Arko nimmt Adventskalender aus dem Angebot

Arko nimmt Adventskalender aus dem Angebot Berlin (dapd). Die Süßwarenkette Arko hat einen Kinder-Adventskalender aus dem Sortiment genommen, in dem die Stiftung Warentest Mineralöl gefunden hatte. „Wir haben rein vorsorglich entschieden, den betroffenen Artikel sofort aus dem Verkauf zu nehmen“, sagte Geschäftsführer Torsten Teufert am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Reklamierenden Kunden werde Arko den Kaufpreis erstatten. Der Geschäftsführer der Confiserei Heilemann, Peter Schrage, sagte auf dapd-Anfrage, der gesamte Produktionsprozess werde nun im Labor untersucht. Die Stiftung Warentest hatte zuvor in der Schokolade von Adventskalendern für Kinder Mineralöl und ähnliche Substanzen nachgewiesen, von denen einige im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Verbraucher, besonders Kinder, sollten diese Schokolade nicht essen, riet die Stiftung. Die Öle stammten wahrscheinlich aus dem Karton. Er werde häufig aus Recyclingpapier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt sei. Die Substanzen seien vermutlich während der Lagerzeit in die Schokolade eingedrungen, weil diese direkt im Karton liege, sagte eine Sprecherin der Stiftung auf dapd-Anfrage. Der Geschäftsführer von Heilemann, Schrage, sagte: „An unserer Schokolade liegt es nicht. Offenbar hat sich ein Zulieferer nicht an unsere Spezifikationen gehalten.“ Normalerweise verwende Heilemann keine Recycling-Materialien für die Verpackung. Ein anderer Kalender, den die Firma für einen Kunden hergestellt habe, sei sehr gut bewertet worden. Anders als von der Stiftung dargestellt sei der Verzehr der Schokolade aus den Kalendern aber unbedenklich. Die Stiftung teilte mit, Schokostückchen von neun Produkten hätten sogar besonders kritische Stoffe enthalten, sogenannte aromatische Mineralöle. Ein Teil der Stoffe stehe im Verdacht, Krebs zu erregen. Die Tester hätten sie bei Kalendern mit Kindermotiven nachgewiesen, und zwar der Marken Rausch, Confiserie Heilemann, Arko, Riegelein „The Simpsons“, Feodora Vollmilch-Hochfein Chocolade, Smarties, Hachez Adventskalender „Schöne Weihnachtszeit“ sowie Friedel Adventskalender und Lindt „Adventskalender für Kinder“. Darüber hinaus hätten die Tester noch andere Mineralöl-Typen in der Schokolade gefunden. Deren Wirkung auf den Menschen sei noch nicht geklärt. Allerdings hätten Tierversuche einen Zusammenhang mit Entzündungserscheinungen in der Leber gezeigt. Die im Test untersuchten Kalender könnten Verbraucher anhand der Motivfotos auf der Internetseite identifizieren. ( http://url.dapd.de/8PBHkC ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ulrich Grillo zum neuen BDI-Präsidenten gewählt

Ulrich Grillo zum neuen BDI-Präsidenten gewählt Berlin (dapd). Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat den 53 Jahre alten Ulrich Grillo zum neuen Präsidenten gewählt. Er wird am 1. Januar 2013 den 65-jährigen Hans-Peter Keitel ablösen, dessen Amtsperiode turnusgemäß ausläuft. Das teilte der BDI am Montag in Berlin mit. Grillo ist derzeit BDI-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Grillo-Werke in Duisburg, die hauptsächlich in der Zinkverarbeitung und der Schwefelchemie tätig sind. Er hat zusätzlich den Vorsitz des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik und mehrere Aufsichtsrats- und Beiratsmandate inne. Der BDI ist die Spitzenorganisation der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister. Er spricht für 38 Branchenverbände, 15 Landesvertretungen und eigenen Angaben zufolge für mehr als 100.000 Unternehmen mit rund acht Millionen Beschäftigten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Werbung
Werbebanner „Verbände Dialog Gütersloh“ mit Gruppe von Menschen und bunten Sprechblasen – Einladung „Sei dabei!“ am 25.–26. Juni 2026 im Kultur- und Kongresszentrum Gütersloh (kultur-raeume-gt.de).

Kein schneller Wechsel von VW-Manager Neumann zu Opel

Kein schneller Wechsel von VW-Manager Neumann zu Opel Düsseldorf (dapd). Der VW-Manager Karl-Thomas Neumann wird nach einem Bericht des „Handelsblatts“ nicht kurzfristig auf den Chefsessel von Opel wechseln. Nach einer Sperrklausel in Neumanns Vertrag sei der Schritt erst im Sommer nächsten Jahres möglich, schreibt das Blatt. Nun wolle sich der Opel-Aufsichtsrat im Dezember mit dem Thema befassen. Die Zeitung zitiert ein Mitglied der Führungsebene mit den Worten, es gebe mehr als einen Kandidaten. Opel äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Opel sucht einen Nachfolger für den amtierenden Übergangschef Thomas Sedran, der die wichtigste europäische Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) seit Mitte Juli führt. Dem Sanierungsexperten Sedran fehlten technisches Wissen und Erfahrung in der Autobranche, hieß es in früheren Berichten. Neumann ist Elektrotechniker und Experte für Autoelektronik, dem wichtigsten Entwicklungsfeld für neue Fahrzeuggenerationen. Er leitete zuletzt das Chinageschäft für Volkswagen, wurde in dem Amt aber abgelöst und ist seitdem freigestellt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Arbeitskosten der Dienstleister weit unter denen der Industrie

Arbeitskosten der Dienstleister weit unter denen der Industrie Berlin (dapd). Die Arbeitskosten in deutschen Dienstleistungsberufen sind knapp 20 Prozent geringer als die im verarbeitenden Gewerbe. Diese Zahl nannte der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, bei der Vorstellung des jährlichen EU-Arbeitskostenvergleichs am Montag in Berlin. Er warnte vor Deflationsgefahr und appellierte an Politik und Tarifpartner, die Lohnzurückhaltung der letzten Jahre aufzugeben. Die Zahl spiegele wider, dass die Arbeitskosten in Deutschland seit der Einführung des Euro bis 2008 durchschnittlich lediglich um 1,8 Prozent gestiegen seien, während die Zuwächse im Euroraum und in der EU bei 3,0 und 3,6 Prozent gelegen hätten, sagte Horn. Pro geleistete Arbeitsstunde mussten Arbeitgeber durchschnittlich 30,10 Euro aufwenden. Unter Arbeitskosten versteht das IMK das Bruttoeinkommen plus die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen. Deutschland liegt damit auf Platz sieben und insgesamt leicht über dem EU-Durchschnitt. Mehr Niedriglöhne, kein Mindestlohn Im verarbeitenden Gewerbe lagen die Stundenkosten bei 34,30 Euro, das bedeutet Platz fünf. Bei den Dienstleistungen betrugen sie lediglich 27,50 Euro und setzten Deutschland damit auf Platz neun. Im ersten Halbjahr 2012 stiegen die Kosten in Deutschland allerdings überdurchschnittlich. Horn führte das Defizit darauf zurück, dass bei Dienstleistern mehr Niedriglöhne gezahlt würden und es zum Schutz tarifungebundener Branchen keinen Mindestlohn gebe. Die Einkommen wären 16 Prozent höher, wenn Deutschland das EU-weite Inflationsziel von zwei Prozent jährlich seit Einführung des Euro eingehalten hätte, sagte Horn. Der IMK-Direktor verband dies mit einem Appell an Tarifpartner und Politik, nicht länger Niedrigst-Inflationsraten zu propagieren. Höhere Löhne seien auch für die soziale Sicherung wichtig. „Hohe Exportüberschüsse sind keine Durchhaltestrategie“, sagte er. „Wir haben in Deutschland kein Wettbewerbsproblem“, sagte Horn. Eine „asymmetrische Anpassung“ – bei der nur Länder mit hohen Inflationsraten sich den zwei Prozent nähern, aber nicht die stabileren „von unten“ – sei keine Option. Damit würden auf Dauer die anderen Länder weiter geschwächt und in Krisen wie die derzeitige schlittern, womit der Keim für die nächste Krise schon gelegt wäre. „Die Deflationsgefahr ist größer“, sagte Horn. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz-Studie sieht Fortschritte bei Schuldenstaaten der Eurozone

Allianz-Studie sieht Fortschritte bei Schuldenstaaten der Eurozone München (dapd). Die Euro-Krisenländer Griechenland, Portugal und Spanien befinden sich einer Studie der Allianz zufolge auf dem Weg der Besserung. Die Ergebnisse des „Allianz Euro Monitors“ zeigten: „Reformen brauchen Zeit, die ‚Problemländer‘ sind aber auf einem guten Weg“, sagte der Chefvolkswirt des Versicherungskonzerns, Michael Heise, am Montag in München. Er erwarte im kommenden Jahr eine „allmähliche Stabilisierung der Konjunktur“. Neben Belgien (5,9 Punkte) waren Griechenland (3,4), Portugal (4,1) und Spanien (5,0) die einzigen Euroländer, die ihren Wert gegenüber dem Vorjahr verbesserten. Griechenland legte dabei sogar am stärksten zu. So seien die Lohnstückkosten und der Verschuldungsgrad des privaten Sektors gesunken. „Insgesamt gibt es in Griechenland Fortschritte, die in der öffentlichen Diskussion übersehen werden“, sagte Heise. An der Spitze des Monitors steht Deutschland mit 7,7 Punkten vor Österreich und Luxemburg mit 7,0 Punkten. Neues Schlusslicht ist Zypern mit 3,0 Punkten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bayer übernimmt Softwarespezialisten Radimetrics

Bayer übernimmt Softwarespezialisten Radimetrics Leverkusen (dapd). Bayer übernimmt den kanadischen Spezialisten für medizinische Software Radimetrics. Eine Kaufvereinbarung sei bereits unterzeichnet worden, teilte der Leverkusener Konzern am Montag mit. Radimetrics hatte unter anderem ein Computerprogramm zur präzisen Messung der Strahlenbelastung von Patienten im Verlauf mehrerer bildgebender Untersuchungsverfahren auf den Markt gebracht. „Mit dieser strategischen Akquisition baut Bayer sein Geschäft im Bereich Radiology & Interventional weiter zu einem Komplettanbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Radiologie aus“, sagte Bayer-Manager Alan Main. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht. Erst vor einer Woche war Bayer mit dem Versuch gescheitert, den US-Vitaminhersteller Schiff Nutrition zu übernehmen, weil der britische Wasch- und Putzmittelhersteller Reckitt Benckiser ein höheres Gegenangebot vorgelegt hatte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutsche Medizintechnikbranche steigert Exporte

Deutsche Medizintechnikbranche steigert Exporte Wiesbaden (dapd). Der Export von deutscher Medizintechnik ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. So wurden 2011 rund 205.000 Herzschrittmacher „made in Germany“ ins Ausland verkauft und damit 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Der Verkaufswert stieg auf 353 Millionen Euro nach 317 Millionen Euro im Vorjahr. Hauptabsatzmärkte für Herzschrittmacher waren die USA, Brasilien und Polen. Auch der Auslandsabsatz von künstlichen Nieren aus Deutschland legte kräftig zu. 2011 wurden Blutwäschegeräte und Zubehör im Wert von 524 Millionen Euro exportiert, wie die Statistiker weiter mitteilten. Das entsprach im Jahresvergleich einer Wertsteigerung von fast 16 Prozent. Hauptabnehmer waren hier China und die USA. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EU-Kommissarin denkt über Meldepflicht für Hackerangriffe nach

EU-Kommissarin denkt über Meldepflicht für Hackerangriffe nach München (dapd). EU-Kommissarin Neelie Kroes will Unternehmen beim Schutz ihrer IT-Sicherheit stärker in die Pflicht nehmen und schließt auch eine Meldepflicht für Hackerangriffe nicht aus. „Ich bin ein großer Befürworter von Selbstregulierung, aber in diesem Fall fürchte ich, dass wir damit nicht weiterkommen“, sagte Kroes der „Süddeutschen Zeitung“ laut Vorabbericht. „Es geht nicht darum, sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben, sondern darum, voneinander zu lernen“, sagte die Kommissarin für die digitale Agenda. Die Menschen müssten darauf vertrauen können, dass neue Technologien wie etwa das Cloud Computing sicher seien. Andernfalls werde sich das Auslagern von Daten und Diensten ins Internet nicht durchsetzen. Europa vergäbe damit die Chance, die lahmende Wirtschaft in Schwung zu bringen. Vom verstärkten Einsatz der Cloud-Technologien verspricht sich Kroes bis 2020 etwa 2,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Deutscher Aktienmarkt startet mit Abschlägen

Deutscher Aktienmarkt startet mit Abschlägen Frankfurt/Main (dapd). Der deutsche Aktienmarkt ist nach dem Höhenflug der Vorwoche etwas leichter in den Handel gestartet. Der Leitindex DAX büßte am Montag trotz guter Vorgaben von den internationalen Börsen zunächst 0,3 Prozent auf 7.290 Punkte ein. Die Stimmung der Anleger litt unter dem Streit um weitere Hilfen für Griechenland. Am Freitag hatte der DAX 0,9 Prozent im Plus bei 7.309 Zählern geschlossen und eine erfolgreiche Woche beendet. Am Montag tendierten auch die Nebenwerte ins Minus. Der MDAX verlor fast 0,4 Prozent auf 11.366 Punkte. Der TecDAX notierte 0,3 Prozent leichter bei 824 Zählern. Die Vorzeichen aus den USA und Asien waren allerdings gut. An der New Yorker Wall Street hatte der Dow Jones am Freitag um 1,4 Prozent auf 13.010 Punkte zugelegt. Der Technologieindex Nasdaq stieg ebenfalls um 1,4 Prozent auf 2.967 Zähler. In Tokio ging der Nikkei am Montag mit einem Plus von 0,24 Prozent bei 9.389 Punkten aus dem Handel. Der Euro stand zu Wochenbeginn wegen der Unsicherheit über die Griechenland-Hilfen etwas unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,2954 Dollar. Im frühen DAX-Handel lagen Deutsche Börse mit einem Plus von einem Prozent auf 43,01 Euro vorn. Auch Lufthansa legten knapp ein Prozent auf 12,70 Euro zu. Hinten lagen ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 3,3 Prozent auf 16,24 Euro, nachdem Medien über die Schwierigkeiten des Konzerns beim Verkauf defizitärer Werke in Amerika berichtet hatten. Adidas büßten ein Prozent auf 65,46 Euro ein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Aktionärsschützer rechtfertigen Riesenhonorar für Lehman-Insolvenzverwalter

Aktionärsschützer rechtfertigen Riesenhonorar für Lehman-Insolvenzverwalter Berlin (dapd). Deutschlands größte Aktionärsvereinigung hat das Honorar von bis zu 800 Millionen Euro für den Insolvenzverwalter der deutschen Tochter der US-Investmentbank Lehman Brothers verteidigt. Zwar klinge die Summe zunächst „absolut zu hoch“, sagte die Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt, am Montag im Deutschlandfunk. Doch entspreche das Honorar angesichts einer Insolvenzmasse von gut 15 Milliarden Euro im bisher größten deutschen Abwicklungsverfahren den rechtlichen Bestimmungen. „Die Rechtfertigung ist eine gesetzliche“, erklärte sie. Das Honorar richte sich nach dem Erfolg beim Eintreiben der Gläubigerforderungen. „Dieser Insolvenzverwalter war sehr erfolgreich“, sagte Bergdolt. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle, bei der das Insolvenzverfahren liegt, hatte eine hohe Quote für die Gläubiger in Aussicht gestellt und die Honorarerwartung per Gutachten bestätigen lassen. Von den möglichen 800 Millionen Euro müsste der Insolvenzverwalter die Anwälte bezahlen, die seit 2008 mit dem Eintreiben der Forderungen beschäftigt waren, erklärte Bergdolt. „Da bleibt sicherlich ein guter Teil bei ihm, aber er hat auch selbst einen großen Apparat zu tragen“, sagte sie. Die Pleite von Lehman Brothers hatte 2008 die weltweite Finanzkrise ausgelöst. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)