dieses Jahres liegen“, erklärte Degenhart. Überproportional bei deutschen Herstellern vertreten Conti macht zwar 55 Prozent seines Umsatzes in Europa, ist hier aber besonders stark bei den deutschen Herstellern vertreten, die besser als Fiat oder PSA Peugeot Citroen durch die Krise kommen. „Als 140 Jahre alter deutscher Hersteller haben wir mit deutschen Herstellern einen überproportionalen Anteil“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer der Nachrichtenagentur dapd. Allerdings liefere Conti an alle Autokonzerne. Nach den Worten von Konzernchef Degenhart „merken auch wir, dass der Weg steiniger wird, und wir die Entwicklung der Märkte weiterhin fest im Blick haben müssen“. Conti steckt zurzeit in einem ehrgeizigen Wachstumsprogramm und investiert 2012 mehr als zwei Milliarden Euro. So baut der Konzern neue Reifenwerke in den USA und Russland, die Ende 2013 in Betrieb gehen sollen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Post stellt 10.000 Weihnachtsaushilfen ein

Deutsche Post stellt 10.000 Weihnachtsaushilfen ein Berlin (dapd). Wegen der vielen zusätzlichen Briefe und Pakete zu Weihnachten stockt die Deutsche Post ihr Personal auf. Ein Unternehmenssprecher sagte der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe): „Die Deutsche Post DHL wird im Weihnachtsgeschäft circa 10.000 zusätzliche Kräfte in den Brief- und Paketzentren sowie in der Zustellung beschäftigen.“ Benötigt werde Personal, dass zum Beispiel Briefe und Pakete sortiere und zustelle. Die Post rechnet zu Weihnachten wieder mit einer Verdoppelung der Anzahl der Brief- und Paketsendungen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Schaar warnt vor Handel mit Handy-Daten

Schaar warnt vor Handel mit Handy-Daten Berlin (dapd). Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnt vor einer Verletzung der Privatsphäre durch Mobilfunkbetreiber. Nachdem die O2-Muttergesellschaft Telefonica angekündigt hat, Bewegungsdaten der Handy-Kunden auszuwerten, sprach Schaar in der „Berliner Zeitung“ von einem gefährlichen Trend. „Die Bildung von Bewegungsprofilen dürfte in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen“, sagte Schaar. „Durch die starke Verbreitung von Smartphones und anderen Geräten mit mobiler Internetanbindung wird es immer einfacher, Standortdaten zu erheben.“ Wohnort oder Arbeitsplatz des Gerätebesitzers könnten mittels Standortdaten bereits nach kurzer Zeit preisgegeben werden. Durch die neue Technik lässt sich genau erfassen, welche Kunden wie lange welche Geschäfte besuchen und vor welchem Schaufenster sie verharren. Diese Informationen werden dann mit Angaben über Alter und Geschlecht des Kunden gekoppelt, um Handelsketten höchst genaue und aktuelle Marketingdaten verkaufen zu können. Telefonica versichert allerdings, die Daten würden auf jeden Fall anonymisiert und aggregiert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Verband fordert Zwangsausbildung für Immobilienmakler

Verband fordert Zwangsausbildung für Immobilienmakler Berlin (dapd). Nach dem Vorschlag einiger Bundesländer, wonach künftig die Vermieter und nicht mehr die Mieter die Maklerkosten zahlen sollen, fordert der Immobilienverband Deutschland (IVD) jetzt eine Ausbildungspflicht für Immobilienvermittler. Der „Bild“-Zeitung sagte der IVD-Vize Jürgen Michael Schick: „Unser Problem sind die Hobbymakler, die ahnungslose Wohnungssuchende abzocken.“ Man brauche gesetzliche Berufsregeln für alle Immobilienmakler. „Dann hätte wir weniger schwarze Schafe.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Riester-Sparer legen im Schnitt 843 an und bekommen 316 Euro Zulagen

Riester-Sparer legen im Schnitt 843 an und bekommen 316 Euro Zulagen Berlin (dapd). Riester-Sparer legen im Jahr im Schnitt 843 Euro für ihre private Altersvorsorge an und kassieren 316 Euro staatliche Zulagen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf den bisher unveröffentlichten Alterssicherungsbericht der Bundesregierung berichtet, wurden bis Mitte dieses Jahres 15,56 Millionen Riester-Verträge angespart, zwei Drittel davon bei Versicherungen. 47,3 Prozent der Riester-Sparer haben ein Einkommen von weniger als 20.000 Euro im Jahr. Fast zwei Drittel (61,3 Prozent) sind kinderlos. Etwa 2,5 Millionen Riester-Sparer erhalten wegen ihres hohen Einkommens auch noch eine zusätzliche Steuerförderung von 280 (Ost: 186) Euro. Dem Bericht zufolge wurde fast jeder fünfte Riester-Vertrag von den Sparern ruhend gestellt, weil sie kein Geld mehr haben oder die Lust am „Riestern“ verloren haben. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

US-Klagewelle sorgt für Gewinneinbruch bei Bayer

US-Klagewelle sorgt für Gewinneinbruch bei Bayer Leverkusen (dapd). Zahlreiche Klagen amerikanischer Frauen wegen möglicher Gesundheitsschäden durch die Anti-Baby-Pille Yasmin haben zu einem Gewinneinbruch bei Bayer geführt. Im dritten Quartal 2012 musste der Konzern erneut 205 Millionen Euro für Vergleichszahlungen zurückstellen. Dadurch und durch hohe Restrukturierungsaufwendungen sank der Quartalsgewinn des Chemie- und Pharmakonzerns unter dem Strich um 17,8 Prozent auf 528 Millionen Euro, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Insgesamt sieht sich der Konzern mit Klagen von rund 13.500 Frauen konfrontiert, die behaupten, Gesundheitsschäden durch Pillen der Yasmin-Familie erlitten zu haben. Allerdings ist der Konzern nur in einem Teil der Fälle zu Vergleichsverhandlungen bereit. Abgesehen vom Sonderfall Yasmin laufen die Geschäfte zurzeit bei Bayer aber glänzend. Gezielte Akquisitionen, aber auch neue Medikamente aus der Forschungspipeline bescheren dem Konzern zurzeit ein kräftiges Umsatzwachstum. Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz um 11,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Auch währungsbereinigt lag das Plus noch bei 5,5 Prozent. Vor allem die Pharmasparte des Konzerns glänzte zuletzt wieder mit einer höheren Wachstumsdynamik. So konnte Bayer seinen neuartigen Gerinnungshemmer Xarelto inzwischen in mehr als 70 Ländern zur Prävention von Schlaganfällen auf den Markt bringen. Auch das neu entwickelte Augen-Medikament Eylea und das Darmkrebs-Präparat Regorafenib erhielten inzwischen die ersten Zulassungen. Bayer zahlt 920 Millionen Euro für US-Firma Rund laufen die Geschäfte auch in der Pflanzenschutzsparte CropScience, die im dritten Quartal mit zweistelligen Umsatz- und Ergebniszuwächsen glänzte. Dagegen litt die Kunststoffsparte MaterialScience unter den höheren Rohstoff- und Energiekosten und musste Ergebniseinbußen hinnehmen. Seinen Wachstumskurs will der Konzern mit dem am selben Tag bekanntgegebenen 920 Millionen Euro teueren Kauf des US-Unternehmens Schiff weiter forcieren. Schiff ist einer der führenden Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln auf dem amerikanischen Markt. Bayer-Chef-Marijn Dekkers sagte, der Konzern stärke durch den Zukauf seine Position auf dem größten Markt der Welt für verschreibungsfreie Produkte und Nahrungsergänzungsmittel. Trotz des Gewinnrückgangs im dritten Quartal bekräftigte der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr 2012. Bayer erwartet eine um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatzsteigerung um vier bis fünf Prozent auf bis zu 40 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis soll um etwa zehn Prozent steigen. An der Börse stieg der Kurs der Bayer-Aktie bis zum Handelsschluss um 1,7 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Fiat steuert weitere Verluste in Europa an

Fiat steuert weitere Verluste in Europa an Turin (dapd). Der italienische Autobauer Fiat will seine unterbeschäftigten Fabriken in Italien im großen Stil mit Autos der erfolgreichen US-Tochter Jeep füllen. Außerdem sollen die Premiummarken Alfa Romeo und Maserati gestärkt werden, um im Oberklassemarkt Boden auf die erfolgreichen deutschen Konzerne gutzumachen. Diese beiden Schritte sind der Kern eines am Dienstag vorgestellten Zukunftsplanes, um aus den roten Zahlen im Heimatkontinent herauszukommen. Allerdings rechnet Vorstandsvorsitzender Sergio Marchionne mit Verlusten von 1,4 Milliarden Euro in Europa bis Ende 2013. Die Gewinnzone in Europa werde frühestens 2015 zu erreichen sein. Marchionne strich angesichts der Europakrise außerdem die weltweiten Wachstumsziele des Konzerns aus Fiat und Chrysler zusammen, wozu auch die Marken Jeep, Dodge, Lancia, Alfa Romeo, Ferrari und Maserati gehören. Statt 6 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2014 rechnet Marchionne nun mit höchstens 4,8 Millionen Fahrzeugen. Der Betriebsgewinn werde statt 7,5 Milliarden Euro höchstens 5,2 Milliarden Euro betragen. Der Konzernchef machte klar, wie dramatisch die Lage in Europa für Fiat ist: Die Fabriken seien nur noch zu 45 Prozent ausgelastet, die Werke in Italien noch schlechter. Erst ab 80 Prozent sind Autowerke profitabel. Gleichzeitig seien die Werke in den USA und Südamerika aber gut ausgelastet. 15 Prozent der Europa-Werke sollen nun für den Export arbeiten und vor allem Modelle von Jeep bauen. Außerdem soll ein kleines Jeep-Modell für den europäischen Markt kommen. Außerdem werde nur noch in den Luxussegmenten des Autobaus Geld verdient, wo Fiat aber schwach sei. „Wir haben aber Marken, die als Premium wahrgenommen werden können“, sagte Marchionne und nannte vor allem Alfa Romeo, Jeep und Maserati. Die weitgehend erfolglose Marke Lancia will Marchionne nur rudimentär mit dem Ypsilon weiterverfolgen. Fiat soll sich auf die erfolgreichen Modelle Fiat 500 und Panda konzentrieren. Mehr Schulden Im dritten Quartal 2012 fuhr der Kleinwagenhersteller in der Heimatregion Europa ein Minus von 238 Millionen Euro ein, nach 116 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz in der Region fiel um 13 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, wie Fiat in Turin bei der Vorlage der Zwischenbilanz mitteilte. Der Konzern wird vom insgesamt sehr schwachen europäischen Markt in die Tiefe gerissen. Fiat ist traditionell stark in den südeuropäischen Ländern, die am schlimmsten von der Schuldenkrise gepackt sind: Viele Autofahrer hier schieben den Neuwagenkauf auf, weil sie als Arbeitslose kein Geld haben. In Italien etwa brach der Automarkt im dritten Quartal um 23 Prozent ein auf den schwächsten Wert seit 1976. Fiat erwartet, dass die Krise bis weit in das Jahr 2014 reichen wird. Weltweit gesehen ist die Lage für den Konzern jedoch deutlich besser: Der Gesamtumsatz stieg im Quartal um 16 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn kletterte um 100 Millionen Euro auf knapp unter 1,0 Milliarde Euro. Hintergrund ist der Erfolg von Chrysler im boomenden US-Automarkt, der die steigenden Verluste der Hauptmarke Fiat in Europa mehr als wettmacht. Als Nettogewinn im Quartal wies Fiat/Chrysler rund 300 Millionen Euro aus. Erfolge in Südamerika Fiat war in der Autokrise 2007 bei Chrysler eingestiegen und hatte den drittgrößten US-Autobauer saniert. Nun profitiert Chrysler doppelt: Der US-Automarkt boomt 2012 mit einem Wachstum von 14 Prozent. Chrysler aber hat mit Unterstützung von Fiat ein Angebot aufgebaut, das den Kundengeschmack noch besser trifft, so dass Chrysler sogar 23 Prozent beim Absatz zulegte. Inzwischen gehören rund 60 Prozent der Chrysler-Aktien Fiat. Erfolge meldet Fiat auch aus Südamerika, wo der Absatz um 14 Prozent anzog. Allerdings fiel der Gewinn auch wegen hoher Anlaufkosten etwas niedriger aus. In Asien, wo Fiat/Chrysler nicht besonders stark ist, steigen Umsatz und Gewinn. Marchionne senkte angesichts der schwachen Entwicklung in Europa den Ausblick für das Gesamtjahr: Er rechnet nun mit einem Nettogewinn von mehr als 1,2 Milliarden Euro. Bisher hatte er 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro als Gewinnziel genannt. Außerdem werde die Verschuldung auf 6,5 Milliarden Euro steigen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

O2 meistert den Börsengang

O2 meistert den Börsengang Frankfurt/München (dapd). Der Telekommunikationskonzern Telefonica Deutschland hat ein erfolgreiches Börsendebüt hingelegt und seinen Kurs am ersten Handelstag gesteigert. Seit der Erstnotierung am Dienstagmorgen lag die Aktie im Plus. Am Nachmittag stand das Papier bei 5,79 Euro und damit über dem Ausgabekurs von 5,60 Euro. Wer die Aktie zeichnete, machte also gleich zu Beginn ein Plus von knapp vier Prozent. Derweil kritisierten Datenschützer, dass der O2-Betreiber mit Bewegungsprofilen Geld verdienen will. Der Börsengang spülte der hoch verschuldeten spanischen Muttergesellschaft Telefonica S.A. 1,45 Milliarden Euro in die Kasse. Das ist allerdings etwas weniger als erhofft, weil der Ausgabekurs klar in der unteren Hälfte der Preisspanne von 5,25 bis 6,50 Euro lag. Die Muttergesellschaft, die weiterhin 76,8 Prozent an Telefonica Deutschland halten wird, benötigt die Erlöse zum Abbau ihrer drückenden Schuldenlast von 58 Milliarden Euro. Der Streubesitz liegt bei 23,2 Prozent, damit vermeidet Telefonica S.A., dass die anderen Anleger gemeinsam eine Sperrminderheit bekommen können. Analysten schätzen die hohe Rendite Analysten hatten besonders die hohe Dividende gelobt, die Telefonica Deutschland verspricht. Mit dem nun gefundenen Ausgabekurs liegt die Dividendenrendite klar über acht Prozent. Mit Wachstum ist aber erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen, vor allem vom stark wachsenden Datenverkehr der Smartphones erhofft sich der Telekom-Anbieter in Zukunft gute Geschäfte. Die Aktie war nach Angaben von Telefonica Deutschland mehrfach überzeichnet. Die ausgegebenen Anteile landeten zu 99 Prozent in den Händen institutioneller Investoren, ein Prozent ging an Privatanleger. Bewegungsprofile sollen für Marktforschung verkauft werden Derweil kritisierten Datenschützer, dass O2 auf der Suche nach neuen Einnahmemöglichkeiten künftig mit Informationen über die Aufenthaltsorte seiner Kunden Geld verdienen will. Telefonica Deutschland arbeite mit dem Marktforschungsinstitut GfK zusammen, um die Profile der Kunden für andere Unternehmen aufzubereiten, erklärte ein GfK-Sprecher am Dienstag. Damit bestätigte er einen Bericht von tagesschau.de. Die Nutzer bleiben dabei nach Angaben des GfK-Sprechers anonym, weil die Bewegungsdaten von Informationen wie Name und Telefonnummer getrennt behandelt würden. Andere Unternehmen könnten mit Hilfe der aufbereiteten Informationen verfolgen, wo sich Menschen einer bestimmten Altersgruppe und Geschlechts aufhalten. Diese Profile könnten etwa für Handelshäuser interessant sein, die den Standort einer neuen Filiale planen wollten. Das Projekt soll zunächst in Großbritannien starten, danach stehe auch Deutschland auf dem Plan. Einen möglichen Einführungstermin nannte die GfK nicht. Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert äußerte Bedenken. Daten zum Aufenthaltsort von Menschen seien hochsensibel, sagte er tagesschau.de. (Bericht bei tagesschau.de: http://url.dapd.de/DkAJSn ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)