- 128 Mio. Euro Umsatz 2012 gegenüber 118 Mio. Euro 2011
- Wachstumszuwachs absolut 10 Mio. Euro – 8 Prozent Steigerung zum Vorjahr
- Investitionen von 6 Millionen Euro geplant
- Pionierleistungen bei sozialem Engagement für Spitzen-Kitas, Spitzen-Managerinnen und Spitzen-Väter entwickeln nachhaltiges positives Firmenimage und eine Alleinstellung in der Lebensmittel-Branche
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Fokus auf Marken, Innovationen, sozialem Engagement und Kunden
a) Mestemacher erreicht Rekordumsatz von 128 Mio. Euro
Mestemacher erreicht im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 128 Mio. Euro. Mit SB-verpackten Brotsorten wie Pumpernickel, verschiedenen Vollkornbrotsorten, internationalen Brotspezialitäten und Tiefkühlkuchen konnte somit der Gruppenumsatz um 8 Prozent wachsen, d. h. in Euro 10 Mio. Mehrumsatz. Für 2013 wird mit einer Steigerung des Jahresumsatzes auf 130 Mio. Euro gerechnet. Das entspricht einem Wachstum von rund 1,6 Prozent. Die konservative Umsatzplanung wird auf die unwägbare Wirtschaftslage im In- und Ausland zurückgeführt. In der Mestemacher-Gruppe sind aktuell 523 Arbeitskräfte tätig. Der Exportanteil hat sich auf 24 Prozent eingependelt. Für das Wirtschaftsjahr 2012 sind Investitionen in Höhe von 4,8 Mio. Euro durchgeführt worden. In 2013 sind knapp 6 Mio. Euro geplant. Die Investitionssumme fließt zu je einem Drittel in Technik zur Steigerung der Energieeffizienz – auch um den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren –, in Rationalisierung zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und in Ersatzinvestitionen. Im Gesamtjahr 2012 haben Tages- und Wochenzeitungen, Fachzeitschriften, Amts- und Verbandsblätter, Publikumszeitschriften sowie Internet-Fernsehen-Radio mit einer verbreiteten Gesamtauflage von über 200 Mio. Kontakten über Mestemacher berichtet. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen die Pionierleistungen des Mittelständlers für Spitzenväter, Top-Managerinnen, Krippen und Kindertagesstätten. Täglich besuchen zwischen 1.000 bis 1.500 Besucher die Website www.mestemacher.de. Ganzheitliche Qualität und partnerschaftliches Zusammenarbeiten sind das beste Rezept. Damit ist die Mestemacher-Gruppe auch zukünftig auf einem guten Weg, gemeinsam mit zuverlässigen und fähigen Fach- und Führungskräften die Unternehmensziele zu erreichen. Gesundheitsorientierte Brote und die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann sowie die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie liefern Handel und Verbrauchern Mehrwert und der Mestemacher-Gruppe auch im intensiven Wettbewerb eine gute Zukunft. Die zentrale Unternehmensführung liegt in den Händen der drei Gesellschafter Albert Detmers, Fritz Detmers und der BWL-Professorin an der FH Bielefeld, Dr. Ulrike Detmers.
b) Rohstoffversorgung
Im Jahresdurchschnitt 2012 wurden pro Monat insgesamt 11 Mio. Brotpackungen zum Verkauf im SB-Brotregal hergestellt. Dafür wurden im Monat rund 2.200 Tonnen Getreide, hauptsächlich Roggen, verarbeitet. Mestemacher sieht auch in der Zukunft Probleme in Bezug auf Spekulationen mit Nahrungsmittel, insbesondere Weizen sowie hinsichtlich der staatlichen Förderung des Anbaus von Bio-Kraftstoffen. Die milliardenschwere Subventionierung von Bio-Kraftstoffen verringert den Anbau von Getreide zur Nahrungsherstellung und führt zu einem enormen Kostendruck und Volatilität bei den Getreideprodukten. Ein weiteres Problem ist, dass der weltweite Roggenanbau weiter schrumpft. Mestemacher befürchtet deshalb als Roggenvollkornbäcker eine Fortsetzung der Preissprünge nach oben. Durch intensive Kontakte zur Landwirtschaft und zur Wissenschaft, bemühen wir uns intensiv, den Anbau von Roggen für die Landwirte aber auch für die Verbraucher attraktiv zu gestalten. Entwicklung in den Tochtergesellschaften
c) Aerzener Brot und Kuchen GmbH
Die Aerzener Brot und Kuchen GmbH gehört seit 2002 zu der Unternehmensgruppe Mestemacher. Das Kernsortiment Tiefkühlkuchen und Brot für das Segment Preiseinstieg vertreibt die Aerzener Brot und Kuchen GmbH national und international. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland. Geplant ist aber auch, die TK-Kuchen u. a. nach Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und Österreich zu exportieren. Hauptabsatzkanal ist der deutsche Lebensmittelhandel mit Schwerpunkt im sogenannten Preiseinstiegssegment – also besonders günstige Vollkornbrote und Kuchen. Die Aerzener Brot und Kuchen GmbH bietet auch für Eigenmarken des Handels die beim Verbraucher sehr beliebten TK-Plattenkuchen an. Als Neuheiten wurden im September 2012 auf der Fachmesse INTERCOOL in Düsseldorf ein ganzer Reigen von Neuheiten vorgestellt wie z. B. Brownies, Zitrone-Limonen-Schnitten mit leichtem Jogurt, Carrot-Cake nach amerikanischer Art sowie Cheese-Cake. Alle Kuchensorten sind nach Konditorenart gebacken und tiefgekühlt lieferbar. Qualifiziertes Personal sorgt für bestmögliche Leistungsergebnisse sowie Qualitätssicherheit und -garantie. BENUS Spólka z.o.o. Poznan, Polen Eine weiterhin gute Entwicklung verzeichnet das polnische Tochterunternehmen BENUS Spólka z.o.o. Diese konnte ihre Umsätze von 2011 von 6,0 Mio. Euro in 2012 auf über 6,4 Mio. Euro erhöhen und ihre Distribution am polnischen Markt weiterhin deutlich ausbauen.
d) Auslandsentwicklung
Auch im vergangenen Jahr – wie anfangs erwähnt – erzielte die Mestemacher-Gruppe 24 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Mit dem Umsatz der polnischen Tochterfirma wurden sogar 29 Prozent im Ausland erzielt. Sorgen bereitet für das kommende Geschäftsjahr allerdings die Entwicklung an den Rohstoff- und Devisen-Märkten und die Wirtschaftskrise. Mestemacher Vollkornbrote erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit in den Exportnationen. Allerdings ist der dort entstehende Verkaufspreis deutlich höher als der Preis der regionalen Backwaren. Wie die Verbraucher anlässlich ihrer wirtschaftlichen Probleme auf den Konsum von Mestemacher Vollkornbroten reagieren, ist im Moment nicht absehbar. Darüber hinaus ist insbesondere in den Ländern mit extrem stark schwankenden Währungen das Geschäft schwieriger geworden, da Mestemacher überwiegend in EURO fakturiert und die Importeure die dadurch notwendigen Preiserhöhungen kaum durchsetzen können. Heute werden die Mestemacher Vollkornbrote in über 90 Länder der Welt geliefert.
e) Gesellschaftliches Engagement und unternehmerische Verantwortung
Unternehmensverantwortung übernimmt Mestemacher unter anderem für 1. den Umweltschutz und Nachhaltigkeit 2. die Belegschaft 3. die Vereinbarkeit Beruf und Familie 4. die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann.
Zu 1. Umweltschutz BIO
Der ökologische Landbau ist ein ganzheitliches System mit einer Vielzahl von Wechselbeziehungen, unter anderem zwischen organischer Düngung, Schutz des Grundwassers und des Bodens und hochwertiger Lebensmittelqualität. Mestemacher ist seit 1985 aktiver Verarbeiter von Bio-Zutaten zur Herstellung von Bio-Vollkornbroten und Bio-Müslis. Mestemacher hat als erster Vollkornbäcker verpackte und durch Pasteurisation natürlich haltbare Bio-Brote ins Brotregal geliefert. Bio wird auch weiterhin auf eine weltweit wachsende Nachfrage stoßen. Deshalb fordert Mestemacher von der Politik, mehr Anreize für die ökologische Produktionsweise zu liefern und mehr Gelder in die Förderung der Bio-Landbau-Forschung zu stecken. Nachhaltigkeit Der voriges Jahr geplante Bau eines Blockheizkraftwerkes wurde erfolgreich abgeschlossen. Durch die Umstellung der kompletten Energieversorgung am Standort in Gütersloh auf ein hocheffizientes Gasmotoren-Blockheizkraftwerk werden der Umwelt etwa 1700 t CO2 pro Jahr erspart. Die positiven wirtschaftlichen Effekte durch die Umstellung der Energieversorgung durch die Anlage korrespondieren mit positiven Umweltaspekten. Emissions-schädliches leichtes Heizöl wird durch klimafreundliches Erdgas ersetzt. Die neue Energieanlage versorgt den Standort vollständig und durchgehend mit Dampf, Strom, Warmwasser und Klimatisierungskälte sowie heißem Thermoöl und trägt neben den positiven wirtschaftlichen Effekten zu einer Verbesserung der Produkt- und Produktionsqualität bei. Je nach Erfolg dieses Projektes, werden andere Werke dieses Modell übernehmen.
Zu 2. Diversity Management und Gleichstellung – Werte für die Belegschaft
Bei Mestemacher wird Vielfalt als Chance gesehen, um Werte zu schaffen. Bereits seit Beginn dieses Jahrhunderts arbeiten Fach- und Führungskräfte unterschiedlicher Nationalität und unterschiedlichen Geschlechts erfolgreich miteinander. Bei Mestemacher führt eine Frau die Geschäfte in Polen. Vier von zehn Führungsstellen im oberen und obersten Management sind in Frauenhand. Mitarbeiter mit Migrationshintergrund sind für Mestemacher eine wichtige Ressource am Arbeitsmarkt. Kreativität wird durch Vielfalt in der Belegschaft gefördert und die Arbeitsplätze werden gesichert.
Zu 3. Vereinbarkeit Beruf und Familie
Mestemacher KITA-Preis seit 2001 Seit 2001 engagiert sich Mestemacher dafür, dass mehr gute Krippen- und Kitaplätze geschaffen werden, die Öffnungszeiten flexibel sind und die Bildung und Erziehung eine geschlechter-demokratische Note aufweisen, d. h., dass zum Beispiel mehr Anreize für männliches Kita-Personal geschaffen werden. Der Mestemacher KITA-Preis ist dotiert mit 16.750 Euro.
Zu 4. Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann
MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES seit 2002 Pionierarbeit leistet Mestemacher für Geschlechterdemokratie in Chefetagen. Für die reine Männerwelt Wirtschaft ist die Zeit abgelaufen und deshalb hat es sich das Stifterunternehmen seit über 11 Jahren zum Ziel gesetzt, Spitzenfrauen in Chefetagen mit dem MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES auszuzeichnen. Die Top-Managerinnen sollen weiblichen Nachwuchskräften als Vorbild dienen und die Männerwelt Wirtschaft davon überzeugen, dass die Führung von Personal und Unternehmen selbstverständlich auch Frauensache ist. Preise sind die wertvolle Silberstatue namens „OECONOMIA“ und 5.000 Euro für soziale Zwecke. In 2012 erhielt eine weitere Top-Managerin diese Ehre: Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Mit rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lenkt sie das größte Nahverkehrsunternehmen Deutschlands.
Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres seit 2006
Zum 7. Mal hat das Stifterunternehmen Mestemacher im Jahr 2012 Väter gewürdigt, die Kinder, Küche und Karriere zu ihren Lebenswelten erklärt haben. Diese neuen Väter unterstützen ihre Partnerin aktiv bei deren Karriere und bekennen sich dazu, genauso für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig zu sein, wie die Mütter. Die 8. Prämierung erfolgt im InterConti in Berlin am 07.03.2013. Die in 2012 gewürdigten Männer und Väter Arne Gericke aus Tessin und Marc Steinmetz aus Karlsruhe erhielten je 5.000 Euro Preisgeld sowie Sonderpreisträger Claus T. Dammann aus Hamburg, 2.500 Euro.
„Kunst muss nicht brotlos sein“ Brot-Kunst-Dose „Panem et Artes“ seit 1994
Das Kunst nicht brotlos sein muss, stellt Mestemacher seit 1994 unter Beweis. Mestemacher fördert national und international tätige Künstlerinnen und Künstler mit der Brot-Kunst-Dose, die unter dem Projekttitel „Panem et Artes“ jährlich wechselnde Kunst abbildet. Aktuell wird das neue Motiv für 2013 vorgestellt. Mestemacher präsentiert mit den Werken „Li Chi Wa“ 2013 die 20. Ausgabe der Brot-Kunst-Sammlerdose „Panem et Artes“. Kunst muss nicht brotlos sein. Ab Februar 2013 sind die wundervollen Werke auf der Brot-Kunst-Dose im Brotregal des Deutschen Einzelhandels erhältlich. Shirin Donia lässt sich bei ihrer Arbeit von ihren zahlreichen Reisen nach Florida, in die Karibik oder nach Asien inspirieren, die ihre künstlerischen und kosmopolitischen Vorstellungen formen. Seit 2002 widmet sie sich voll und ganz der Malerei. Ihr Lieblingsmotiv ist der Mensch. Sie malt gerne großformatige fotorealistische Bilder in Ölfarben, um die Charakterzüge ihrer Personen in den Vordergrund zu stellen. Ihr Lebenslauf: Shirin wurde 1980 in Deutschland geboren und besuchte Akademien in England und den USA. In Palma de Mallorca hat sie eine Zusatzausbildung in Digital Art erhalten. Ihre Bilder sind seit 2006 in Galerien und auf zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Europa zu sehen. Kunstliebhabern ist sie längst ein Begriff – die Brot und Kunst-Edition PANEM ET ARTES. In jährlich wechselndem Gewand präsentiert Mestemacher Sonnenblumen-Vollkornbrot auf dekorative Art und Weise. Seit 1994 bildet Panem et Artes nicht nur einen attraktiven Blickfang in den Brotregalen des Handels, sondern auch im Küchenregal zuhause. Zur Philosophie der Brot-Kunst-Dose Mit dieser besonderen Plattform zur Präsentation ausgewählter Kunst demonstriert die Gütersloher Großbäckerei für Vollkornbrote und internationale Brotspezialitäten im Jahr 2013 schon im zwanzigsten Jahr gesellschaftliche Verantwortung und Kreativität. 1994 hob die Künstlerförderin und Kunstsammlerin Prof. Dr. Ulrike Detmers das international orientierte Konzept für die Brot- und Kunst-Edition aus der Taufe. „Mit dem Projekt geben wir Malerinnen und Malern ein internationales Forum für ihre Arbeiten“, betonen Prof. Dr. Ulrike Detmers und ihr Mann Albert Detmers, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Liebhaber von Kunst ist. Die geförderten Künstler erhalten für jede verkaufte Brot-Kunstdose eine interessante Lizenzgebühr. Darüber hinaus erhöhen die Brotdosen den Bekanntheitsgrad der Künstlerinnen und Künstler. Mit der kreativen Brotverpackung will Mestemacher außergewöhnliche Akzente im Brotregal setzen: „Wo gibt es sonst schon echte Kunst im Supermarkt? Mit „Panem et Artes“ bieten wir dem Lebensmittelhandel die Chance, sich mit einem wirklich innovativen und individuellen Produkt zu profilieren“, sagt Prof. Dr. Ulrike Detmers. Die Käufer der Brotdose erwerben viele Vorteile. Die attraktive Kunst-Dose mit Vollkornbrotscheiben befüllt ist bestens geeignet für die Bevorratung. Ungeöffnet bleibt das Brot über ein halbes Jahr verzehrsfrisch. Die leere Brotdose kann nach dem Verzehr der Scheiben für viele praktische Zwecke im Haushalt verwendet werden.
f) Förderung der regionalen Küche
Gerne fördern wir auch die westfälische Küche mit der Mitgliedschaft bei „Westfälisch genießen e.V.“. Förderer sind dabei neben Mestemacher die Firma Marten aus Gütersloh, die Brauerei Warsteiner aus Warstein sowie die Firma Carolinen-Brunnen Mineralquellen Wüllner Bielefeld. Ca. 30 Gastronomen haben sich die Darbietung der westfälischen Küche – frisch und zeitgemäß – auf die Fahne geschrieben. Zuletzt wurde in Bielefeld das Restaurant „GeistReich“ im Hotel Bielefelder Hof mit dem bekannten Koch, Martin Jacoby, aufgenommen.
g) Entwicklungsprognose
Die Mestemacher-Gruppe verfügt auch in Zukunft über das Potential zum Wachstum. Auf Grund der unsicheren Entwicklungen der Konjunktur sowie der Euro-Krise, planen wir für 2013 sehr konservativ mit einem Umsatz in Höhe von 130 Mio. Euro. Sollte sich der bisherige Kostendruck im Allgemeinen und beim Roggen im Besonderen fortsetzen, werden gegebenenfalls sogar Kundenbeziehungen in Frage gestellt, deren Belieferung sich nicht mehr rechnen lassen. Die Mestemacher-Gruppe hat in den vergangenen Jahren durch Investitionen die Produktivität steigern können. Produktinnovationen und eine stark gestiegene öffentliche Präsenz in den Medien tragen auch weiterhin dazu bei, insbesondere die Brotmarke Mestemacher als Spitzenmarke zu fördern. Mit Sorge wird die kritische Versorgungslage mit Rohstoffen betrachtet. Deren Preissteigerungen müssen, wie bereits dargestellt, weitergegeben werden können und wir hoffen, dass die Politik die Rahmenbedingungen zur Vermeidung von Spekulationen mit Nahrungsmitteln finden wird.
Frankfurt/Main (dapd). Die Zahl der Banken und anderer Finanzinstitutionen ist in der Eurozone im vergangenen Jahr um sechs Prozent zurückgegangen. Mit geringen Ausnahmen sei dieser Trend in der gesamten Währungsunion zu beobachten, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt am Main mit. Zum Stichtag 1. Januar 2013 habe es 7.059 Finanzinstitutionen gegeben, 474 weniger als ein Jahr zuvor. Rund 86 Prozent aller in der Statistik erfassten monetären Finanzinstitutionen seien Banken und Sparkassen. Wenn die Zahl der Banken abnimmt, heißt das nicht zwingend, dass diese pleitegehen, meist handelt es sich stattdessen um Fusionen. So schlossen sich etwa auch in Deutschland in den vergangenen Jahren viele Volks- und Raiffeisenbanken zusammen, um wirtschaftlicher arbeiten zu können. Der EZB-Statistik zufolge gab es 1999 in Deutschland 3.280 Finanzinstitutionen, Anfang 2013 waren es noch 1.916. Die Zahl schrumpfte somit um 42 Prozent. Dennoch gibt es hierzulande noch immer mit Abstand die meisten Banken in der Eurozone. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Wiesbaden/Hamburg (dapd). Mit hohen Steuern, strengen Werbeauflagen und Gesundheitsaufklärung treibt die Bundesregierung immer mehr Rauchern ihre gefährliche Sucht aus: Im vergangenen Jahr fiel der Absatz legaler Zigaretten auf den tiefsten Wert seit der Wiedervereinigung. 2012 wurden nur noch 82,4 Milliarden versteuerte Zigaretten abgesetzt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Dies sei ein Rückgang um knapp sechs Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Im Jahr 2000 waren es noch 140 Milliarden Stück. Die Flucht der Raucher in Schmuggelzigaretten ist auch gestoppt: Ihr Anteil fiel laut Zigarettenverband auf 20,6 Prozent der Gesamtmenge. Auch der Absatz von Tabak und Zigarren und Zigarillos ging laut Statistik zurück. Die Raucher mussten seit Anfang 2011 drei Erhöhungsrunden bei der Tabaksteuer erleben. Damit gehen von einer 5-Euro-Schachtel inzwischen 3,68 Euro an den Staat. Schon seit Jahren muss die Industrie strenge Werbeverbote einhalten. So ist etwa die Bezeichnung „leicht“ für Zigaretten verboten worden. Die EU-Kommission hat im Dezember eine verschärfte Fassung der Tabakrichtlinie auf den Weg gebracht. Damit sollen die Möglichkeiten der Hersteller noch weiter eingeschränkt werden: Die EU fordert Schockbilder auf den Packungen und will Menthol als Zusatzstoff verbieten. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos in Deutschland sank 2012 sogar um zehn Prozent. Zudem wurde 0,4 Prozent weniger Feinschnitt versteuert. Nur der Absatz von Pfeifentabak stieg, weil eine Steuererhöhung Pfeifentabak außen vor ließ. Für die Bundesregierung hat der Erfolg in der Gesundheitspolitik einen Preis: Die Einnahmen aus der Tabaksteuer fielen 2012 trotz Steuererhöhung um fast 2 Prozent auf 14,13 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Düsseldorf (dapd). Die Tarifverdienste in Deutschland sind 2012 real leicht gestiegen. Die im vergangenen Jahr vereinbarten und in Kraft getretenen Tarifsteigerungen hätten im Schnitt bei 3,9 Prozent gelegen, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Montag in Düsseldorf mit. 2011 seien es drei Prozent gewesen. Der kalenderjährliche Anstieg der nominalen Tariflöhne habe – bereinigt um ihre unterschiedlichen Laufzeiten und die länger laufenden Abschlüsse aus dem Vorjahr – durchschnittlich 2,7 Prozent betragen. Damit seien die Tarifgehälter real um 0,7 Prozent gestiegen. Die Teuerung lag im vergangenen Jahr bei zwei Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Unterföhring (dapd). Nach zwei positiven Quartalen hat der Abosender Sky Deutschland zum Jahresende operativ wieder rote Zahlen geschrieben. Grund seien höhere Werbe- und Marketingaufwendungen in der Vorweihnachtszeit gewesen, sagte ein Sprecher am Montag in Unterföhring bei München. In den ersten neun Monaten 2012 hatte Sky vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen noch ein Plus von einer Million Euro erzielt. Im Gesamtjahr machte der Pay-TV-Sender nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von 48 bis 58 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist dies jedoch eine deutliche Verbesserung. 2011 lag der operative Verlust von Sky bei 155,5 Millionen Euro. Vom 22. bis 31. Januar wird Sky 20 Millionen neue Aktien herausgeben. Ein Papier kostet 4,46 Euro. Bis zu 91 Millionen Euro will das Unternehmen so erlösen. Sky-Aktionäre haben das Recht, für 42 bestehende Aktien eine neue Aktie zu erwerben. Der australische Medien-Tycoon Rupert Murdoch wird im Zuge der Kapitalerhöhung die Mehrheit an Sky übernehmen und künftig 54,5 Prozent halten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Ludwigshafen (dapd). Der Chemiekonzern BASF steht kurz vor der Übernahme des norwegischen Unternehmens Pronova BioPharama. Nach einem Barangebot an die Aktionäre des Herstellers von Omega-3-Fettsäuren halte BASF nun 97,7 Prozent der Aktien, wie die Unternehmensgruppe am Montag mitteilte. Die Angebotsfrist endete am Freitag. BASF strebe nun den Ausschluss der verbleibenden Minderheitsaktionäre in einem sogenannten Squeeze-out-Verfahren an. Der Kauf soll in den kommenden Wochen abgeschlossen sein und wird BASF rund 680 Millionen Euro kosten. Durch die Akquisition von Pronova wird BASF nach eigenen Angaben im globalen Markt für Omega-3-Fettsäuren unmittelbar eine führende Position einnehmen. Pronovas pharmazeutische Wirkstoffe werden zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt, etwa bei der Nachbehandlung von Herzinfarkten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Mülheim/Ruhr (dapd). Tengelmann-Firmenpatriarch Erivan Karl Haub zieht sich im Alter von 80 Jahren komplett aus der Unternehmensführung zurück. Der Unternehmer habe zum Jahreswechsel auch sein Amt als Beiratsvorsitzender niedergelegt, teilte das Handelsunternehmen am Montag mit. Bereits zur Jahrtausendwende hatte der Unternehmer die operative Leitung des Konzerns an seine Söhne Karl-Erivan Haub und Christian Haub abgegeben. Zum Firmenimperium gehören neben den Kaiser’s Tengelmann Supermärkten auch die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter KiK. Mit Haub schieden der frühere Konzern-Geschäftsführer Peter Zühlsdorff und der Hotelier Rolf Ruhfus aus dem Kontrollgremium des Mülheimer Traditionshauses aus. Als Nachfolger wurden der frühere Edeka-Chef Alfons Frenk und der Jurist Christoph von Grolman berufen. Der Beirat ist damit erstmals ausschließlich mit externen Mitgliedern besetzt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Stralsund (dapd). In die große Schiffbauhalle der Stralsunder Volkswerft ist Leben zurückgekehrt. Hammerschläge dröhnen durch das weiträumige Areal, ein Schiffskran hebt mit laut warnendem Sirenenton eine 440 Tonnen schwere Mittelschiffssektion in die Höhe. Nebenan am Achterschiff eines riesigen Frachters sprühen Funkenregen von Schweißgeräten durch die Luft. „Das ist Musik,“ sagt Bauleiter Jan-Peter Bös. Nach elfmonatiger Insolvenzpause geht es seit Montag weiter mit der Schiffsproduktion am Sund. Der 51-jährige Bös arbeitet seit 35 Jahren auf der Volkswerft, hat alle Höhen und Tiefen seit der Privatisierung miterlebt, die Pleite mit dem Bremer Vulkan, die Übernahme durch den dänischen Konzern A.P. Moeller, dann Hegemann und schließlich den Niedergang im P+S Werften-Verbund. Die Kunde, dass es erst mal weitergeht, habe der Mannschaft wieder Hoffnung gegeben. „Die Männer waren heute Morgen alle pünktlich 6.00 Uhr zur Stelle“, sagt Bös. Schwierige Suche nach neuem Investor Einer von ihnen ist Christian Hagenow, Schiffbauer, 30 Jahre alt und froh, dass er morgens wieder in die Arbeitskluft steigen kann. Die Unsicherheit zur Weihnachtszeit sei das Schlimmste gewesen, sagt er, während er mit seinem Kollegen Sven Freitag eine Auflage für die nächste Schiffssektion zusammenschweißt. „Ich hatte mich schon darauf eingestellt, auf Montage zu gehen, nach Emden oder Papenburg. Aber jetzt ist ein kleiner Anfang für eine Werftzukunft gemacht.“ Etwa 500 von einst 1.200 Werftmitarbeiter wechselten inzwischen von der Transfergesellschaft in die neugegründete Stralsunder Schiffbaugesellschaft (SSG), um zwei Ro-Ro-Frachter für die dänische Reederei DFDS fertigzustellen. Das erste der beiden 195 Meter langen Spezialschiffe für deutsch-dänische Militärtransporte ist im Rohbau fertig. Die Ausrüstung sei zu 60 Prozent installiert, derzeit werde die Wellenanlage eingebaut, sagt Bauleiter Bös. Im April soll der Frachter zu Wasser gelassen werden. Vom Schwesterschiff sind drei Blöcke in Arbeit, die später zusammengetaktet werden. Die Truppe sei hochmotiviert und wisse, dass mit der termin- und qualitätsgerechten Ablieferung eine hohe Verantwortung auf ihr laste, sagt P+S Betriebsratschef Jürgen Kräplin. Er warnt aber vor übertriebenem Optimismus. Die Insolvenz sei noch längst nicht überstanden. „Erst einmal müssen wir jetzt für die wieder angefahrene Werft einen neuen Investor finden, und dann dafür sorgen, dass möglichst alle ehemaligen Kollegen wieder zurück auf die Werft geholt werden. Am besten sogar noch mehr als vor der Pleite“, sagt Kräplin. Ein neuer Investor ist allerdings bislang nicht in Sicht. Auch die SSG könne nur eine vorübergehende Lösung sein, sagt SSG-Chef Stefan Säuberlich. „Uns fehlen die Mittel, um langfristige Konzepte umzusetzen, neue Aufträge zu akquirieren und Schiffsneubauten zu finanzieren.“ Werft erwartet Reedereivertreter zu Gesprächen über Fähren Hoffnung macht den Beschäftigten am Montagmorgen die Meldung von möglichen Interessenten für die von Scandlines gekündigten Ostseefähren. „Wir erwarten noch in dieser Woche Vertreter von drei europäischen Reedereien“, bestätigt Werftchef Axel Schulz. Die Experten wollten sich erst einmal über den Zustand der zu schwer gebauten Schiffe und mögliche Weiterbau-Optionen informieren. Auch Investoren aus den USA und aus dem arabischen Raum hätten Interesse signalisiert. Zulieferer und Steuerzahler kommt die P+S-Pleite dagegen teuer zu stehen. Etwa 2.300 Gläubiger haben bislang Forderungen in Höhe von 988 Millionen Euro angemeldet. Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann rechnet letztendlich mit etwa 700 Millionen Euro anerkannten Forderungen. Doch kaum etwas von dieser Summe wird bei den Gläubigern ankommen. Die frühestens in fünf Jahren zu erwartende Auszahlungsrate dürfte bei lediglich 1,5 Prozent liegen, sagt Brinkmann. Nur die Banken, deren Kredite über Landesbürgschaften und somit Steuergelder abgesichert waren, werden vermutlich mit einem blauen Auge davonkommen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Thalheim (dapd). Beim insolventen Solarmodulhersteller Sovello in Thalheim hat die Versteigerung der Produktionseinrichtungen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung begonnen. Mit der Verwertung habe Insolvenzverwalter Lucas Flöther das Hamburger Auktionshaus Wilhelm Dechow beauftragt, teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Montag mit. Bei zwei separaten Online-Versteigerungen kämen etwa 3.200 Positionen unter dem Hammer. Versteigert würden branchenspezifische Produktionslinien und Anlagen, aber auch moderne Büromöbel und IT-Ausstattungen. Die Sovello GmbH hatte am 14. Mai 2012 Insolvenz angemeldet. Zunächst hatte die Geschäftsführung eine Sanierung in Eigenverwaltung versucht. In den zweieinhalb Monaten bis Insolvenzeröffnung am 1. August hatte sich die Situation jedoch weiter verschlechtert, so dass das Amtsgericht eine Fortsetzung der Eigenverwaltung ablehnte und einen Insolvenzverwalter einsetzte. Er war gezwungen, die Produktion stillzulegen. Etwa 1.000 Beschäftigte verloren damit ihren Arbeitsplatz. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Berlin (dapd-nrd). Nach ihrem knappen Wahlsieg in Niedersachsen wittern SPD und Grüne ihre Chance, auch im Bund Union und FDP von der Macht zu verdrängen. CDU und CSU werteten ihre Niederlage dagegen als Warnschuss. Sie wollen verhindern, dass auch bei der Bundestagswahl Unionsanhänger aus taktischen Gründen FDP wählen, um die Freidemokraten über die Fünf-Prozent-Hürde zu hieven. Bei der FDP bot der umstrittene Parteichef Philipp Rösler im Präsidium seinen Rücktritt an, stellte die Vertrauensfrage – und gewann. Er bleibt damit im Amt. Auf seinen Vorschlag hin wird aber Fraktionschef Rainer Brüderle Spitzenkandidat im Bundestagswahlkampf. Wegen anhaltend schlechter Umfragewerte auf Bundesebene war der FDP-Chef in den vergangenen Wochen immer stärker unter Druck geraten. Einstimmig beschloss die FDP-Parteispitze zudem, den für Mai geplanten Parteitag vorzuziehen und die Führung neu zu wählen. Nach einer stundenlangen Zitterpartie offenbarte in der Nacht erst das vorläufige amtliche Endergebnis, dass der bisherige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) abtreten muss und der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil mit den Grünen das gewünschte Regierungsbündnis schmieden kann. Allerdings hat die künftige Koalition nur eine Stimme Mehrheit im Landtag. Mit Blick auf die Bundestagswahl setzt die Union nun auf den „Kanzlerinnen-Bonus“. Generalsekretär Hermann Gröhe sagte im Deutschlandfunk, bis September müssten CDU und CSU trotzdem noch „ein Schippchen drauflegen“, um den „Rückenwind der besonderen Popularität“ von Parteichefin Angela Merkel zu nutzen. Union warnt vor Blockade im Bundesrat Zugleich warnten Spitzenpolitiker der Union am Montag SPD und Grüne vor einer Blockadepolitik im Bundesrat. Denn der knappe Wahlsieg von Rot-Grün in Niedersachsen bringt erstmals seit 1999 wieder eine linke Mehrheit im Bundesrat. Die wollen SPD und Grüne dazu nutzen, die schwarz-gelbe Bundesregierung vor sich herzutreiben. Angekündigt haben SPD und Grüne schon Initiativen für einen gesetzlichen Mindestlohn, zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, zum Kitaausbau und zur Abschaffung des Betreuungsgeldes. SPD-Chef Sigmar Gabriel versicherte jedoch, die SPD wolle die Mehrheit im Bundesrat verantwortungsvoll einsetzen und strebe keine Totalblockade an. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (SPD) bescheinigte Bundeskanzlerin Merkel, innenpolitisch schon seit längerer Zeit gelähmt zu sein, weil die FDP vor sich hindümpele. Die SPD habe nun die Chance, den fehlenden Gestaltungswillen und Ehrgeiz der Bundesregierung über den Bundesrat auszugleichen. Zwtl.: „Wer Merkel will, muss auch Merkel wählen“ In der Union mahnten kritische Stimmen, bei der Bundestagswahl müssten sich CDU und CSU auf eigene Stärken konzentrieren und keine „Leihstimmen“ mehr an die FDP abgeben. Es müsse klar werden: „Wer Angela Merkel will, muss auch Angela Merkel wählen“, sagte CDU-Vize Armin Laschet. Es habe zwar keine Leihstimmenkampagne im Norden gegeben. „Aber die Wähler hatten das Gefühl, sie mussten der FDP helfen.“ CSU-Chef Horst Seehofer sprach von einem Warnschuss für Schwarz-Gelb. Es habe sich gezeigt, „dass Leihstimmen innerhalb des bürgerlichen Lagers verlorene Stimmen sind“, sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Er rief die FDP auf, an Substanz und Profil zu gewinnen. Nur Stimmen von der Union „abknapsen“ zu wollen, reiche nicht. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte, nun sei auch ein Machtwechsel auf Bundesebene in greifbare Nähe gerückt. Dies werde im Herbst mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück gelingen. Zur Kritik an dem Ex-Finanzminister sagte er, die SPD solle sich nicht verrückt machen lassen von „aufgebauschten Debatten“. Steinbrück war wegen millionenschwerer Redner-Honorare und missglückter Äußerungen über das angeblich zu niedrige Kanzlergehalt in die Kritik geraten, zuletzt sackten im Bund auch die Umfragewerte ab. Steinbrück selbst hatte sich am Wahlabend schuldbewusst gegeben. Weil habe einen fantastischen Wahlkampf hingelegt, dabei aber keinen Rückenwind aus Berlin bekommen. „Es ist mir bewusst, dass ich maßgeblich dafür eine gewisse Mitverantwortung trage“, sagte er. Der niedersächsische SPD-Spitzenkandidat Weil sagte am Montag, der Wahlerfolg sei gemeinsam mit Steinbrück gelungen. Er gehe davon aus, dass nun in Niedersachsen zügig die neue Regierung gebildet werde. Danach werde seine rot-grüne Koalition auch daran arbeiten, dass das Betreuungsgeld abgeschafft werde. dapd (Politik/Politik)